Mirkos erster Freund

Hund Mohri hilft, dass Mirko Freude findet

Mirkos erster Freund in Deutschland ist Mohri, und Mohri weiß schon fast alles über Mirko: wie er mit seinen Eltern aus Russland hierher gekommen ist und warum er eine fremde Sprache spricht. Das alles hat Mirko Mohri erzählt, und der hat ihn gut verstanden, trotz der fremden Sprache.
Mohri ist nämlich ein Hund, ein zotteliger, gemütlicher Kuschelhund, den alle im Stadtviertel kennen und mögen. Meist macht Mohri seine Spaziergänge alleine. So trottet er jeden Tag durch die Marktstraße zu Metzger Klein, wo es etwas zum Naschen für ihn gibt. Dann spaziert er weiter zum Spielplatz. Dort findet er fast immer jemanden zum Spielen. Mohri spielt nämlich schrecklich gerne Ball, am liebsten natürlich mit Kindern.
Mirko spielt auch gerne Ball, und am liebsten natürlich auch mit Kindern, und am allerliebsten würde er mit Mohri und den Kindern hier auf dem Spielplatz Fußball spielen. Ja, das würde er am allerliebsten tun, aber er traut sich nicht.
„Ich spreche so schlecht ‚deutsch’“, erklärt er Mohri, „und dann sagen sie bestimmt ‚dummer Ausländer‘ zu mir …“
So sitzt Mirko alleine auf der Mauer am Rand des Spielplatzes, sieht den Kindern beim Fußballspiel zu und ist traurig. Und wenn Mohri vom Ballspielen müde ist, legt er sich zu Mirko und leistet ihm Gesellschaft beim Traurigsein.
„Weißt du, Mohri“, sagt Mirko, „eigentlich verstehe ich fast alles, denn meine Großeltern haben daheim immer ‚deutsch‘ gesprochen. Wenn ich es doch nur auch besser sprechen könnte! Wenigstens du weißt, was ich dir sagen möchte – und dabei kannst du ja auch nicht reden. Komisch, nicht?“
Ja, das ist komisch. Mohri sieht Mirko mit großen Augen an, und da muss Mirko doch lachen.
So geht das eine ganze Weile. Lange sieht Mirko den Kindern beim Spielen zu. „Ach, wenn ich doch nur …“, seufzt er.
Doch was ist das? Da Continue reading »

Tiere im Sommer

Tiere im Sommer

Gedichte und/oder Spiel mit verteilten Rollen.

Kinder stellen einzelne Tiere vor, wie sie im Sommer leben. Bei Aufführung evtl. Kostümierung. Alternativ könnte jeder Sprecher jeweils eine Zeichnung oder ein Plakat des betreffenden Tieres hochhalten.

Alle:
Was treiben wir Tiere im Sommer,
wenn die Sonne vom Himmel lacht?
Wenn die Wiesen grün und die Blumen blühn,
und die Welt in bunter Pracht?
Habt ihr darüber schon nachgedacht?

Hund:
Wau, wuff, hoho, hihi.
Ich fühl mich wohl wie nie.
Wenn ich faul im Schatten liege
und mein täglich Futter kriege,
stört mich keine Sommerhitze,
weil im Schatten ich nicht schwitze.

Katze:
Mi-mi-miau. Ja, ich bin schlau.
Am Tage schlafe ich mich aus
und geh des Nachts Continue reading »

Abenteuer auf der Hornesselwiese

Geschichten ausdenken oder träumen kann ganz schön aufregend sein

Am Sonntagnachmittag finden Mama, Papa, Mara und Max auf der Hornesselwiese einen Picknickplatz.
“Schön ist es hier!” Mama lässt sich ins Gras fallen und schließt die Augen.
“Ja, prima”, sagt auch Papa. “Hier kann ich in Ruhe lesen.”
Mara und Maxi sind enttäuscht. Und sie? Was sollen sie den ganzen Nachmittag tun?
“Warum heißt die Wiese eigentlich Hornesselwiese?”, fragt Maxi.
“Vielleicht gibt’s hier Hornissen?”, meint Mara. “Die sind viel größer als Bienen – und gefährlicher!”
Größer als Bienen? Vielleicht so groß wie ein Vogel? Vielleicht ähneln sie den Wokiks, den Propellermonstern aus dem Comic?
“So ein Monster-Stechvieh muss ich sehen!” Maxi macht sich auf die Suche. Er schwingt einen Ast wie ein Schwert durch die Luft.
“Kommt heraus!”, ruft er. “Ich hab keine Angst vor euch!”
“Brorororooo … “ Um Maxi herum summt und brummt es auf einmal gewaltig. Es ist ein grausiges Getöse, laut und lauter. Und dann fliegen plötzlich dicke Continue reading »

Die Fledermäuse von Burg Schattenfels

Einmal hatten geldgierige Menschen versucht, die Fledermäuse aus dem Kellergewölbe der alten Burg Schattenfels zu vertreiben, aber dann …

