Der Blütenwettstreit der Bäume

Wer ist der schönste Blütenbaum im Frühling, der erste, der beste, der … Ach, fragt die Bienen!

“Erster!”, sagte der Mandelbaum in Onkel Huberts Garten. “Jedes Jahr bin ich der Sieger. Schon im frühen Frühling erfreue ich die Herzen und Augen der Menschen mit meinen Blütenknospen.” Zufrieden reckte er seine zartrosafarbenen Blütenzweige der Frühlingssonne entgegen.
“Angeber!”, knurrte der Kirschbaum, der neben ihm seinen Platz hatte. Seine Zweige waren noch kahl. Ganz genau musste man hinschauen, um Blütenknospen zu erkennen. „Ich komme auch bald.” Er sagte es nur leise, wusste er doch, dass er mit seiner Blüte noch drei oder vier Wochen warten musste.
“Nein”, rief der Pfirsichbaum. “Ich bin vor dir an der Reihe.” Er winkte mit seinen kahlen Zweigen. “Jedes Jahr aufs Neue sage ich dir dies.”
“Und was ist mit mir?”, fragte der Haselstrauch, dessen Blüten seit Januar den Garten mit einem zartgelben Schleier schmückten. Er stellte diese Frage jedes Jahr.
“Du bist kein Baum. Du Continue reading »

Der „Oster“-Hund

Bärli ist ein „Oster“-Hund, na ja, eher ein Osternester-Räuber

Am Ostersonntag begrüßte Papa Lena, Tim und Tommi mit einem breiten, zufriedenen Lächeln. „Der Osterhase war da“, verkündete er mit geheimnisvoller Stimme.
„Der Osterhase?“ Zweifelnd sah Lena Papa an. „Den gibt es nicht“, sagte sie.
Tim nickte. „Stimmt! Das haben Alex und Lisa gestern auch gesagt.“
„Schad!“, meinte Tommi. „Ich hätte gerne Ostereier im Garten gesucht.“
„Papperlapapp! Den Osterhasen gibt es wohl. Ich habe ihn doch vorhin selbst gesehen! Na, seid ihr nicht neugierig?“
Skeptisch äugten Lena, Tim und Tommi zu Papa hinüber, der es vor Ungeduld fast nicht mehr auszuhalten schien.
„Wir können ja mal nachsehen“, meinte Tim.
„Zuerst“, rief Mama aufgeregt, „müsst ihr Bärli suchen! Dieser freche Streuner ist mir vorhin wieder einmal entwischt.“ Continue reading »

Der Glitzer-Osterhase

Von echten und unechten und prächtig glitzernden Osterhasen

Am Ostermorgen saß ein prächtiger, rosafarbener Hase mit langen, silbrigen Ohren im Gras hinter dem Kirschbaum. Schön sah er aus, glitzernd und glänzend. Und in allen Farben glitzerten und glänzten im Licht der Morgensonne auch die bunten Eier, die jemand rings um ihn herum im Gras verstreut hatte. Schön sah das aus. Ein Bild, das die Herzen aller Kinder zum Freudehüpfen brachte.
Der Feldhase, der auf seinem Morgenspaziergang wie jeden Tag am Kirschbaum vorbeikam, wunderte sich sehr über diesen fremden Gesellen. So einem prächtigen Glitzerhasenkerl ist er auf seinen Streifzügen durch die Gärten, Wiesen und Felder noch nie begegnet.
“Nanu?“, brummte er. “Gibt es dich wirklich? Bislang habe ich dich nur auf großen Werbeplakaten am Stadtrand gesehen.“
Der Rosa-Osterhase Continue reading »

Der Affe im Kirschbaum

Keiner will glauben, dass im Kirschbaum ein Affe sitzt. Eine ernst-lustige Kindergeschichte

