Ein neues Zuhause für Elkes Kindergeschichten

elkesblogbaerchen

Immer wieder nun wird eine weitere Geschichte in das neue Blog-Zuhause von “Elkes Kindergeschichten” einziehen.
So werden nach und nach die Texte aus dem alten Blog hier ihre neue Heimat finden, ja, und NAGELNEUE Geschichten und Gedichte wird es auch geben.

Langsam, mit etwas Geduld, entsteht so ein neues Heim für “Elkes Kindergeschichten”.
Langsam, denn Gut Ding will Weile haben.

Seid herzlich Willkommen, liebe Besucher, und fühlt Euch wohl hier!

Liebe Grüße

Elke

Halloween, das HerbstgeisterfestEin Sachtext und ein Kürbislaternenbasteltipp

Am 31. Oktober feiern viele Kinder besonders in England, Irland und den USA, in den letzten Jahren auch bei uns, ein besonderes Geisterfest. Es ist das ´Halloween´-Fest.
Als Gruselhexen und Gespenster verkleidet ziehen Kinder durch die Gassen, heulen schaurig und klingeln an allen Haustüren. Wild geht es dabei zu. Und laut. Wer die Haustüre öffnet, wird mit grausigem Geheule, Gespenstertänzen und Geisterbeschwörungen empfangen. Ruhe hat er erst, wenn er sich mit süßen Leckereien von der Geisterschar ´frei kauft´. Schwups, verschwinden dann die Geister und läuten an der nächsten Haustür. Dort geht dann das wilde Spektakel wieder von vorne los.
Mancherorts gibt es Gespensterumzüge, Halloween-Feste und Maskenwettbewerbe. Lange zuvor schon basteln die Kinder ihre Kostüme und Masken. Der gruseligste Geist ist Sieger und gewinnt einen Preis.
Warum aber wird am 31. Oktober dieses Geisterfest gefeiert?
Ganz einfach: Die Kinder haben es abgeschaut von den Kelten und Germanen. Deren Druiden (das waren so etwas wie Priester damals zur frühgeschichtlichen Zeit) feierten an diesem Tag ihr Erntedankfest. In späteren Zeiten glaubten die Menschen, in der Nacht vor dem 1. November (das ist die Nacht vor Allerheiligen) spukten bösen Hexen, Geister und Vampire auf der Erde herum und trieben ihr gefährliches Unwesen. Weil sich die abergläubischen Menschen vor diesen ´Geistern´ so sehr fürchteten, zündeten sie in dieser Nacht auf Plätzen und Feldern große Feuer an und veranstalteten einen Höllenlärm. Sie glaubten nämlich, Feuer und Lärm würde Geister vertreiben.

© Elke Bräunling

Basteltipp: Kürbislaterne

Nimm einen großen Kürbis und suche dir die schönste Seite für das Gesicht aus. Schneide mit einem Messer einen Deckel in Zickzacklinien vom Kürbiskopf ab. Höhle nun vorsichtig den Kürbis mit einem Löffel aus. Zeichne mit einem Filzstift dein Kürbisgesicht – je gruseliger, desto besser – und schnitze vorsichtig mit einem Messer Augen, Nase und Mund in die Kürbiswand. Nun setzt du noch 1 bis 3 Teelichter auf den Kürbisboden, zündest sie an – und fertig ist dein Kürbisgeist!
© Elke Bräunling

Geschichten von Halloweengeistern, Kürbisfratzen und Herbstgeistergruselkram findet ihr hier:
Geister sind los – Gedicht
Gruselfröhliche Grinsgesichter – Halloweengeschichte
Der Kürbiszwerg und das fröhliche Kürbisfest – Halloweengeschichte
Der kleine Bär und das Geisterlicht – Kürbislaternengeschichte
Der Geisterzug der Kürbisköpfe – Eine Halloweengeschichte
Das kleine Gespenst und die Halloween-Spukgeister
Der unheimliche Lichtgeist
Der Kürbisgruselkopf – Gedicht
Ein Herbst-Fratzengeist – Gedicht
Der unheimliche Lichtgeist – Kürbisfratzengeschichte
Michas gruseliger Geistertag – Herbstzeit, Nebelzeit, Kürbiszeit
Der seltsame kleine Herbstgeist
Achtung, der kleine Quälgeist ist unterwegs
Der Geist im Bagger
Max und der Herbstspinnengeist
Mia und der Geigengeist
Der kleine Rabe und der Vampir
Der Vampir im Stadtpark
Als Vampir Bodumil zu Schwafeleck zu früh erwachte
Begegnung mit einem Vampir

2der kürbiszwerg und das

Herbstgespräche im Blumenhimmel

Nicht alle Blumen hatten einen schönen Sommer. Warum?

Traurig saßen ein paar Sommerblumen im Blumenhimmel und starrten auf die herbstliche Erde. Die Sonne schien warm und verwandelte die Bäume und Büsche mit ihrem herbstlichen Laub in bunte Farbtupfer; die Luft roch frisch nach Herbst und reifem Obst. Es war ein Herbsttag, der so schön war, dass die Herzen der Erdenbewohner kleine Glückshüpfer machten.
“Was blickt ihr so trübsinnig drein”, fragte die Himmelsfee. “Ihr habt doch auch eine schöne Zeit auf der Erde gehabt, und in euren Samen werdet ihr nächstes Jahr weiterleben.”
Da fingen die Herbstblumen an zu weinen. Sie weinten sehr und konnten gar nicht mehr aufhören.
Die Himmelsfee erschrak. “Was ist mit euch?“, fragte sie. “Was ist geschehen? So erzählt es mir doch!”
Da sagte die Sonnenblume, der ihren sonnengelben Blütenkranz am weitesten aus der Erde hervorstreckt, mit Wehmut: Continue reading »

Von bunten Blättern und Nadelbäumen im Herbst

Von bunten Blättern und Nadelbäumen im Herbst und von der Zeit, als die Bäume noch sprechen konnten

Pia und Papa schlurfen im Wald durch dichtes Laub, das am Boden liegt und bei jedem Schritt laut raschelt.
„Warum werden die Blätter im Herbst bunt und fallen ab?“, fragt Pia.
„Weil sich die Bäume auf den Winter vorbereiten“, sagt Papa. „Um zu überleben, entziehen sie den Blättern alle Säfte. So trocknen die Blätter aus und werden gelb, rot oder braun, bis sie so trocken sind, dass sie sich nicht mehr an den Zweigen halten können.
„Arme Blätter!“, meint Pia. Sie deutet zu den Kiefern und Fichten.
„Und warum haben die hier keine bunten Nadeln?”, fragt sie.
Da muss Papa auch überlegen.
„Es ist eben so”, sagt er schließlich wenig überzeugend. „Nadelbäume sind immergrüne Gewächse.”
„Immergrün?” Pia kann sich darunter wenig vorstellen. „Wieso? Wegen Weihnachten? Damit wir grüne Zweige und Christbäume haben können?”
Papa lacht. „Ja, vielleicht. Weißt du, über diese Frage haben sich schon viele Leute Gedanken gemacht. Ich kenne ein altes indianisches Märchen, das erzählt, warum Continue reading »

Wie der Herbst die Blätter färbt – Ein kleiner Sachtext

Vor allem Bäume und Büsche merken es, wenn im Herbst die Tage kürzer und die Nächte länger und kühler werden. Sie haben weniger Licht und können deshalb ihre Blätter nicht mehr richtig ernähren. Deshalb beenden sie ihr Wachstum und bereiten sich auf den Winter vor.
Um die kalte Jahreszeit zu überleben, brauchen Bäume und Sträucher viel Feuchtigkeit, die sie im Stamm und in den Wurzeln aufbewahren. Weil ihnen dazu aber das Wasser aus der Erde nicht reicht, holen sie sich den Saft aus den Blättern. Langsam trocknen die Blätter nun aus, Tag für Tag ein bisschen mehr. Auf ihren Stielen bildet sich eine korkartige Schicht. Sie vernarbt und schnürt sich so fest in die Stiele ein, dass die Blätter kein Blattgrün (man nennt es Chlorophyll) mehr herstellen können und langsam absterben. Zuerst bekommen sie kleine gelbe und rötliche Flecken, dann verfärben sie sich gelb, rot oder braun. Prächtig bunt ist dieses Farbenspiel, wenn die Herbstsonne auf das Blattlaub scheint. Und noch schöner sieht es aus, wenn verschiedene Bäume kunterbunt durcheinander wachsen. Jeder Baum nämlich zeigt sich im Herbst in einer anderen Blattfarbe. Goldgelb sind die Blätter der Birken, Ulmen, Pappeln, Weiden und Kastanien, rot die der Buchen, Ahorn- und Essigbäume, bronzen die der Linden, und braun die Eichen. Man könnte meinen, der Herbst sei ein Farbenzauberer.
Eines Tages sind die Blätter so ausgetrocknet, dass sie sich nicht mehr an den Zweigen halten können. Da hat der Wind ein leichtes Spiel. Er pustet ein wenig, und – eins, zwei, drei – wirbeln und tanzen die bunten Blätter durch die Luft und landen auf dem Boden.
Es macht Spaß, auf Wald- und Parkwegen durch das Herbstlaub zu schlurfen. Das raschelt so schön. Probiert´s mal aus. Und wenn ihr einen Garten habt, so kehrt das Herbstlaub zu einem großen Haufen in einer Gartenecke zusammen. Viele Tiere finden dort einen warmen Platz für ihren Winterschlaf. So sind die Blätter nicht umsonst gestorben. Spaß macht es auch, bunte Blätter zu sammeln, zu trocknen und sie zu einem prächtigen Herbstbild zusammen zu kleben. So holt ihr euch den Herbst ins Haus.
© Elke Bräunling