Seit Jahrhunderten lebte auf Burg Schattenfels die große Fledermauskolonie im Gewölbe des Burgkellers. Am Tage hingen die Fledermäuse an den Gewölbedecken und schliefen, nachts machten sie sich auf Beutefang. Es waren so viele, dass sich die Leute im Dunkeln selten in die Nähe der Ruine wagten. Wegen der Gruselgeschichten über die Burg. Und wer weiß, vielleicht hauste dort nicht doch ein Vampir? So hatten die Fledermäuse wegen der Furcht der Leute ihre Ruhe.
Eines Tages aber fuhren Männer in großen Autos vor und sagten:
„Ein Burghotel werden wir bauen. Die Touristen sollen die Romantik der Ritterzeit erleben.“
Ritterzeit? Romantik? Die Dorfbewohner schimpften.
Noch aufgeregter waren die Fledermäuse. Bei dem lauten Baulärm flohen sie und flogen verwirrt durch den Wald. Als am Abend die Presslufthämmer schwiegen, kehrten sie zurück. Aber der Zugang zu ihrem Gewölbe war zugemauert. Die Continue reading »

Die kleine Waldmaus und der Wiesenplatz

Geschichten mit der kleinen Waldmaus:
Die kleine Waldmaus und das Frühlingserwachen
Die kleine Waldmaus und der frühe Frühling
Die kleine Waldmaus und das tanzende Licht
Die kleine Waldmaus und der sichere Platz
Die kleine Waldmaus und das glückliche Glück
Die kleine Waldmaus und der Erntetag
Die kleine Waldmaus und das Stacheltier
Die kleine Waldmaus und das kleine große Tier
Die kleine Waldmaus und das Herbstfest
Die kleine Waldmaus kann nicht schlafen
Als die kleine Waldmaus mit dem Eichhörnchen auf Futtersuche ging
Die kleine Waldmaus und der Sternenregen

 

Die kleine Waldmaus und der Wiesenplatz
Im Wald und bei der großen Wiese muss die kleine Waldmaus vorsichtig sein

Süß war die Luft heute. Der feine Duft kam von der großen Menschenwiese, und die wollte die kleine Waldmaus heute besuchen. Aber sie musste aufpassen. Im Wald war viel los.
„Sei vorsichtig!“, hatte Opa Maus gesagt. „Nicht nur die Menschen sind auf der Wiese unterwegs. Nein, auch Tiere, die nicht unsere Freunde sind, die Katze, der Marder, die Eule, der Uhu, der Storch, der Igel, die Ringelnatter, der Mäusebussard und nicht zuletzt der Fuchs aus dem Bau hinter dem großen Felsen. Nimm dich vor ihnen in Acht.“
Die kleine Waldmaus kannte diese Tiere, die ihre Feinde waren. Von einem sicheren Platz aus hatte sie sie schon viele Male gesehen.
„Ich muss nur von einem sicheren Ort zum anderen sicheren Ort wandern,“ sagte die kleine Maus. „Dann kann mir kein Feind etwas Böses tun.“
Vorsichtig huschte sie unter Blättern, Sträuchern, Waldkräutern, Farnen und Ästen hinüber zur Wiese der Menschen. Der große Stein am Wiesenrand war ihr Ziel. Dieser Stein Continue reading »

Mausi Mausejäger

Mausi Mausejäger

Mausi heißt die kleine Katze,
die mit ihrer scharfen Tatze
spielerisch nach allem haut,
doch nicht nach den Mäusen schaut.

Und so tun die Mäus´ mitnichten
vor der Katze Mausi flüchten.
Sie schaun ihr beim Spielen zu,
haben vor ihr ihre Ruh.

Mausis Herrchen ist erschrocken.
Keine Maus kann Mausi locken.
„Hey, du faules Katzentier!”,
ruft er laut. „Was ist mit dir?”

„Mäuse fangen sollst du, jagen,
hinter diesen kleinen Plagen.
Tu den Job, tu deine Pflicht!
Zum Träumen brauche ich dich nicht!”

Unerhört bleibt seine Klage.
Mitten in der Mäuseplage
sitzt die Mausi still und froh.
Ihr gefällt das Leben so.

Zu Freunden will die Mäus´ sie machen,
wenn auch alle drüber lachen,
doch ihr Name sei ihr Pflicht:
Mäuse jagt die MAUSI nicht.

© Elke Bräunling


Philipp und das Traumpony

Eine Geschichte, die Mut macht und Angst wegnimmt … einfach so im Traum

Philipp wohnt noch nicht lange auf dem Land, doch einen Freund hat er schon gefunden: Mark vom benachbarten Ponyhof Sonnenschein. Zusammen mit Mark gibt es für das Stadtkind Philipp jeden Tag etwas Neues zu entdecken, und Philipp sagt bald zu seinen Eltern: „Auf dem Land zu wohnen ist echt spannend.“
Nur vor den vielen Tieren hat Philipp noch einen Heidenrespekt, vor den Ponys fürchtet er sich sogar ein bisschen. Doch das darf er nicht zeigen. Nein, er muss unbedingt das Reiten lernen, um Mark als Freund nicht zu verlieren. Wenn er sich nur nicht so sehr davor fürchtete, von seinem Pony herunterzufallen! Bestimmt würden sich Mark und seine Schwester Maja kringeln vor Lachen.
„Auf den Boden fallen ist wie eine Reitertaufe“, sagt Maja. „Am besten ist´s, wenn du in Pferdemist fällst.“
„Und am allerbesten ist´s, wenn du auf Sammy das Reiten lernst“, fügt Mark hinzu und grinst.
„Auf Sammy?“ Philipp tut, als sei das die normalste Sache der Welt. Dabei weiß doch jeder, dass Sammy das wildeste Pony auf dem Hof ist.
Nun liegt er im Bett und kann nicht einschlafen. Morgen ist die erste Reitstunde, und jedes Mal, wenn Philipp die Augen schließt, grummelt die Angst heftig in seinem Bauch. Er sieht, wie Continue reading »

