Osterferienabenteuer auf dem Lande

Es ist für Nico spannend, in den Ferien Verwandte auf dem Land zu besuchen

Tolle Osterferien verbringt das Stadtkind Nico in Bärsdorf. Die Zeit rast nur so vorbei, und jeder Tag hält Überraschungen bereit. Vati hat recht gehabt: Man erlebt viel in einem Dorf. Tagsüber ist Nico mit Tini, Robbi und den Bärsdorfer Kindern unterwegs. Als ‘Ferienbande’ streifen sie durchs Dorf und suchen sich ihre Opfer zum Streiche spielen. Abends sitzen sie bei Großtante Anna, essen Apfelkuchen und lauschen den Geschichten, die die Großtante erzählt. Spannende Geschichten sind es: von Feen und Zauberern, von wilden Germanen und tapferen Römerhelden, von Hexen und Heidenspuk, von Osterplapperwasser und Feuerrädern.
Manchmal aber hat Nico auch Heimweh. Dann geht er mit Hund Karlie zur Heidwiese. Die nämlich ist in Großtante Annas Geschichten eine richtige Zauberwiese, die Heimweh wegzaubern kann. Das will Nico heute einmal ausprobieren.
Langsam steigt er den steilen Weinbergpfad hinauf. In den Weinbergen wird gearbeitet. Frauen binden Rebhölzer zu kleinen Büscheln zusammen. ‘Rebenhäsl’ heißen diese Holzbüschel. Davon hat Großtante Anna auch eine geheimnisvolle Geschichte erzählt. Vor langer, langer Zeit nämlich hat ein böser Mann ein ‘Rebenhäsl’ gestohlen. Es war der Continue reading »

Der Osterhase und die Farbe ‘lila’

Irgendwann einmal haben schlaue Leute Stadtkinder aufgefordert, Tiere vom Land und Bauernhoftiere zu malen. Und ratet, welche Farbe viele Kinder den Kühen gegeben haben.
Richtig: Lila! Diese Farbe nämlich kennen sie aus dem Fernseher und aus der Werbung.
Und der Osterhase, der sieht in dieser Geschichte nun auch: LILA!
;)

Der Osterhase und die Farbe ‘lila’

Eines Ostermorgens sah der Osterhase ‘Lila!’ Wirklich. Er sah ‘Lila’! Eine Kuh nämlich. Die war lila und grinste ihn von einem Plakat dämlich an.
Der Osterhase war sehr erregt.
“Seit wann sind Kühe lila?“, knurrte er. “Unsinn!”
Er schüttelte den Kopf und zog mit seinem Eierkorb weiter. Er musste sich beeilen. Bald würden die Kinder in den Gärten ihre Osternester suchen.
Der Osterhase maulte noch eine Weile vor sich hin, dann vergaß er die Sache wieder. Schnell eilte er zu den Gärten. Als er dort aber mit dem Eierverstecken beginnen wollte, erschrak er wieder mächtig. Ein lilafarbener Schokohase glitzerte ihm nämlich dämlich grinsend aus einem Nest entgegen.
“Träume ich?“, murmelte der Osterhase und beugte sich zu dem Osternest herab.
Nein, es war kein Traum. Dieser Lilahase saß tatsächlich da im Continue reading »

Franz, der Osterhase-Mann

Franz, der Osterhase-Mann

Hört euch die Geschichte an
von Franz, dem Osterhase-Mann,
dem Osterhase-Mann:

Franz, der Osterhase-Mann,
der malte keine Eier an.
“Ich weiß nicht, wie das geht”,
sprach er, “mir ist´s zu blöd.
Ich bin kein Maler, bin kein Huhn.
Mit Eiern hab ich nichts zu tun!”

Die Hasenmama sprach: “Oha!
Ein Hase ist zum Malen da,
damit zum Osterfest
gefüllt ist jedes Nest.
Die Kinder warten auf dich schon!”
Da lachte Franz und lief davon.

“Mit Ostern hab ich nichts am Hut!
Hier auf dem Feld gefällt´s mir gut”,
so sang der faule Franz
und tanzte einen Tanz.
Er hoppelte weit übers Feld
und freute sich an seiner Welt.

Ein Hasenmädchen kam herbei
und tanzte lustig, eins,zwei,drei
mit zarter Eleganz
den Hasenhochzeitstanz.
Franz war bis übers Ohr verliebt.
“Ach”, rief er. “Schön, daß es dich gibt!”

Ein kleines Wunder war geschehn,
und alle Hasen konnten´s sehn,
denn just am Osterfest,
da lagen in dem Nest
sechs Hasenkinder, niedlich klein.
Der Franz war stolz ganz ungemein.

