Fünf Schneegeschichten für Kinder

Fünf Schneegeschichten für Kinder

Kindergeschichten von der weißen Winterzeit

Titel + Illustration Kind und kleine Schneemann sitzen auf der Schaukel und fliegen über den Wolken

Für wen ist die Geschichte?
Für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter und für Erwachsene, die ruhige, märchenhafte Wintergeschichten gern vorlesen oder gemeinsam entdecken.
Geeignet zum Vorlesen, für stille Wintertage zu Hause oder als Winterlektüre in Kindergarten und Grundschule.

Schnee verzaubert den Winter auf ganz besondere Weise. In diesen fünf Schneegeschichten für Kinder öffnen sich märchenhafte Winterwelten mit Schneekönigen, Schneeflocken und leisen Fragen an den Winter selbst.
Märchenhafte Erzählungen und ein kindgerechter Sachtext laden zum Vorlesen, Staunen und Ausmalen ein.

 

 

Inhalt

 

 

Ist Schnee heute recht?

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Wintermärchen – Schnee mag nicht jeder und am liebsten nur in den Ferien

In einer Zeit im Winter, in der die Kinder auf Schnee warteten, lagen manchmal am Morgen klitzekleine, silberweiß schimmernde Sternchen in Gärten und Parks, auf Wegrändern, Wiesen und Feldern, in Weinbergen und Wäldern. Nur auf den Straßen fand man sie nicht und auch nicht auf Autos, Dächern, Gehwegen und Plätzen. Die mochten die Schneesternchen nämlich nicht leiden. Vor den Fenstern der Kinderzimmer aber konnte man sie oft entdecken und von dort strahlten sie besonders hell und freundlich.
Illustration Kinder blicken aus dem FEnster auf das verschneite Dorf„Es hat heute Nacht geschneit“, sagten die Kinder dann beim Frühstück und ihre Augen leuchteten.
„Ihr träumt!“, antworteten ihre Eltern und sie warfen einen erschrockenen Blick nach draußen. „Es liegt kein Schnee und das ist ein Glück.“ Und sie dachten an glatte Straßen und Autostaus, an Nässe, Schmutz und nicht gekehrte Bürgersteige. Ach, Schnee war lästig. Nur zu den Feiertagen oder in den Ferien konnte man mit der weißen Pracht etwas anfangen, da wünschte man sie sich sogar herbei. Sonst nicht.
Das aber wollten die Kinder nicht verstehen und auch der Schneekönig begriff die Wünsche der Menschen nicht immer. Schnee konnte er dieser verwöhnten Welt doch nicht nur passend zu Festen und Urlaubstagen liefern! Nein, so funktionierte dies nicht. Der Schneekönig war verwirrt und auch gekränkt. Wie konnte er es bloß allen recht machen? Tag für Tag und Winter für Winter fragte er sich dies und nur selten wagte er es noch, sich in der Welt der Menschen blicken zu lassen. Es war das Beste so. Für die Menschen ebenso wie für ihn und seine Wintergeister.
Die aber waren traurig. Genau so traurig wie die Kinder, die den Schnee liebten. Ganz deutlich hörte der Schneekönig ihre Bitten vor dem Zubettgehen.
„Mach, dass heute Nacht der Schnee kommt“, beteten sie jeden Abend aufs Neue. „Das ist unser allergrößter Winterwunsch.“
Diese Bitte nahmen sie mit in ihre Träume und die Traumfee malte für sie in jenen Nächten schneeweiße Bilder, die den Schneewinter feierten mit Schneeflocken, Eiszapfen und Schneebergen, mit Schlittenfahrten, Schneemännern, Skifahrten und Schneewanderungen. Es waren wunderfeine Träume, die ins Wolkenschloss des Schneekönigs führten zu den Wintergeistern, den fröhlichen Schneeprinzen und –prinzessinnen mit den Eisgeistern und Schneeflockensternchen und zu Frau Holle natürlich, die gleich kräftig ihre Schneekissen über dem Land ausschüttelte.
Wunderfeine Winterträume waren dies, und die sorgten dafür, dass die Kinder nie aufhörten, sich einen weißen Winter zu wünschen.
Wenn der Schneekönig die Kinder in ihren winterweißen Träumen besuchte, konnte er die Tränen nicht immer zurückhalten. Dann weinte er glitzernde Schneesternchen, die sich auf die Fensterbretter der Kinderzimmer legten und den Kindern am Morgen wie kleine Schmucksteine zublinkten.
MIllustration Kinder haben Spaß im Schneeanchmal aber fand der Schneekönig keine Schneetränen mehr, und dann, ja dann konnte er sehr wütend werden.
„Ich soll es allen recht machen?“, rief er voller Ärger. „Wer wünscht sich dies? Ich etwa? Oh nein! Niemals! Los, ihr Wintergeister! An die Arbeit! Schneezeit ist’s!“
Und dann, endlich, schneite es im Land, egal, ob dies den Erwachsenen nun gerade in den Kram passte oder nicht.
Wie jubelten da die Kinder! Auch die Wintergeister freuten sich und insgeheim wünschten sie sich, dass diese Wut den Schneekönig öfter besuchte. Und die Kinder, die wünschen sich das auch.