Der Osterhase und die Farbe ‚lila‘

Irgendwann einmal haben schlaue Leute Stadtkinder aufgefordert, Tiere vom Land und Bauernhoftiere zu malen. Und ratet, welche Farbe viele Kinder den Kühen gegeben haben.
Richtig: Lila! Diese Farbe nämlich kennen sie aus dem Fernseher und aus der Werbung.
Und der Osterhase, der sieht in dieser Geschichte nun auch: LILA!
😉

Der Osterhase und die Farbe ‚lila‘

Eines Ostermorgens sah der Osterhase ‚Lila!‘ Wirklich. Er sah ‚Lila’! Eine Kuh nämlich. Die war lila und grinste ihn von einem Plakat dämlich an.
Der Osterhase war sehr erregt.
„Seit wann sind Kühe lila?“, knurrte er. „Unsinn!“
Er schüttelte den Kopf und zog mit seinem Eierkorb weiter. Er musste sich beeilen. Bald würden die Kinder in den Gärten ihre Osternester suchen.
Der Osterhase maulte noch eine Weile vor sich hin, dann vergaß er die Sache wieder. Schnell eilte er zu den Gärten. Als er dort aber mit dem Eierverstecken beginnen wollte, erschrak er wieder mächtig. Ein lilafarbener Schokohase glitzerte ihm nämlich dämlich grinsend aus einem Nest entgegen.
„Träume ich?“, murmelte der Osterhase und beugte sich zu dem Osternest herab.
Nein, es war kein Traum. Dieser Lilahase saß tatsächlich da im Continue reading »

Franz, der Osterhase-Mann

Franz, der Osterhase-Mann

Hört euch die Geschichte an
von Franz, dem Osterhase-Mann,
dem Osterhase-Mann:

Franz, der Osterhase-Mann,
der malte keine Eier an.
„Ich weiß nicht, wie das geht“,
sprach er, „mir ist´s zu blöd.
Ich bin kein Maler, bin kein Huhn.
Mit Eiern hab ich nichts zu tun!“

Die Hasenmama sprach: „Oha!
Ein Hase ist zum Malen da,
damit zum Osterfest
gefüllt ist jedes Nest.
Die Kinder warten auf dich schon!“
Da lachte Franz und lief davon.

„Mit Ostern hab ich nichts am Hut!
Hier auf dem Feld gefällt´s mir gut“,
so sang der faule Franz
und tanzte einen Tanz.
Er hoppelte weit übers Feld
und freute sich an seiner Welt.

Ein Hasenmädchen kam herbei
und tanzte lustig, eins,zwei,drei
mit zarter Eleganz
den Hasenhochzeitstanz.
Franz war bis übers Ohr verliebt.
„Ach“, rief er. „Schön, daß es dich gibt!“

Ein kleines Wunder war geschehn,
und alle Hasen konnten´s sehn,
denn just am Osterfest,
da lagen in dem Nest
sechs Hasenkinder, niedlich klein.
Der Franz war stolz ganz ungemein.

Er freute sich und rief voll Glück:
„Das ist ein wahres Meisterstück.
Sagt selbst, ist das nicht toll
und hasenwundervoll?
Sechs Kinder just am Ostertag!
Ach, wie ich dieses Ostern mag!“

© Elke Bräunling

Das Lied mit den Noten und mit Harmoniesymbolen findet Ihr hier:
Aus dem Buch:

Taschenbuch: Eine Geschichte für Dich – Ostern: Ostergeschichten und -lieder fuer Kinder
Ebook:Eine Geschichte für Dich: Ostern

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Das Osterlama

Ein spannender Osterausflug und Osterlämmer und ein Lama

Am Ostersonntag ist der Himmel trübe. Die Sonne hat sich hinter Wolken versteckt.
Auch Lillys Laune ist ein bisschen trübe. Zum ersten Mal feiern sie Ostern nämlich ohne die Großeltern. Die sind verreist und Lilly fühlt sich mit Mama und Papa irgendwie alleine.
„Lasst uns einen Ausflug ins Grüne machen und die Sonne suchen!“, schlägt Papa nach dem Mittagessen vor.
„Und wir suchen den echten Osterhasen!“, sagt Lilly. „Vielleicht treffen wir ihn im Wald oder auf einer Wiese.“
Mama wiegt bedenklich den Kopf. „Der Osterhase hat seinen Job längst erledigt. Aber vielleicht entdecken wir eine Schafherde mit kleinen Osterlämmern.“
„Osterlämmer? Echte?“ Auch nicht schlecht, findet Lilly. „Wann fahren wir?“
„Gleich?“, fragt Papa.
Lilly nickt. „Gleich.“
Und ziemlich „gleich“ sind sie unterwegs. Es dauert nicht lange, bis sie den großen Wald mit den sanften, runden Bergen, den Wiesen und Feldern, den Dörfern und kleinen Städtchen erreichen. In einem abgeschiedenen Tal entdecken sie auf einer Wiese am Hang eine Schafherde mit vielen kleinen „Oster“- Lämmern.
„Wie niedlich sie sind!“, ruft Lilly. Gar nicht losreißen Continue reading »

Das Esels-Ei

Es gibt nicht nur Hühnereier, das haben die Stadtkinder Mara und Max längst gelernt. Aber ob es ein Esels-Ei gibt, das wissen sie – noch – nicht. Hat Papa da einen Scherz gemacht?

