Ein neues Zuhause für Elkes Kindergeschichten

elkesblogbaerchen

Immer wieder nun wird eine weitere Geschichte in das neue Blog-Zuhause von “Elkes Kindergeschichten” einziehen.
So werden nach und nach die Texte aus dem alten Blog hier ihre neue Heimat finden, ja, und NAGELNEUE Geschichten und Gedichte wird es auch geben.

Langsam, mit etwas Geduld, entsteht so ein neues Heim für “Elkes Kindergeschichten”.
Langsam, denn Gut Ding will Weile haben.

Seid herzlich Willkommen, liebe Besucher, und fühlt Euch wohl hier!

Liebe Grüße

Elke

Glück für den Kürbis

Glück für den Kürbis

Der Kürbis sprach: „Mir ist’s nicht schnuppe.
Ich habe keine Lust auf Suppe.
Ich möcht auch kein Gemüse sein
und auch kein Futter für das Schwein.”
Er lag am Markt auf einem Tisch
und grauste sich.

“Was grämst du dich?”, rief da die Rübe.
“Die Zukunft von uns, die ist trübe.
Man kocht uns und man isst uns auf.
So ist nun mal der Dinge Lauf.“
Der Menschen Hunger, der ist groß
und unser Los.”

Da kam ein Kind. Es sah die beiden
und sagte leis’: „Ihr sollt nicht leiden.
Ich schnitze aus euch ein Gesicht
und stell in euren Bauch ein Licht.
So leuchtet ihr in dunkler Nacht
und haltet Wacht.“

Es war, als spürte man sie beben.
„Du meinst, wir dürfen weiter leben?“
Die beiden Freunde riefen’s froh.
Für manche ist’s im Leben so,
dass man es trifft ein kleines Stück.
Man nennt es: Glück!

© Elke Bräunling

Der eitle Kürbis

Schönsein ist nicht immer von Vorteil. Das erkennt auch der eitle Kürbis.

Heute ist Erntetag. „Es ist höchste Zeit“, brummt ein besonders schöner Kürbis. „Hier langweilt man sich ja zu Tode.“
Die anderen, weniger prächtigen Kürbisse nicken: „Nun werden wir endlich etwas erleben!“
Da lacht der Superkürbis höhnisch auf. „Ihr Kleinköpfe werdet doch bloß zerschnipselt, gekocht und aufgegessen! Ich aber“, er streicht sich wohlgefällig über den Leib, „bin zu schön, um zerhackt zu werden. Aus mir wird etwas ganz Besonderes.“
Die Kürbisse staunen. Recht hat er, der schöne Kollege! Was kann aus ihnen denn schon werden?
Auch die Bauersleute wundern sich, als sie den ´Superkürbis´ entdecken.
„Ein Mordskerl“, sagen sie und Continue reading »

Drachengeschichten

Herbstzeit ist Drachenzeit. Herbstzeit ist auch Geschichtenzeit, und deshalb gibt es hier nun ein paar Links zu Geschichten, die über oder von oder mit Drachen handeln.
Habt Spaß damit!

Tim und der neue Drache
Der Drachendrache
Der Drache und die Freiheit
Opas Abenteuer mit dem Zauberdrachen
Der kleine Rabe und der Drache
Mia und die Herbsttraumreise zur Xanitopiwüste

Und hier kommt ein paar etwas andere Drachen:
Der Drache und die Ritter
Der Drache Fauchi und die fliegenden Ungetüme
Der rote Kopf, der tapfere Ritter und der wilde Drache
Der Weihnachtsdrache

Der Drache und die Freiheit

Als der schöne Herbstdrache sich frei sein wollte und sich selbständig machte

„Frei möchte ich sein und über den Himmel fliegen“, rief der große bunte Drache mit dem Zackenschwanz und dem frechen Grinsgesicht. „Hinauf in die Lüfte würde ich reisen bis zum Mond und weiter in den Himmel hinauf.“
Er zerrte unwillig an der Leine, an der ihn die Kinder unten auf der Wiese fest hielten, doch er kam nicht los. Gemeinheit! Der Drache ärgerte sich. Er hatte keine Lust, immer nach der Pfeife der Kinder zu tanzen.
„Frei will ich sein!“, rief er wieder. „Hört ihr?“
„Dann mach dich endlich frei!“, pfiff ihm der Wind lockend um die Ohren. „Du wirst es doch wohl schaffen, dich von dieser lächerlichen Leine zu befreien?“
„Und du wirst es doch wohl schaffen, mich von Continue reading »

