Ein Freund für den Schneemann

Ein Freund für den SchneemannEine Geschichte über Freundschaften und darüber, sich selbst so zu mögen, wie man ist

Es war ein kalter Wintertag. Eine dicke Schneedecke schmückte das Land. Die Sonne sandte ihre Strahlen weit über die Schneeflächen. Ihr Licht machte das Weiß des Tages noch ein bisschen weißer. Es war, als funkelten die Schneesternchen vor Freude über diesen schönen Wintertag miteinander um die Wette.
Nur einer freute sich nicht.
Es war der prächtige Schneemann mit der langen Möhrennase und dem lilafarbenen Hut. Na ja, eigentlich war es ein alter Topf, der seinen großen, runden Kopf schmückte. Ein Kochtopf, der auf einem Schneemannkopf zu einem Hut wurde.
Hoch oben am Waldrand stand er, der prächtige Schneemann. Und er langweilte sich. Er fühlte sich nämlich sehr alleine.
„Hier ist ja nichts los!”, maulte er. „Ich will Freunde haben und Spaß. Hey! Warum sieht mich keiner? Hallo? Hier bin ich!”
Mit beiden Schneemannarmen winkte er den Tieren und Menschenkindern zu, die er von seinem Platz aus sehen konnte.
Die aber beachteten ihn nicht.
„Hey, ihr! Kommt zu mir! Hört ihr?”
Doch da waren nur die vielen gelben Vögelchen, die schon den ganzen Tag durch den Wald schwirrten.
Ihr Federkleid schmückte die weiße Winterwelt mit gelben Tupfen. Es waren fröhliche Tupfen. Fliegende, hüpfende, tanzende und zwitschernde gelbe Tüpfchen.
„Pah!”, sagte der prächtige Schneemann. „Gelbe Vögel gibt es nicht. Und mit gelben ‚Dingern’, die es nicht gibt, möchte ich auch nichts zu tun haben. Aber einen Freund, ja, einen Freund wünsche ich mir. Einen oder besser zwei oder drei oder ganz viele Freunde. Aber warum sieht mich keiner hier?“
Er blickte zu den Waldtieren hinüber.
„Hey, hallo! Hier bin ich!”
Er rief wieder und rief und winkte … und plötzlich stand ein kleiner Bär vor ihm.
Wie freute sich da der Schneemann!
„Willst du mein Freund sein?”, fragte er eifrig. „Mir ist langweilig.”
„Boah! Nein. Ich suche zwar einen Freund und langweilig ist mir auch. Mein Freund aber soll ein Bär sein. Ein kleiner Bär, so wie ich einer bin. Mit einem Schneemann habe ich nichts am Hut. Ein Schneemann ist langweilig und hässlich.”
„Nichts am Hut? Langweilig? Hässlich?”
Der Schneemann, der den Bären nicht recht verstehen konnte, riss die Augen auf.
„Du meinst, mein Hut gefällt dir nicht. Soll ich ihn abnehmen oder …?”

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Taschenbuch:Ein Freund für den Schneemann: Eine Geschichte über die Freundschaft
Ebook:Ein Freund für den Schneemann
Eine Geschichte über Freundschaften und darüber, sich selbst so zu mögen, wie man ist
Der Schneemann, der oben am Waldrand steht, fühlt sich einsam. Und er langweilt sich. Wie gerne hätte er einen Freund oder zwei oder drei. Aber für einen Freund muss man etwas tun und sich so zeigen, wie es der künftige Freund gerne haben möchte. Oder vielleicht doch nicht? Der Tag, an dem der Schneemann einen Freund sucht, ist ein spannender Tag voller Begegnungen.
Eine Geschichte mit kleinen Illustrationen zum Lesen und Vorlesen für Kinder, Eltern, Großeltern, Kindergarten, Grundschule

Information

Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

02. Januar 2017 von Elke
Kategorien: Freundschaftsgeschichten, Gutenachtgeschichten, Kindergeschichten, Tiergeschichten, Waldgeschichten, Wintergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , | 5 Kommentare

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