Mara und Max verbringen mit ihren Eltern ein Wochenende auf dem Bauernhof. Eine aufregende Sache für die beiden Stadtkinder! Gleich nach der Ankunft stolpert Mara über ein hartes Ding, das auf dem Boden liegt. Es ist länglich und schmuddelgrau.
„Was ist das?”, fragt Mara.
„Ein Ei vielleicht?”, rät Max.
„Echt?”, staunt Mara.
„Lass mal sehen!“ Papa beugt sich über das Fundstück. „Ich glaube“, sagt er dann, „es ist ein -äh- Eselsei!“
„Ein Eselsei?”, ruft Max. „Kann man das ausbrüten?“
„Man könnte es versuchen.“
„Dürfen wir den Esel dann auch behalten?”, fragt Mara aufgeregt.
„Aber ja“, sagt Papa großzügig und grinst.
Auch Mama kichert. „Der Esel wäre dann ja fast so etwas wie euer Kind, nicht? Doch nun Continue reading »

Geschichten vom Landleben

IM MÄRZ 2015
LANDLEBEN – Das neue Buch aus der Reihe „Hör mal, Oma!“


Taschenbuch:Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Landleben: Geschichten vom Land
EbookHör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Landleben: Geschichten für Kinder vom Leben auf dem Land

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27 Geschichten und Märchen zum Leben auf dem Land für Kinder, Eltern und Großeltern

Das Leben auf dem Lande ist anders, aber nicht minder spannend und lustig, interessant, anregend und nachdenklich stimmend. Von Kindern, Eltern, Großeltern, Tanten, Nachbarn, Bauern und Bauernhöfen, Wiesen und Feldern, Tieren und Pflanzen, Gewohnheiten und Eigenarten, die das Leben auf dem Lande mit sich bringen, handeln die Geschichten in diesem Erzählband. Geschichten von kleinen und großen Ereignissen, von Landwirtschaft und Gartenspaß, von Eigenarten und Gewohnheiten, von altem Wissen und neuen Erkenntnissen und auch von witzigen Momenten.

Opa erzählt, man könne meinen, die Zeit hätte hier für ein paar Jahre angehalten und eine Atempause gemacht. Und seither würde sich die kleine Welt hinter dem großen Wald ein bisschen langsamer um die Sonne drehen. Eine verrückte Vorstellung, die den Menschen, die hier leben, sicher nicht gefallen würde. Oder gerade doch? Man weiß es nicht. „Auf dem Land gehen die Uhren langsamer“, sagt Opa nun. „Und ein bisschen ist es hier auch noch wie früher. Das wünsche ich mir zumindest.“ „Echt?“, fragt Pia und sie versucht sich vorzustellen, wie es sich mit Uhren, die langsamer gehen, verhalten könnte. Pit aber schüttelt entschieden den Kopf. „Das stimmt nicht“, sagt er. „Schneller gehen die Uhren hier. Viel schneller.“ Er nickt heftig. „Wenn wir spielen oder auf dem Feld helfen oder beim Holderbauern Traktor fahren dürfen, rennt die Zeit und es ist viel zu schnell Abend.“

INHALT: So ist das auf dem Land – Auf dem Land gehen die Uhren langsamer – Das Esels-Ei – Die Sau ist los – Der Eierkarton – Abenteuer auf der Weide – Ein ‚echter‘ Ochse – Der alte Landkater – Neue Nachbarn aus der Stadt – Sperrmülljagd – Hilfe für das Hexenloch – Die Kräuterfrau – Der Schneckenzoo – Auf der anderen Seite ist das Gras grüner – Lea und der bunte Wiesenblumenstrauß – Sonnenblumenzeiten – Der Heidelbeertrick – Die riesig große Riesentomate – Im Märzen der Bauer – Mit Essen ‚spielt’ man nicht – Vom Ernten und Stoppeln – Erntetag – Aufbruch im Kartoffelfeld – Das Herbstkuchen-Geheimnis – Im Winter geht man ins Holz – Wetter-Else – Der Apfelgarten

Empfohlen für Kinder, Familie, Kindergarten, Vorschule Grundschule. Die Geschichten sind darüber hinaus erprobt im Zusammensein und in der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen

Erhältlich als Ebook und als Taschenbuch (ISBN-13: 978-1508856344 ISBN-10: 1508856346)

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Ebenfalls NEU (IM FEBRUAR 2015) aus der Reihe „HÖR MAL, OMA!“:
Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte von der Familie


Taschenbuch:Hör mal, Oma. Ich erzähle Dir eine Geschichte von der Familie: Geschichten für Kinder
EbookHör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte von der Familie: Familiengeschichten für Kinder

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Mehr aus dem Inhalt kannst du hier nachlesen mit Klick auf den Link


