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Elkes Kindergeschichten

Das Leben ist voller Geschichten. Jeder Lebensmoment vermag eine Geschichte in sich zu verbergen oder laut herauszurufen oder leise in sich hinein zu weinen oder bunt zu zeichnen, zu singen, zu träumen…


Elkes Kindergeschichten. Kindergeschichten rund durch den Tag und das Jahr. Nach dem Sommer meldet sich Herr Herbst erst stürmisch und nebelig, dann besinnlich und adventlich mit vielen Geschichten und Bildern zu Wort. Ihm folgen Herr Winter und die verrückten Faschingstage, der Frühling wagt sich endlich auch aus seiner Winterschlafpause, ja, und weil die Tage und Monate rasen, ist der Sommer schon wieder da, Ferien kommen und gehen, ja, und schon winkt der Sommer uns wieder zum Abschied zu und gibt lächelnd das Zepter erneut weiter an den grimmigen Herrn Herbst. Und so fängt wieder alles von vorne an mit neuen Geschichten, Märchen und Gedichten …

Immer wieder zieht hier eine weitere Geschichte in das neue Blog-Zuhause von Elkes Kindergeschichten ein. So werden nach und nach die Texte aus dem alten Blog von der einstigen Plattform blog.de hier ihre neue Heimat finden.
Es handelt sich um viele Geschichten und Märchen aus vergriffenen Büchern und/oder Zeitschriften/Zeitungen, (von denen heute keiner mehr redet,) die gerne noch weiter leben wollen. Ja, und auch NAGELNEUE Geschichten und Gedichte wird es hier nach und nach und nach geben. Es bleibt also spannend.

Die fröhlichen Herbstgeister, die Advents- und Weihnachtswichtel, die Schneezwerge, Frühlingselfen und Sommerfeen und viele viele viele andere Freunde aller Kinder, die sich hier im Blog in Geschichten, Märchen und Gedichten verstecken, freuen sich sehr über Euren Besuch

Seid herzlich Willkommen, liebe Besucher, und fühlt Euch wohl hier!

Geschichten, Märchen und Gedichte zu bestimmten Monaten und Jahresfesten findet Ihr ganz leicht auf der rechten Seitenleiste im ARCHIV oder wenn Ihr nach Stichworten Eure Themen sucht in der Schlagwörterwolke oder im Feld SUCHE

 

 

 

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01. Juli 2018 von Elke
Kategorien: Frühlingsgeschichten, Gutenachtgeschichten, Herbstgeschichten, Sommergeschichten, Traumgeschichten, Wintergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , | 14 Kommentare

Papa und der Weihnachtsmann-Schneegeist

Von Schneegeistern, Gruselgeschichten, Basteleien und einem verhinderten Weihnachtsmann

Eine tolle Geistergeschichte hat Papa David am Abend vorgelesen. Von einem Schneegeist, der im Dunkeln mit glühend roten Augen grausig grinsend durch die verschneiten Straßen schleicht und alle Leute mächtig erschreckt.
David muss lachen. „So einen Geist gibt es nicht. Hoho. Zum Totlachen komisch wäre der aber auch! Hoho.“
„Wer weiß?“, meint Papa und tut geheimnisvoll. „Also, ich würde mich vor so einem wilden Schneegeist in Acht nehmen.“
„Echt?“ Lange denkt David über Papas Mut und über Schneegeister nach. Dann hat er eine Idee und mit einem Grinsen schläft er ein.
Am nächsten Tag baut David im Garten am Eingang einen Schneemann mit einem großen Kopf, riesenrunden leeren Augenhöhlen und einem großen grinsenden Mund. In Mund und Augenhöhlen stellt er funkelnde Teelichter und über den Kopf stülpt er die Weihnachtsmannmütze, die der Weihnachtsmann im letzten Jahr vergessen hatte. Zuletzt bindet er um das Kinn des Schneegeistes den langen, weißen Lockenbart des Weihnachtsmannes.
Unheimlich sieht der Schneemann, der nun ein Weihnachtsmanngeist mit einem funkelnden, grinsenden Mund und leeren, hellen leuchtenden Augenhöhlen ist, aus. Und Witzig. Zum Grausen unheimlich und zum Lachen witzig.
Das finden auch die Leute, die am Garten vorübergehen. „Huch!“ rufen die einen und grausen sich. „Hilfe!“ und „Wie grausig!“ und „Oje, ein wilder Weihnachtsmanngeist!“ Andere lachen und finden den Schneeweihnachtsmann zum Totlachen komisch.
David freut sich. „Es klappt! Die fürchten sich fast alle“, kichert er.
Voller Spannung wartet er, dass Papa nach Hause kommt. Ob er vor dem Schneeweihnachtsgeist erschrecken würde?
Endlich ist es soweit: Zwei Autoscheinwerfer erhellen kurz die verschneite Straße, dann hält Papas Auto vor dem Haus und David versteckt sich rasch hinter dem Schneemanngeist.
Fröhlich pfeifend öffnet Papa das Gartentürchen, geht zwei, drei Schritte, bleibt stehen, das Pfeifen wird leiser, bis es ganz verstummt.
„Ei-ein G-geist!“, stammelt Papa voller Schreck. „T-tatsächlich! Ei-ein Wintergeist, äh, nein, ein Weihnachtsmanngeist, ein …“
Verdutzt starrt er den Geist an. Dann verbeugt er sich vor ihm und sagt: „Gestattet, Herr Schneeweihnachtsmann, dass ich Euch in meinem Garten Willkommen heiße!“
„Okay“, antwortet der Schneegeist mit tiefer David-Stimme. „Aber nur, wenn du dich vor mir in Acht nimmst!“
„G-g-gerne, Herr Schneegeist“, stottert Papa. „U-und wie darf ich das tun?“
„Du musst dich immer tief vor mir verbeugen!“, befiehlt David.
„Einverstanden.“ Papa neigt sein Haupt erneut vor dem Geist, dann tritt er einen Schritt näher und flüstert: „Was meint Ihr, Herr Geist, muss ich mich auch vor einem kleinen Jungen, der David heißt, in Acht nehmen?“
„Aber ja!“, kichert der Schneegeist. „Auch vor ihm musst du dich verbeugen! Klar?“
„Klar, Herr Schneegeist“, kichert nun auch Papa.
Dann müssen beide lachen: Papa und David, und die Lichter in des Schneeweihnachtsmanngeistes in Mund und Augen funkeln im Takt ihres fröhlichen Gelächters mit.

© Elke Bräunling

15. Dezember 2018 von Elke
Kategorien: Abenteuergeschichten, Mutgeschichten, Weihnachtsgeschichten, Wintergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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