Fünf kleine Igelgeschichten im späten Herbst
Fünf kleine Igelgeschichten im späten Herbst
Herbstgeschichten für Kinder
Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte kühler, wird es für Igel ernst: Sie fressen sich Winterspeck an, suchen sichere Verstecke und verschwinden bald für viele Wochen im Winterschlaf.
In diesen fünf Geschichten und einem kleinen Sachtext lernen Kinder den Herbst aus Igel-Perspektive kennen – mal lustig, mal nachdenklich, immer nah an der Natur. Ideal zum Vorlesen in Kita, Schule und Zuhause, um mit Kindern über Igelhilfe, Laubhaufen und Winterruhe zu sprechen. Ergänzt werden die Texte durch passende Ausmalbilder, die das Gelesene vertiefen.
Inhalt – Igelgeschichten im Herbst:
🦔🐭 Konrad Igel, Maja Maus und die Winterruhe – Winterschlaf teilen & Freundschaft im Laubhaufen
🏡 Das Igelhaus – wie Kinder im Garten einen sicheren Winterschlafplatz bauen
📚 Die Sache mit den Igeln im Herbst – kurzer Sachtext: Was Igel wirklich brauchen
🍂 Igelherbst und Winterruhe – kleines Herbstmärchen über die Suche nach dem richtigen Quartier
🌳 Opa Baumann und die Stimme im Herbstwald – Opa trifft einen Igel im Laub und findet gute Laune
🎨 Ausmalbilder – Igelmotive zum Ausmalen für Kita, Schule & Zuhause
Das kleine Igelmädchen und der Ernst des Lebens

Igelmärchen zum Herbst – Im Herbst beginnt der Ernst des Lebens, sagt Igelpapa. Wirklich? Wer ist dieser ‚Ernst‘?
Der Tag wollte ein schöner Tag werden. Ein goldener, der schon ein wenig nach Herbst duftete. Man musste nur die Augen schließen und schnuppern.
Ninette, das junge Igelmädchen, genoss die wunderfeinen Düfte. Es sollte der erste Herbst ihres Lebens werden und er roch für sie noch ein wenig besser als der Sommer.
„Wenn dieser Herbst, der nun kommen soll, so fein duftet“, murmelte Ninette, „will ich ihn immer haben.“
Sie schnupperte wieder und verstand überhaupt nicht, dass Mama und Papa Igel und auch alle anderen in der Igelfamilie sagten, im Herbst beginne der Ernst des Igellebens.
Fröhlich wollte Ninette jetzt sein, köstliche Sachen naschen und mit den Geschwistern spielen. ‚Ernst des Lebens.’ Wie das schon klang! Irgendwie langweilig; ein bisschen machte dieser Ernst ihr auch Angst.
„Im Herbst“, sagte Papa Igel immer wieder, „musst du spuren und dich sputen.“
Spuren und sputen? Das klang wirklich ernst. Und nach Arbeit klang es auch.
‚Morgen werde ich Papa bitten, mir das ganz genau zu erklären!‘, dachte Ninette. ‚Heute aber werde ich den Tag genießen, mit Augen, Nase und vor allem mit dem Mund!‘
Auf ihren flinken Beinchen steuerte sie die Stelle an, an der sie gestern einen dicken Regenwurm gefunden und verspeist hatte. Sie lockerte mit ihren winzigen Füßen die Erde ein wenig auf und hatte Glück. Wieder schaute ein Würmchen neugierig ins Licht.
„Hm!“, freute sich Ninette. „Wie lecker er schmeckt. Wunderwurmlecker! So fühlt sich das Leben doch fein an. Wozu brauche ich da einen Ernst?“
Sie sah sich um. Wo steckte der überhaupt?
„Ernst!“, rief sie so laut sie konnte. „Er-hernst!“
Nichts. Ninette rief und rief, aber da war niemand. Schon gar niemand, der Ernst hieß.
„Irgendwann“, murmelte sie schließlich, „erfahre ich, wer er ist und wo er steckt, dieser Ernst.“
In dem Moment raschelte es im Brombeerbusch neben ihr. Eine Katze war auf Mäusejagd. Sie war verärgert über den Krach, den das Igelmädchen machte. Ninette sah in die gefährlich funkelnden Augen der Katze und rollte sich augenblicklich zu einer Kugel zusammen.