Der Glitzer-Osterhase

Einmal im Jahr gibt es sie, die glitzernden Hasen

Am Ostermorgen saß ein prächtiger, rosafarbener Hase mit langen, silbrigen Ohren im Gras hinter dem Kirschbaum. Schön sah er aus, glitzernd und glänzend. Und in allen Farben glitzerten und glänzten im Licht der Morgensonne auch die bunten Eier, die jemand rings um ihn herum im Gras verstreut hatte. Schön sah das aus. Ein Bild, das die Herzen aller Kinder zum Freudehüpfen brachte.
Der Feldhase, der auf seinem Morgenspaziergang wie jeden Tag am Kirschbaum vorbeikam, wunderte sich sehr über diesen fremden Gesellen. So einem prächtigen Glitzerhasenkerl ist er auf seinen Streifzügen durch die Gärten, Wiesen und Felder noch nie begegnet.
„Nanu?“, brummte er. „Gibt es dich wirklich? Bislang habe ich dich nur auf großen Werbeplakaten am Stadtrand gesehen.“
Der Rosa-Osterhase Continue reading »

Louise besucht den Osterhasen

Louise wünscht sich kein Osternest, nein, den Osterhasen will sie sehen, den echten

In diesem Jahr wünscht sich Lou kein Osternest im Garten. „Ich will den Osterhasen besuchen“, sagt sie. „Dort, wo er mit seinen Hasenfreunden wohnt.“
„Hasen sind scheue Tiere“, meint Papa.
„Ich glaube, das wird ihm nicht gefallen“, versucht es Mama.
„Er muss nicht mit mir reden“, sagt Lou. „Ein Osternest wünsche ich mir auch nicht und so hat er keine Arbeit mit mir.“
„Louise, oh Louise!“, seufzt Opa. Er lächelt. „Du immer mit deinen Ideen!“
Lou grinst. Irgendwie kommt ihr die Sache mit dem Osterhasen nämlich komisch vor und irgendwie glaubt sie auch nicht mehr so recht an Hasen, die Eier bemalen und sie am Ostermorgen in Osternester legen.
„In den Feldern am Bachwald sehe ich morgens beim Walking oft Hasen“, überlegt Opa. „Vielleicht wohnt dort der Osterhase?“
„Hm!“, macht Papa. Er zwinkert Mama zu. „Man könnte ihn besuchen.“
„Eine gute Idee“, sagt Mama, die nun nicht mehr ratlos ist, schnell. „Das machen wir!“
Und das tun sie auch. Früh am Ostermorgen, als Papa noch schläft, machen sich Lou, Mama und Opa auf den Weg. Sie Continue reading »

Bienen’zauberer‘ auf der Apfelwiese

Nun sind sie wieder unterwegs, die Bienen. Das ist wichtig. Bienen sind wichtig für unser Leben

Ein sonniger Frühlingstag ist heute. Warmer Wind hat die Wolken, die viele Wochen über dem Land gelegen haben, vertrieben.
Endlich Frühling! Der Winter ist lang gewesen und alle Menschen freuen sich sehr. Sie genießen die Frühlingssonne, die ihre blassen Gesichter ein bisschen bräunt, und erfreuen sich an den ersten Frühlingsblumen.
Auch die Bäume freuen sich. Wohlig recken sie ihre Zweige dem Sonnenlicht entgegen und schälen ihre Blütenknospen ganz langsam, eine nach der anderen, aus der Schutzhülle.
Frühling! Jetzt wird das Land wieder bunt. Blütenbunt. Jeden Tag ein bisschen mehr. Auch die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf. Sie sind hungrig und voller Freude auf das neue Leben.
Besonders früh sind die Bienen unterwegs. Sie haben schon im ganz frühen Frühling die Blüten der Weiden und Haselbüsche besucht und deren köstlichen Nektar genascht. Nun summen und surren sie um Blumen und Blüten auf den Wiesen und in den Gärten.
Psst! Man Continue reading »

Die ersten Bienen am Weidenkätzchenstrauch

Die ersten Bienen, die ersten Blüten, die ersten kleinen Freuden draußen an der frischen Luft

Ein sonniger Spätwintertag ist heute. Warmer Wind hat dafür gesorgt, dass der viele Schnee restlos weggetaut ist. Endlich. Der Winter ist lang gewesen und alle Menschen freuen sich sehr auf den Frühling. Sie träumen von warmer Frühlingssonne, die ihre blassen Gesichter ein bisschen bräunt, und auf die ersten Frühlingsblumen. Oh, Frühling ist ja so schön!
Auch Pia und Pit sind ganz aufgeregt an diesem tollen Sonnentag. Fröhlich laufen sie über die Wiese im Park.
„Ob wir schon Veilchen finden?“, überlegt Pia. „Über einen Blumenstrauß freut sich Mama bestimmt.“
Die beiden machen sich auf die Suche, doch Veilchen finden sie keine.
„Es ist noch zu früh für Blumen“, meint Pit.
Pia deutet zum Weidenbusch hinüber. „Toll sehen sie aus, die Weidenkätzchen. Ein Strauß davon wäre auch nicht schlecht.“
Hm. Nachdenklich stehen die beiden vor der Weide und beobachten, wie eifrig die ersten Bienen um die pelzigen Weidenblüten schwirren und Nektar naschen. Schön sieht es aus. Nach Frühling.
„Die Bienen sind aber mächtig hungrig“, lacht Pia. „Der Winter war ja auch ganz schön lang.“
Pit nickt. „Ich glaube, es ist keine gute Idee, einen Weidenkätzchenstrauß zu pflücken.“
„Finde ich auch. Die Blüten gehören den Bienen.“ Pia sieht sich suchend um. „Bestimmt finden wir noch ein anderes Geschenk für Mama.“ Sie bückt sich nach einem besonders schön geformten leeren Schneckenhaus. „Meinst du“, fragt sie zögernd, „Mama würde sich über das Schneckenhaus freuen?“
Pit nickt. „Ganz bestimmt.“
„Und dazu“, schlägt Pia vor, „malen wir ein Bild von einem Weidenkätzchenstrauch mit vielen Blüten und Bienen …“
„… und einem besonders schönen Schneckenhaus, das darunter liegt“, lacht Pit.
Und lachend laufen Pia und Pit mit ihrem Schneckenhaus nach Hause.
© Elke Bräunling