Eines Tages kam Lena aufgeregt nach Hause.
“Ich habe einen Affen gesehen”, rief sie. “Einen richtigen, kleinen Affen. Süß war der!“
“Wo denn?”, fragte Mama.
“Draußen. Im Wäldchen hinter dem Spielplatz! Wie der Blitz ist er zwischen den Bäumen herum gesaust.”
“Hoho, du spinnst”, rief ich.
Auch Mama lachte. “Was du wieder erzählst…!”
Lena wurde sauer. “Wenn’s aber doch stimmt”, rief sie. “Ihr seid doof.”
Lena war beleidigt. Sie redete nicht mehr mit uns. Die Sache mit dem Affen hatten wir dann auch bald vergessen.
Abends klingelte es.
Es war Nachbar Locke, und er sah ganz blass aus.
“D-da ist ein Affe”, stotterte er. “Ich habe Continue reading »

Zwei Kaninchen für Leo und Marie

Kaninchen haben sich Leo und Marie gewünscht … doch es ist nicht so einfach, eigene Tiere zu haben

Ein Kaninchen hat Leo zu Ostern bekommen. Nein, eigentlich sind es zwei. Ein schwarzes und ein weißes mit einem schwarzen Fleck auf der Stirn. Das schwarze gehört Leo, das weiße seiner kleinen Schwester Marie. Otto und Emil, so haben Leo und Marie die beiden Kaninchen getauft, wohnen nun draußen auf der Terrasse in einem Kaninchenhaus, das Papa gebaut hat.
Leo und Marie sind begeistert. So lange schon haben sie sich ein eigenes Tier zum Liebhaben und Kuscheln und zum Spielen gewünscht. Und sie haben ihre beiden neuen Freunde schon jetzt sehr lieb. Glücklich knien sie vor dem Kaninchenhaus und sehen ihnen dabei zu, wie sie Löwenzahn und Salatblätter futtern. Eigentlich essen die beiden in einem fort und das sieht sehr niedlich aus.
“Bestimmt haben Otto und Emil uns auch ganz toll lieb!”, sagt Leo zu Marie.
Marie nickt, schaut den beiden Kaninchen noch eine Weile beim Kauen zu, dann Continue reading »

Das Frühlingslied der Amsel

Das Frühlingslied der Amsel
Fantasiereise/Frühlingstraum/Frühlingserwachen/Traumfantasie/Frühlingsblüten

An einem Tag im Frühling besuchst du den alten Apfelbaum im Garten.
Du lehnst dich an seinen dicken, knorrigen Stamm, schließt die Augen und träumst ein bisschen.
Und auf einmal sitzt du mitten in der Baumkrone bequem auf einem dicken Ast.
Du schaust dich um. Den ganzen Garten kannst du von hier aus sehen. Und auch die Nachbargärten, die Häuser, den Himmel.
Schön ist es, gemütlich hier zu sitzen und von knorrigen Zweigen und unzählig vielen Ästen umgeben zu sein.
Eine Amsel kommt geflogen. Sie setzt sich auf den Ast neben dich, plustert ihre Federn auf und beginnt zu singen. Sie singt ein Frühlingslied. Hell und klar und fröhlich.
„Hurra, hurra, der Frühling ist da!“
Und die Äste, sie sirren leise mit im sanften Frühlingswind.
„Hurra, hurra, der Frühling ist da!“
Da schickt die Sonne ihre Strahlen zum Apfelbaum und streichelt dein Gesicht.
Auch du fängst nun an zu Continue reading »

Der kleine Rabe und der Frühlingsbaum

Manchmal schneit es auch noch im Frühling. Doch ist’s immer Schnee, der die Bäume weiß bemalt?

„Nun ist Frühling, und bald wird es wieder warm”, sagten die Rabeneltern zu dem kleinen Raben.
Der kleine Rabe war froh. Der kalte Winter hatte ihm überhaupt nicht gefallen. „Wie ist denn der Frühling?”, fragte er neugierig.
„Bunt, duftig und warm”, sagte Rabenpapa, und Rabenmama spreizte die Flügel. „Ein wenig ist er schon da. Ach, wie gut tut die Wärme der Sonnenstrahlen!”
„Ja, prima gut”, freute sich der kleine Rabe.
Von nun an hielt er stets Ausschau nach dem Frühling. Mit jedem Tag wurde es ein wenig wärmer, bunter, fröhlicher im Land.
„Schön”, sagte der kleine Rabe zufrieden. „Der Frühling ist da!”
Als er aber eines Morgens aufwachte, Continue reading »

