Weihnachtszauber

 

Weihnachtszauber

Die Advents- und Weihnachtszeit ist so etwas wie eine Zauber(er)zeit, und am besten kann jener unbekannte „Weihnachtszauberer“ Märchen und Geschichten zaubern.

„In der Weihnachtszeit geht manchmal nicht alles mit rechten Dingen zu“, sagt Papa und zündet eine Kerze an. „Es ist, als schauten ab und zu Zauberer in unser Zimmer.“
„Toll“, freut sich Pia und Pit sagt: „Dann sollen sie gleich mal zaubern! Ich wünsche mir, dass bald Bescherung ist.“
„Ein wenig warten musst du noch“, meint Mama.
„Dann ist das aber ein fauler Zauber“, murrt Pia.
„Warten ist langweilig“, stöhnt Pit und denkt an den Zaubererkasten, den er sich so dringend wünscht.
„Vielleicht hilft euch der Weihnachtszauberer beim Warten?“
„Wie denn? “
„Und wo stecken diese Zauberer überhaupt?”
„Hier.“ Mama deutet auf den Adventskranz. „Sie schleichen sich im Kerzenlicht zu uns.“
„Und was zaubern sie mit den Kerzen?“, fragt Pia.
Träume“, sagt Mama.
„Geheimnisse“, ergänzt Papa. „Und Geschichten.“
Das klingt spannend.
„Dann sollen sie ganz viele Geschichten für uns zaubern!“, sagt Pia.
Papa lächelt. „Oh! Ich glaube, eben war einer von ihnen in meinem Kopf. Mir liegt da nämlich gerade eine Geschichte auf der Zunge. Vom Christkind. Wollt ihr sie hören?“
„Jaaaaaa!“, rufen die Geschwister wie aus einem Mund und Pit fügt hinzu: „Die Weihnachtszeit ist die schönste Zeit im Jahr.“

© Elke Bräunling

 

Warum gibt es den Adventskranz?

Kleiner Sachtext

Früher haben die Menschen im Winter ihre Häuser mit immergrünen Zweigen geschmückt. Sie glaubten, dies brächte Segen und hielte böse Geister vom Haus fern. Auch Kränze wurden mit roten und goldenen Bändern gebunden, den Farben von Leben und Licht.
Im 19. Jahrhundert hatte der Theologe Johann Heinrich Wichern, der in Hamburg ein Waisenhaus leitete, die Idee, im Advent einen Holzkranz mit Zweigen und 24 Kerzen (19 kleine rote Kerzen für die Werktage und 4 große weiße für die Adventssonntage) zu schmücken. Jeden Tag gab es nun eine stimmungsvolle Andacht mit Liedern, bei der jeweils eine weitere Kerze angezündet wurde – bis an Heiligabend alle Kerzen brannten. Dieser Lichterkranz sollte das Weihnachtsfest ankündigen. Weil die Sache mit den 24 Kerzen jedoch umständlich und gefährlich war, schmückte man den Kranz später nur noch mit vier Kerzen, für jeden Sonntag im Advent eine.
Und warum zünden wir heute Kerzen am Adventskranz an? Das Wort „Advent“ stammt vom lateinischen Wort „adventus“, und das bedeutet „Ankunft“. Die Kerzen künden also die Geburt des Christuskindes an.
© Elke Bräunling

Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

28. November 2013 von Elke
Kategorien: Familiengeschichten, Gutenachtgeschichten, Weihnachtsgeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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