Eine weitere Geschichte über Bienen im Frühling, die wahre ‚Zauberer‘ sind, findest du hier: Frühling auf der Apfelwiese

Diese Geschichte findest du in gekürzter Fassung als Zweiminutengeschichte in dem neuen Buch:
Elkes Minutengeschichten – Frühling


Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – Frühling: 40 kurze Märchen und Geschichten für Kinder
Ebook:Elkes Minutengeschichten – FRÜHLING
Information


Achtung, Krötenwanderung!

Achtung! Krötenwanderung! – Ein Sachtext –

Diese Warnung könnt ihr im Vorfrühling an vielen Straßen auf Warnschildern lesen. Krötenwanderung? Was ist das und warum wandern die Kröten ausgerechnet so früh im Jahr durch die Lande?
Ganz einfach: Mit den ersten milden Nachttemperaturen ab Ende Februar bis Mitte März erwachen die Kröten aus ihrem Winterschlaf. Sofort denken sie an ihren Nachwuchs und wollen ihre Eier, die man „Laich“ nennt, im Wasser ablegen. Da Kröten ihren Laich aber nur in dem See oder Teich ablegen, in dem sie selbst zur Welt gekommen sind, müssen sie oft weite Strecken zurücklegen, um ihren Heimatteich zu erreichen. Man nennt dies auch „Laichwanderungen“.
Als Tiere, die die Dunkelheit lieben, ziehen die Kröten los, sobald die Dämmerung eintritt, und sie wandern auch während der ganzen Nacht über Felder, Wiesen und durch Wälder zu ihrem Teich. Sie haben es sehr eilig und müssen oft viel befahrene Straßen überqueren. Das ist gefährlich, und viele Kröten kommen bei diesem Abenteuer zu Tode.
Aber keine Bange! Immer mehr Menschen kümmern sich um die wandernden Kröten. Sie bewachen viele Straßen, die durch „Krötengebiete“ führen (manche Nebenstraßen werden sogar ganz gesperrt), sie stellen Warnschilder auf und sammeln Kröten am Straßenrand in Eimer und tragen sie auf die andere Straßenseite. Mancherorts wurden auch Tunnel und Amphibienzäune eigens für die Kröten gebaut, ja, und die Kröten sind so schlau und benutzen ihre Tunnel auch. Toll, nicht?
Möchtest du mehr darüber wissen? Ja? So erkundige dich beim Naturschutzbund Deutschland oder besuche im Internet dessen Website
www.nabu.de .

Kaulquappen – Sachtext
Die Eier, die die Kröten (und auch andere Amphibientiere wie Frösche, Unken, Molche, Salamander und noch viele mehr) im Vorfrühling in den Gewässern ablegen, nennt man Laich. Nach der Ablage kümmern sich die Kröten, die ihre Eier fast immer nur in ihrem Heimatteich legen, noch etwa acht Tage um die Ei-Gelege, dann machen sie sich wieder auf den Rückweg. Zurück bleiben die Eier, die sich zu Larven ausbilden. Diese kennen wir als Kaulquappen. Sie leben im Wasser, atmen durch Kiemen und haben statt der Beine einen Schwanz, der ihnen beim Schwimmen hilft. Anfangs ernähren sich die Kaulquappen von ihren eigenen Eihüllen, später von Plankton (das sind Algen und winzige Pflanzenreste aus dem Wasser). Erst nach zehn bis zwölf Wochen haben sie ihre Beine entwickelt, und die Kaulquappen der Frösche und Kröten verlieren ihren Schwanz. Nun können sie auch durch die Lungen atmen, an Land leben und auch schon quaken. Zart und leise zunächst. Klar.