Hilfe für Pips, das Hasenkind

Einmal war Pips, das Hasenkind, auf der Suche nach neuen Ostereierfarben

Zum ersten Mal durfte Pips, das Hasenkind, Ostereier bemalen.
“Hurra!“, rief er und sprang voller Freude auf. “Jetzt bin ich ein richtiger Osterhase.”
Da passierte es: Seine Farbtöpfe kippten um, und die Farben malten einen dicken, regenbogenbunten Streifen auf die Wiese. So ein Pech! Pips schämte sich.
“Ferkel!“, johlten seine älteren Geschwister. “Du bist eben doch noch viel zu klein zum Eierbemalen.”
Die Osterhasenmama aber schimpfte: “Was musst du auch immer so herumzappeln! Am Ende reicht uns die Farbe nicht für alle Eier!”
Pips erschrak. Würden seinetwegen nun viele Eier weiß bleiben? Oje! Da würden die Kinder aber traurig sein! Was tun? Continue reading »

Der Frühling und die Zugvögel

Einmal waren es die Zugvögel, die den Frühling gerade noch rechtzeitig aus seinem Winterschlaf aufweckten

Einmal hatte der Frühling die Streiterei mit dem Winter satt.
„Was soll ich jedes Jahr kämpfen?”, brummte er. „Wenn dieser Frostkerl nicht freiwillig abhaut, soll er eben bleiben.“
Er blickte grimmig auf die grauen Winterwolken, die seit Wochen über dem Land hingen, und machte sich auf den Weg südwärts. Je weiter er nach Süden gelangte, desto wärmer wurde es.
Nach einem langen Marsch gelangte er ans Meer, wo der Sommer am Strand lag und in der Sonne döste.
„Ah”, rief der Frühling verzückt. „Hier gefällt es mir.”
Der Sommer grinste. „Das glaube ich gerne. Den ganzen Tag liege ich auf der faulen Haut und schlafe.”
„Schlafen?”, meinte der Frühling. „Das möchte ich auch.”
„Dann leg dich zu mir!”, schlug der Sommer vor. „Zu zweit macht das Faulenzen mehr Spaß.”
„Nichts lieber als das.”
Zufrieden kuschelte sich der Frühling neben den Sommer in den warmen Sand.
So blieb es im Norden winterkalt und nass.
„Wann kommt endlich der Frühling?”, brummten die Menschen.
Auch die Tiere und Pflanzen sehnten den Frühling herbei.
Selbst der Winter hatte eines Spätmärztages die Nase voll.
„Ich bin müde”, grollte er. „Wo Continue reading »

Als der kleine gelbe Schmetterling ein Frühlingslied sang

Schön wie die Amsel möchte der kleine Schmetterling singen. Er versucht es.

„Was ist denn hier passiert?“
Erschrocken sah sich der kleine gelbe Schmetterling, der gerade aus seinem Nachtschlaf erwacht war, unter einem Rindenstück um. „Die Wiese ist ja ganz weiß gefroren. Und kalt ist mir! Ich dachte, der Winter ist nun endlich vorbei!“
Seine Flügel zitterten vor Kälte – und auch ein bisschen vor Wut.
„Gemein ist das!“, meckerte er los. „Es ist längst Frühling. Hallo, Sonne! Hörst du? Ich brauche deine warmen Strahlen!“
„Einen Schmetterling, der meckert, habe ich noch nie gesehen. Hahaha!“, zwitscherte eine Amsel belustigt. „Warte, ich Continue reading »

Glückskäferfrühlingsglück

Endlich Frühling! Der kleine Glückskäfer freut sich. Aber die Nächte sind noch kalt. Aufgepasst