© Elke Bräunling

 

 

Mia und der Schneekönig

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Wintermärchen – Noch hält der Schneekönig Winterschlaf und im Land liegt kein Schnee. Ob Mia helfen und biim Schneekönig ein gutes Wort einlegen kann?

Mia blickt in den Winterhimmel. Wann schneit es endlich?
„Bring Schnee!“, ruft sie zu der dicken Wolke hinauf.
„Geht nicht“, hallt es zurück und ein Männlein, das einem kleinen Schneemann ähnelt, hüpft von der Wolke und landet vor Mia.
„Willi Schnifix mein Name“, sagt es mit einer Verbeugung. „Ich bin ein Ururgroßnachneffe des Schneekönigs.“
„Es gibt keinen Schneekönig“, sagt Mia. „Schon gar nicht gibt es kleine Männlein, die von Wolken hüpfen.“
„Hihi“, kichert Willi Schnifix. „Mich soll´s nicht geben? Ha! Da zwick mich doch gleich einer am Bauch! Siehst du? Aua! Das tut weh! Huhu! Du siehst, mich gibt es. Hab ich doch gleich gesagt. Und überhaupt, wie kann…“
Das MäIllustration Kind blickt zum Himmel, wartet auf Schnee, auf einer Wolke sitzt ein kleiner Schneemannnnlein redet und redet und scheint gar nicht mehr aufzuhören.
Mia lacht. “Okay! Okay! Und was willst du mir jetzt erzählen, du komischer Ururgroßnachneffe?”
Jetzt blickt das Männlein traurig drein.
“I-i-ich brauche deine Hilfe”, stammelt es. “In Not bin ich. Nein, das heißt, nicht ich, sondern der Schneekönig ist´s, der in der Patsche sitzt.”
“Der Schneekönig?” Mia wundert sich. “Es gibt keinen Schneekönig. Sieh dich um: Es gibt nicht einmal Schnee.”
Das Männlein seufzt. ”Das ist ja das Problem. Der Schneekönig hält noch immer Winterschlaf. Wenn kein Wunder geschieht, fällt der Schneewinter in diesem Jahr aus.“
„Was für ein Wunder muss denn geschehen?“, fragt Mia.
Das Männlein sieht Mia bittend an. „Komm mit! Sag du dem Schneekönig, dass Winter ist und dass alle auf ihn warten! Bitte. Es eilt.“
„Aber wo finde ich den Schneekönig?“, fragt Mia ratlos.
„Nichts leichter als das.“
Illustration Kind und kleine Schneemann sitzen auf der Schaukel und fliegen über den WolkenWilli Schnifix gibt Mias Schaukel einen Schubs, die schaukelt los, hoch und höher himmelwärts, und Mia und das Schneemännlein fliegen weit nach Norden. Spannend ist das.
„Wo wohnt denn der Schneekönig?“, fragt Mia aufgeregt.
„In einer Wolke direkt über dem Nordpol”, antwortet Willi Schnifix. “Und da sind wir auch schon.“
Die Schaukel landet auf einer Wolke vor einem verschneiten Schloss mit hell erleuchteten Fenstern. Neugierig linst Mia durch die Fenster. Wirklich, da liegt der Schneekönig auf einem dicken Kissen und schnarcht.
„Längst müsste er unterwegs sein“, quengelt das Schneemännlein.
„Stimmt“, sagt Mia und klopft ans Fenster. Sie muss sehr laut klopfen, bis der Schneekönig endlich ein Auge öffnet. Er reckt sich, gähnt und öffnet die Tür.
„Hallo!“, staunt er. „Was verschafft mir die Ehre deines Besuches?“
„Ich möchte dich abholen, Schneekönig“, sagt Mia. „Es ist Winter, und die Menschen warten auf dich.”
„Hm. Warum?“, wundert sich der Schneekönig.
“Es ist Winter!”, ruft Willi Schnifix laut.
“Alle Kinder warten auf dich”, brüllt Mia noch lauter.
Illustration Kind und kleiner Schneemann sitzen auf der Schaukel vor dem Wolkenschloss, am Fenster der Schneekönig“Winter? Kinder?”, fragt der Schneekönig. ”Aber warum schreit ihr so laut? Ich bin doch nicht taub!”
Er streckt prüfend die Nase aus dem Fenster, schnuppert und sagt:
“Ihr habt Recht. Ich rieche Schnee. Rasch, geht mir aus dem Wege! Ich habe es auf einmal sehr eilig.”
Und ehe sich Mia und Willi Schnifix versehen, braust der Schneekönig mit lautem Getöse an ihnen vorbei und jagt südwärts über den Himmel.
“Wow!” Mia muss vor lauter Staunen blinzeln und auf einmal sitzt sie wieder im Garten auf ihrer Schaukel. Hat sie den Besuch beim Schneekönig nur geträumt? Und wo ist Willi Schnifix?
Mia sieht sich um. Dann schnuppert sie. Es riecht nach Schnee.
Sie blickt zum Himmel. Erste Schneeflocken wirbeln durch die Luft.
„Es schneit“, jubelt Mia. „Juchhu! Der Schneekönig ist da.”
Sie springt auf und geht in den Keller, den Schlitten holen. Wie schön! Endlich Schnee…