Tim und der neue Drache

Einen tollen Traum hat Tim von einem Abenteuer, das er mit seinem neuen Herbstdrachen erlebt

Stolz blinzelte Tim am Abend von seinem Bett aus zu dem Drachen, den er mit seinen Freunden gebaut hatte, hinüber.
“Morgen geht´s los!“, freute er sich. “Mindestens hundert Meter und mehr wirst du in den Himmel steigen. Klar?”
Der Drache ruckte ein bisschen. Es sah aus, als würde er nicken.
Tim lachte. Da spürte er, wie der bunte Drachenzackenschwanz über sein Gesicht strich. Komisch. Doch ihm blieb wenig Zeit zum Wundern. Schon fegte der Wind Continue reading »

Mia und die Herbsttraumreise zur Xanitopi-Wüste

Auf einem Drachen ist und über den Himmel gleiten, wer wünscht sich das nicht?

Es ist herrlich windig heute, doch niemand hat Zeit, mit Mia zum Drachensteigen zu gehen. Traurig sitzt Mia mit ihrem Drachen im Garten und sieht den Wolken am Himmel hinterher.
„Am liebsten“, murmelt sie, „würde ich jetzt auch mit meinem Drachen über den Himmel ziehen und um die ganze Welt reisen. Toll wäre das.“
Sie schließt die Augen und denkt darüber nach.
Plötzlich schwebt sie mit ihrem Drachen himmelwärts. Hoch geht es und höher, und dann ziehen Mia und der Drache auch schon mit den Wolken über das Land.
Was für ein Abenteuer! Neugierig sperrt Mia die Augen auf und Continue reading »

Kastaniengeschichten

Herbstzeit ist Kastanienzeit und Kastanien, die lieben alle kleinen und großen Kinder, oder?
Hier findest du Links zu Kastaniengeschichten, -gedichten und -rezepten.
Viel Spaß damit!
:)

Einen kleinen Sachtext über die Kastanie findest du hier: Stacheligel” Kastanie

Kastaniengedichte stehen hier: Das kleine grüne Stachelding
Der Kastanienbaum vor unserem Haus

Und hier findest du weitere Kastaniengeschichten:
Die Kastanien und der Herbstwind
Das kleine Kastanienwunder
Der Herbstwind und die Kastanienbäume am Marktplatz
Die trotzige Kastanie
Die Glückskastanie und das vergessliche Eichhörnchen

Rezept Kastanienpfannkuchen

“Stacheligel” Kastanie

“Stacheligel” Kastanie
Ein Sachtext über die Kastanien mit einem kleinen Rezept

Alle Kinder freuen sich, wenn im Herbst die Kastanien reif sind und die glänzenden braunen Kastanienkugeln aus der harten, grünen Stachelschale herausbrechen. Prima nämlich kann man mit Kastanien basteln. Das macht Spaß.

Aber Vorsicht: Zum Essen sind Rosskastanien nur für Rehe und Wildschweine ein Leckerbissen. Auch kranken Pferde hat man früher Kastanien ins Futter gemischt als Medizin gegen den gefährlichen Rosshusten. Für Menschen dagegen sind Rosskastanien giftig. Wer nur eine dieser rotbraunen Lackkugeln verspeist, bekommt bereits Durchfall und Übelkeit. Dennoch enthält die Rosskastanie wertvolle Stoffe für Medikamente gegen Rheuma und Gicht. Auch hilft sie bei Durchblutungsstörungen, und aus den Blüten lässt sich ein ausgezeichneter Hustentee zubereiten.

Es gibt aber auch Kastanien, die man essen kann, und ich sage euch, die schmecken lecker. Ihr kennt sie bestimmt von Rummelplätzen oder Weihnachtsmärkten, wo ihr sie beim Maronimann kaufen könnt. Es sind Esskastanien oder Maronen (so nennt man sie in der Schweiz und in Italien). Aus ihnen kann man tolle Gerichte, sogar Kuchen und Süßspeisen, zaubern. Esskastanien wachsen im südeuropäischen Wäldern. Aber auch bei uns findet ihr sie in den Wäldern warmer Gebiete, wo auch Weinbau betrieben wird. Großen Spaß macht es, hier im Herbst durch die Wälder zu streifen und im Herbstlaub nach Esskastanien zu suchen. Aber Vorsicht: Die Hüllen der Esskastanien sind mächtig stachelig. Wie kleine, runde, gelbgrüne Igel sehen sie aus mit kleinen, spitzen Stacheln.