So richtig war der Frühling noch nicht da, als der kleine Marienkäfer rüde aus dem Winterschlaf gerissen wurde. Eine feuchte Hundeschnauze hatte die Blätter, unter denen er sich sein Winterlager eingerichtet hatte, aufgerüttelt. Dem kleinen Käfer war kalt. Mit aller Kraft klammerte er sich an das dicke Eichenblatt. Gerade noch rechtzeitig, denn schon schleuderte die in der Erde grabende Hundepfote das Blatt weit von sich weg auf ein sonniges Rasenstück.
Hmm. Wie gut taten die ersten Sonnenstrahlen da! Wohlig reckte sich der Marienkäfer auf seinem Blatt. Er genoss die lang entbehrte Sonnenwärme. Ob schon Frühlingszeit war? Oder hatte er gar den Frühlingsanfang verschlafen?
Erschrocken und neugierig zugleich setzte er Continue reading »

Der kleine Bär und der Frühlingsbote

Eines Tages im frühen Frühling traf der kleine Bär einen seltsamen ‘Vogel’. Nein, es war wirklich ein Vogel und der machte Klapp! Klapp! und nannte sich ‘Frühlingsbote’

An diesem Morgen roch es, irgendwie, zum ersten Mal nach Frühling. Endlich! Die ersten Sonnenstrahlen hatten schon früh am Morgen die Bäume, Büsche, Blumen und Gräser zuerst rosa angemalt und nun in ein sattes helles Sonnenlicht getaucht. Schön sah das aus.
Der kleine Bär staunte. Schon früh war er heute unterwegs. Langsam stieg die Sonne nun himmelwärts. Sie wärmte das vom Tau noch feuchte Fell des kleinen Bären.
„Schööön“, sagte der kleine Bär. Ein Sonnenstrahl hatte sich auf seine Nase gesetzt. Er fühlte sich warm an.
„Danke“, rief der kleine Bär und winkte der Sonne zu. „Endlich bringst du uns den Frühling. Oh, wie ich mich freue!“
„Ich auch! Ich freue mich auch!“, ertönte da eine Stimme. „Und deshalb bin ich Continue reading »

Der kleine Rabe und der Luftschlangenbaum

Ein kunterbunter Baum steht im Rabenwäldchen und irgendwie geht es dort auch kunterbunt lustig zu. Wie es dazu kam? Das erzählt dir diese Geschichte

Eines Spätwintertages brachte ein Jungrabe eine seltsame Tüte voller bunter Konfetti-Kringel von seinem Stadtausflug mit in das Rabenwäldchen. “Die ganze Stadt ist heute voll davon”, sagte er. “Sogar auf den Köpfen der Leute liegen diese bunten Dinger herum.“
“Ist das etwas Besonderes?”, fragte der kleine Rabe, während seine Freunde an allen Seiten der Tüte zerrten.
Da – ritsch, ratsch – zerriss die Tüte, und ein Konfettiregen ergoss sich genau über den kleinen Raben. Das sah lustig aus. Aus dem schwarzen Raben war ein rot-weiß-gelb-grün-blau-lilafarben getupfter Rabe geworden.
Alle lachten. Der kleine Rabe aber fühlte sich ganz schön blöd dabei. Er schüttelte sich, schwang sich in die Lüfte und flog in die Stadt. Dieses seltsame Treiben wollte er sich genauer ansehen.
Und Continue reading »

Der kleine Bär und die Frühlingssuche

Seltsame Vögel hat der kleine Bär heute im Wald gesehen. Krähenkraniche. Sie sollen Frühlingsboten sein. Oder irrt er sich da, der kleine Bär?

“Das Leben ist schön! Heute habe ich den Frühling gesehn. Hurra!”
Jubelnd tappte der kleine Bär durch den Wald und sang sein Liedchen. Am Waldrand blieb er vor den kahlen Büschen stehen und rief:
“Ihr müsst eure Blätter aus den Knospen schälen. Grün sollen eure Zweige wieder sein. Beeilt euch!” Dann formte er die Bärenpranken zu einem Trichter und rief laut über die Wiese und in den Wald hinein: Continue reading »

Frühlingsboten auf dem Ponyhof

Frühling? Was ist das? Diese Frage stellt sich Mini, das kleine Pony, das bis jetzt nur den Winter kennt. Dann sieht es ihn am Himmel, den Frühling. Er kann fliegen. Fliegen?