1herbst ist's, schnuppermal

Herbstblättergeschichten findet ihr hier:
Von Herbstwetter, Herbstlaunen und bunten Blättern
Opa erzählt das Märche von den bunten Blättern
Von bunten Blättern und Nadelbäumen im Herbst
Der Herbstwind und das ängstliche Blatt
Der kleine Bär und der Herbstlaubberg
Igel Friedo sucht ein Winterquartier
Das erste gelbe Blatt
Das rote Blatt
Das Birkenblatt und der Wind
Die letzten Blätter – Gedicht
Wenn die Blätter bunt sich färben – Gedicht
Darf’s noch ein bisschen bunt sein? – Gedicht
Herbstblätterbastelspaß

Das Birkenblatt und der Wind

Einen Grund, das Leben “schön” zu sehen, findet das Birkenblatt immer

„Ach, wenn ich doch fliegen könnte!“, dachte das Birkenblatt und blickte sehnsüchtig dem bunten Drachen hinterher, der in der Luft tanzte. „Nur ein einziges Mal.“
„Fliegen?“, lachte der Herbstwind. „Das kannst du haben.“
Und eins, zwei, drei blies er eine volle Backenladung auf die Birke.
Huiiii!!! Wie das brauste!
Hoch wirbelten die gelben Birkenblätter in den Himmel hinauf, dem Drachen hinterher.
„Ich kann fliegen!“, rief das Birkenblatt glücklich. „Hurra!“
Es flog hoch und höher, umkreiste den Drachenschweif, hüpfte auf die Drachennase zu einem übermütigen Kuss und tanzte mit dem neuen Freund um die Wette.
„Fliegen ist schön“, jubelte das Birkenblatt. „So schööööööön…!“
Doch was war das? Für einen Moment machte der Wind eine Atempause, und wie ein Stein trudelte das Birkenblatt zur Erde hinunter.
„Fliegen ist ja so schö-ö-ö-ö-ö-ön…“, lallte es und landete – platsch- im Bach.
Na ja, Schwimmen ist auch nicht schlecht, oder?
© Elke Bräunling

Eine Landung kann auch so enden …
Blatt 2 im Wasser gelandet


Blätter im Herbst

Blätter im Herbst – Drei klitzekleine Rätsel
… und viele Links zu Geschichten und Märchen, die von bunten Herbstblättern erzählen

Wer pfeift und heult und saust und braust
ums Haus und macht Radau?
Wer bläst die Blätter von den Bäumen
wild und kalt und rau?
(Herbststurm)

Langsam färbt sich Blatt für Blatt.
Der Sommer hat die Arbeit satt.
Er zieht sich zurück zur Ruh.
Wer löst ihn ab, sag, weißt das du?
(Herbst)

Was fällt von den Bäumen,
ist rot, gelb und braun
und ist auch noch hübsch
anzuschaun.
(Herbstlaub)

Herbstblättergeschichten findet Ihr hier:
Als die Oktoberfee das Land bunt bemalte
Die armen Blätter
Von Herbstwetter, Herbstlaunen und bunten Blättern
Opa erzählt das Märche von den bunten Blättern
Von bunten Blättern und Nadelbäumen im Herbst
Der Herbstwind und das ängstliche Blatt
Der kleine Bär und der Herbstlaubberg
Igel Friedo sucht ein Winterquartier
Das erste gelbe Blatt
Das rote Blatt
Das Birkenblatt und der Wind
Vom feurigen Monat Oktober
Die letzten Blätter – Gedicht
Wenn die Blätter bunt sich färben – Gedicht
Darf’s noch ein bisschen bunt sein? – Gedicht
Herbstblätterbastelspaß

Der Geisterzug der Kürbisköpfe

Einmal, es ist schon eine Weile her, haben sich die Kürbisse dagegen gewehrt, dass man aus ihnen immer so grausige Fratzenköpfe schnitzte. Und dabei ging es gruselig zu

Es war Herbst. Seit Wochen lauerten wieder vor vielen Häusern und auf Fenstersimsen grausig grinsende Kürbisgesichter und warteten auf Opfer, denen sie Angst einjagen konnten. Im Dunkeln sahen ihre Grinsfratzen nämlich sehr gruselig aus, und die Leute erschraken, wenn sie sie mit Lichtern erleuchtet hinter Ecken und Büschen jäh entdeckten. Manche fürchteten sich sogar. ”Huch!” riefen sie und ”Hilfe!” und ”Oh, was für ein Schreck!”
Da freuten sich die Kinder, die diese Fratzengesichter in das Kürbisfleisch geschnitzt hatten. Leute erschrecken machte Spaß.
Die Kürbisköpfe aber waren gar nicht glücklich, und eines Abends brüllte der Kürbiskönig vor Wut laut auf, nachdem er Continue reading »

Die langweilige Schlechtwetterlaune

Ist es wirklich so langweilig an einem Schlechtwettertag? Mit der richtigen Kleidung und mit Fantasie eigentlich nicht, oder?

Wieder ist der Himmel grau. Es regnet. Dauernd regnet es!
Maximilian sitzt am Fenster und starrt in das ungemütliche Grau hinaus. Er ist sauer.
„Mir ist langweilig!“, quengelt er.
„Geh ein bisschen draußen spielen!“, schlägt Mama vor.
„Aber draußen ist schlechtes Wetter.“
„Es gibt kein schlechtes Wetter“, sagt Mama, die, wie Maximilian findet, heute wieder einmal besonders gemein ist. „Es gibt nur falsche Kleidung.“
„Im Regen zu stehen ist auch langweilig“, meckert Maximilian.
„Dann verabrede dich mit Jonathan.“
„Der ist heute nicht zu Hause.“
Hm. Mama, die am Computer sitzt und nicht auf Maximilian achtet, überlegt. „Bau doch den neuen Lego-Traktor!“, schlägt sie vor.
„Damit bin ich längst fertig! Ich habe dir den Traktor gezeigt und du hast „Ja! Ja!“ gesagt. Echt! Nie guckst du genau hin, wenn ich dir etwas zeige.“ Maximilian ist empört.
Mama seufzt und schaltet den Computer auf Standby. „Dann Continue reading »

Wenn die Blätter bunt sich färben

Wenn die Blätter bunt sich färben

Wenn die Blätter bunt sich färben,
kommt der Herbst, wie uns bekannt,
fröhlich an mit seinem Pinsel.
Bunt wird es bei uns im Land.

Wenn die Blätter bunt sich färben,
rauft der Herbst, wie uns bekannt,
wild mit seinen Windgesellen,
und es stürmt bei uns im Land.

Wenn die Blätter bunt sich färben,
ruft der Herbst, wie uns bekannt
den Tieren zu: “Passt nur gut auf!
Bald wird´s wieder kalt im Land.”

Wenn die Blätter bunt sich färben,
steht der Herbst, wie uns bekannt,
auch vor unsrer Tür und rät uns:
“Zieht euch warm an jetzt im Land!”

© Elke Bräunling


Der eingebildete Herbstwind und die Bäume

Irgendwie ist er ein bisschen der Boss im Herbst, der Herbstwind. Glaubt er zumindest

Fleißig war der Herbstwind in den ersten Herbstwochen gewesen. Er hatte sich auch große Mühe gegeben, denn er wollte seinen Job richtig machen. Und sorgfältig.
Ja, und sorgfältig hatte er jeden Baum und jeden Strauch umweht und dabei gut darauf geachtet, auch wirklich alle Baumfrüchte von ihren Zweigen zu schubsen. Auf den Boden fallen sollten sie und sich in die Erde eingraben. Wurzeln bilden sollten sie dort und zu neuen Bäumen heranwachsen.
“Ja ja”, sagte der Herbstwind, als er einen letzten Rundgang durch die Wälder machte. “Mein Job ist sehr wichtig. Ich, ich alleine bin für die jungen Bäume zuständig. Ha!'”
Er plusterte sich ein wenig auf und erzählte jedem, den er traf, voller Stolz, wie wichtig er mit seiner Arbeit für die Wälder und Parks und Gärten war.
“Eigentlich”, fügte er prahlerisch hinzu, “gäbe es ohne mich und meine Herbstarbeit keine Bäume mehr, keinen Wald und somit auch keine Früchte.”
“Angeber!”, heulten die Früchte, die ein bisschen traurig auf dem Boden lagen und sich nach ihrem glücklichen ‚Sommerleben’ sehnten.
“Lügner!”, protestierten die Bäume und Sträucher. „Ohne uns gäbe es die Früchte nicht jedes Jahr aufs Neue. Pah!“
“Aufschneider!” Die Sonne grinste. „Man kann ihn einfach nicht ernst nehmen, diesen verrückten Herbstwind!“
„Dummkopf!“, grollten die Wolken. Sie mochten den Herbstwind, der sie voller Übermut immer und immer wieder über den Himmel jagte, nicht leiden. „Du redest Unsinn. Ohne unseren Regen gäbe es keine Bäume, ach was, überhaupt keine Pflanzen und kein Leben gäbe es auf der Erde ohne uns. Die Sonne und wir, wir sind für die Pflanzen und Tiere zuständig. Hörst du, Wind? Und überhaupt …“
Die Wolken waren sehr erregt. Sie schimpften und schimpften, doch den Herbstwind ließ das Protestgeschrei ringsum kalt. Er schüttelte es mit ein paar Windbrisen von sich und lachte. Dann jagte er mit einer besonders schaurigen Böe noch einmal über die Baumwipfel, schüttelte erste Blätter von ihren Zweigen, winkte und rief:
“Ich muss weiter ziehen! Eure Baumkollegen in anderen Teilen des Landes warten schon voller Sehnsucht auf mich und meine Dienste. Aber ich komme wieder. Schließlich muss ich mich bald um die Blätter kümmern und die Bäume aufräumen. Bis ba-a-ald!“
Bis bald?
Die Blätter an den Bäumen seufzten, und sie fühlten sich auf einmal alt. Und alt sahen sie auch von Tag zu Tag nun mehr aus. Braun, runzelig, ausgedörrt … und fast freuten sie sich auf die Rückkehr des Windes. Es fiel ihnen nämlich schwer, sich noch lange an ihren Zweigen festzuhalten.

