Adventskalender *21* Äpfel aus Glas

21. Kapitel

Äpfel aus Glas

Ja, was war ein Weihnachtsbaum ohne Äpfel?
Anna fiel Papas Geschichte von den Christkindlsbäumen und den Äpfeln aus Glas ein. Klar, sie wusste doch, wie das mit den Äpfeln weiter ging! Aber durfte sie ihren Freunden davon erzählen? Diese Geschichte war doch längst geschehen, lange, bevor sie, Anna, sich in das Kalenderbild hinein geträumt hatte!
Anna begann zu grübeln. Was sollte sie tun?
„Was für ein Tag haben wir heute?“, fragte sie schließlich.
„Freitag. Warum?“
„Nein, ich meine der wievielte Dezember!“
„Der einundzwanzigste. In drei Tagen ist Weihnachten. Weißt du das denn nicht?“
„Na, klar doch. Aber in welchem Jahr?“
Mariele und Frederik sahen Anna verwirrt an.
„1752“, antwortete Frederik dann. „Es ist das Jahr 1752.“
„1752?“ Anna staunte. War sie so viele Jahre zurückgereist? Fast andächtig wiederholte sie die Jahreszahl. Sie sah in die traurigen Gesichter der Freunde, die an ihren Weihnachtsbaum ohne Äpfel dachten. Und dann wusste sie, was sie tun musste.
„Warum Äpfel?“, begann sie vorsichtig. „Bei uns hängt man auch Glaskugeln an den Weihnachtsbaum.“
„Kugeln? Aus Glas?“
„Sie sehen aus wie kleine rote Äpfel.“
„Glasäpfel?“ Mariele und Frederik starrten Anna an.
„Ja“, sagte Anna. „Man kann sie kaufen. Auf dem Weihnachtsmarkt ist auch ein Glasbläser. Es macht Spaß, ihm zuzusehen.“
“Wir haben aber keinen Weihnachtsmarkt.“
„Und einen Glasbläser?“, fragte Anna. „Gibt es bei euch auch keinen Glasbläser?“
„Hm.“ Frederik und Mariele sahen sich fragend an. Die Sache mit den Äpfeln aus Glas begann ihnen zu gefallen.
„Oh ja!“, rief Mariele. „Wir müssen auch solche Glasäpfel haben.“
Sie betrachtete die Tanne am Kirchenportal. Wunderwunderschön würde sie aussehen mit vielen kleinen, roten Äpfeln aus Glas.
Auch Frederik machte ein nachdenkliches Gesicht. „Gehen wir zur Eisbahn!“, sagte er. „Ich habe eine Idee.“
Im Laufschritt eilten sie durch die verschneite Stadt zum Fluss. Dort liefen Kinder Schlittschuhe.
Frederik packte Anna und zog sie auf das Eis hinaus. Zuerst fürchtete sich Anna. Einfach mitten auf den Fluss gehen? Mit Holzschuhen? Das war doch gefährlich! Das Schlittern auf dem Eis aber machte Spaß. Es stimmte, mit Holzschuhen konnte man wunderbar rutschen. Am liebsten hätte Anna stundenlang auf dem Eis herumgetobt. Doch dazu waren sie nicht hier. Frederik winkte die Kinder zu sich.
„Hört“, rief er und erzählte von der Idee mit den Glasäpfeln.
Den Kindern gefiel diese Idee.
„Ja“, riefen sie durcheinander, „wir möchten auch solche Äpfel aus Glas haben.“
„Unsere Bäume werden kleine, rote Äpfel haben. Hurra!“
„Nun wird Weihnachten doch noch richtig Weihnachten.“
Anna war froh. Gut, dass sie es ihnen erzählt hatte.

© Elke Bräunling

Wie die Geschichte weiter geht, erfährst du morgen am 22. Adventskalendertag im nächsten Kapitel, und zwar hier:

 

 

 

 

 

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Über Elke

Elke Bräunling, Autorin

21. Dezember 2017 von Elke
Kategorien: Adventskalender, Geschichten für Kinder, Kindergeschichten, Traumgeschichten, Weihnachtsgeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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