Er freute sich und rief voll Glück:
“Das ist ein wahres Meisterstück.
Sagt selbst, ist das nicht toll
und hasenwundervoll?
Sechs Kinder just am Ostertag!
Ach, wie ich dieses Ostern mag!”

© Elke Bräunling

Das Lied mit den Noten und mit Harmoniesymbolen findet Ihr hier:
Aus dem Buch:

Taschenbuch: Eine Geschichte für Dich – Ostern: Ostergeschichten und -lieder fuer Kinder
Ebook:Eine Geschichte für Dich: Ostern

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Geschichten vom Landleben

IM MÄRZ 2015
LANDLEBEN – Das neue Buch aus der Reihe “Hör mal, Oma!”


Taschenbuch:Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Landleben: Geschichten vom Land
EbookHör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Landleben: Geschichten für Kinder vom Leben auf dem Land

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27 Geschichten und Märchen zum Leben auf dem Land für Kinder, Eltern und Großeltern

Das Leben auf dem Lande ist anders, aber nicht minder spannend und lustig, interessant, anregend und nachdenklich stimmend. Von Kindern, Eltern, Großeltern, Tanten, Nachbarn, Bauern und Bauernhöfen, Wiesen und Feldern, Tieren und Pflanzen, Gewohnheiten und Eigenarten, die das Leben auf dem Lande mit sich bringen, handeln die Geschichten in diesem Erzählband. Geschichten von kleinen und großen Ereignissen, von Landwirtschaft und Gartenspaß, von Eigenarten und Gewohnheiten, von altem Wissen und neuen Erkenntnissen und auch von witzigen Momenten.

Opa erzählt, man könne meinen, die Zeit hätte hier für ein paar Jahre angehalten und eine Atempause gemacht. Und seither würde sich die kleine Welt hinter dem großen Wald ein bisschen langsamer um die Sonne drehen. Eine verrückte Vorstellung, die den Menschen, die hier leben, sicher nicht gefallen würde. Oder gerade doch? Man weiß es nicht. „Auf dem Land gehen die Uhren langsamer“, sagt Opa nun. „Und ein bisschen ist es hier auch noch wie früher. Das wünsche ich mir zumindest.“ „Echt?“, fragt Pia und sie versucht sich vorzustellen, wie es sich mit Uhren, die langsamer gehen, verhalten könnte. Pit aber schüttelt entschieden den Kopf. „Das stimmt nicht“, sagt er. „Schneller gehen die Uhren hier. Viel schneller.“ Er nickt heftig. „Wenn wir spielen oder auf dem Feld helfen oder beim Holderbauern Traktor fahren dürfen, rennt die Zeit und es ist viel zu schnell Abend.“

INHALT: So ist das auf dem Land – Auf dem Land gehen die Uhren langsamer – Das Esels-Ei – Die Sau ist los – Der Eierkarton – Abenteuer auf der Weide – Ein ‚echter‘ Ochse – Der alte Landkater – Neue Nachbarn aus der Stadt – Sperrmülljagd – Hilfe für das Hexenloch – Die Kräuterfrau – Der Schneckenzoo – Auf der anderen Seite ist das Gras grüner – Lea und der bunte Wiesenblumenstrauß – Sonnenblumenzeiten – Der Heidelbeertrick – Die riesig große Riesentomate – Im Märzen der Bauer – Mit Essen ‚spielt’ man nicht – Vom Ernten und Stoppeln – Erntetag – Aufbruch im Kartoffelfeld – Das Herbstkuchen-Geheimnis – Im Winter geht man ins Holz – Wetter-Else – Der Apfelgarten

Empfohlen für Kinder, Familie, Kindergarten, Vorschule Grundschule. Die Geschichten sind darüber hinaus erprobt im Zusammensein und in der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen

Erhältlich als Ebook und als Taschenbuch (ISBN-13: 978-1508856344 ISBN-10: 1508856346)

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Ebenfalls NEU (IM FEBRUAR 2015) aus der Reihe “HÖR MAL, OMA!”:
Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte von der Familie


Taschenbuch:Hör mal, Oma. Ich erzähle Dir eine Geschichte von der Familie: Geschichten für Kinder
EbookHör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte von der Familie: Familiengeschichten für Kinder

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Mehr aus dem Inhalt kannst du hier nachlesen mit Klick auf den Link


Bienen’zauberer’ auf der Apfelwiese

Nun sind sie wieder unterwegs, die Bienen. Das ist wichtig. Bienen sind wichtig für unser Leben

