Die Sache mit Kater Paul

Winterspeck. Papas Bauch ist zu dick und Kater Pauls Bauch ist zu dick. Sagt Papa. Nun müssen beide Diät halten

„Was ist mit Paul los?“ Streng sah Papa Pia und Pit an. „Füttert ihr den armen Kater etwa mit Süßigkeiten?“
„Warum?“, fragte Pit und sah zu Paul hinüber, der dick und träge auf der Fensterbank lag und schlief.
„Na! Faul ist er geworden, unser Paul!“
„Und dick!“, stellte Pia nun auch fest. „Stimmt. Paul ist zu dick.“ Sie stupste den Kater an. „Komm, fauler Paul, wir gehen in den Garten.“
Paul aber blinzelte nur, dann schlief er weiter.
„Ich sage es ja. Er hat sich zu viel Winterspeck angefuttert, der fette, faule Kerl“, sagte Papa.
Pit deutete frech auf Papas Bauch, der sich ein wenig mehr über den Hosenbund wölbte als sonst. „Papa ist auch zu dick geworden“, kicherte er.
Auch Pia musste kichern. „Mama!“, rief sie. „Papa und Paul sind zu winterdick. Sie dürfen nicht mehr so viel essen.“
„Ja“, spöttelte Pit. „Papa hat nen Dickbauch gekriegt wie Paul. Die brauchen beide eine Diät.“
Und die Geschwister kringelten sich vor Lachen über das verdutzte Gesicht von Papa.
Mama aber lächelte nur: „Mal sehen, wer von beiden in diesem Frühling schneller wieder schlank sein wird, Papa oder Paul.“
„Ich natürlich“, protestierte Papa. „Ab sofort wird gefastet.“
„Armer Papa!“, lachte Pia. „Und armer Paul“, sagte Pit.
Gekränkt zog Papa den Kopf ein, doch von nun an strich er sich keine Butter mehr aufs Brot und er verzichtete auch auf Süßigkeiten. Sein Bauch aber blieb rund. Auch Pauls Bauch wurde rund und immer runder, und eines Morgens war Paul verschwunden.
„Paul ist weg“, heulte Pia. „Bestimmt ist er wegen der Diät weggelaufen.“
„Wir müssen ihn suchen“, rief Pit aufgeregt.
Er wollte loslaufen, doch Mama lächelte. „Kommt mal mit!“, sagte sie und führte die drei in den Keller. Dort, neben dem Heizungsraum, stand ein Weidekorb, ausgeschlagen mit einer weich gepolsterten Decke. Und auf dieser Decke saß ein schlanker Paul. Stolz blinzelte er Pia und Pit an, dann neigte er den Kopf und leckte über vier kleine schwarze Fellbündel.
„Katzenbabys!“, rief Pia entzückt. „Oh, sind die süß!“
„Ja“, lachte Mama. „Unser Paul ist eine Pauline. Eine hübsche, schlanke Katzenmama mit vier gesunden Frühlingskätzchen.“
Und grinsend schaute sie auf Papas Bauch. Papa räusperte sich, doch weiter kam er nicht, weil alle so laut lachten.

© Elke Bräunling

Die kürzere Fassung dieser Geschichte findet Ihr hier: Paul ist zu dick

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Die Sache mit Kater Paul
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Johanna und das Probleme-Fasten
Als Anna mit Worten fastete
Viel Spaß damit!
🙂

Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

29. März 2014 von Elke
Kategorien: Familiengeschichten, Frühlingsgeschichten, Spaßgeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , | 19 Kommentare

Kommentare (19)

  1. Ich wènsche den Katzenbabys ein schönes Leben.
    Jeanny

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  18. Danke für Ihren tollen Artikel.

    Ich bin bereits länger ein ruhiger Mitleser. Und gerade musste mich mal zu Wort melden und ein „Danke“
    hinterlassen.

    Machen Sie genauso weiter, freue mich schon auf den nächsten Beitrag

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