„Was soll ich tun?“, flüsterte sie bang. „Flüchten? Oder besser abwarten?“
Da auf einmal rief eine Menschenstimme laut: „Ernst! Wo steckst du? Eeeernst.“
Die Katze, die ein Kater war, zuckte zusammen. Das durfte doch wohl nicht wahr sein! Nicht einmal in Ruhe Mäuse jagen konnte man hier. Da würden ihre Menschen aber mit einem Leckerchen bezahlen müssen. Gehorsam maunzte sie, die Ernst hieß und ein Kater war: „Hier bin ich!“ und lief hinter ihrem Menschen her.
Ninette blieb noch ein wenig eingerollt. Erst als sie sicher wusste, dass sie wieder allein war, linste sie vorsichtig aus ihrem Stachelkleid heraus.
„Das ist also dieser Ernst, der im Herbst beginnen würde“, murmelte sie. „Sie haben recht, ich sollte mich vor ihm hüten.“
Und was Papa Igel mit diesem ‚im Herbst musst du spuren und dich sputen‘ meinte, würde sie auch noch herausfinden.
© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl
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Konrad Igel, Maja Maus, und die Winterruhe
Herbstgeschichte für Kinder – Es ist Zeit für den Winterschlaf
Unter dem großen Laubhaufen im Stadtpark hat Konrad Igel einen feinen Platz für den Winterschlaf gefunden. Gleich am Abend kriecht er probehalber dort hinein, um zu testen, ob es wirklich ein gutes Plätzchen ist. Oh ja! Gemütlich fühlt es sich an hier. Kuschelig und warm. Plötzlich aber raschelt es und kurz darauf steckt eine Maus ihren Kopf in Konrads Schlafhöhle.
„Hallo Herr Nachbar!“, sagt sie. „Ich bin Maja Maus und wer bist du?“
„Huch, habe ich mich erschrocken!“, schimpft Konrad. „Kannst du nicht anklopfen?“
„Hihi! Höhö! Hör sich einer diesen Fremden an!,“ ruft Maja Maus. „Da dringt er hier ein in unser Blätterhaus und beschwert sich auch noch! Ha! Was sollen wir da sagen, Fremder?“ Dann lacht sie, die Maus. Und wie laut sie lacht!
„Vielleicht sollte ich mich erst einmal vorstellen. Ich bin Konrad Igel und ich habe diesen Schlafplatz zuerst entdeckt. Es wird nämlich Zeit, dass ich ein Quartier für meinen Winterschlaf finde“, antwortet Konrad.
Er hat Mühe, höflich zu bleiben, kriecht doch der Ärger heftig an seinem Rücken empor. Lacht die ihn etwa aus, diese komische winzige Maus? Er beginnt zu zittern. Jeder einzelne Igelstachel bebt nun ein bisschen.
Da stellt sich die kleine Maus auf ihre Hinterfüßchen. In ihrer ganzen Größe steht sie vor dem wütenden Igel.
„Dieser Platz ist für alle da. Für dich und mich und für alle unsere Freunde. Du hast doch Freunde, oder? Ich habe nämlich gehört, dass Igel am liebsten mit sich alleine sein wollen. Das aber kann ich nicht glauben.“
„Nun ja“, meint Konrad. „Zum Kuscheln eigne ich mich wohl weniger. Außerdem sind wir zwei doch grundverschieden. Magst du dir deine Freunde nicht unter den Mäusen erwählen?“
Da lächelt Maja Maus. „Konrad, du bist ein seltsamer Geselle“, sagt sie dann. „Und trotzdem kann ich dich gut leiden. Wir müssen ja nicht unbedingt kuscheln, aber Freunde können wir in unserem gemeinsamen Winterschlafquartier doch sein, oder?“
„Wenn es unbedingt sein muss!“, knurrt Konrad, der, um ehrlich zu sein, nicht einmal auf die Gesellschaft eines Igelkollegen Wert legt.