Ein sonniger Frühlingstag ist heute. Warmer Wind hat die Wolken, die viele Wochen über dem Land gelegen haben, vertrieben.
Endlich Frühling! Der Winter ist lang gewesen und alle Menschen freuen sich sehr. Sie genießen die Frühlingssonne, die ihre blassen Gesichter ein bisschen bräunt, und erfreuen sich an den ersten Frühlingsblumen.
Auch die Bäume freuen sich. Wohlig recken sie ihre Zweige dem Sonnenlicht entgegen und schälen ihre Blütenknospen ganz langsam, eine nach der anderen, aus der Schutzhülle.
Frühling! Jetzt wird das Land wieder bunt. Blütenbunt. Jeden Tag ein bisschen mehr. Auch die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf. Sie sind hungrig und voller Freude auf das neue Leben.
Besonders früh sind die Bienen unterwegs. Sie haben schon im ganz frühen Frühling die Blüten der Weiden und Haselbüsche besucht und deren köstlichen Nektar genascht. Nun summen und surren sie um Blumen und Blüten auf den Wiesen und in den Gärten.
Psst! Man Continue reading »

Frühjahrsputz auf der Waldwiese

Frühjahrsputz auf der Waldwiese

Wütend kamen Lisa, Ulla, Pit und Klaus in die Schule.
„Wir haben eine Riesensauerei gesehen“, schimpfte Pit.
„Nein“, widersprach Lisa. „Schweine würden so etwas niemals tun.“
„Was ist denn passiert?“, fragte Herr Paul, der Klassenlehrer.
Nur langsam konnten sich die Vier beruhigen. „Wir waren auf der Waldwiese“, erklärte Ulla.
„Die ist voller Müll“, brüllte Klaus. „Glasscherben, Flaschen, Dosen, Tüten.”
„Und Matratzen, Autoreifen, Blechdosen und noch mehr alter Kram“, ereiferte sich Lisa.
Ihre Mitschüler und Herr Paul hörten betroffen zu. Alle waren entsetzt.
„Warum tun die Leute das?”, fragte einer schließlich.
Darauf wusste niemand eine Antwort und es gab eine lange Diskussion.
„Wir mögen es nicht leiden, wenn der Müll dort liegen bleibt“, beschlossen die Kinder einstimmig.
„Aber was können wir tun?“, fragte einer. Continue reading »

Der Schatz im Stadtwald

Bei der Schatzsuche kann man manchmal ganz andere “Schätze” finden

Ein interessanter Artikel stand heute in der Zeitung: Im Stadtpark hatten Archäologen ein altes Römergrab mit Goldmünzen und einer wertvollen Goldkette entdeckt. Eine Sensation!
„Toll”, sagte Pit. „So ein Grab möchte ich auch finden.”
„Ihhh!” Pia schüttelte sich. „Ich mag kein Skelett ausgraben.”
„Na ja”, meinte Pit, „die Römer haben nicht nur Tote vergraben. Vielleicht hatte einer von denen irgendwo im Park einen geheimen Goldschatz verbuddelt. Dann aber sind die Germanen gekommen und der Römer musste fliehen.” Er nickte. „So kann es gewesen sein. Viele alte Goldmünzen liegen vielleicht im Stadtpark, und keiner weiß es. Boah, das wäre doch klasse, oder?”
Pia nickte. „So eine alte Goldkette würde mir gefallen.”
„Sehen wir uns einfach mal um!“, schlug Pit vor, und weil sie nichts Besseres vorhatten, marschierten sie mit Harke, Schaufel und Tüten bewaffnet in den Stadtpark. Am Ende des Parks verließen sie den Weg und schlugen sich ins Gebüsch, wo sich ein kleines Wäldchen mit einem Hügel anschloss.
„Da müssen schon andere vor uns da gewesen sein“, murmelte Pia und Continue reading »

Die ersten Bienen am Weidenkätzchenstrauch

Die ersten Bienen, die ersten Blüten, die ersten kleinen Freuden draußen an der frischen Luft

