Der Mond erzählt von Mias Himmelsträumen

Verrückte Träume hat Mia manchmal. Träume vom Sandmann, vom Sternenmeer mit den Flimmernixen und vom Mond

Hallo! Ich bin´s, der Mond! Kennt ihr mich? Aber gewiss, oder? Ja, und wisst ihr auch, dass ich sehr gerne Kinder beim Träumen belausche? Großen Spaß macht das. Ihr glaubt mir nicht? Na, dann werde ich euch gleich einmal von Mias Himmelsträumen erzählen. Ich sage euch, lustig und spannend ist´s, was sich Mia so manches Mal ausdenkt, wenn sie nicht einschlafen kann, am Fenster sitzt und in den Himmel hinaufschaut:

Da war die Sache mit dem Sandmann, der es sich einmal so gemütlich gemacht hatte, dass er vor lauter Faulenzen vergaß, seinen Job zu tun und zu den Kindern zu gehen. Weil auch Mia deshalb nicht einschlafen konnte, hat sie am Fenster vor sich hingeträumt.
Plötzlich ist ein Traumschäfchen gekommen und hat ihr von dem faulen Sandmann erzählt.
Mia hat gelacht und einen Eimer mit eiskaltem Wasser gefüllt. Den hat das Traumschäfchen – plitsch, platsch – über des Sandmanns Haupt ausgeschüttet.
Hoho! Ihr glaubt nicht, wie schnell der Sandmann aufgesprungen ist und sich an die Arbeit gemacht hat! Ein Glück, denn sonst wäre Mia an diesem Abend nie eingeschlafen…

Ein anderes Mal hat sich Mia vorgestellt, der Sternenhimmel sei ein funkelhelles Meer, in dem Flimmernixen und Sternenfeen wohnen und mit ihren Flimmerlichtstrahlen dafür sorgen, dass die Sterne funkelklar und hell zur Erde leuchten.
Eines Tages nun hat eine Flimmernixe Mia zu einem Sternenmeer-Ausflug eingeladen. „Toll!“ hat Mia gerufen und sich auf den Schuppenschwanz der Nixe gesetzt.
Was für ein Abenteuer! Hoch und höher sind Mia und die Nixe himmelwärts gejagt, und die Sterne haben ihnen fröhlich zugelacht. Schön war das! Nur schade, dass Mia unterwegs eingeschlafen ist. Bis heute weiß sie nicht so recht, wie sie wieder in ihr Bett gekommen ist…

Und einmal – uih, uah, auahh – hat sich dieses Miakind doch tatsächlich zu mir höchstselbst hinaufgeträumt. Könnt Ihr Euch das vorstellen?
Auf einmal hing sie zappelnd an meiner Mondsichelspitze. Auauaaa! Gezogen hat das! Mir tun jetzt noch die Glieder weh, wenn ich nur daran denke! Doch nicht genug. Mit einem Sprung hat sich dieser kleine Traumnaseweis auch noch auf mich gesetzt und mich – ohoauhaaa – als Schaukel benutzt.
Hin und her und hin und her ist sie mit mir über den Himmel traumgeschaukelt.
Oh! Elend ist mir gewesen und übel. Hundssterbeübel sogar.
Mia aber hat gelacht. Als ob es der größte Spaß auf der Welt ist, auf mir armen alten Mond herumzutoben! Doch ich muss zugeben, es hat mich auch sehr geschmeichelt, dass sich die kleine Mia bei mir so wohl gefühlt hat…

Und ihr? Habt ihr vielleicht nicht auch mal Lust zum Himmelsträumen? Ganz einfach: Schaut in den dunklen Nachthimmel hinauf, so kommen die Träume wie von selbst, und ich, der Mond, bin dann auch nicht mehr weit.

© Elke Bräunling

Diese Geschichte findet Ihr in dem neuen Buch:
Opas Gutenachtgeschichten


Taschenbuch: Opas Gutenachtgeschichten: Betthupferl-Geschichten für Kinder
Ebook: Opas Gutenachtgeschichten


Information

Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

21. Mai 2014 von Elke
Kategorien: Gutenachtgeschichten, Spaßgeschichten, Traumgeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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