„Es muss“, antwortet Mara, die Maus. „Und es ist gut so. Vor allem in der dunklen Zeit, die vor uns liegt. Du wirst sehen.“
Und Konrad und Mara zwinkern einander zu. Ein bisschen lächeln sie sogar. Sie ahnen nicht, dass noch aufregende Abenteuer in diesem Herbst auf sie warten.
© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl
Das Igelhaus
Igelgeschichte – Unter Herbstlaubbergen machen es sich im Herbst Tiere zum Winterschlaf bequem. Pssst!
Als Anna und Max mit Papa im Garten arbeiten, den Rasen mähen und kleine Äste, Blätter und Pflanzenabfälle hinten im Garten zu einem Berg anhäufeln, raschelt es plötzlich am Boden.
Anna erschrickt. ”Ihhh, eine Giftschlange”, ruft sie.
”Wo? Zeig her!” Aufgeregt eilt Max herbei. ”Ich sehe keine Schlange.”
”Bei uns gibt es auch keine Giftschlangen”, sagt Papa.
Da raschelt es wieder, und ein kleines, kugelförmiges Ding wuselt eilig unter dem Laub hervor. Putzig sieht es aus, wie es den Gartenweg entlang huscht.
Aufgeregt wollen Anna und Max dem kleinen Fremdling folgen, doch Papa hält sie zurück.
”Psst! Das ist ein Igel. Erschreckt ihn nicht, sonst läuft er weg!”
”Das ist ein Igel?”, staunt Anna, die Igel nur aus Bilderbüchern kennt.
Max jubelt. ”Juchhu! Wir haben einen eigenen Igel. Juchhu, nun haben wir auch ein Tier.”
”Ein sehr nützliches sogar”, sagt Papa. ”Igel fressen nämlich Insekten, Schnecken, Mäuse und andere Schädlinge im Garten. Lasst uns daher dafür sorgen, dass unser Igel bei uns bleibt und im Winter hier unter dem Blätterhaufen seinen Winterschlaf hält.”
”Au ja. Wir häufeln noch mehr Blätter auf das ´Igelhaus´”, sagt Anna
. ”Hoffentlich fallen gaaanz viele Blätter von den Bäumen, damit unser Igel im Winter nicht friert.”
© Elke Bräunling
Die Geschichte vom Igelhaus gibt es nun auch in einer längeren Fassung, und zwar hier:
Das Igelhaus im Garten
Die Sache mit den Igeln im Herbst
Kleiner Sachtext
Manchmal finden Leute im späten Herbst einen Igel und denken, dass er den harten Winter in freier Natur nicht überleben könne. Und wenn er sehr winzig ist, tut er ihnen so leid, dass sie ihn mit nach Hause nehmen.
Das ist in den meisten Fällen falsch! Wer versucht, einem Igel zu Hause ein Winterquartier zu geben, richtet oft großen Schaden an. Igel sind nämlich Wildtiere. Sie wollen im Freien überwintern, selbst wenn sie noch so klein sind. Es ist erwiesen, dass auch Igel, die nicht mehr als dreihundert Gramm wiegen, den Winter besser im Freien überstehen als in einer Wohnung.
Dennoch können wir im Herbst einiges für die Igel tun: Igel brauchen nämlich Platz zum Überwintern. Gut eignen sich Büsche, Holzstapel, Reisig- oder Laubhaufen. Hier können sich die Igel ihr Winterquartier einrichten. Auch Fallobst mögen die kleinen Stacheltiere im Herbst gut leiden, um sich damit noch ein bisschen Winterspeck anzufuttern. Also: Lasst bitte euer Laub und Fallobst im Garten liegen! Die Igel werden es euch danken.
© Elke Bräunling
Igelherbst und Winterruhe

Herbstmärchen für Igelfreunde – Winterquartier für den Winterschlaf dringend gesucht!
Langsam wurde für Familie Igel die Nahrung knapp und Mama Igel erzählte den Igelkindern vom Winterschlaf.