© Elke Bräunling


Hier, auf unserem kleinen Video, seht ihr viele Bäume im Jahreskreislauf von Frühling bis in den tiefen Winter – und Musik zum Träumen gibt es dazu auch.


Tims ‘brotlose’ Kunst

Kunst kann man nicht essen. Aber – irgendwie – ist auch Kunst Nahrung. Ein Leben ohne Musik und Lieder, Malerei und Bilder, Bücher und Geschichten, wie fühlte sich dies an?

„Erwachsene sind doof“, mault Tim. „Immer fragen sie: Was willst du später mal werden?“
Gerade eben hat ihm Onkel Hans wieder diese Frage gestellt und Tim hat wie immer “Comiczeichner” geantwortet und Papa hat wie immer “Unsinn!-du-wirst-Bäcker!” gesagt.
Tim ist traurig. Er zeichnet nämlich für sein Leben gerne. Papa aber hat damit nichts am Hut.
“Du wirst Bäcker wie ich. Das ist ein sicherer Job.“
Tim aber will nicht Bäcker werden. Malen will er. Ganz sicher weiß er das. Er hat schon einige Malwettbewerbe gewonnen und manchmal werden seine Zeichnungen in der Zeitung oder im Internet auf der Kinderseite veröffentlicht.
Sehr stolz ist Tim darauf und Papa meint dann: “Schönes Hobby! Aber es ist nur brotlose Kunst.“
Eines Nachts hat Tim einen lustigen Traum: Er, Bäcker Tim, steht Continue reading »

Ein neues Lied, wunderschön gesungen von Stephen Janetzko und seinen Freunden

Ernte-Tanzlied

1. Die Sonne hat sich angestrengt.
Sie hat mit warmen Strahlen nun
im Baum die Äpfel wach geküsst
und für uns gibt es viel zu tun:
Apfelzeit, Erntezeit.
Für die Ernte sind bereit große, kleine Leute.
Apfelzeit, Erntezeit.
Endlich ist es soweit. Kommt zur Ernte heute!

Refrain
So wolln wir heute fröhlich sein
und laden euch zum Tanze ein
um den Apfelbaum. Juchhei!
Dideldumdum, dideldumdei,
Rundherum und eins, zwei, drei,
Dideldumdum, dideldei.

2. Die Sonne hat sich angestrengt.
Sie hat mit warmen Strahlen nun
im Baum die Birnen wach geküsst
und für uns gibt es viel zu tun:
Birnenzeit, Erntezeit.
Für die Ernte sind bereit große, kleine Leute.
Birnenzeit, Erntezeit.
Endlich ist es soweit. Kommt zur Ernte heute!

Refrain
So wolln wir heute fröhlich sein
und laden euch zum Tanze ein
um den Birnenbaum. Juchhei!
Dideldumdum, dideldumdei,
rundherum und eins, zwei, drei,
dideldumdum, dideldei.

3. Die Sonne hat sich angestrengt.
Sie hat mit warmen Strahlen nun
im Baum die Pflaumen wach geküsst
und für uns gibt es viel zu tun:
Pflaumenzeit, Erntezeit.
Für die Ernte sind bereit große, kleine Leute.
Pflaumenzeit, Erntezeit.
Endlich ist es soweit. Kommt zur Ernte heute!

Refrain
So wolln wir heute fröhlich sein
und laden euch zum Tanze ein
um den Pflaumenbaum. Juchhei!
Dideldumdum, dideldumdei,
rundherum und eins, zwei, drei,
dideldumdum, dideldei.

Weitere Verse durch weitere Früchte beliebig ersetzen, z.B. Kirschen, Zwetschgen, Marillen, Nüsse u.a.

Das Lied und die Noten findest du hier:
Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten und Lieder

Ganz neu erschienen ist das Lied hier auf der CD Der Herbst ist da: Die 25 schönsten Herbstlieder

Und hier gibt es das Lied als Download (Du findest es auch in allen anderen bekannten Downloadportalen): Viel Spaß damit!

Köstlichkeit aus dunkler Erde

Köstlichkeit aus dunkler Erde
Ein Kartoffelgedicht

Sie wächst nur in dunkler Erde
mit einer Schale schmutzig braun,
ist diese Frucht, die uns so kostbar,
im Innern lecker anzuschaun.

Sie ist bekannt uns als Kartoffel,
man sagt auch Erdapfel zu ihr,
denn wie die Äpfel auf den Bäumen
ist sie gesund für Mensch und Tier.

Wir haben sie oft auf dem Teller,
denn sie schmeckt wunderbar und fein.
Kaum einer mag sie mehr vermissen,
Drum muss in jedem Haus sie sein.

© Elke Bräunling

Geschichten, Gedichte, Lieder und kleine Rollenspiele zu Ernte und Erntedank findest du im Buch “ERNTEZAUBER”, erschienen in der Neubearbeitung des Buches “Hallo Opa! Erzählst du mir eine Geschichte vom Erntedank” neu im August 2014:


Taschenbuch:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten und Lieder
Ebook:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten, Gedichte, Spiele und Lieder

Information


Die Kartoffel und Kartoffelgeschichten

Wisst ihr über die Kartoffel und ihre Geschichte Bescheid

Könnt ihr euch vorstellen, dass es die Kartoffel erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bei uns gibt? Eigentlich, könnte man meinen, dieses nahrhafte, vitaminreiche Gemüse hätte schon immer die Menschen gesund ernährt. Das haben sie auch, die Kartoffeln, aber nicht bei uns in Europa.
Zu allererst wurden Kartoffeln in Peru (Südamerika) angepflanzt, und als sie endlich nach Europa kamen, glaubten die Menschen, die Kartoffelpflanze sei eine Zierpflanze. Die leckeren Kartoffelknollen nämlich hatten sie damals noch nicht zum Essen entdeckt. Sie hatten nur an den kleinen grünen Früchten genascht, und die sind giftig. Klar, dass die Menschen dann keine Lust mehr auf Kartoffeln hatten. Erst mit der Zeit begriffen sie, dass der wahre Schatz der Kartoffel in der Erde lag. In den Knollen nämlich. Dennoch weigerten sich die Bauern lange, Kartoffeln anzupflanzen. Daher mussten die damaligen Könige ihnen den Anbau sogar befehlen. Besonders der preußische König Friedrich der Große hatte sich sehr darum gekümmert. In seinem Reich gab es sogar Strafen, wenn man die Kartoffel nicht anpflanzte. Der schlaue König hatte nämlich erkannt, dass Kartoffeln viel einfacher anzubauen sind als Getreide. Sie wachsen nämlich auch auf den kärgsten Böden und bringen eine gute Ernte ein. So hatten die Menschen auch in schlechten Getreidejahren und in Hungerzeiten immer etwas zu essen.
Die Damen der Gesellschaft übrigens liebten die kleinen, weißen, etwas unscheinbar wirkenden Kartoffelblüten sehr und sie schmückten ihr kunstvoll gestecktes Haar sowie den Ausschnitt ihrer Abendkleider mit … Kartoffelblüten.
Wie gut, dass König Friedrich und andere europäische Herrscher damals so streng waren, denn heute wissen wir, dass Kartoffeln auch viele wichtige Vitamine und Mineralien haben, ja, und dass man aus ihnen leckere Gerichte kochen kann – vor allem die Pommes Frites.

© Elke Bräunling

Auf dem Kartoffelfeld im Herbst bist du auch in diesen Geschichten:
Ein besonderer Schultag im Herbst
Herbsterntefest im Schulhof
Der kleine Bär und der Kartoffelzwerg
Aufbruch im Kartoffelfeld
Köstlichkeit in dunkler Erde – Ein Kartoffel- und Erntedankgedicht

Der kleine Bär und der Kartoffelzwerg

Auf dem Kartoffelfeld ist nach der Ernte ganz schön was los. Ganz schön ins Schwitzen kommt der kleine Bär

Als der kleine Bär für Mama Bär Pilze sammelte, hörte er am Waldrand lautes Klagen. Ein kahlköpfiger brauner Winzling mit einem Faltengesicht sauste aufgeregt über das abgeerntete Kartoffelfeld.
“Wer bist du?“, fragte er den Fremden.
“Sieht man doch“, quäkte der. „Der Kartoffelzwerg bin ich. Und Hilfe brauche ich. Man hat mir mein Kartoffelvolk gestohlen.“ Der Zwerg deutete auf den Pilzkorb. “Wirf diese Pilz-Dinger weg! Schnell! Du musst meine Leute retten.“
Der kleine Bär sah sich um. „Wen muss ich retten? Ich sehe niemanden.“
Der Zwerg stöhnte auf. “Die Continue reading »

Der Sonnenzauber in der Jackentasche

Nun fallen die Kastanien wieder von den Bäumen. Wusstest du schon, dass die letzte Kastanie, die du findest und einsteckst, – vielleicht – eine Zauberkastanie ist?