Ein sonniger Spätwintertag ist heute. Warmer Wind hat dafür gesorgt, dass der viele Schnee restlos weggetaut ist. Endlich. Der Winter ist lang gewesen und alle Menschen freuen sich sehr auf den Frühling. Sie träumen von warmer Frühlingssonne, die ihre blassen Gesichter ein bisschen bräunt, und auf die ersten Frühlingsblumen. Oh, Frühling ist ja so schön!
Auch Pia und Pit sind ganz aufgeregt an diesem tollen Sonnentag. Fröhlich laufen sie über die Wiese im Park.
„Ob wir schon Veilchen finden?“, überlegt Pia. „Über einen Blumenstrauß freut sich Mama bestimmt.“
Die beiden machen sich auf die Suche, doch Veilchen finden sie keine.
„Es ist noch zu früh für Blumen“, meint Pit.
Pia deutet zum Weidenbusch hinüber. „Toll sehen sie aus, die Weidenkätzchen. Ein Strauß davon wäre auch nicht schlecht.“
Hm. Nachdenklich stehen die beiden vor der Weide und beobachten, wie eifrig die ersten Bienen um die pelzigen Weidenblüten schwirren und Nektar naschen. Schön sieht es aus. Nach Frühling.
„Die Bienen sind aber mächtig hungrig“, lacht Pia. „Der Winter war ja auch ganz schön lang.“
Pit nickt. „Ich glaube, es ist keine gute Idee, einen Weidenkätzchenstrauß zu pflücken.“
„Finde ich auch. Die Blüten gehören den Bienen.“ Pia sieht sich suchend um. „Bestimmt finden wir noch ein anderes Geschenk für Mama.“ Sie bückt sich nach einem besonders schön geformten leeren Schneckenhaus. „Meinst du“, fragt sie zögernd, „Mama würde sich über das Schneckenhaus freuen?“
Pit nickt. „Ganz bestimmt.“
„Und dazu“, schlägt Pia vor, „malen wir ein Bild von einem Weidenkätzchenstrauch mit vielen Blüten und Bienen …“
„… und einem besonders schönen Schneckenhaus, das darunter liegt“, lacht Pit.
Und lachend laufen Pia und Pit mit ihrem Schneckenhaus nach Hause.
© Elke Bräunling

Eine weitere Geschichte über Bienen im Frühling, die wahre ‘Zauberer’ sind, findest du hier: Frühling auf der Apfelwiese

Diese Geschichte findest du in gekürzter Fassung als Zweiminutengeschichte in dem neuen Buch:
Elkes Minutengeschichten – Frühling


Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – Frühling: 40 kurze Märchen und Geschichten für Kinder
Ebook:Elkes Minutengeschichten – FRÜHLING
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Achtung, Krötenwanderung!

Achtung! Krötenwanderung! – Ein Sachtext –

Diese Warnung könnt ihr im Vorfrühling an vielen Straßen auf Warnschildern lesen. Krötenwanderung? Was ist das und warum wandern die Kröten ausgerechnet so früh im Jahr durch die Lande?
Ganz einfach: Mit den ersten milden Nachttemperaturen ab Ende Februar bis Mitte März erwachen die Kröten aus ihrem Winterschlaf. Sofort denken sie an ihren Nachwuchs und wollen ihre Eier, die man „Laich“ nennt, im Wasser ablegen. Da Kröten ihren Laich aber nur in dem See oder Teich ablegen, in dem sie selbst zur Welt gekommen sind, müssen sie oft weite Strecken zurücklegen, um ihren Heimatteich zu erreichen. Man nennt dies auch „Laichwanderungen“.
Als Tiere, die die Dunkelheit lieben, ziehen die Kröten los, sobald die Dämmerung eintritt, und sie wandern auch während der ganzen Nacht über Felder, Wiesen und durch Wälder zu ihrem Teich. Sie haben es sehr eilig und müssen oft viel befahrene Straßen überqueren. Das ist gefährlich, und viele Kröten kommen bei diesem Abenteuer zu Tode.
Aber keine Bange! Immer mehr Menschen kümmern sich um die wandernden Kröten. Sie bewachen viele Straßen, die durch „Krötengebiete“ führen (manche Nebenstraßen werden sogar ganz gesperrt), sie stellen Warnschilder auf und sammeln Kröten am Straßenrand in Eimer und tragen sie auf die andere Straßenseite. Mancherorts wurden auch Tunnel und Amphibienzäune eigens für die Kröten gebaut, ja, und die Kröten sind so schlau und benutzen ihre Tunnel auch. Toll, nicht?
Möchtest du mehr darüber wissen? Ja? So erkundige dich beim Naturschutzbund Deutschland oder besuche im Internet dessen Website
www.nabu.de .