„Wir haben alle tüchtig gegessen und eine schöne Speckschicht aufgebaut, so dass wir von dem, was wir uns angefressen haben, eine Weile leben können. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns einen geschützten Platz für unseren Winterschlaf suchen. Das muss jeder für sich tun. Im nächsten Frühjahr dann sehen wir uns wieder.“
Der kleine Igeljunge freute sich. Endlich würde er erwachsen sein. Nur wer erwachsen war, konnte sich, wie Mama Igel es sagte, seinen Schlafplatz selbst suchen. Und er sehnte sich danach, endlich alleine zu sein und seine Ruhe zu haben.
Vor seinem ersten Winterschlaf war der kleine Igel aber auch ein wenig aufgeregt. Würde er wirklich so lange ohne Nahrung auskommen? Er konnte sich dies nur schwer vorstellen. Mama hatte gesagt, dass das Herz in der Schlafzeit viel weniger schlagen und die Temperatur seines Körpers sinken würde.
„So schlafen wir Igel so tief und fest, dass keiner uns aufwecken kann“, erklärte sie.
Der kleine Igel nickte. Komisch war das ja schon, aber auch spannend. Wo aber sollte er sich sein Plätzchen suchen? Bei der alten Baumwurzel, wo sich Mama Igel ihren Schlafplatz einrichtete? Oder lieber unter dem Holzstoß? Oder sollte er hinüber in den Menschengarten gehen, wo seine Freundin, die alte Katze, ihr Revier hatte?
Der kleine Igeljunge entschied sich für den Holzstoß, dort würde es bestimmt ruhig sein. So dachte er jedenfalls. Mama Igel aber war anderer Meinung.
„Im Winter brauchen die Menschen das Holz. Sie hacken es klein und heizen damit ihre Öfen. Dein Versteck ist nicht sicher“, warnte sie.
„Dann gehe ich in den Menschengarten und suche mir dort einen schönen Laubhaufen!“
„Oh! Oh! Schlechte Idee!“ Nun war es Igelpapa, der den Kopf schüttelte. „Die Menschen sind Laubhaufenjäger. Ganz besonders im Herbst. Sie kommen mit spitzen Harken und anderen gefährlichen Geräten, manchmal sogar mit lauten Lärmdingern, die die Blätter einsaugen. Gefährlich ist es im Laub, mein Junge. Sehr gefährlich.“
„Erwachsen sein ist wohl doch nicht so einfach. Was man alles bedenken muss! Oh, oh!“, murmelte der kleine Igel. Und weil er keine bessere Idee hatte, hielt er sich an Mama Igel und richtete sich neben ihr unter der Baumwurzel seinen Schlafplatz ein. Er war jetzt auch müde geworden von all dem Stress um sein Winterquartier.
© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl
Opa Baumann und die Stimme im Herbstwald

Igelgeschichte im Wald – Als Opa Baumann im Herbst einen schläfrigen Igel traf
„Ihr glaubt nicht, wer mir heute im Wald begegnet ist“, sagte Opa Baumann, der Märchenopa der Straße, als er die Kinder aus der Nachbarschaft traf. Die starrten mit missmutigen Gesichtern auf ihren Ball und stritten sich.
„Heute scheint mir ein Tag zum Murren und Streiten zu sein“, meinte Opa Baumann. „Alle, die ich treffe, sind schlecht gelaunt.“
„Du auch, Opa Baumann?“, fragte eines der Kinder.
Der alte Mann lachte. „Oh ja. Ich war es heute Morgen. Deshalb bin ich für ein paar Stunden in den Wald gegangen. Ich gehe immer in den Wald, wenn ich schlechte Laune habe.“
Er lächelte. „Und wisst ihr was? Ich habe sie dort sehr schnell verloren. Ja, und etwas gefunden habe ich auch. Eine neue Geschichte. Wie immer selbst erlebt.“
Opa Baumann machte eine Pause, dann begann er zu erzählen:
„Brummig und knurrig war ich heute gewesen. An diese kalten Spätherbsttage muss man sich erst gewöhnen. Auch im Wald war es nebelig und trübe. Man konnte meinen, auch der Wald sei brummig und knurrig und übellaunig. Ich traf auch keine Tiere. Einige von ihnen waren längst in den Süden geflüchtet, andere hatten sich zum Winterschlaf verkrochen oder sie streiften auf Futtersuche durch den Wald. Ich sage euch: Die Zeit kurz vor dem Winter ist eine langweilige Zeit. Und dunkel. Und überhaupt…
Oh ja, ich war wirklich schlecht gelaunt, als ich durch diesen tristen Herbstwald stapfte. Auf einmal ärgerte ich mich so sehr über mich selbst, dass ich mit Anlauf in einen hohen Laubhaufen hüpfte, den jemand neben der alten Kapelle zusammengekehrt hatte. Wild trampelte ich auf das Laub ein und kickte es in alle Richtungen.