Dieses Jahr hat der Winter lange gedauert. Kalt ist es gewesen und ungemütlich.
Noch immer tief verschneit liegt der Ponyhof inmitten der Wiesen und Felder. Seine Bewohner aber sehnen den Frühling herbei: Maja und Mark mit ihren Eltern und allen Tieren auf dem Hof. Keiner von ihnen mag den Winter noch leiden. Selbst die Bernhardinerhunde Möpschen und Karla, die Schnee über alles lieben, liegen in den letzten Winterwochen am liebsten nur noch vor dem Kachelofen in der Küche und warten auf den Frühling.
Auch die Ponys finden es nicht mehr so lustig, durch die nasse, kalte Winterlandschaft zu traben. Sie sehnen sich nach Sonne und Wärme und nach frischen grünen Frühlingswiesen.
Als die Sonnenstrahlen endlich die letzten Schneereste weggetaut haben, dürfen die Tiere zum ersten Mal wieder auf die Koppeln und Weiden hinaus. Am meisten freuen sich die Ponys darauf, über die Wiesen zu toben. Wie freche Raufbolde spielen sie miteinander, rasen mit den Hunden um die Wette und strecken ihre Köpfe der Sonne entgegen. Das sieht lustig aus. Ein wenig kosten sie auch schon von den kleinen frischen Grasspitzen und den ersten Frühlingsblümchen, die zaghaft ihre Knospen geöffnet haben. Hmm. Wie schmeckt das lecker! Immer nur Heu und Hafer essen ist langweilig, finden sie.
Nur Mini, das junge Fohlen, schaut staunend in diese fremde Welt hinaus.
Ängstlich drückt es sich an die Seite seiner Mutter Millie. Es fürchtet sich vor dem Gras, vor den Blümchen, vor der Sonne, den Vögeln, den hohen Zäunen, den Bäumen. Alles ist der kleinen Mini fremd und neu. Mini ist nämlich im Dezember zur Welt gekommen. Am ersten Weihnachtstag. Alle haben sich sehr gefreut und gesagt, Mini sei ein Weihnachtspony. Mama Millie ist sehr stolz gewesen und sehr stolz führt sie nun ihr Töchterchen auch über die Koppel. Ganz böse guckt sie, wenn die anderen Ponys zu sehr in Minis Nähe toben. Nur Carla und Möspchen dürfen mit Mini schmusen. Die beiden Hunde haben das kleine Weihnachtspony nämlich im Winter oft im Stall besucht und es zärtlich abgeleckt. Seither sagen alle, Mini habe drei Mütter: Millie, Carla und Möpschen.
Das interessiert die schwarz-weiß gefleckten Mini im Augenblick aber nicht. Aufgeregt blickt das kleine Fohlen zu den beiden großen dunklen Vögeln mit den langen roten Beinen hinauf. Die kreisen mit breiten Schwingen über der Koppel. Mini zittert. Wer sind diese seltsamen Fremdlinge, die in der Luft ‚laufen’ können? Noch aufgeregter wird das kleine Ponyfohlen, als nun alle Hofbewohner fröhlich lachend die Neuankömmlinge begrüßen.
„Hurra!“, ruft Mark laut. „Mama, Papa, schaut nur, die Störche sind wieder da!“
Auch Maja freut sich. Sie klatscht in die Hände und tanzt mit den laut bellenden Hunden einen Jubeltanz über den Hof. „Jetzt ist der Frühling wirklich da“, singt sie. „Hurra! Hurra! Hurra!“
Der Frühling ist da? Aha, denkt Mini, das kleine Pony. Diese beiden großen fremden Flugtiere heißen also ‚Frühling‘. Mini ist stolz, so viel an diesem aufregenden Tag gelernt zu haben.
© Elke Bräunling

Diese Geschichte findest du in gekürzter Fassung als Zweiminutengeschichte in dem neuen Buch:
Elkes Minutengeschichten – Frühling


Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – Frühling: 40 kurze Märchen und Geschichten für Kinder
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NEUE BÜCHER