© Elke Bräunling

 

 

Schneeflockengeflüster

Pinterestpin Wintermärchen für Kinder – Was, wenn Schneeflocken reden könnten?

Müde saßen die Schneeflocken in ihrer dicken Schneewolke. Oft schon hatten sie in diesem Winter die Reise auf die Erde angetreten, und ebenso oft wurden sie von der Sonne wieder aufgetaut, zurück in den Himmel hinauf gesogen und in einer Wolke eingesammelt.
„Ich kann nicht mehr“, sagte eine größere Flocke, und weil sie so müde war, fing sie an zu weinen. „Wieder und wieder musste ich auf die Erde rieseln, doch dort hatte ich nie Zeit, mich auszuruhen.
Illustration Schneeflocken in der Wolke, sie sehen unzufrieden ausEinmal fiel ich in einen Fluss, und der trug mich weit aufs Meer hinaus. Dann kam die Sonne und hat mich wieder mit ihren Dämpfen zur Wolke hinauf gesaugt. Ein anderes Mal hat sie mich auf einem Auto erwischt, dann auf einer Tannenspitze, und wieder ein anderes Mal purzelte ich von einer Menschennase auf die Straße und landete mit vielen anderen Kollegen auf der schmutzigen Straße. Das war sehr unangenehm. Brrrrr…“
Sie schüttelte sich. „Aber immer wieder hat mich die Sonne mit ihren Dunststrahlen zum Himmel zurückgeholt. Was für ein Stress!“
Illustration Schneeflocken auf der ERde, im Bach, im Baum, auf einer Nase„Ich bin mit vielen Kollegen auf einer Wiese gelandet“, erzählte eine andere Flocke. „Schön war es dort, aber dann kam ein Kind. Es hat aus uns einen Schneeball geformt und – klatsch – an den Wegrand geworfen. Dort war der Boden noch nicht zugefroren, und so sind wir tief in die Erde hinuntergesickert. Es war sehr finster da, und wir haben uns schnell aufgemacht, aus dem Dunkel wieder herauszufinden.“
„Und?“, fragte eine kleine Flocke aufgeregt. „Hat es geklappt?“
„Klar“, brummte die Flocke. „Sonst wäre ich nicht hier. Quelle nennen die Menschen den Wasserweg aus der Erde. Aus dieser Quelle gelangten wir in einen kleinen Bach. Da war es schön, doch bevor ich mich richtig ausruhen konnte, hatte mich die Sonne, das Biest, bereits wieder am Wickel, und so bin ich im Nebeldunst wieder hier oben gelandet. Und jetzt bin ich müde!“
„Ich auch!“ „Ich auch!“ „Und ich erst!“ riefen die Schneeflocken von allen Seiten, und jede erzählte seine Erlebnisse auf der Erde.
„Die Sonne ist Schuld“, sagte plötzlich eine Flocke. „Sie stört uns auf der Erde beim Ausruhen und schickt uns zu den Wolken zurück.“
Illustration Schneeflocken schimpfen mit der Sonne„Du hast recht“, rief der große Tropfen. „Wir müssen in einem fort schneien und schneien, während die Sonne in Wolkenpausen am Himmel steht und mit ihren warmen Strahlen lacht. Eine Gemeinheit ist das!“
„Eine Riesengemeinheit!“ Die Schneeflocken waren empört. „Das lassen wir uns nicht mehr gefallen!“
„Wir müssen einen Plan schmieden!“
„Ja, nun werden wir die Sonne einmal ärgern.“
Aufgeregt redeten alle durcheinander. Während sie noch überlegten, hatte sich ihre Schneewolke vor die Sonne geschoben, und ehe die Flocken wussten, wie ihnen geschah, öffnete die Wolke ihre Pforten, und alle Flocken purzelten wieder durch die Luft der Erde entgegen. Ja, und wenn sie nicht gestorben sind, so purzeln sie noch heute…