Heute war ein stürmischer Herbsttag. Überall tanzten Blätter durch die Luft und trudelten dann zu Boden. Hier und da fiel eine letzte Kastanie, Eichel oder Walnuss zu Boden.
“Meine Tante sagt, die letzten Kastanien, können zaubern”, sagte Anna. “Sie sammelt sie und steckt sie in ihre Jackentasche.”
“Zauber?“ Die Kinder konnten dies nicht glauben. “Das ist doch bloß eine von deinen komischen Ideen”, maulten sie.
“Nein. Ist es nicht.” Anna bückte sich nach einer Kastanie und steckte sie in ihre Tasche. “Das ist nun meine Zauberkastanie”, erklärte sie. “Die werde ich immer bei mir tragen.“
“Und das ist ein Zauber?”, fragte Florian.
Anna nickte. “Wenn du die Continue reading »

Wenn Sommer und Herbst miteinander streiten

Wer ist der Schönste? Das fragen sich Sommer und Herbst in diesen Tagen immer wieder aufs Neue. Und sie streiten ganz schön dabei.

Nichts als Ärger haben Sommer und Herbst Jahr für Jahr aufs Neue miteinander. Beide nämlich sind sehr eitel und beide wünschen sich endlich eine Antwort auf die wichtige Frage, wer der Schönere von ihnen sei. Deshalb nerven sie den berühmten Märchen-Spiegel jedes Jahr zur Spätsommer- und Frühherbstzeit mit der gleichen Frage:
“Spieglein, Spieglein, an der Wand, wer ist der Schönste hier im Land?”
Der berühmte und sehr kluge Märchenspiegel aber schweigt.
So auch wieder dieses Mal, und die beiden hochnäsigen Jahreszeiten beginnen wieder mit ihrem immer wiederkehrenden Streit:
“Ich bin der Schönste!”, prahlt der Continue reading »

BALD IST ERNTEDANK

Zwei Bücher sind im neuen Gewand und mit neuen Titeln erschienen:
Apfelzauber (vormals “Hallo Opa! Erzählst du mir eine Geschichte von der Apfelfrau?”)
Erntezauber (vormals “Hallo Opa! Erzählst du mir eine Geschichte vom Erntedank?”)

ÜBERARBEITETE NEUAUFLAGE DES BUCHES “APFELFRAU”:
Geschichten, Gedichte und Lieder von Apfel und Apfelbaum rund ums Jahr

Taschenbuch:Apfelzauber – Apfel, Apfelbaum und Apfelfrau: Geschichten, Lieder und Fantasiereisen
Ebook:Apfelzauber – Apfel, Apfelbaum und Apfelfrau: Geschichten und Lieder für Kinder

Information

Erntezauber

Taschenbuch:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten und Lieder
Ebook:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten, Gedichte, Spiele und Lieder

Information

Ebooks lese ich übrigens am liebsten mit diesem Ebookreader, dem Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLANInformation

Glück für den Kürbis

Glück für den Kürbis

Der Kürbis sprach: „Mir ist’s nicht schnuppe.
Ich habe keine Lust auf Suppe.
Ich möcht auch kein Gemüse sein
und auch kein Futter für das Schwein.”
Er lag am Markt auf einem Tisch
und grauste sich.

“Was grämst du dich?”, rief da die Rübe.
“Die Zukunft von uns, die ist trübe.
Man kocht uns und man isst uns auf.
So ist nun mal der Dinge Lauf.“
Der Menschen Hunger, der ist groß
und unser Los.”

Da kam ein Kind. Es sah die beiden
und sagte leis’: „Ihr sollt nicht leiden.
Ich schnitze aus euch ein Gesicht
und stell in euren Bauch ein Licht.
So leuchtet ihr in dunkler Nacht
und haltet Wacht.“

Es war, als spürte man sie beben.
„Du meinst, wir dürfen weiter leben?“
Die beiden Freunde riefen’s froh.
Für manche ist’s im Leben so,
dass man es trifft ein kleines Stück.
Man nennt es: Glück!

© Elke Bräunling

Der eitle Kürbis

Schönsein ist nicht immer von Vorteil. Das erkennt auch der eitle Kürbis.

Heute ist Erntetag. „Es ist höchste Zeit“, brummt ein besonders schöner Kürbis. „Hier langweilt man sich ja zu Tode.“
Die anderen, weniger prächtigen Kürbisse nicken: „Nun werden wir endlich etwas erleben!“
Da lacht der Superkürbis höhnisch auf. „Ihr Kleinköpfe werdet doch bloß zerschnipselt, gekocht und aufgegessen! Ich aber“, er streicht sich wohlgefällig über den Leib, „bin zu schön, um zerhackt zu werden. Aus mir wird etwas ganz Besonderes.“
Die Kürbisse staunen. Recht hat er, der schöne Kollege! Was kann aus ihnen denn schon werden?
Auch die Bauersleute wundern sich, als sie den ´Superkürbis´ entdecken.
„Ein Mordskerl“, sagen sie und Continue reading »

Drachengeschichten

Herbstzeit ist Drachenzeit. Herbstzeit ist auch Geschichtenzeit, und deshalb gibt es hier nun ein paar Links zu Geschichten, die über oder von oder mit Drachen handeln.
Habt Spaß damit!

Tim und der neue Drache
Der Drachendrache
Der Drache und die Freiheit
Opas Abenteuer mit dem Zauberdrachen
Der kleine Rabe und der Drache
Mia und die Herbsttraumreise zur Xanitopiwüste

Und hier kommt ein paar etwas andere Drachen:
Der Drache und die Ritter
Der Drache Fauchi und die fliegenden Ungetüme
Der rote Kopf, der tapfere Ritter und der wilde Drache
Der Weihnachtsdrache

Der Drache und die Freiheit

Als der schöne Herbstdrache sich frei sein wollte und sich selbständig machte

„Frei möchte ich sein und über den Himmel fliegen“, rief der große bunte Drache mit dem Zackenschwanz und dem frechen Grinsgesicht. „Hinauf in die Lüfte würde ich reisen bis zum Mond und weiter in den Himmel hinauf.“
Er zerrte unwillig an der Leine, an der ihn die Kinder unten auf der Wiese fest hielten, doch er kam nicht los. Gemeinheit! Der Drache ärgerte sich. Er hatte keine Lust, immer nach der Pfeife der Kinder zu tanzen.
„Frei will ich sein!“, rief er wieder. „Hört ihr?“
„Dann mach dich endlich frei!“, pfiff ihm der Wind lockend um die Ohren. „Du wirst es doch wohl schaffen, dich von dieser lächerlichen Leine zu befreien?“
„Und du wirst es doch wohl schaffen, mich von Continue reading »

Tim und der neue Drache

Einen tollen Traum hat Tim von einem Abenteuer, das er mit seinem neuen Herbstdrachen erlebt

Stolz blinzelte Tim am Abend von seinem Bett aus zu dem Drachen, den er mit seinen Freunden gebaut hatte, hinüber.
“Morgen geht´s los!“, freute er sich. “Mindestens hundert Meter und mehr wirst du in den Himmel steigen. Klar?”
Der Drache ruckte ein bisschen. Es sah aus, als würde er nicken.
Tim lachte. Da spürte er, wie der bunte Drachenzackenschwanz über sein Gesicht strich. Komisch. Doch ihm blieb wenig Zeit zum Wundern. Schon fegte der Wind Continue reading »

Mia und die Herbsttraumreise zur Xanitopi-Wüste

Auf einem Drachen ist und über den Himmel gleiten, wer wünscht sich das nicht?

Es ist herrlich windig heute, doch niemand hat Zeit, mit Mia zum Drachensteigen zu gehen. Traurig sitzt Mia mit ihrem Drachen im Garten und sieht den Wolken am Himmel hinterher.
„Am liebsten“, murmelt sie, „würde ich jetzt auch mit meinem Drachen über den Himmel ziehen und um die ganze Welt reisen. Toll wäre das.“
Sie schließt die Augen und denkt darüber nach.
Plötzlich schwebt sie mit ihrem Drachen himmelwärts. Hoch geht es und höher, und dann ziehen Mia und der Drache auch schon mit den Wolken über das Land.
Was für ein Abenteuer! Neugierig sperrt Mia die Augen auf und Continue reading »

Kastaniengeschichten

Herbstzeit ist Kastanienzeit und Kastanien, die lieben alle kleinen und großen Kinder, oder?
Hier findest du Links zu Kastaniengeschichten, -gedichten und -rezepten.
Viel Spaß damit!
:)

Einen kleinen Sachtext über die Kastanie findest du hier: Stacheligel” Kastanie

Kastaniengedichte stehen hier: Das kleine grüne Stachelding
Der Kastanienbaum vor unserem Haus

Und hier findest du weitere Kastaniengeschichten:
Die Kastanien und der Herbstwind
Das kleine Kastanienwunder
Der Herbstwind und die Kastanienbäume am Marktplatz
Die trotzige Kastanie
Die Glückskastanie und das vergessliche Eichhörnchen
Die kleine Waldmaus und das Stacheltier

Rezept Kastanienpfannkuchen

“Stacheligel” Kastanie

“Stacheligel” Kastanie
Ein Sachtext über die Kastanien mit einem kleinen Rezept

Alle Kinder freuen sich, wenn im Herbst die Kastanien reif sind und die glänzenden braunen Kastanienkugeln aus der harten, grünen Stachelschale herausbrechen. Prima nämlich kann man mit Kastanien basteln. Das macht Spaß.

