Das Igelhaus

Aufgepasst im Herbst! Unter Herbstlaubbergen machen es sich Waldtiere zum Winterschlaf bequem. Pssst!

Als Anna und Max mit Papa im Garten arbeiten, den Rasen mähen und kleine Äste, Blätter und Pflanzenabfälle hinten im Garten zu einem Berg anhäufeln, raschelt es plötzlich am Boden.
Anna erschrickt. ”Ihhh, eine Giftschlange”, ruft sie.
”Wo? Zeig her!” Aufgeregt eilt Max herbei. ”Ich sehe keine Schlange.”
”Bei uns gibt es auch keine Giftschlangen”, sagt Papa.
Da raschelt es wieder, und ein kleines, kugelförmiges Ding wuselt eilig unter dem Laub hervor. Putzig sieht es aus, wie es den Gartenweg entlang huscht.
Aufgeregt wollen Anna und Max dem kleinen Fremdling folgen, doch Papa hält sie zurück.
”Psst! Das ist ein Igel. Erschreckt ihn nicht, sonst läuft er weg!”
”Das ist ein Igel?”, staunt Anna, die Igel nur aus Bilderbüchern kennt.
Max jubelt. ”Juchhu! Wir haben einen eigenen Igel. Juchhu, nun haben wir auch ein Tier.”
”Ein sehr nützliches sogar”, sagt Papa. ”Igel fressen nämlich Insekten, Schnecken, Mäuse und andere Schädlinge im Garten. Lasst uns daher dafür sorgen, dass unser Igel bei uns bleibt und im Winter hier unter dem Blätterhaufen seinen Winterschlaf hält.”
”Au ja. Wir häufeln noch mehr Blätter auf das ´Igelhaus´”, sagt Anna. ”Hoffentlich fallen gaaanz viele Blätter von den Bäumen, damit unser Igel im Winter nicht friert.”
© Elke Bräunling

Die Geschichte vom Igelhaus gibt es nun auch in einer längeren Fassung, und zwar hier: Das Igelhaus im Garten

Die Sache mit den Igeln im Herbst – Sachtext
Manchmal finden Leute im späten Herbst einen Igel und denken, dass er den harten Winter in freier Natur nicht überleben könne. Und wenn er sehr winzig ist, tut er ihnen so Leid, dass sie ihn mit nach Hause nehmen.
Das ist in den meisten Fällen falsch! Wer versucht, einem Igel zu Hause ein Winterquartier zu geben, richtet oft großen Schaden an. Igel sind nämlich Wildtiere. Sie wollen im Freien überwintern, selbst wenn sie noch so klein sind. Es ist erwiesen, dass auch Igel, die nicht mehr als dreihundert Gramm wiegen, den Winter besser im Freien überstehen als in einer Wohnung.
Dennoch können wir im Herbst einiges für die Igel tun: Igel brauchen nämlich Platz zum Überwintern. Gut eignen sich Büsche, Holzstapel, Reisig- oder Laubhaufen. Hier können sich die Igel ihr Winterquartier einrichten. Auch Fallobst mögen die kleinen Stacheltiere im Herbst gut leiden, um sich damit noch ein bisschen Winterspeck anzufuttern. Also: Lasst bitte euer Laub und Fallobst im Garten liegen! Die Igel werden es euch danken.
© Elke Bräunling


Hier findest du Geschichten, Märchen und Gedichte über Igel im Herbst und im Winter:

Der kleine Igel und das Ende des Sommers
Der kleine Igel und der große Hunger
Als der kleine Igel über die große Katze stolperte
Das Igelhaus
Von Igeln, Winterschlaf und Hungerkünstlern
Hallo mir ist kalt – Igel sucht ein Winterquartier
Igel Friedo sucht ein Winterquartier
Die kleine Waldmaus und das Stacheltier
Hungrig wie ein Igel
Der Herbstlaubberg
Der kleine Igel und das weiße Weiß
Das Winterland im Blätterberg – Fantasiereise zum Ende des Herbstes
Der kleine Igel macht Winterschlaf – Fantasiereise und Entspannungsübung

Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

10. Oktober 2013 von Elke
Kategorien: Familiengeschichten, Herbstgeschichten, Naturgeschichten, Tiergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , | 14 Kommentare

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