Januar
Januar
Wintergedicht vom Monat Januar
Der Januar ist still, aber unter dem Schnee beginnt schon etwas zu wachsen
Der Januar ist ein leiser Monat. Er bringt Kälte, kurze Tage und stille Landschaften … und auch Zeit zum Innehalten.
Dieses Wintergedicht erzählt vom Frost und von der Müdigkeit der Welt, bewahrt jedoch zugleich die Hoffnung, die unter dem Schnee auf den Frühling wartet. Mit Ausmalbild.
Januar
Du trägst die Stille in die Zeit
und schmückst das Land mit Sternchenweiß,
das sanft auf uns hernieder schneit
zu einem Kleid aus Schnee und Eis.
Die Sonne bleibt ein selt’ner Gast,
das Licht schleicht tastend durch den Tag.
Die Welt wirkt müd’ und ohne Rast,
und mancher Tag bleibt stumm und karg.
Die Luft ist dünn, der Wind weht kalt,
in deinen Adern sitzt der Frost.
Manch einer fühlt sich krank und alt,
und manches Herz bleibt ohne Trost.
Und doch hauchst Hoffnung du dem Land
und birgst die Träume für das Jahr
wie Saat, noch unter Schnee gebannt,
die still erwacht, dem Frühling nah.
© Elke Bräunling

AUSMALBILD

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