Hilfe für die Kröten

Jetzt gehen die Kröten wieder auf Wanderung und dabei brauchen sie Hilfe

Aufgeregt kamen Hannes, Jens und Maja zur Schule.
„Der Krötenzaun in der Talstraße ist kaputt“, riefen sie.
Uwe winkte ab. „Ist doch nur ein oller Zaun.“
„Aber die Kröten sind unterwegs zu ihren Teichen. Ohne Zaun hüpfen sie über die Straße und nehmen nicht den Umweg durch den Krötentunnel“, sagte Maja.
„Wir müssen helfen“, drängte Jens.
„Wie denn? Sind doch nur Kröten“, meinte Uwe lässig.
„Und wenn alle reden wie du, gibt es bald keine mehr.“ Einen wutroten Kopf hat Maja bekommen.
„Warum hüpfen die Kröten gerade jetzt über die Straße?“, fragte Marie.
„Es ist warm genug, dass sie aus ihrem Winterschlaf aufwachen. Nun wollen sie ihre Eier ablegen. Das aber tun sie nur in ihrem Heimatteich. Also wandern sie dorthin.“
„Du weißt aber toll Bescheid.“ Majas Mitschüler staunten.
Maja nickte. „Das habe ich von Nachbar Jansen gelernt. Der arbeitet in einem Naturschutzclub und erklärt mir, was die Leute dort tun, um den Tieren und Pflanzen zu helfen.“
„Und was tun diese Naturschützer für die Kröten?“, fragte Jenny.
„Wenn es dunkel wird, halten sie an den Straßen Wacht. Mit Taschenlampen gucken sie, ob sie Kröten entdecken. Die legen sie dann in Eimer und tragen sie auf die andere Straßenseite.“
„Das ist aber gefährlich, nicht?“
Hannes nickte. „Und wie. Manche Autofahrer fahren zu schnell und man muss gut aufpassen.“
„Kröten anfassen?“ Peter schüttelte sich. „Wie eklig!“
Maja schüttelte den Kopf. „Ganz trocken fühlen sie sich an. Und weich.“
„Ich will heute Abend auch helfen und Kröten über die Straße tragen“, beschloss Peter. „Wer macht noch mit?“
„Ich“ „Ich auch.“ „Darf ich auch kommen?“ „Hey, ich mach auch mit!“
Die Klasse ist sich einig. Selbst Uwe, der vorher ‚sind doch nur ein Kröten’ gesagt hat, war mit von der Partie.
Maja aber schüttelte den Kopf. „Es ist zu gefährlich wegen der Autos.“
„Aber was können wir denn für die Kröten tun?“, fragte Jenny.
Lange überlegten die Kinder.
„Ich hab´s“, rief Uwe plötzlich mitten im Diktat. „Wir warnen die Autofahrer. Mit Plakaten, die die Naturschützer an der Talstraße aufstellen können. Und darauf schreiben wir: ACHTUNG! KRÖTENWANDERUNG! BITTE LANGSAM FAHREN! Was haltet ihr davon?“
Alle jubelten und riefen „Toll!“ und „Super!“ und „Klasse!“.
Herr Berger sah seine Schüler erst verdutzt an. Als er aber von den Kröten in der Talstraße hörte, war er sehr stolz auf seine Klasse. Und klar, an diesem Tag gab es kein Diktat mehr. Ideen wurden besprochen, wie man noch den Kröten helfen könnte. Vieles fiel den Kindern noch ein.
Und du? Hast du auch eine Idee?
© Elke Bräunling

Eine weitere Krötengeschichte findet ihr hier:
Eine Kröte erzählt: Mein alljährliches Märzabenteuer
Und hier findet ihr einen Sachtext zum Thema: Achtung, Krötenwanderung

Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

27. Februar 2016 von Elke
Kategorien: Abenteuergeschichten, Freundschaftsgeschichten, Frühlingsgeschichten, Mutgeschichten, Naturgeschichten, Tiergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , | 4 Kommentare

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