Wie der Stern von Bethlehem

Gibt es ihn heute noch, den Stern von Bethlehem? – Eine Sternenwanderung zur Weihnachtszeit

Wenige Tage vor Heiligabend suchte David am Himmel den Stern von Bethlehem. „Er muss doch jetzt in der Weihnachtszeit da oben zu sehen sein“, sagte er. „Er hat einen langen Schweif und ein ganz helles Licht.“
„Der steht über Bethlehem, und das ist weit weg“, zweifelte Tom. „Vielleicht gibt es ihn auch gar nicht mehr.“
„Klar gibt es ihn noch. Warum auch nicht?“ David war sich sicher.
„Lasst uns nachsehen!”, schlug Nachbar Jansen vor. „Was haltet ihr von einem kleinen Ausflug morgen Abend? Bringt eure Freunde mit! Wir werden eine Sternenwanderung machen.“
„Und dann finden wir den Stern von Bethlehem?“, fragte David.
„So ähnlich.“ Nachbar Jansen lächelte geheimnisvoll.
Am nächsten Abend wanderten viele Kinder mit Herrn Jansen in einem langen Zug durch die Stadt zum nahen Wald. Dort war es stockdunkel. Finster lag schließlich der Eichberg vor ihnen. Die Kinder zögerten. Da sollten sie hinaufgehen?
„Keine Bange!“, rief Herr Jansen. „Fasst euch an den Händen! Dann geht es leichter.“
Im Gänsemarsch stiegen die Kinder den schmalen Pfad bergan. Das war gruselig und jeder drückte die Hand des anderen ein wenig fester. Langsam aber gewöhnten sich die Augen an das Dunkel. Die Nacht war klar und der Himmel war mit Sternen übersät. Sie funkelten, blinkten und strahlten und machten das Dunkel gar nicht mehr so arg dunkel.
Was aber war das? Ein Licht winkte den Kindern plötzlich vom Gipfel entgegen. Es wurde hell und heller. Flammen züngelten empor und ein helles, warmes Feuer zeigte ihnen den Weg.
„Da ist er“, rief eines der Kinder. „Der Stern von Bethlehem.“
Wirklich, dachte David. Wie der Stern von Bethlehem ist dieses Feuer. Es zeigt uns den Weg und macht alles ringsum hell. So ähnlich muss es damals gewesen sein in Bethlehem.
Später standen sie auf dem Berg am Feuer, das ein Freund von Nachbar Jansen vorbereitet hatte, und sangen Weihnachtslieder. Es war sehr schön und feierlich. Ringsum war es dunkel. Der Himmel. Der Wald. Tausende von Sternen funkelten am Himmel und von der Stadt leuchteten Lichter herauf. Und bald war Weihnachten. David freute sich. Und wie er sich freute!

© Elke Bräunling

Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

23. Dezember 2014 von Elke
Kategorien: Freundschaftsgeschichten, Geschichten über Gefühle, Naturgeschichten, Weihnachtsgeschichten, Wintergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Kommentare (2)

  1. Ich hoffe, dass alle Kinder dieser Erde den Stern von Bethlehem sehen können.
    Jeanny Friederich-Schmit
    Frohe Weihnachten

  2. Frohe Weihnachten auch dir und deiner Familie, liebe Jeanny, und vielen Dank für deine vielen Besuche und Kommentare hier.
    Ein lieber Gruß
    Elke

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