Aber Vorsicht: Zum Essen sind Rosskastanien nur für Rehe und Wildschweine ein Leckerbissen. Auch kranken Pferde hat man früher Kastanien ins Futter gemischt als Medizin gegen den gefährlichen Rosshusten. Für Menschen dagegen sind Rosskastanien giftig. Wer nur eine dieser rotbraunen Lackkugeln verspeist, bekommt bereits Durchfall und Übelkeit. Dennoch enthält die Rosskastanie wertvolle Stoffe für Medikamente gegen Rheuma und Gicht. Auch hilft sie bei Durchblutungsstörungen, und aus den Blüten lässt sich ein ausgezeichneter Hustentee zubereiten.

Es gibt aber auch Kastanien, die man essen kann, und ich sage euch, die schmecken lecker. Ihr kennt sie bestimmt von Rummelplätzen oder Weihnachtsmärkten, wo ihr sie beim Maronimann kaufen könnt. Es sind Esskastanien oder Maronen (so nennt man sie in der Schweiz und in Italien). Aus ihnen kann man tolle Gerichte, sogar Kuchen und Süßspeisen, zaubern. Esskastanien wachsen im südeuropäischen Wäldern. Aber auch bei uns findet ihr sie in den Wäldern warmer Gebiete, wo auch Weinbau betrieben wird. Großen Spaß macht es, hier im Herbst durch die Wälder zu streifen und im Herbstlaub nach Esskastanien zu suchen. Aber Vorsicht: Die Hüllen der Esskastanien sind mächtig stachelig. Wie kleine, runde, gelbgrüne Igel sehen sie aus mit kleinen, spitzen Stacheln.

Wie lecker geröstete Kastanien schmecken, könnt Ihr in der Herbstzeit selbst ausprobieren, zum Beispiel nach diesem Rezept:

Geröstete Kastanien oder Maronen
Du brauchst Esskastanien/Maronen, die Menge wählst du selbst.
Schneide die gewölbte Seite der Kastanienfrucht über Kreuz ein und lege sie auf ein Backblech.
 Heize den Ofen vor auf ca. 180-200 Grad (Umluft) und backe die Früchte gut 20 Minuten.
 Sie sind gar, wenn die Schalen an der Schnittstelle aufspringen.
Die Kastanien werden nun in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, damit sie etwas abkühlen. Dann kannst du sie schälen und naschen.
Du kannst sie aber auch in einer Pfanne in etwas Butter anrösten und servieren.
 Wer es mag, gibt entweder etwas Rohrzucker oder Meersalz über die Früchte.
 Guten Appetit.
Abwandlung: Du kannst Kastanien auch auf Ofenplatten oder Kaminplatten rösten.

© Elke Bräunling

Die Kastanien und der Herbstwind

Wenn die erste Kastanie am Boden liegt, weiß jeder: Jetzt ist der Herbst da. Und dabei würden die Kastanienfrüchte noch so gerne so lange an ihren Plätzen in den Bäumen bleiben

“Ha! Ihr kriegt uns nicht!”
“Niemand kann uns vom Baum stehlen und aufessen.”
“In unserer Stachelhülle sind wir geschützt.”
“Das Leben ist schön und wir können es ohne Furcht genießen.”
“Uns droht keine Gefahr. Wir sind sicher. Hoho!”
Fröhlich und ein bisschen übermütig reckten die Kastanien ihre Stachelköpfe von der Baumkrone aus der Sonne entgegen. Es schien fast, als lachten sie die Vögel und die Eichhörnchen, die im Baum auf Futtersuche unterwegs waren, aus. Sie jubelten lange, doch die Waldbewohner interessierte das wenig. Schon gar nicht die Vögel, denn die machten sich nichts aus Kastanien. Nur das Eichhörnchen, das an seine fehlenden Wintervorräte dachte, schmunzelte.
“Man wird sehen”, murmelte es und wartete.
Doch da war ein anderer, der sich ein bisschen über diese vorlauten Kastanienfrüchte ärgerte. Es war der Herbstwind, der mit einer lauen Brise über die Bergkämme strich und den Späßen der vorwitzigen Früchten lauschte.
“Wartet, ihr Früchtchen”, sirrte er den Kastanien zu. “Da ist doch einer, den ihr fürchten solltet. Bald seid ihr reif!”
Er meinte Continue reading »

Kastanienpfannkuchen

“Achtung” Rezept! – Kastanienpfannkuchen

Neben der Rosskastanie, die für Rehe und Wildschweine ein Leckerbissen sind, gibt es auch Kastanien, die man essen kann. Die schmecken sehr lecker. Ihr kennt sie bestimmt von Rummelplätzen oder Weihnachtsmärkten, wo ihr sie beim Maronimann kaufen könnt. Es sind Esskastanien oder Maronen (so nennt man sie in der Schweiz und in Italien). Aus ihnen kann man tolle Gerichte, sogar Kuchen und Süßspeisen, zaubern. Esskastanien wachsen im südeuropäischen Waldgebieten. Aber auch bei uns findet ihr sie in den Wäldern warmer Gebiete, wo auch Weinbau betrieben wird. Großen Spaß macht es, hier im Herbst durch die Wälder zu streifen und im Herbstlaub nach Esskastanien zu suchen. Aber Vorsicht: Die Hüllen der Esskastanien sind mächtig stachelig. Wie kleine, runde, gelbgrüne Igel sehen sie aus mit kleinen, spitzen Stacheln.

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Esskastanien (Maronen) mit ihren Stachelhüllen

Hast Du Appetit auf Kastanien-Pfannkuchen, pardon, auf Keschte-Crepes?

Keschte-Crepes = Kastaniencrepes (oder Kastanienpfannkuchen)

Zutaten: 200 g Dinkelmehl, ca. 100 g Kastanien, ¼ l Wasser, eine Prise Meersalz, 5 Eier, 2 EL Olivenöl und Butter zum Backen

Zubereitung:
Du brauchst Kastanienmousse: Die gewölbte Seite der Kastanien schneidest du mit einem Messer kreuzweise ein, dann gibst du sie in einem Topf mit kaltem Wasser geben und kochst sie kurz auf. Nun musst du die Früchte noch heiß gründlich schälen. Danach werden die Kastanien nochmals aufgekocht so lange, bis sie weich sind. Dann kannst du sie durch ein Sieb passieren und das Mousse ist zubereitet.

Nun das Mehl mit dem Kastanienmousse und dem Wasser verrühren. Danach Salz zugeben, die Eier und das Olivenöl. Alles gut miteinander vermischen.
Den fertigen Teig lasse nun mindestens eine halbe Stunde ruhen!

Dann geht’s los:
Etwas Butter in der Pfanne erhitzen. Dann so viel Teig in die Pfanne geben, dass Boden dünn bedeckt ist, und von beiden Seiten ausbacken.
Und am besten schmeckt es, wenn man den Crepe gleich aus der Pfanne „nascht“ ;)

Du kannst nun aber auch einen Crepe-„Berg“ bauen: Du häufelst die fertigen Crepes zu einem „Berg“ an und bestreust ihn mit Puderzucker und ab damit zu Tisch, damit Ihr diesen „Berg“ noch warm genießen könnt.

© Elke Bräunling

SCHULGESCHICHTEN

So langsam fängt die Schule nun wieder an. Freut Ihr Euch? Oder habt Ihr mulmige Gefühle im Bauch? Oder seid Ihr traurig, dass die Ferien zu Ende gehen?
Nur Mut! Das wird schon! Und die nächsten Ferien, ja, die stehen schon fast vor der Tür.

Nein, die Ferien sollen nicht zu Ende gehen: Nie mehr Schule

Vorfreude auf die Schule, Meike kommt in die erste Klasse, Fabian wechselt aufs Gymnasium: Die Schule, das Heute und das Morgen

Schule und doofe Spitznamen: Der Spitzname Glühwürmchen klingt lieb

Angst auf dem Schulweg?: Jule und der Wunderstein

Neu in der Schule?: Der Angstkäfertanz in Evas Bauch

Angst vor der Klassenarbeit?: Angst mit roten Punkten

Glück bei der Rechenaufgabe an der Tafel?: Der kleine Glücksschimmer und das Glück

Uropa erzählt von früher, als er ein kleiner Junge war und in die Schule ging: Die Schule, das damals und das heute

Schulfreunde und ein bisschen verknallt?: Die Sache mit dem seltsam schönen Kribbeln

Ärger auf dem Schulweg? Nicht mit Kirsten: Kirsten und die Wut im Bauch

Umzug und noch keine neuen Freunde und ein wenig Angst?: Die Ballonfahrt

Kein Bock auf Schule?: Nie mehr Schule schwänzen

Schule schwänzen?: Schulschwänzer-Tom und die Halsschmerzen

Neue Brille und Schule? Geht gar nicht. Oder?: Florian will keine Brillenschlange sein

Rechnen ist ganz schön schwierig: Rechenstunde mit geraden und ungeraden Zahlen

Morgens aufstehen ist fies: Morgenmuffel-Krankheit

Und hier noch eine kleine Fantasreise: Atem frei, Angst vorbei!