© Elke Bräunling

Geschichten zu Kröten und Krötenwanderung findet ihr hier:
Mein alljährliches Märzabenteuer: Eine Kröte erzählt
Hilfe für die Kröten<
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Als der Frühling den kleinen Marienkäfer weckte

Als der kleine Marienkäfer aus dem Winterschlaf erwachte

„Nanu?“, brummte der kleine Marienkäfer. Er schnupperte. „Besuch in meinem Winterquartier? Hm! Hm! Riecht gut. Riecht köstlich fein. Es wird doch nicht schon Frühling sein?“
Ein süßer Duft war unter die dichte Laubdecke, unter der sich der kleine Käfer in den Wintermonaten zum Schlaf verkrochen hatte, gezogen.
„Hmmm! Es riecht tatsächlich nach Frühling. Habe ich ihn etwa verschlafen?“ Vorsichtig reckte er die Beine, die er im Schlaf fest an seinen Panzer gepresst hatte. Er streckte sich, strampelte und hatte einige Mühe, auf die Füße zu kommen.
„Ich muss wohl sehr lange geschlafen haben. Richtig eingerostet fühle ich mich an.“ Er nickte. „Ja, es wird Zeit, dass der Frühling kommt.“
Vorsichtig kroch er aus seinem Blätterversteck hervor – und fand sich unter Continue reading »

Der kleine Rabe und der Fastnachtsschmuck

Seltsame Sachen findet der kleine Rabe in diesen Späterwintertagen in der Stadt

Eines Spätwintertages brachte einer der Jungraben eine seltsame Tüte voller bunter Kringel von einem seiner Ausflüge in die nahe Stadt mit in das Wäldchen, wo die Raben überwinterten.
„Was ist das?“, fragte der kleine Rabe und starrte auf die vielen kleinen runden Papierstücke in dem Tütchen.
„Die ganze Stadt ist heute voll davon“, meinte sein Rabenkollege. „Sogar auf den Köpfen vieler Leute liegen diese bunten Dinger herum.“
„Wozu soll das gut sein?“
„Die Menschen sagen Konfetti dazu“, erklärte der schlaue Jungrabe gewichtig. „Ist das etwas Besonderes?“
Aufgeregt zerrten die anderen Raben an allen Seiten der seltsamen Tüte. Nur der kleine Rabe hielt sich zurück, denn bei solchen Rangeleien zog er meist den Kürzeren. Da – ritsch, ratsch – zerriss die Tüte, und ein Konfettiregen ergoss sich genau über den kleinen Raben. Das sah lustig aus! Aus dem kleinen, schwarzen Raben war ein Continue reading »

Der Schneemann und die Sonne

Schneemänner mögen die Sonne nicht unbedingt gut leiden

„Ha! Du kriegst mich nicht!“, sagte der Schneemann, der von Tag zu Tag etwas mitgenommener aussah. Er blickte zur Sonne und wischte sich die Schweißtropfen von der Stirn. „Gleich wirst du hinter dem Berg verschwinden und die Kälte der Nacht wird meinen tropfenden Körper wieder in ein prachtvolles Eiskostüm verwandeln.“
„Mag sein“, lachte die Sonne. „Aber morgen werde ich wieder da sein.“ Mit einem letzten Strahlen verschwand sie hinter dem Berg.
Der Schneemann seufzte. Lange würde er sich den Sonnenstrahlen nicht mehr widersetzen können. Aber was tun?
„Könnte ich nur bei der Tanne im Schatten stehen“, überlegte er laut. „Dort würde mich die Sonne nicht erwischen.“
„Keine schlechte Idee“, kicherte es da.
Erstaunt blickte sich der Schneemann um und sah einen Hasen, der sehnsüchtig auf seine Mohrrübennase schielte.
„Stimmt“, sagte er. „Keine schlechte Idee. Aber wie soll ich den Weg zur Tanne finden? Ich Continue reading »

„Bärige“ Weihnacht

Was haben Bären mit Weihnachten zu tun? Nichts eigentlich, und das ist der Grund, weshalb sich die Bären eines Tages wehrten

Einmal wimmelte es im Land nur so von Bären. In Häusern, Läden und Kiosken hockten sie herum; manche trugen Hüte, Röcke oder Lederhosen. Von Pullis, Krawatten und Hosen grinsten sie ebenso breitbackig wie von Postkarten, Tassen, Tüten, Bildern, Büchern, Haarspangen und Broschen. Es gab Bärendosen, -kekse, -uhren, -kalender, -kettchen, -seifen, sogar Bärenhampelmänner, Bärenschneekugeln, Bärenschränke, Bärenundsoweiter…!
Die Leute liebten all die Bären über alles und sagten ´Wie niedlich!´, Goldige Kerlchen!´, ´Herzige Zottelbärchen!´, ´Schmuseliebchen´ und andere unbärige Dinge zu ihnen.
Den Bären blieb nichts übrig als immer lieb und herzig zu grinsen. Steife Grimassengesichter hatten sie schon von diesem ewigen Gegrinse bekommen. Das aber war nicht schlimm, denn sie fühlten sich geschmeichelt und nahmen dafür all diesen Krimskrams in Kauf.
„Von nichts kommt nichts“, sagten sie und belächelten die vergeblichen Versuche der Mäuse, Vögel, Katzen, Hunde, Kühe, Rehe, Tiger, Elefanten und Dinosaurier, es ihnen gleich zu tun.
Zuerst waren die anderen Tiere beleidigt, dann fingen sie an zu lästern.
„Wie kann man nur so doof sein und auf Klamotten, Geschirr und anderem Kram dämlich herumgrinsen?”, sagten sie. „Das ist doch nicht bärig!“
Dieser Meinung war auch der Oberbär, der Continue reading »

Ein Hund zu Weihnachten?

Ein Tier unterm Weihnachtsbaum? Ob das eine gute Idee ist?