NEU IM JANUAR

Elkes Minutengeschichten – Winter


Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – Winter: 40 kurze Wintergeschichten
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Eine Winter-Freundschaftsgeschichte


Taschenbuch:Ein Freund für den Schneemann: Eine Geschichte über die Freundschaft
Ebook:Ein Freund für den Schneemann
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Eine Geschichte über Freundschaften und darüber, sich selbst so zu mögen, wie man ist

Der Schneemann, der oben am Waldrand steht, fühlt sich einsam. Und er langweilt sich. Wie gerne hätte er einen Freund oder zwei oder drei. Aber für einen Freund muss man etwas tun und sich so zeigen, wie es der künftige Freund gerne haben möchte. Oder vielleicht doch nicht?
Der Tag, an dem der Schneemann einen Freund sucht, ist ein spannender Tag voller Begegnungen.

Eine Geschichte mit kleinen Illustrationen zum Lesen und Vorlesen für Kinder, Eltern, Großeltern, Kindergarten, Grundschule

Die kleine Waldmaus kann nicht schlafen

Es ist Winter und es fühlt sich gar nicht nach Winter an. Kein Schnee liegt. Es gibt weder Frost noch Eis. Immer wieder erwachen die Waldtiere aus ihrem Winterschlaf. Auch die kleine Waldmaus kann nicht schlafen

„Ich kann nicht schlafen“, sagte die kleine Waldmaus. „Die Sonne fühlen möchte ich, die Waldluft riechen und mit meinen Freunden spielen.“
Sie krabbelte aus ihrem Blätterbett im Mäusebau und trippelte zum Ausgang der Höhle.
„Leg dich wieder in dein Bettchen und schlafe weiter, kleine Maus!“, sagte Opa Maus. „Es ist Winter.“
Die kleine Waldmaus schnupperte. „Es riecht aber nicht nach Winter und es fühlt sich auch nicht so an. Mir ist warm und ich bin nicht müde.“
„Glaub mir, Mausekind! Es ist Winter und wir Waldtiere ruhen nun. Und sei leise! Deine Eltern und Geschwister schlafen. Sie sammeln Kraft für den Frühling. Frühling ist anstrengend. Viel haben wir Waldmäuse dann zu tun. Auch du, kleine Maus.“
„Oh, ich habe schon jetzt ganz viel Kraft, siehst du?“
Und ehe sich Opa Maus versah, hüpfte und turnte und Continue reading »

Als Eichhörnchen Fluppi seine Wintervorratsverstecke suchte

Der Hunger weckt die Eichhörnchen immer wieder aus ihrem Winterschlaf auf und sie machen sich auf den Weg zu ihren versteckten Vorratsecken und -höhlen. So auch Eichhörnchen Fluppi. Aber was ist da los im Park heute?

In den letzten Wochen hatte der Winter den Stadtpark in eine fremde, weiße Winterzauberwelt verwandelt. Diese lockte viele Besucher herbei. Besonders am Parksee, der von einer dicken Eisschicht überzogen war, herrschte so viel Betrieb wie selten. Eisläufer drehten auf dem Eis elegante Kurven und Pirouetten, und am hinteren Ende des Teiches spielten Kinder Eishockey. Laut ging es zu, fröhlich und trubelig. Am Rande des Sees hatten Pizza-, Würstchen-, Tee-, Kaffee- und Glühweinverkäufer ihre Buden aufgestellt, und in dieser kleinen ‚Budenstadt’ war eigentlich immer viel los.
Die Parktiere, die nicht im Winterschlaf lagen, wunderten sich über diesen seltsamen Rummel. Weil sie Continue reading »

Der kleine Bär und der Plüschteddy im Schnee

Mitten in einer Schneewehe lag ein Teddy. Ein Teddy aus Plüsch. Ein Kind hatte ihn dort vergessen und er fühlte sich sehr einsam