Wie lecker geröstete Kastanien schmecken, könnt Ihr in der Herbstzeit selbst ausprobieren, zum Beispiel nach diesem Rezept:

Geröstete Kastanien oder Maronen
Du brauchst Esskastanien/Maronen, die Menge wählst du selbst.
Schneide die gewölbte Seite der Kastanienfrucht über Kreuz ein und lege sie auf ein Backblech.
 Heize den Ofen vor auf ca. 180-200 Grad (Umluft) und backe die Früchte gut 20 Minuten.
 Sie sind gar, wenn die Schalen an der Schnittstelle aufspringen.
Die Kastanien werden nun in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, damit sie etwas abkühlen. Dann kannst du sie schälen und naschen.
Du kannst sie aber auch in einer Pfanne in etwas Butter anrösten und servieren.
 Wer es mag, gibt entweder etwas Rohrzucker oder Meersalz über die Früchte.
 Guten Appetit.
Abwandlung: Du kannst Kastanien auch auf Ofenplatten oder Kaminplatten rösten.

© Elke Bräunling

Die Kastanien und der Herbstwind

Wenn die erste Kastanie am Boden liegt, weiß jeder: Jetzt ist der Herbst da. Und dabei würden die Kastanienfrüchte noch so gerne so lange an ihren Plätzen in den Bäumen bleiben

“Ha! Ihr kriegt uns nicht!”
“Niemand kann uns vom Baum stehlen und aufessen.”
“In unserer Stachelhülle sind wir geschützt.”
“Das Leben ist schön und wir können es ohne Furcht genießen.”
“Uns droht keine Gefahr. Wir sind sicher. Hoho!”
Fröhlich und ein bisschen übermütig reckten die Kastanien ihre Stachelköpfe von der Baumkrone aus der Sonne entgegen. Es schien fast, als lachten sie die Vögel und die Eichhörnchen, die im Baum auf Futtersuche unterwegs waren, aus. Sie jubelten lange, doch die Waldbewohner interessierte das wenig. Schon gar nicht die Vögel, denn die machten sich nichts aus Kastanien. Nur das Eichhörnchen, das an seine fehlenden Wintervorräte dachte, schmunzelte.
“Man wird sehen”, murmelte es und wartete.
Doch da war ein anderer, der sich ein bisschen über diese vorlauten Kastanienfrüchte ärgerte. Es war der Herbstwind, der mit einer lauen Brise über die Bergkämme strich und den Späßen der vorwitzigen Früchten lauschte.
“Wartet, ihr Früchtchen”, sirrte er den Kastanien zu. “Da ist doch einer, den ihr fürchten solltet. Bald seid ihr reif!”
Er meinte Continue reading »

Kastanienpfannkuchen

“Achtung” Rezept! – Kastanienpfannkuchen

Neben der Rosskastanie, die für Rehe und Wildschweine ein Leckerbissen sind, gibt es auch Kastanien, die man essen kann. Die schmecken sehr lecker. Ihr kennt sie bestimmt von Rummelplätzen oder Weihnachtsmärkten, wo ihr sie beim Maronimann kaufen könnt. Es sind Esskastanien oder Maronen (so nennt man sie in der Schweiz und in Italien). Aus ihnen kann man tolle Gerichte, sogar Kuchen und Süßspeisen, zaubern. Esskastanien wachsen im südeuropäischen Waldgebieten. Aber auch bei uns findet ihr sie in den Wäldern warmer Gebiete, wo auch Weinbau betrieben wird. Großen Spaß macht es, hier im Herbst durch die Wälder zu streifen und im Herbstlaub nach Esskastanien zu suchen. Aber Vorsicht: Die Hüllen der Esskastanien sind mächtig stachelig. Wie kleine, runde, gelbgrüne Igel sehen sie aus mit kleinen, spitzen Stacheln.

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Esskastanien (Maronen) mit ihren Stachelhüllen

Hast Du Appetit auf Kastanien-Pfannkuchen, pardon, auf Keschte-Crepes?