© Elke Bräunling

 

Die Kraft der Schneeflocken

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Wintergeschichte für Kinder – Wie schwer oder leicht sind Schneeflocken?

Den ganzen Morgen hat es geschneit. Endlich. Die Schüler der 2b können das Ende dieses Schultages noch weniger abwarten als sonst. Ganz aufgeregt sind sie, als endlich die Schulglocke ertönt.
„Ich freu mich ja so sehr auf den Schnee“, ruft Tanja.
„Ich auch“, lacht Tim. Er bückt sich, schaufelt Schnee in beide Hände und wirft ihn als dicken Flockenwirbel über Tanjas Kopf.
Illustration Schulkinder spielen im verschneiten SchulhofTanja schüttelt sich. Sie lacht auch, bückt sich, formt einen Schneeball und schleudert ihn in Tims Richtung. Ihre Freundinnen tun es ihr gleich – und schon ist die schönste Schneeballschlacht zugange. Mädchen gegen Jungen. Keiner gewinnt.Aber einen Riesenspaß macht es.
„Schnee ist einfach toll“, sagt Tanja später.
„Es riecht so gut, wenn es schneit“, meint Marie. „Mein Vater sagt, Schnee macht die Luft sauber.“
„Und er schmeckt gut.“ Rebecca streckt die Zunge raus, um einzelne Schneeflocken damit aufzufangen.
Illustration Schulkinder spielen im verschneiten Schulhof, blicken in die Schneeflocken, fangen sie mit der Zunge auf„Und er fühlt sich ganz leicht an“, sagt Mark. Er blickt nachdenklich in den Himmel. „Komisch ist das schon. Bestimmt sind das hundert und mehr Schneeflocken, die gerade auf uns fallen. Trotzdem spüren wir sie nicht.“
„So eine Schneeflocke wiegt ja auch fast nichts.“ Tim lacht wieder.
Tanja schüttelt den Kopf. „Schnee kann ganz schön viel wiegen“, sagt sie.
„Echt?“ Tim tut so, als würde ihn die Last der Schneeflocken, die auf seiner Jacke liegen, ganz langsam auf den Boden drücken. „Stimmt“, stöhnt er und jammert. „Er ist ja so schwer, dein Schnee. Ich habe gar keine Kraft mehr aufstehen. Zu Hilfe!“ Wie ein echter Schauspieler wälzt er sich am Boden und kämpft gegen den schweren Schnee.
Alle lachen. Auch Tanja lacht mit.
„Wartet es nur ab!“, sagt sie und blickt zu einem dürren, abgestorbenen Ast des alten Schulhof-Kastanienbaumes hinauf. Eine dicke Schneeschicht hat sich so fest auf ihn gesetzt, dass er sich bei diesem dichten Schneegestöber mehr und mehr nach unten neigt. Fast berührt er schon die Köpfe von Tim und Marie.
„Au ja“, albert Tim herum. „Wir bleiben nun hier stehen und warten, bis uns all der schwere Schnee zu Boden wirft und zudeckt …“
„und bis wir nicht mehr aufstehen können“, grinst Marie.
Illustration Ast bricht unter der Last der Schneeflocken, Kinder bringen sich in SicherheitWieder lachen alle. Tanja aber blickt – ein bisschen besorgt – zu dem dürren Ast hinauf. Er senkt sich immer mehr unter der Last des nassen Schnees bodenwärts. Zu sehr, findet Tanja. Sie springt auf Tim und Marie zu, packt die Freunde an den Händen und zieht sie vom Baum weg. Gerade noch rechtzeitig, denn einen Moment später knackt es und der alte Ast fällt mitsamt dem Schnee zu Boden. Genau dorthin, wo Tim und Marie gerade noch gestanden und gealbert haben.
Erschrocken sehen sich die Kinder an. Der vorlaute Tim ist sogar blass geworden. „Boah!“, staunt er. „Die haben ja wirklich ganz schön viel Kraft, die Schneeflocken.“