Kaulquappen – Sachtext
Die Eier, die die Kröten (und auch andere Amphibientiere wie Frösche, Unken, Molche, Salamander und noch viele mehr) im Vorfrühling in den Gewässern ablegen, nennt man Laich. Nach der Ablage kümmern sich die Kröten, die ihre Eier fast immer nur in ihrem Heimatteich legen, noch etwa acht Tage um die Ei-Gelege, dann machen sie sich wieder auf den Rückweg. Zurück bleiben die Eier, die sich zu Larven ausbilden. Diese kennen wir als Kaulquappen. Sie leben im Wasser, atmen durch Kiemen und haben statt der Beine einen Schwanz, der ihnen beim Schwimmen hilft. Anfangs ernähren sich die Kaulquappen von ihren eigenen Eihüllen, später von Plankton (das sind Algen und winzige Pflanzenreste aus dem Wasser). Erst nach zehn bis zwölf Wochen haben sie ihre Beine entwickelt, und die Kaulquappen der Frösche und Kröten verlieren ihren Schwanz. Nun können sie auch durch die Lungen atmen, an Land leben und auch schon quaken. Zart und leise zunächst. Klar.

© Elke Bräunling

Geschichten zu Kröten und Krötenwanderung findet ihr hier:
Mein alljährliches Märzabenteuer: Eine Kröte erzählt
Hilfe für die Kröten<
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Ein wundersamer Frühlingstag

Einmal stand ein fremder Junge auf dem Marktplatz und alle wussten es auf einmal: Er ist der Frühling

“Frühling! Hallooo! Wo bist du?“
Laut drang der Ruf über den Marktplatz des kleinen Städtchens.
Die Leute, die es eigentlich immer alle sehr eilig hatten, hielten erstaunt inne. Sie blickten zur Mitte des Platzes hinüber. Ein kleiner Junge stand da, hielt die Hände wie einem Trichter vor seinen Mund und rief: “Frühling! Hallooo! Wo bist du?”
“So etwas aber auch!”, murmelte ein Mann. Er hielt inne, schaltete sein Handy aus und sah zu dem Jungen hinüber. Die Frau mit den Einkaufstüten hinter ihm tat es ihm nach. Sie blieb stehen und lauschte den Rufen des kleinen Jungen. Ihrem Beispiel folgten ein älteres Ehepaar, eine Touristengruppe, Mütter, die ihre Kinder vom Kindergarten abgeholt hatten, Lehrer Meier, der mit seiner Klasse unterwegs war, und immer mehr Passanten, die des Wegs kamen.
Alle machten sie Halt und Continue reading »

Zwei Herren streiten

Zwei Herren streiten

Wer macht die Bäume blütenweiß?
Das ist Herr Frühlings erster Gruß.
Wer schickt uns Hagel, Schnee und Eis?
Das ist des Winters Abschiedskuss.
Der eine kommt. Der andre geht.
Sie zögern alle beide.
Kommen? Gehen? Wer gibt nach?
Sie wetteifern im Streite.
Der Frühling lockt und schmeichelt sehr
mit Sonnenschein und Farbenpracht.
Dem Winter fällt der Abschied schwer.
Er kämpft mit eis´ger Himmelsmacht.
Zwei Herren streiten.
Wer gewinnt?
Na, wer schon?
Das weiß jedes Kind…!

© Elke Bräunling


Streit zwischen Winter und Frühling

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Das erleben Winter und Frühling jedes Jahr aufs Neue

Jedes Jahr aufs Neue streiten sich Winter und Frühling.
”Was? Ich soll gehen? Pah! Ich bleibe”, grinst der Winter. ”Das freut die Kinder.”
”Die Kinder? Höhö!“, höhnt der Frühling. Am liebsten würden sie dich auf den Nordpol verbannen.“
Der Winter lacht. ”Sieh, wie fröhlich sie im Schnee spielen.”
”Sie würden lieber ihre Fahrräder und Rollschuhe holen, Ball spielen und über Frühlingswiesen laufen.
”Rodeln, Skilaufen und Schneemannbauen macht mehr Spaß.”
”Schöner ist es, in der Frühlingssonne zu spielen. Ohne dicke Klamotten“, triumphiert der Frühling.
”Trotzdem mögen die Kinder mich lieber leiden”, trumpft der Winter auf.
”Warum gerade dich?”, grinst der Frühling.
”Der Klügere gibt nach…”, spottet der Winter.
”Dann fange damit an und verschwinde!“, keift der Frühling zurück.
„Hoho! Sprichwörter sind auch nicht das Gelbe vom Ei.”
”Schwätzer!” ”Sprücheklopfer!” ”Tagdieb!”
Die beiden streiten in einem fort. Einmal zieht sich der eine ein wenig zurück, dann der andere, und so ist es im Frühling sonnenwarm, dann wieder eisig kalt. So geht das bis tief in den Mai, und dann ist auf einmal der Sommer da. Der fackelt nicht lange und vertreibt die beiden Streithähne bis zum nächsten Jahr.
Tja, wenn zwei sich streiten… Auch so ein Sprichwort, oder?
© Elke Bräunling

