Adventskalender *9* Ein gemütlicher Abend

9. Kapitel

Ein gemütlicher Abend

Mama kam ins Zimmer. „Oh“, sagte sie. „Du erzählst von deinem Weihnachtsland?“
Papa lächelte. „Ja.“
Und Mama lächelte zurück.
Da mochte Anna dieses unbekannte Elsass noch viel mehr leiden.
„Kennst du es auch?“, fragte sie.
„Aber klar“, sagte Mama. „Wir waren schon ein paar Mal da.“
„Oh ja.“ Papa lächelte noch immer. „Schön war es gewesen.“
„Besonders auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt. Hat dir Papa davon erzählt?“
Anna schüttelte den Kopf.
Da setzte sich Mama neben Papa auf die Bettkante, und dann erzählten sie beide. Vom Weihnachtsmarkt in Straßburg.
„Es ist der schönste Christkindelsmarkt, den ich kenne“, sagte Papa. „Er ist nicht so groß und bunt wie die Weihnachtsmärkte bei uns. Aber viel weihnachtlicher.“
„Stimmt.“ Mama nickte eifrig. „Schon von weitem kannst du ihn riechen mit seinem Tannenduft. Und mit seinen Waffelbäckern. Die backen da nämlich die knusprigsten Waffeln der Welt. Ja, und überall stehen Maronibrater mit heißen Maronis. Hm, das riecht fein! Und wie es erst schmeckt!“
Sie machte eine kleine Pause, schloss die Augen und zog die Nase genießerisch hoch.
„Hm!“ Anna dachte an süße Vanillewaffeln. Sie schnupperte und glaubte, den Geruch der Weihnachtsmarktwaffeln auch ein bisschen in der Nase zu spüren.
„Ja“, sagte Mama, „diesen Duft vergisst man nicht. Es ist … ja, so riecht Weihnachten. Nach gezuckerten Waffeln und heißen Maroni.“
„Und nach Weihnachtsplätzchen und Lebkuchen“, ruft Anna.
„Ihr seid mir zwei Leckermäuler!“ Papa lachte fröhlich auf. „Tannenzweige und Honigkerzenlichter duften viel mehr nach Weihnachten.“
„Waffeln sind aber auch nicht schlecht“, kicherte Anna.
Da mussten erst einmal alle lachen.
Oh, war das schön!
„Es ist auch stiller da und ruhiger“, fuhr Papa fort.
Anna musste an die Weihnachtslieder in den Geschäften denken. „Das ist auch viel weihnachtlicher“, meinte sie.
Der Vater nickte. „Stimmt. Die Stille gehört zu Weihnachten. Auf dem Straßburger Christkindlsmarkt findest du sie noch. Und was es da nicht alles zu sehen gibt! Den schönsten Christbaumschmuck, so weit das Auge reicht, Holzspielzeug, ja, und Krippenfiguren aus dem ganzen Land. Und dann sind da noch die Wunderkerzenmänner. Sie verkaufen die größten Wunderkerzen, die ich je gesehen habe.“
„Und in Séle-staa?“, fragte Anna. „Gibt es da auch einen Weihnachtsmarkt.“
Mama nickte.
„In Schlettstadt gibt es noch etwas anderes. Es ist eine Geschichte für sich.“
„Eine Geschichte?“
„Ja. Die Geschichte vom ersten Christbaum. Willst du sie hören?“
Anna nickte eifrig. Sie freute sich. Was für ein gemütlicher Abend!

© Elke Bräunling

Wie die Geschichte weiter geht, erfährst du morgen am 10. Adventskalendertag im nächsten Kapitel, und zwar hier:

 

 

 

 

 

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Einen neuen Adventskalender findest du auch hier mit der Geschichte für den 9. Dezembertag:

Anruf vom Christkind – 9. Adventstag

 

 

 

 

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Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

09. Dezember 2017 von Elke
Kategorien: Adventskalender, Geschichten für Kinder, Kindergeschichten, Tiergeschichten, Waldgeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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