Einige dieser Geschichten findet Ihr auch in dem Buch (Taschenbuch und Ebook): Da wird der Mut ganz groß


Taschenbuch:Da wird der Mut ganz groß: Mutgeschichten für Kinder
Ebook:Da wird der Mut ganz groß


Information

Bei Oma im Herbst

Bei Oma im Herbst

Im Herbst gibt’s bei Oma sehr viel zu tun.
Da bleibt wenig Zeit, sich auszuruhn.
Im Garten muss man Äpfel pflücken,
Birnen, Pflaumen, Brombeern auch,
Nüsse schütteln und sich bücken,
Trauben lesen frisch vom Strauch,
Kräuter und Tomaten ernten,
und Salat, Gemüse, Lauch,
Kartoffeln, Rüben, Gurken, Zwiebeln,
ja, und Blumensträuße auch.
Oma freut sich, und sie hängt,
Blumen, Kräuter auf als Strauß.
So verbleibt ein Stück vom Sommer
duftig bunt in Omas Haus.
Das Gemüse und die Äpfel
lagert Oma sorgsam ein
drunten in dem dunklen Keller.
Frisch soll es im Winter sein.
Aus den Früchten zaubert Oma
Marmelade, Mus und Kuchen,
und wir naschen, schlecken, schmausen,
wenn wir sie im Herbst besuchen.

© Elke Bräunling

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Aufbruch im Kartoffelfeld

Morgen ist Kartoffelernte und heute, ja, heute geht es ganz schön bunt zu im Kartoffelfeld. Lausche mal!

“Ich befürchte, meine lieben Freunde, morgen ist es wieder so weit”, sagte der Kartoffelkönig eines Tages zu seinem Volk.
“So weit?”
“Wie weit?”
“Warum weit?”
“Was weit?”, fragten die jungen, kleinen Knollen neugierig, während ihre älteren Kollegen leidvoll stöhnten und klagten.
“Sehr weit. Erntezeit!”, erklärte eine besonders dicke Knolle.
“Leidenszeit”, ergänzte eine weitere.
“Abschiedszeit”, jammerte eine dritte.
Die Jungkartoffeln wunderten sich. Ernte? Leiden? Abschied? Sie konnten das nicht begreifen.
“Ist das eine Jammerzeit?”, fragten sie.
“Jaaa!”, heulten die Altkartoffeln auf, und die besonders dicke Knolle jammerte am lautesten:
“Mit ihren scharfen Erntemaschinen werden sie kommen, die Menschen, uns unsanft aus der Erde reißen und uns die Heimat nehmen. Huhuhuuuuuu.”
“Und dann werfen sie uns – knallpeng – auf einen Erntewagen, als ob wir Spielbälle seien”, ergänzte eine weitere Kartoffel. “Das tut so weh! Ojeoje!”
“Und dann?”, fragten die kleinen Jungkartoffeln neugierig, denn sie konnten sich darunter gar nichts vorstellen. “Vielleicht ist es auf so einem Erntewagen ja ganz lustig?”
“Und man kann den Himmel sehen.”
“Und die Sonne.”
“Licht und Sonne machen uns ungenießbar”, sagte der Kartoffelkönig.
“Ach, wenn dem doch nur so wäre und die Menschen uns tagelang in der Sonne liegen lassen würden!”, seufzte die dicke Knolle. “Aber nein. So schnell wie möglich fahren sie uns zum Bauernhof, und dort werden wir aussortiert, gemein voneinander getrennt und in Säcke verpackt. Und dann geht´s – huhuuu – zum Großmarkt.”
“Oder zum Supermarkt”, rief ihre Nachbarin. “Das hat mir eine Kollegin erklärt.”
“Oder gleich in die Küche des Bauern”, sagte eine längliche Kartoffel betrübt, und vor Gram runzelte sie ihre Haut.
“Und dann?”, rief eine vorwitzige Jungkartoffel wieder. “Das ist doch interessanter, als immer im dunklen Boden zu hocken, oder?”
“Genau!”, riefen die anderen Jungkartoffeln, die noch sehr neugierig auf das Leben draußen waren. “Hier ist es doch langweilig. Wir wollen etwas erleben. Warum also heult ihr alle?”
“Ihr vorwitzigen Grünschnäbel”, lachte der Kartoffelkönig, während ringsum ein Wehklagen und Heulen erschallte. “Neugierde ist zwar eine schöne Sache, doch nicht immer von Vorteil. Ihr habt es für dieses Jahr gut getroffen, denn ihr werdet aussortiert und im nächsten Frühjahr wieder frisch in die Erde gesteckt.”
Hm! Na ja, so verlockend fanden die Jungkartoffeln diese Aussicht nicht.
“Und ihr?”, murrten sie.
“Ich werde mich noch heute Nacht tief in die Erde zum Winterschlaf zurückziehen”, erklärte der Kartoffelkönig. “Und eure armen Kollegen…”
Wieder fingen alle Kartoffeln zu weinen an.
“Ja”, schluchzte eine. “Sprich es ruhig aus!”
“Wir”, kreischte eine andere. “Wir werden aufgefressen. So einfach ist das. Huch. Und so gemein!”
“Aufgefressen? Was ist das?”, fragten die Jungkartoffeln erstaunt, denn darunter konnten sie sich gar nichts vorstellen.
Eine Antwort darauf erhielten sie aber nicht. Sie ging in dem lauten Geschluchze und Geweine irgendwie unter. Das war auch gut so. Manchmal ist es besser, wenn man nicht alles weiß, oder?

© Elke Bräunling

Auf dem Kartoffelfeld im Herbst bist du auch in diesen Geschichten:
Der kleine Bär und der Kartoffelzwerg
Ein besonderer Schultag im Herbst – Die Kartoffelernte
Köstlichkeit in dunkler Erde – Ein Kartoffel- und Erntedankgedicht



Geschichten, Gedichte, Lieder und kleine Rollenspiele zu Ernte und Erntedank findest du im Buch “ERNTEZAUBER”, erschienen in der Neubearbeitung des Buches “Hallo Opa! Erzählst du mir eine Geschichte vom Erntedank” neu im August 2014:


Taschenbuch:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten und Lieder
Ebook:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten, Gedichte, Spiele und Lieder

Information


Der kleine Bär und die Silberfäden im Herbst

Der Herbst beginnt spannend – und auch etwas verwirrend – für den kleinen Bären. Was, überlegt er sich, sind das für silbern glitzernde Fäden überall im Wald und auf der Wiese?

“Nanu?” Verwundert stand der kleine Baer an einem Herbstmorgen am Rande der Waldwiese. Die glitzerte und glänzte hell im Licht der ersten Sonnenstrahlen. Viele Silberfäden, tausend und noch mehr, hatten sich über Gräser und zwischen die Wiesenkräuter und -blüten gelegt. Es war, als verzierten sie die Wiese mit Schmuckbändern und Perlenketten. Schön sah das aus.
Der kleine Baer staunte. Er zögerte. Dann betrat er vorsichtig die Waldwiese, die sich in eine Zauberwiese verwandelt hatte, und griff nach diesen fremdartigen Fäden.
Aber was war das? Die seltsamen Fäden blieben in seinem Fell hängen. Sie klebten richtig. Erschrocken pulte der kleine Bär sie aus seinem Bauch und aus Armen und Beinen. Sie glänzten jetzt gar nicht mehr schön.
“Hey, geht weg!”, rief der kleine Bär.
Doch nichts geschah. Nur die Sonne Continue reading »

Das Eichhörnchen und die kostbare Zeit

Überall trifft das Eichhörnchen heute Tiere und Pflanzen, die traurig sind über das Ende des Sommers? Aber ist Herbst nicht auch schön?

“Hoffentlich treffe ich heute nicht wieder einen weinenden Apfel”, murmelte das Eichhörnchen, als es sich an diesem frühen Herbsttag auf seine tägliche Waldrunde begab.
Leise schlich es an den Apfelbäumen vorbei. Vor lauter Schleichen vergaß es, vorsichtig zu sein und stieß gegen die großen, hohen Blumen, deren Köpfe kleinen Sonnen glichen. Es hatte diese sonnigen Blumen schon oft gesehen, aber warum ließen sie heute die Köpfe hängen? Der Tag war doch so sonnig und warm und schön!
Das Eichhörnchen wunderte sich.
“Wenn ich es nicht besser wüsste”, murmelte es, “würde ich sagen, sie trauern. Aber warum nur?”
Traurige Sonnen? Hm!
Das Eichhörnchen machte, dass es weiter kam. Mit Traurigkeit hatte es heute nichts am Hut!
Unterwegs traf es Continue reading »

Das Eichhörnchen und der traurige Apfel

Vom Regen und von Regentränen. Können auch Äpfel weinen?