Elsa wünscht sich zu Weihnachten einen Hund. Mama und Papa wünschen sich zu Weihnachten keinen Hund. Sie wünschen sich auch keinen Hund zu Ostern, zu Pfingsten oder zum Geburtstag.
„Ein Hund macht Stress“, sagt Mama und erzählt Elsa etwas von x-Mal Gassi gehen am Tag, von Bewegung, von Schmutzpfoten auf dem Fußboden und Hundehaaren überall im Haus.
„Ein Hund erfordert Verantwortung“, sagt Papa und erzählt Elsa etwas von Aufpassen müssen, von ‚Nicht-überall-hin-verreisen’ können, von Regeln, die man mit einem Hund einhalten müsse und vom Ärger, wenn man den Hund zu einem Ausflug in die Stadt oder in ein Lokal mitnimmt. Oder wenn man ihn alleine Zuhause lässt. Dann nämlich hat man Ärger mit seinem eigenen schlechten Gewissen. Weil nämlich kein Hund gerne alleine zu Hause sitzt und wartet.
Ein Hund macht Freude!“, sagt Elsa und erzählt Mama und Papa etwas von einem besten Freund, der zuhört und immer Zeit hat. Ein Freund, mit dem man kuscheln und toben, lachen, weinen, reden und schweigen kann. Ein Freund, der da ist, wenn die Eltern nicht da sind – und weil beide anstrengende Jobs haben, ist Elsa oft alleine in dem großen Haus mit dem großen Garten.
„Ein Hund ist kein Weihnachtsgeschenk“, sagt Mama.
„Willst du nicht doch lieber Continue reading »

Als der kleine Igel über die große Katze stolperte

Auf der Futtersuche lernte der kleine Igel die große Katze kennen. Der Beginn einer tollen Freundschaft

Es dämmerte und der kleine Igel machte sich auf den Weg. Am Tag hatte er sich ausgeruht und nun war er hungrig. Er hielt sein Näschen in die frische Abendluft und schnupperte.
„Abendzeit. Essenszeit“, sagte er. „Ich weiß auch schon, wo das Nachtmahl auf mich wartet.“
Er fuselte los. Die Wiesenböschung am kleinen Teich war sein Ziel. Dort würde er Futter finden. Er roch es schon und musste nur seiner Nase folgen.
„Ich muss mich beeilen“, brabbelte er vor sich hin, während er sich einen Weg durch das hohe Gras bahnte. „Hungrig bin ich nämlich. Sehr hungrig. Und bald muss ich bereit sein für den längsten Schlaf im Jahr. Die Tage werden kürzer, der Abend beginnt jeden Tag früher und damit die Zeit für die Futtersuche. Futter, ja, Futter muss ich suchen. Und essen muss ich. Essen, essen, die ganze Nacht bis zum Morgengrauen. Der längste Schlaf dauert lange und wer vorher nicht genügend Nahrung zu sich genommen hat, der wird … Au! Aua!“
Er war Continue reading »

Das Eichhörnchen und die kostbare Zeit

Überall trifft das Eichhörnchen heute Tiere und Pflanzen, die traurig sind über das Ende des Sommers? Aber ist Herbst nicht auch schön?

„Hoffentlich treffe ich heute nicht wieder einen weinenden Apfel“, murmelte das Eichhörnchen, als es sich an diesem frühen Herbsttag auf seine tägliche Waldrunde begab.
Leise schlich es an den Apfelbäumen vorbei. Vor lauter Schleichen vergaß es, vorsichtig zu sein und stieß gegen die großen, hohen Blumen, deren Köpfe kleinen Sonnen glichen. Es hatte diese sonnigen Blumen schon oft gesehen, aber warum ließen sie heute die Köpfe hängen? Der Tag war doch so sonnig und warm und schön!
Das Eichhörnchen wunderte sich.
„Wenn ich es nicht besser wüsste“, murmelte es, „würde ich sagen, sie trauern. Aber warum nur?“
Traurige Sonnen? Hm!
Das Eichhörnchen machte, dass es weiter kam. Mit Traurigkeit hatte es heute nichts am Hut!
Unterwegs traf es Continue reading »

Das Eichhörnchen und der traurige Apfel

Vom Regen und von Regentränen. Können auch Äpfel weinen?

„Warum weinst du, Apfel?“, fragt das Eichhörnchen, das in den Bäumen der Streuobstwiese im kleinen Waldtälchen auf Nahrungssuche unterwegs war.
„Phschhhhhh!“ Der Apfel schluchzte. „Wei-hei-einen? Wa-a-as ist das?“
„Weinen?“ Das Eichhörnchen überlegte. In den Menschengärten hatte es das Weinen kennen gelernt und – irgendwie – rasch wieder vergessen. Hier im Wald weinte nämlich keiner. Naja, fast keiner.
Der Apfel schluchzte wieder, lauter nun.
„Weinen, das ist, wenn Wasserperlchen über deine Wangen tropfen und deine Apfelhaut nass machen“, sagte das Eichhörnchen schnell. Es war nun etwas verlegen. Eigentlich hatte es geplant, ein wenig von dem köstlichen Fruchtfleisch des Apfels zu naschen. Aber wer brachte es übers Herz, in schluchzende Apfelbäckchen zu beißen?
„Re-e-egen ma-hc-chat meine Apfelbacken auch nass“, klagte der Apfel. „Aber er ma-hc-chat mich ni-hi-hicht so-ho traurig.“
Ein Zittern durchlief den Apfelkörper und viele Continue reading »