Frühlingsanfang – Ein lang ersehnter Tag – Sachtext –

In diesem Kalenderjahr feiern wir den Frühlingsanfang am 20. März. Die Wissenschaftler sagen dazu auch „kalendarischer Frühlingsbeginn“. Das bedeutet, dass man nach dem Kalender und dem Stand der Sonne rechnet. Weil der ganze Monat März aber bereits ein Frühlingsmonat ist, sagen viele Leute, der Frühling beginne am 1. März. Dies ist der „meteorologische Frühlingsbeginn“.
Der 20. März aber ist und bleibt für die Menschen ein ganz besonderer und lang ersehnter Tag im Jahr. Ebenso wie am 23. September (dem Herbstanfang) steht nun nämlich die Achse der Erdkugel genau senkrecht zur Richtung der Sonnenstrahlen. Das bedeutet, dass sowohl Tag als auch Nacht genau zwölf Stunden dauern. Beide sind somit gleich lang. Deshalb nennt man diese beiden Tage auch ´Tagundnachtgleiche´. Und klar, die Menschen freuen sich auf diesen Tag und feiern ihn fröhlich als ´Frühlingsanfang´. Nun werden die Tage immer länger und heller, die dunklen Nächte immer kürzer.
Früher, vor vielen, vielen hundert Jahren und mehr, verehrten die Menschen den Tag des Frühlingsanfangs ganz besonders. Sie glaubten nämlich, dass an diesem Tag die Welt erschaffen worden sei. Und weil sie das glaubten, ernannten sie diesen besonderen Tag zum jeweils ersten Tag im neuen Jahr. So kam es, dass für die Menschen damals das neue Jahr mit der ‚Tag- und Nachtgleiche’ begann.
© Elke Bräunling


Als der Frühling den kleinen Marienkäfer weckte

Als der kleine Marienkäfer aus dem Winterschlaf erwachte

„Nanu?“, brummte der kleine Marienkäfer. Er schnupperte. „Besuch in meinem Winterquartier? Hm! Hm! Riecht gut. Riecht köstlich fein. Es wird doch nicht schon Frühling sein?“
Ein süßer Duft war unter die dichte Laubdecke, unter der sich der kleine Käfer in den Wintermonaten zum Schlaf verkrochen hatte, gezogen.
„Hmmm! Es riecht tatsächlich nach Frühling. Habe ich ihn etwa verschlafen?“ Vorsichtig reckte er die Beine, die er im Schlaf fest an seinen Panzer gepresst hatte. Er streckte sich, strampelte und hatte einige Mühe, auf die Füße zu kommen.
„Ich muss wohl sehr lange geschlafen haben. Richtig eingerostet fühle ich mich an.“ Er nickte. „Ja, es wird Zeit, dass der Frühling kommt.“
Vorsichtig kroch er aus seinem Blätterversteck hervor – und fand sich unter Continue reading »

Die kleine Elfe und das tanzende Frühlingslicht

Auf einem ihrer ersten Ausflüge in den Frühlingswald entdeckte die kleine Elfe tanzendes Licht

Nur wenige Sonnenstrahlen erreichten im frühen Frühjahr den Waldboden.
„Hoffentlich findet die Sonne bald unsere Wiese“, sagte die kleine Waldelfe, als sie über die ausgetrockneten Herbstblätter zur Elfenhöhle huschte. Sie fror in ihrem dünnen Kleidchen und sie beeilte sich, wieder in die warme Höhle zu kommen.
Die alten Blätter raschelten unter ihren Füßchen. Es machte Spaß, sie knistern und knacken zu lassen und die kleine Elfe lief gleich noch einmal und noch einmal über den Blätterboden. Ein bisschen tanzte sie auch. Und auf einmal war ihr nicht mehr kalt.
„Ich glaube, gerade ist der Frühling angekommen“, rief sie. „Er hat warme Luft mitgebracht.“
Das wollte sie gleich ihren Elfenschwestern erzählen und sie eilte heimwärts.
Doch was war das? Ein Continue reading »