“Warum weinst du, Apfel?”, fragt das Eichhörnchen, das in den Bäumen der Streuobstwiese im kleinen Waldtälchen auf Nahrungssuche unterwegs war.
“Phschhhhhh!” Der Apfel schluchzte. “Wei-hei-einen? Wa-a-as ist das?”
“Weinen?” Das Eichhörnchen überlegte. In den Menschengärten hatte es das Weinen kennen gelernt und – irgendwie – rasch wieder vergessen. Hier im Wald weinte nämlich keiner. Naja, fast keiner.
Der Apfel schluchzte wieder, lauter nun.
“Weinen, das ist, wenn Wasserperlchen über deine Wangen tropfen und deine Apfelhaut nass machen”, sagte das Eichhörnchen schnell. Es war nun etwas verlegen. Eigentlich hatte es geplant, ein wenig von dem köstlichen Fruchtfleisch des Apfels zu naschen. Aber wer brachte es übers Herz, in schluchzende Apfelbäckchen zu beißen?
“Re-e-egen ma-hc-chat meine Apfelbacken auch nass”, klagte der Apfel. “Aber er ma-hc-chat mich ni-hi-hicht so-ho traurig.”
Ein Zittern durchlief den Apfelkörper und viele Continue reading »

Der Apfeltraum im Apfelbaum

Der Apfeltraum im Apfelbaum

Hoch in einem Apfelbaum
träumt’ ein Apfel einen Traum.
“Ha! Der Schönste bin ich. Seht,
wie gut mir dieses Schönsein steht!
Rot die Backen, prall und rund,
zudem bin ich kerngesund.
Jeder, der mich sieht, ruft: ‘Oh!
diesen Apfel mag ich so!
Lieber Apfel, komm zu mir!
Mir gelüstet sehr nach dir.’
Nicht mit mir. Ich rufe: ‘Pah!
Ich bin nicht für jeden da!'”
Sprach’s und streckte sein Gesicht
zu der Sonne hellem Licht.
Längst war’n alle Äpfel fort,
nur der Apfel hing noch dort
oben hoch in seinem Baum.
Wahr geworden war sein Traum.
Als der Winter zog ins Land,
man ihn dort noch immer fand.
Er hängt jetzt noch, welk, verfroren,
seine Schönheit ist verloren.

© Elke Bräunling

Lesen ist nicht doof

Leseratte Marie hat immer neue Ausreden, wenn ihre Freunde spielen wollen. Ihre Bücher sind immer so spannend …

„Ich kann nicht mitspielen”, sagt Marie mit leidender Stimme und langt an ihren Kopf. „Bestimmt habe ich Fieber.” Sie greift zu ihrem Buch, legt sich ins Gras und schmökert.
Ihre Freunde murren, denn ohne Marie macht Spielen nur halb so viel Spaß.
„Gestern konntest du nicht spielen wegen deiner Bauchschmerzen”, sagt Max.
„Und vorgestern wegen dem blauen Flecken an deinem Arm”, meckert Felix.
„Und vor drei Tagen war es dieser Hautausschlag von den Brennnesseln”, beschwert sich Anne. „Eigentlich hast du jeden Tag eine neue Krankheit.”
„Marie schwindelt!”, meint Felix. „Sie hat keine Lust zum Spielen. In der Schule ist sie nämlich immer ganz okay und in den Pausen tobt sie mit den anderen auf dem Schulhof herum. Da ist sie nie krank.”
„Petze!”, sagt Marie und liest weiter.
„Du bist eine Krankspielerin”, schimpft Max, „und ich finde das ganz schön gemein.”
„Krank ist krank”, sagt Marie und grinst. Sie hat nämlich gerade gar keine Zeit zum Spielen, weil sie Continue reading »

Mia und der kleine Ärger

Es lohnt nicht, sich über andere zu ärgern, auch nicht in der Schule

Mia ist sauer. “Herr, lass Hirn regnen!”, hat Alex beim Fußballspielen zu ihr gesagt. Weil sie zwei Mal wegen diesem doofen Abseits den Ball an die Gegnermannschaft abgeben musste. Das ist bloß passiert, weil Mia zu schnell gelaufen ist und weil sie unbedingt auch ein Tor schießen wollte.
“Das mit dem Abseits begreift ihr Weiber nie!”, hat Alex laut gerufen und blöde dabei gelacht.
Klar, dann haben alle gelacht.
“Ich bin doch nicht doof!”, hat Mia zurückgerufen. “Nur ein bisschen schneller bin ich. Pah!”
Da haben alle noch mehr gelacht und Alex hat, ebenso laut wie vorher, gegrölt: “Die Rechenarbeit vorgestern hast du auch verhauen. Fußball und Rechnen, ha, das kapieren Mädchen nie!”
Wie gemein. Vorgestern hatte Continue reading »

Die Ballonfahrt

Neu in der Stadt, neu in der Schule und keine Freunde. Umziehen ist doof. Oder doch nicht?

Wie immer nach dem Umzug nach Burgbach ist Christian am Nachmittag alleine zu Hause. Mit den Kindern aus dem Wohnviertel mag er nicht spielen. Die sind so fremd, und Christian fürchtet sich vor ihnen. Besonders den großen Benno, der immer so laut herumtönt und “blöder Stadtzwerg” zu ihm sagt, mag Christian überhaupt und gar nicht leiden. Bestimmt würde der ihn bloß verhauen! Nein, da bleibt Christian lieber zu Hause und langweilt sich.
So auch heute. Christian sitzt am Fenster und schaut den Wolken am Himmel hinterher.
“Fliegen müsste man können”, seufzt er. “Ach, schön wäre das! Und überhaupt nicht langweilig.”
Auf einmal sieht er einen großen Ballon über den Himmel fahren. Bunt glitzert er im Licht der Sonnenstrahlen, und das sieht so toll aus, dass Christian auf die Straße läuft, dem Ballon hinterher. Wohin er wohl fahren mag? In die nahe Stadt? Über die Berge? Oder einfach so aufs Geradewohl nach Irgendwo?
“Ja, nach Irgendwo ins Land Überall”, ruft Christian und wünscht sich, auch in der kleinen Gondel zu sitzen und mit dem Ballon in das Land Überall zu fahren.
Da, der Ballon senkt sich herab, tief und tiefer, und macht Continue reading »

Atem frei, Angst vorbei

Atem frei, Angst vorbei
Angst vor der Schule? Hier ist eine Fantasiereise mit Atemübung und Mutspruch für dich

Klopft dein Herz wieder einmal besonders heftig?
Und grummelt die Angst in deinem Bauch?
Keine Bange…
Setze oder lege dich hin und stelle dir vor, du liegst auf einer Wolke.
Ruhig und langsam schwebt die Wolke mit dir über den Himmel.
Schön ist das.
Und wie still es ringsum ist!
Spürst du die Stille?
Versuche, dich auch so still und ruhig zu fühlen.
Atme ruhig und gleichmäßig ein und aus!
Ein und aus. Ein und aus.
Achte darauf, dass sich beim Einatmen dein Bauch hebt und beim Ausatmen wieder senkt!
So atmest du richtig.
Ein und aus. Ein und aus.
Sage dir dabei vor:
„Atem frei, Angst vorbei!“
Sage dir diesen Mutspruch mehrere Male vor:
„Atem frei, Angst vorbei!“
„Atem frei, Angst vorbei!“
„Atem frei, Angst vorbei!“
Spürst du, wie ruhig du wirst?
Spürst du, wie dein Herz schon viel langsamer pocht?
Und du atmest weiter ganz ruhig ein und aus.
Ein und aus.
„Atem frei, Angst vorbei!“ sagst du dir dabei.
Wieder und immer wieder sagst du diesen kleinen Mutspruch.
„Atem frei, Angst vorbei!“
Du bleibst noch ein Weilchen auf deiner Wolke liegen und schwebst weiter über den Himmel.
Du siehst andere Wolken an dir vorüberziehen.
Vögel, kleine und große.
Ein Flugzeug.
Du winkst und schwebst weiter.
Und die ganze Zeit atmest du ganz langsam ein und aus.
Ein und aus. Ein und aus.
Nun schaust du hinab zur Erde und siehst eine winzig kleine Gestalt.
Sie schaut zu dir hoch, die Gestalt.
Du winkst ihr zu.
Dann bittest du die Wolke, dich hinab zur Erde zu bringen.
Die Wolke dreht sich zur Antwort einmal langsam im Kreis.
Dann schwebt ihr gaaaanz langsam zur Erde hinab.
Gaaaaanz langsam.
Und gaaaaanz ruhig und gleichmäßig und langsam atmest du ein und aus.
Ein und aus und ein und aus.
„Atem frei, Angst vorbei!“
Dann seid ihr wieder Zuhause angekommen, deine Wolke und du.
Du sagst „Tschüs“ und „Danke für die schöne Reise“ und kletterst aus dem weichen Wolkenbett heraus.
Recke und strecke dich und stehe auf.
Ganz ruhig fühlst du dich nun.

© Elke Bräunling


Mutsonnensternchen, Foto © Elke Bräunling

Kirsten und die Wut im Bauch

Typen, die auf dem Schulweg lauern und Stress machen, kann Kirsten gar nicht leiden. Sie will sich wehren. Aber wie?

Kirsten mag nicht gerne alleine von der Schule nach Hause gehen. Wegen Paule, der oft am Wegrand steht, mit den Fäusten droht und ”Wegzoll!” brüllt. Schon oft hat Kirsten aus Angst vor Prügel ihr letztes Taschengeld an Paule abgegeben. So auch heute. Mit einer großen Wut im Bauch kommt sie nach Hause. Zwei Euro hat Paule ihr abgeknöpft.
”Das ist nicht fair”, schimpft sie. ”Bloß weil ich kleiner und schwächer bin als dieser Kerl!” Verärgert blättert sie in der Zeitung, die auf dem Küchentisch liegt. WEN-DO, DIE NEUE SELBSTVERTEIDIGUNG! steht da. Kirsten kichert. WEN-DO klingt komisch. Doch dann denkt sie an Paule, und sie betrachtet sich die Bilder zu den Selbstverteidigungsübungen genauer. Continue reading »

Angst ist doof

Ein Leben ganz ohne Angst, geht das?

