Der kleine Bär und der Weihnachtszauberwald

In der Adventszeit können wundersame Dinge passieren. Zaubereien, die Freude bereiten. Auch der kleine Bär freut sich, als der „Adventszauber“ in seinem Wald Einzug hält. Doch lest selbst!

Der Schnee war gekommen. Viele Tage lang hatte es in einem fort geschneit und nun lag eine dicke Schneeschicht auf Wiesen und Feldern und natürlich im Wald rund um die Bärenhöhle.
„Toll!“, rief der kleine Bär und tobte fröhlich durch die Schneeberge, die sich am Wegrand angehäuft hatten. Fast den ganzen Tag war er im Winterwald unterwegs und hatte viel Spaß an der weißen Schneewelt, die den Wald in einen Zauberwald verwandelt hatte.
Auf dem Heimweg sah er plötzlich etwas auf dem Waldweg golden schimmern. Es ähnelte fast einer großen Schneeflocke. Nun küsste auch noch ein Sonnenstrahl dieses goldene Schimmerding und es begann, wunderhübsch zu funkeln und zu gleißen.
„Schööööön“, staunte der kleine Bär. „Bist du auch aus der Schneewolke gefallen, du Zauberflockenstern?“
Er zögerte, dann hob er das goldene Wunderding vorsichtig auf. Zart fühlte es sich an und weich.
„Schööööön“, wiederholte er andächtig, dann hängte er den kleinen goldenen Wunderglitzerstern an einen Zweig der Tanne, die am Rand der Lichtung stand. „Hier können dich alle sehen und sich freuen. Und morgen komme ich dich besuchen.“
Als der kleine Bär am nächsten Tag wieder zur Lichtung stapfte, blinkerte ihm am Fuß der Tanne eine kleine goldene Kugel entgegen. Hell glänzte sie im Licht der Sonnenstrahlen und wieder hob der kleine Bär den kostbaren Fund vorsichtig auf und betrachtete ihn nachdenklich.
„Unser Wald ist ein Zauberwald geworden“, flüsterte er.
„Ja-a-a-jaaa“, flüsterte es vom Zweig der Tanne. „Einmal im Jahr zusammen mit dem ersten Schnee sind sie auf einmal da, die Zaubertage. ‚Weihnachtszeit’ sagen die Menschen zu ihnen. Auch du wirst in nächster Zeit noch häufiger kleine Überraschungen hier im Wald finden. Es sind … kleine … Weihnachtsgeheimnisse.“
„Schöööön“, sagte der kleine Bär wieder. „Und wer bist du? Ich kann dich nicht sehen?“
„Ich? Ich bin … auch … ein Weihnachtsgeheimnis. Nun muss ich aber weiter ziehen. Ich wünsche dir eine schöne Zeit, kleiner Bär. Adieu.“
„A-A-Adieu“, stammelte der kleine Bär. Mehr wusste er gerade nicht zu sagen, und das war gut so.
Er hängte die goldene Kugel neben den Glitzerstern in die Tanne und freute sich.

© Elke Bräunling

 

kleiner bär und tanne
Ob sie bald kommen, der Schnee und die Weihnachtswaldwunder?

Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

07. Dezember 2013 von Elke
Kategorien: Gutenachtgeschichten, Traumgeschichten, Weihnachtsgeschichten, Wintergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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