Frau Starkes Frühlingszauberkasten

Lange vor Frühlingsanfang blüht es im Frühlingszauberkasten

Seit einigen Tagen steht in der Klasse 1b am Fenster ein Blumenkasten voller Erde.
Die Kinder wundern sich.
„Ein Blumenkasten ohne Blumen ist langweilig“, sagen sie und lachen. „Nicht einmal Unkraut wächst da. Hoho!”
Frau Starke aber lächelt und gießt sorgfältig die Erde.
„Ihr werdet euch wundern“, sagt sie mit geheimnisvoller Stimme. „Dies ist ein Zauberkasten.“
Hoho! Wieder lachen alle, und Frau Starke lacht mit. „Dieser Kasten wird uns den Frühling ins Zimmer zaubern. Wartet es nur ab!“
Nun sind die Kinder neugierig geworden.
„Wir möchten diesen Zauber sehen!“, rufen sie. Continue reading »

Winterzauber auf der Fensterbank

Ein klitzekleines Wintergärtchen haben sich Mia und Max in einem alten Aquarium gebastelt … und das wird zum Überraschungsgärtchen

Auf dem Sperrmüll haben Mia und Max ein altes Aquarium gefunden.
„Das stellen wir auf die Fensterbank und pflanzen Blumen“, sagt Max. „Dann haben wir einen Winter-Garten.“
Mia nickt. „Ich weiß auch schon, was wir pflanzen. Ein Überraschungsgärtchen.“
Als ihre Eltern im Herbst den Garten winterfest machen, helfen die Geschwister. Dabei füllen sie das Aquarium zu einem Drittel mit Erde und verstecken darin Blumenzwiebeln: Schneeglöckchen, Krokusse und Zwergnarzissen. Heimlich vergräbt Mia noch drei Apfelkerne und eine Eichel im Überraschungsgärtchen und ebenfalls heimlich versteckt Max fünf Zitronenkerne und eine Haselnuss in der Erde.
Das wird eine Überraschung sein!
Doch noch sieht das Gärtchen karg und langweilig aus. Deshalb sammeln Mia und Max zum Schmuck Moos und ein paar besonders schöne Steine. Zum Schluss streut Mia Wiesensamen und Max Kräutersamen auf die kahlen Stellen. Auch heimlich und jeder für sich.
„Nun müssen wir warten“, sagt Mia.
„Und gießen, damit die Erde feucht bleibt“, ergänzt Max.
Und das tun sie nun – warten und gießen. Doch viel passiert zuerst Continue reading »

Schneeflockengeflüster

Wenn Schneeflocken reden könnten!

Müde saßen die Schneeflocken in ihrer dicken Schneewolke. Oft schon hatten sie in diesem Winter die Reise auf die Erde angetreten, und ebenso oft wurden sie von der Sonne wieder aufgetaut, zurück in den Himmel hinauf gesogen und in einer Wolke eingesammelt.
„Ich kann nicht mehr“, sagte eine größere Flocke, und weil sie so müde war, fing sie an zu weinen. „Wieder und wieder musste ich auf die Erde rieseln, doch dort hatte ich nie Zeit, mich auszuruhen. Einmal fiel ich in einen Fluss, und der trug mich weit aufs Meer hinaus. Dann kam die Sonne und hat mich wieder mit ihren Dämpfen zur Wolke hinauf gesaugt. Ein anderes Mal hat sie mich auf einem Auto erwischt, dann auf einer Tannenspitze, und wieder ein anderes Mal purzelte ich von einer Menschennase auf die Straße und landete mit vielen anderen Kollegen auf der schmutzigen Straße. Das war sehr unangenehm. Brrrrr…“ Sie Continue reading »

Die Kraft der Schneeflocken

Wie schwer oder leicht sind Schneeflocken?

Den ganzen Morgen hat es geschneit. Endlich. Die Schüler der 2b können das Ende dieses Schultages noch weniger abwarten als sonst. Ganz aufgeregt sind sie, als endlich die Schulglocke ertönt.
„Ich freu mich ja so sehr auf den Schnee“, ruft Tanja.
„Ich auch“, lacht Tim. Er bückt sich, schaufelt Schnee in beide Hände und wirft ihn als dicken Flockenwirbel über Tanjas Kopf.
Tanja schüttelt sich. Sie lacht auch, bückt sich, formt einen Schneeball und schleudert ihn in Tims Richtung. Ihre Freundinnen tun es ihr gleich – und schon ist die schönste Schneeballschlacht zugange. Mädchen gegen Jungen. Keiner gewinnt. Aber einen Riesenspaß macht es.
„Schnee ist einfach toll“, sagt Tanja später.
„Es riecht so gut, wenn es schneit“, meint Marie. „Mein Vater sagt, Schnee macht die Luft sauber.“
„Und er schmeckt gut.“ Rebecca streckt die Zunge raus, um einzelne Schneeflocken damit aufzufangen.
„Und er fühlt sich ganz leicht an“, sagt Mark. Er blickt nachdenklich in den Himmel. „Komisch ist das schon. Bestimmt sind das hundert und mehr Schneeflocken, die gerade auf uns fallen. Trotzdem spüren wir sie nicht.“
„So eine Schneeflocke wiegt ja auch fast nichts.“ Tim lacht wieder.
Tanja schüttelt den Kopf. „Schnee kann ganz schön viel wiegen“, sagt sie.
„Echt?“ Tim tut so, als Continue reading »