Huiii! Hoch wirbelten die bunten Blätter durch die Luft. Fast konnte man meinen, sie tanzten einen Wirbelwind-Rock’n Roll. Da musste ich lachen. Es machte Spaß, den Blättern beim Wirbeln zuzusehen. Meine schlechte Laune hatte ich nun schnell vergessen.
„Huiii!“, rief ich laut und mir war, als sirrten die Blätter ein leises Hui-i-i-iiiii zurück. „Huiii! Hui-i-i-iiiii!“
Ich sprang und hüpfte und war wieder der kleine freche Lausbub, der ich früher einmal gewesen war. Wundervoll fühlte sich das an!
„Was ist denn hier los?“, polterte da plötzlich eine Stimme. Sie kam aus dem Laubhaufen und klang sehr verärgert. „Wer stört hier meine Winterruhe? Ein Unwetter? Ein Erdbeben? Oder, noch schlimmer, ein Mensch, der mich ärgern möchte? Ruhe!, sage ich. Ich will meinen wohl verdienten Schlaf haben.“
Wer hatte da gerufen? Erschrocken starrte ich auf den Laubberg, der nun längst nicht mehr so hoch war wie zuvor.
„Ich bin es nur“, sagte ich ein bisschen kleinlaut. „Ich, der liebe, nette, kleine Opa Baumann.“
„Und ich bin der schläfrige große Igel“, knurrte es aus dem Laub. „Bekanntlich halten wir Igel in Herbstlaubhöhlen unseren Winterschlaf. Du hast mich geweckt, kleiner Opa Baumann!“
„D-das t-tut mir leid“, stammelte ich.
„Mir auch“, brummelte der Igel, doch seine Stimme klang schon versöhnlicher, fast so, als schmunzelte er dort unten in seiner Blätterhöhle.
„Ich bin gleich weg und störe nicht weiter deinen Schlaf“, versprach ich dem unsichtbaren Igel.
„Ich auch. Ich bin auch gleich weg. Im Winterland nämlich“, antwortete der Igel. „Dort treffe ich im Traum meine Kollegen.“
Winterland? Das klang spannend. Was er dort wohl erleben würde, der schläfrige Igel? Das wollte ich genauer wissen.
„Im näc
hsten Frühling treffen wir uns wieder und du erzählst mir von deinen Erlebnissen im Winterland. Ich werde hier auf dich warten. Einverstanden?“, rief ich dem Igel zu.
Der aber antwortete nicht mehr. Wahrscheinlich schlummerte er bereits wieder und erlebte im Traum seine kleinen, spannenden Abenteuer.
Schnell sammelte ich Arme voller Laub und häufelte sie zu einem besonders großen Laubberg über des Igels Schlafquartier. Dann ging ich nach Hause. Unterwegs aber dachte ich lange über jenes Winterland nach. Wie es wohl dort aussehen mag?“
Opa Baumann sah die Kinder an. „Was meint ihr? Kennt ihr dieses sagenhafte Winterland vielleicht schon?“
Die Kinder schüttelten die Köpfe.
„Noch nicht“, rief eines, „doch du wirst uns bestimmt noch viel davon erzählen. Weil du nun nämlich darüber nachdenkst. Stimmt’s?“
Opa Baumann lachte. „Aber nur, wenn ich gute Laune habe. Und ihr auch.“ Und ein wenig leiser fügte er hinzu. „Und wenn mir der Wald noch viele neue Geschichten zuflüstert.“
© Elke Bräunling
Zu dieser Geschichte findest du hier eine passende Fantasiereise: Das Winterland im Blätterberg
Hier erzählt dir Regina Meier zu Verl diese Geschichte. Hab Spaß damit!
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