“Angst ist doof“, sagt Tim zu Jan. „Ich möchte stark und mutig sein und mich nie mehr fürchten.“
“Wie ein Comic-Held?”, fragt Jan.
“Genau so. Keiner würde mich dumm anmachen.“
“Und genau dann hättest du keine Freunde mehr”, meint Jan.
“Wieso? Ich tue doch niemandem etwas”, wundert sich Tim. “Ich will nur keine Angst mehr haben. Dann könnte ich alles tun, was ich möchte: Auf Continue reading »

Lisa, Papa und die Arbeit

Papa hat wieder keine Zeit, mit Lisa in den Zirkus zu gehen. Immer muss er arbeiten

Lisa tobt. Sie ist wütend wie lange nicht mehr. Auf Papa! Der hat ihr nämlich einen Zirkusbesuch für heute Nachmittag versprochen, aber nun ist er nicht rechtzeitig nach Hause gekommen. Wegen seinem Chef, sagt Mama.
„Immer wegen diesem blöden Chef“, schimpft Lisa. „Alles macht der kaputt, weil Papa fast nie mehr Zeit für mich hat.“
Mama seufzt. „Für mich hat Papa auch nur wenig Zeit. Sei nicht traurig, Lisa. Papa muss Überstunden machen, damit sein Chef nicht wütend auf ihn ist.“
„Pah! Soll er Continue reading »

Pit hat Geburtstag

Rosen für alle Geburtstagskinder

Wenigstens am Geburtstag möchte Pit einmal berühmt sein und reich beschenkt werden. Aber macht es Spaß, berühmt zu sein?

“Einmal im Jahr müsste man berühmt sein”, sagt Pit oft. “Nur einmal im Jahr. Am Geburtstag.”
Viele Leute würden dann kommen und gratulieren, ganz viele: aus der Schule, aus dem Dorf und sogar aus der Stadt. Und alle würden sie etwas mitbringen, ein Geschenk, eingepackt in buntes Seidenpapier. Pit packt nämlich für sein Leben gern Päckchen aus. Ja, und dann würden sie ihm die Hand schütteln, ihn hochleben lassen und “Happy Birthday” singen. Nur für ihn. Einmal im Jahr.
“Das wäre toll”, schwärmt Pit, als er am Abend vor seinem Geburtstag im Bett liegt. Immer wieder denkt er an die geheimnisvolle Geburtstagsüberraschung, deretwegen seine Eltern seit Tagen miteinander tuscheln.
“Ach je”, seufzt er. “Wie soll es ein schöner Geburtstag werden, wenn keiner kommt?”
Pit hat nämlich in den Ferien Geburtstag, und da sind seine Freunde meist verreist. So ein Pech! Wie gerne hätte er seinen Geburtstag mit allen Freunden gefeiert, schön mit Kakao und Kuchen, Ratespielen und Sackhüpfen, Würstchen und Kartoffelsalat. Doch wenn keiner da ist zum Mitfeiern?
“Fade ist das”, murmelt er. “Richtig fade.”
Und Pit beginnt, vor sich hinzuträumen. “Berühmt müsste man halt sein. Dann würde keiner verreisen. Nein, dann nicht.” Continue reading »

Der Luftballon-Wettkampf

So kann’s passieren mit Angebern. Manchmal

Die bunten Luftballons, die an einer dicken Schnur zu einem Strauß zusammengebunden auf Käufer warten, streiten sich. Jeder will der schönste und größte sein. Und jeder gibt mächtig an.
Besonders toll treibt es der rot-blau-gepunktete Luftballon.
„So groß wie ich“, tönt er, „ist keiner von euch. Seht ihr?“
Und er pumpt und pumpt und pumpt mehr und noch mehr Luft in sich hinein. Er hört gar nicht mehr auf damit.
Seine Kollegen staunen. Der ist ja wirklich mächtig stark und riesig toll drauf.
„Seht den dicken Luftballon“, ruft da ein kleines Mädchen und deutet auf den rot-blau-gepunkteten Angeber-Luftballon. „Wie toll groß der ist!“
Da freut sich der rot-blau-gepunktete Luftballon so sehr, dass er noch mehr Luft in sich hineinpumpt. Vor lauter Stolz vergisst er, aufzupassen. Er pumpt und pumpt und pumpt und… ja, und dann macht es laut ´Pffft´. Der Angeberluftballon zerplatzt mit einem lauten Knall. Nichts mehr übrig ist von ihm. Nur ein paar rot-blaue Plastikfetzen fallen zu Boden.
„Bumm hat´s gemacht!“, ruft das kleine Mädchen begeistert. Es klatscht in die Hände und läuft schnell davon.
© Elke Bräunling

Weitere Geschichten auf der Kirmes/auf dem Jahrmarkt findest du hier:
Max und der Luftballonstrauß
Lena und die Mutprobe auf dem Jahrmarkt
Der kleine Rabe und das Riesenrad

Die Sonne und das Blatt

Warum das Blatt mit der Sonne in diesem späten Sommer so gar nicht mehr einverstanden ist

“Hallo Sonne!”, sagte das Blatt. “Ich freue mich, dass du mich jeden Tag für ein Weilchen besuchst. Aber du tust mir nicht gut. Deine Strahlen verbrennen meine Haut. Sie machen sie trocken, braun und dünn.”
“Es ist später Sommer”, erwiderte die Sonne mit einem Schmunzeln. “Es ist meine beste Zeit.”
“Meine auch!”, rief das Blatt. Nein, es schrie es fast. “Es ist auch meine beste Zeit. Meine letzte Lebenszeit. Und die möchte ich genießen, möchte sie leben. Frei und ohne Verletzungen. Also bitte, zieh weiter, Sonne! Lass ab von mir. Du tust mir weh.”
“Eigentlich bin ich es gewohnt, dass man mich liebevoll Willkommen heißt und meine Strahlenkinder freudig aufnimmt.”
In der Stimme der Sonne lag so etwas wie erschrockene Verwunderung. “Meinst du nicht, auch wir könnten uns arrangieren und Freunde sein?”
Besänftigend legte sie ihre Sonnenarme auf das Blatt. Es war, als wolle sie Continue reading »

Wolkentanz am Himmel

Wolkentanz am Himmel

Wolken tanzen wie Schafe am Himmel.
Es ist ein ganz schön wildes Gewimmel.
Sie holpern und poltern, wild geht es zu,
es rummst und des bummst, und -peng- dann ist Ruh.
Der Wind und der Sturm, die beiden
könnnen die Schafswolkenbande nicht leiden
und haben sie, weil sie sie so geplagt,
mit Donner und Blitz weit fortgejagt.
Die Wolkenschafe haben geflucht
und ganz schnell das Weite gesucht.
Schmollend sind sie rasch fortgezogen
holterdipolter zum Regenbogen.
Nun toben sie dort – es ist nicht gelogen.
Wolkenschafe sind halt recht ungezogen…
© Elke Bräunling

Als Tim ‚Stierkampf’ spielte

Die Sache mit Stieren, Ochsen und dem “Rot”-Sehen – Eine Feriengeschichte auf dem Land

Der Stadtjunge Tim hatte Lust auf ein tolles Ferienabenteuer. Er deutete zur Weide. „Die Kuh dort langweilt sich bestimmt.“
„Die Kuh ist ein Ochse“, sagte Jonas, der Sohn des Bauern.
„Umso besser“, freut ich Tim. „Eine Kuh wäre für einen Stierkampf viel zu langsam.“
„Du willst Stierkampf spielen?“, fragte Jonas. „Lass das lieber!“
„Ich hab keine Angst.“
Ehe Jonas noch etwas sagen konnte, zog Tim seinen roten Pullover aus, stieg über den Zaun und stapfte zu dem Ochsen hinüber. Mutig baute er sich fünf Schritte vor ihm auf.
„Wir spielen Stierkampf“, sagte er zu dem Ochsen. „Ich bin Continue reading »

Eine seltsame Begegnung am Waldrand

Beim Schuleschwänzen erlebt Max am Waldrand eine ganz eigenartiges Abenteuer. Oder ist er auf einmal in einer falschen Zeit gelandet?

Auf dem Schulweg bog Max an einer Wegkreuzung ohne weiter nachzudenken ab und trottete langsam aus dem Städtchen hinaus zum nahen Wald.
„Eine gute Idee“, murmelte er, als er sich wenig später am Waldrand ins Gras setzte. „Während sie in der Schule das blöde Diktat schreiben, habe ich einen tollen Sonnentag.“
Er beobachtete den Bussard am Himmel, lauschte dem Vogelgezwitscher, beobachtete eine Ameisenstraße und seufzte zufrieden. „Hier bleibe ich bis Schulschluss. Es gibt so viel zu sehen, dass mir nicht langweilig wird. Verhungern muss ich auch nicht. Bestimmt finde ich Himbeeren und Walderdbeeren.“
Das schlechte Gewissen meldete sich. „Ich könnte für Mama Beeren pflücken. Dann ist sie nicht ganz so sauer, wenn sie erfährt, dass ich Schule schwänze.“
Max griff nach der Dose mit den längst aufgegessenen Pausenbroten und trottete zu den Himbeerbüschen hinüber. Er hatte Glück. Schon viele Beeren waren reif und an der Böschung lachten ihm rote Walderdbeeren entgegen.
„Ganz schön viel Arbeit“, murmelte Max. Er überlegte und …
Da. Es raschelte im Unterholz, ein Ast knackte und Continue reading »