Schneeflöckchen hilft Schneeglöckchen

Als das ungeduldige Schneeglöckchen das Schneeflöckchen kennen lernte

Es war noch Winter, als Schneeglöckchen ungeduldig sein Köpfchen aus der Erde streckte.
„Schön ist es, den Himmel und die Sonne zu sehen“, seufzte es voller Wohlbehagen.
Und weil es der Sonne noch näher sein wollte, reckte und streckte es sich, bis es höher gewachsen war als die Grashalme ringsum. Schneeglöckchen ordnete sein weißes Röckchen und freute sich. Was war das Leben doch schön!
Als es aber am nächsten Tag aus seinem hellen, warmen Frühlingssonnentraum erwachte, erschauerte es. Es war kalt und nass geworden. Brrrr. Schnell wollte Schneeglöckchen sein Glockenröckchen schließen. Was aber war das? Ein weißes, federleichtes Sternchen landete in seinem Blütenkelch. Es fühlte sich kalt an und irgendwie nass. Trotzdem freute sich das Schneeglöckchen über den Besuch.
„Hallo! Ich heiße Schneeglöckchen“, stellte es sich vor.
„Und ich bin Schneeflöckchen“, antwortete der kleine Gast. „Aus der Wolke dort komme ich mit meinen Kollegen. Mit Schnee sollen wir das Land bedecken.“
„So sieht Schnee also aus?“, wunderte sich Schneeglöckchen. „Aber sag, was macht ihr noch hier? Es ist Frühling.“
„Falsch“, erwiderte Schneeflöckchen. „Winter ist`s. Du bist zu früh.“
„Zu früh? Au weh.“ Das Blümchen erschrak. „Verliere ich nun mein weißes Röckchen?“
Die kleine Schneeflocke streichelte zart über die zitternde Blüte. „Ich werde meine Flockenkollegen bitten, dich mit einer wärmenden Schneedecke vor dem Frost zu schützen.“
Da freute sich Schneeglöckchen. „Dann können wir lange zusammen sein und du erzählst mir von deiner Wolken- und Himmelswelt und ich erzähle dir von der Erde, der Wiese und der Sonne.“
„Fein. So machen wir es.“
Mit glockenheller Stimme sang Schneeflöckchen seine Kollegen herbei, und die legten sich als zarte Decke über Schneeflöckchen und Schneeglöckchen. Wie freuten sich die beiden neuen Freunde da! Viel hatten sie einander zu erzählen und sie flüsterten und lachten noch lange miteinander in diesen späten Wintertagen kurz vor Frühlingsbeginn.
© Elke Bräunling

aus:

Buch: Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Winter: Wintergeschichten
Ebook: Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Winter
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Der Schneemann und die Sonne

Schneemänner mögen die Sonne nicht unbedingt gut leiden

„Ha! Du kriegst mich nicht!“, sagte der Schneemann, der von Tag zu Tag etwas mitgenommener aussah. Er blickte zur Sonne und wischte sich die Schweißtropfen von der Stirn. „Gleich wirst du hinter dem Berg verschwinden und die Kälte der Nacht wird meinen tropfenden Körper wieder in ein prachtvolles Eiskostüm verwandeln.“
„Mag sein“, lachte die Sonne. „Aber morgen werde ich wieder da sein.“ Mit einem letzten Strahlen verschwand sie hinter dem Berg.
Der Schneemann seufzte. Lange würde er sich den Sonnenstrahlen nicht mehr widersetzen können. Aber was tun?
„Könnte ich nur bei der Tanne im Schatten stehen“, überlegte er laut. „Dort würde mich die Sonne nicht erwischen.“
„Keine schlechte Idee“, kicherte es da.
Erstaunt blickte sich der Schneemann um und sah einen Hasen, der sehnsüchtig auf seine Mohrrübennase schielte.
„Stimmt“, sagte er. „Keine schlechte Idee. Aber wie soll ich den Weg zur Tanne finden? Ich Continue reading »