Viel war los heute am tief verschneiten Waldrand. Fast alle Kinder des Städtchens waren zum Schlitten fahren gekommen.
Verborgen hinter einer Fichte saß der kleine Bär und sah den Kindern zu. Wie gerne wäre er auch auf einem Schlitten den steilen Hügel hinab ins Städtchen gesaust. Was für ein Spaß wäre das gewesen! Er schlich näher zu den Kindern, doch er wagte es nicht, sich ihnen zu zeigen.
„Schade“, brummte er leise. „Es ist nicht immer einfach, ein kleiner Bär zu sein.“
„Stimmt“, antwortete es aus einer Schneewehe heraus. „Es ist auch nicht immer einfach, ein Plüschteddy zu sein.“
Ein Plüschteddy? Darunter konnte sich der kleine Bär nichts vorstellen.
„Wer bist du und wo bist du?“, rief er.
„Hinter dem Schneewall. Nein. Fast bin ich schon vom Schnee begraben.“
„Und was machst du hier?“, fragte der kleine Bär und wühlte den Teddy, der tief in der Schneewehe steckte, ans Tageslicht.
„Mein Kind hat mich hierher gelegt und vergessen. Gestern schon. Oder vorgestern? Ich weiß es nicht mehr genau. Und ich sage dir, es fühlt sich nicht gut an, alleine im dunklen Schnee zu liegen.“
Erschrocken rieb der kleine Bär den Plüschteddy trocken.
„Wie kann man seinen Freund vergessen? brummte er. „Das verstehe ich nicht.“
„Ach, weißt du“, sagte der Plüschteddy. „Mit anderem Spielzeug kam ich als Weihnachtsgeschenk zu meinem Kind. Es hat gerne mit mir gespielt und mich in die Arme genommen. Das war schön.“ Er seufzte. „Dann aber ist der Schnee gekommen. ‚Juchhu!’ hat mein Kind gerufen und Schlitten und Skier aus dem Keller geholt. Ich war nicht mehr wichtig.“
Der kleine Bär hatte Mitleid mit dem armen Teddy. Er wollte ihn trösten. „An Nicht-Schneetagen hat dein Kind bestimmt wieder Zeit“, meinte er.
Der Plüschteddy schüttelt den Kopf. „Heute Morgen ist es fortgefahren, mein Kind. Es war hier zu Besuch bei Verwandten. Und nun bin ich ganz alleine.“
Eine Träne tropfte aus dem linken Auge des Teddys.
„Du bist nicht alleine“, sagte der kleine Bär schnell. „Du hast ja jetzt mich. Und nun kommst du mit in die Bärenhöhle. Dort können wir spielen und kuscheln und reden und …“
„… und lachen“, warf der Teddy ein. „Ganz viel lachen und glücklich sein.“
„Ja“, rief der kleine Bär. „Was gibt es Schöneres als einen Freund zu haben und glücklich zu sein.“
© Elke Bräunling


© Elke Bräunling, Schnee ist auch eine feine Sache, oder?


Der kleine Rabe feiert Silvester

Der kleine Rabe feiert Silvester

Zu Tode erschrocken kehrte der kleine Rabe von einem seiner Ausflüge aus der Stadt zurück.
“Hilfe!”, krächzte er seinen Rabenfreunden entgegen. “Die Menschen sind hinter uns her. Sie schießen auf uns. Überall in den Straßen der Stadt knallt es.”
Er blickte sich hektisch in dem kleinen Stadtrandwäldchen um. “Versteckt euch! Gleich werden sie kommen.”
“Nur mal die Ruhe!”, sagte Rabenpapa. “Seit wann gehen die Menschen in der Stadt auf Rabenjagd?” Er schüttelte den Kopf. “Nein, nein, da musst du dich geirrt haben.”
Im gleichen Moment stieg eine Rakete jenseits der Felder auf und verglühte zischend im dämmrigen Winterhimmel.
“Hilfe!”, heulte der kleine Rabe auf, und auch die anderen Raben wiegten bedenklich die Köpfe.
“Ich glaube”, sagte einer, “Es ist bald wieder so weit.”
Ein anderer nickte. “Mir schwant Böses.”
Und Rabenpapa sagte: “Jawohl, es ist Continue reading »