© Elke Bräunling

 

 

Was ist Schnee? – Sachtext –

Bei einer Kälte unter Null Grad Celsius gefrieren die Wassertropfen in den Wolken und sie bilden winzige Eisteilchen. Man nennt sie Schneekristalle. Sind sie groß und schwer genug, fallen diese zu Eisgebilden verwandelten Regentropfen einzeln oder zu mehreren zusammen geklebt (das hängt ab von der jeweiligen Temperatur) als Schneeflocken auf die Erde und wir freuen uns, dass es schneit.
Illustration Schneeflocken und Wassertropfen im KreislaufSchnee ist also nichts anderes als die feste Form von Wasser. Ist auf der Erde der Boden gefroren, bleibt die weiße Pracht als dicke weiße Schneedecke liegen.
Übrigens: Es gibt über 6000 verschiedene Formen von Schneeflocken, und alle sehen sie unterschiedlich aus. Dennoch haben alle Schneeflocken sechs “Sternen”-Zacken. Dies ist physikalisch begründet, denn wenn sich Wasser bei Frost kristallisiert, bilden die Teilchen im Wasser, die man Moleküle nennt, diese sechseckige Form. Das unterschiedliche Aussehen der Schneeflocken hängt ab von der Temperatur. Je kälter es ist, desto kleiner sind die Flocken und umso lockerer ist der Schnee.
Illustration Schneeflocken und Wassertropfen im KreislaufSelbst beim Schneien können Flocken noch ihre Form verändern. Herrscht zum Beispiel eine Temperatur um Null Grad Celsius, fallen dicke, matschige Flocken, die unterwegs zusammen kleben, zur Erde. Eine dieser großen Schneeflocken besteht dann also aus vielen Eiskristallen. Erst bei kälteren Temperaturen gelangen einzelne Schneekristalle auf die Erde. Ihre Form kann man sich prima betrachten. Und ist es unter minus 30 Grad C und mehr kalt, sind die Schneekristalle dünn und spitz wie kleine Stecknadeln.
Ausmalbild Viele verschiedene Schneeflocken fallen vom HimmelDie meisten Schneeflocken haben eine Größe von etwa drei bis vier Zentimetern. Man hat aber auch schon – wenn auch selten – einige Prachtexemplare entdeckt, die einen Durchmesser von zehn bis zwölf Zentimeter hatten.
Schneeflocken sind übrigens nicht weiß, sondern durchsichtig wie Eis. Unser Auge wird getäuscht, weil die Flocken das Licht der Sonne reflektieren. Das heißt, sie strahlen zurück wie bei einem Spiegel, und unser Auge sieht dies als “weiße” Farbe.
© Elke Bräunling

💬 Welche Schneegeschichte hat dir am besten gefallen und wünschst du dir gerade Schnee oder lieber Sonne?

 

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AUSMALBILDER

Ausmalbild Kind und kleiner Schneemannwinken dem Schneekönig zu, der am Himmel schwebt und Schnee bringt

 

Ausmalbild Kind und Schneekönig

 

Ausmalbild Schneeflocken purzeln auf die Erde

 

Ausmalbild Tief verschneiter Ast, Schnee poltert herab

 

Ausmalbild Schneeflocken schlafen in der Wolke

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