Keschte-Crepes = Kastaniencrepes (oder Kastanienpfannkuchen)

Zutaten: 200 g Dinkelmehl, ca. 100 g Kastanien, ¼ l Wasser, eine Prise Meersalz, 5 Eier, 2 EL Olivenöl und Butter zum Backen

Zubereitung:
Du brauchst Kastanienmousse: Die gewölbte Seite der Kastanien schneidest du mit einem Messer kreuzweise ein, dann gibst du sie in einem Topf mit kaltem Wasser geben und kochst sie kurz auf. Nun musst du die Früchte noch heiß gründlich schälen. Danach werden die Kastanien nochmals aufgekocht so lange, bis sie weich sind. Dann kannst du sie durch ein Sieb passieren und das Mousse ist zubereitet.

Nun das Mehl mit dem Kastanienmousse und dem Wasser verrühren. Danach Salz zugeben, die Eier und das Olivenöl. Alles gut miteinander vermischen.
Den fertigen Teig lasse nun mindestens eine halbe Stunde ruhen!

Dann geht’s los:
Etwas Butter in der Pfanne erhitzen. Dann so viel Teig in die Pfanne geben, dass Boden dünn bedeckt ist, und von beiden Seiten ausbacken.
Und am besten schmeckt es, wenn man den Crepe gleich aus der Pfanne „nascht“ ;)

Du kannst nun aber auch einen Crepe-„Berg“ bauen: Du häufelst die fertigen Crepes zu einem „Berg“ an und bestreust ihn mit Puderzucker und ab damit zu Tisch, damit Ihr diesen „Berg“ noch warm genießen könnt.

© Elke Bräunling

SCHULGESCHICHTEN

So langsam fängt die Schule nun wieder an. Freut Ihr Euch? Oder habt Ihr mulmige Gefühle im Bauch? Oder seid Ihr traurig, dass die Ferien zu Ende gehen?
Nur Mut! Das wird schon! Und die nächsten Ferien, ja, die stehen schon fast vor der Tür.

Nein, die Ferien sollen nicht zu Ende gehen: Nie mehr Schule

Vorfreude auf die Schule, Meike kommt in die erste Klasse, Fabian wechselt aufs Gymnasium: Die Schule, das Heute und das Morgen

Schule und doofe Spitznamen: Der Spitzname Glühwürmchen klingt lieb

Angst auf dem Schulweg?: Jule und der Wunderstein

Neu in der Schule?: Der Angstkäfertanz in Evas Bauch

Angst vor der Klassenarbeit?: Angst mit roten Punkten

Glück bei der Rechenaufgabe an der Tafel?: Der kleine Glücksschimmer und das Glück

Uropa erzählt von früher, als er ein kleiner Junge war und in die Schule ging: Die Schule, das damals und das heute

Schulfreunde und ein bisschen verknallt?: Die Sache mit dem seltsam schönen Kribbeln

Ärger auf dem Schulweg? Nicht mit Kirsten: Kirsten und die Wut im Bauch

Umzug und noch keine neuen Freunde und ein wenig Angst?: Die Ballonfahrt

Kein Bock auf Schule?: Nie mehr Schule schwänzen

Schule schwänzen?: Schulschwänzer-Tom und die Halsschmerzen

Neue Brille und Schule? Geht gar nicht. Oder?: Florian will keine Brillenschlange sein

Rechnen ist ganz schön schwierig: Rechenstunde mit geraden und ungeraden Zahlen

Morgens aufstehen ist fies: Morgenmuffel-Krankheit

Und hier noch eine kleine Fantasreise: Atem frei, Angst vorbei!

Einige dieser Geschichten findet Ihr auch in dem Buch (Taschenbuch und Ebook): Da wird der Mut ganz groß


Taschenbuch:Da wird der Mut ganz groß: Mutgeschichten für Kinder
Ebook:Da wird der Mut ganz groß


Information

Bei Oma im Herbst

Bei Oma im Herbst

Im Herbst gibt’s bei Oma sehr viel zu tun.
Da bleibt wenig Zeit, sich auszuruhn.
Im Garten muss man Äpfel pflücken,
Birnen, Pflaumen, Brombeern auch,
Nüsse schütteln und sich bücken,
Trauben lesen frisch vom Strauch,
Kräuter und Tomaten ernten,
und Salat, Gemüse, Lauch,
Kartoffeln, Rüben, Gurken, Zwiebeln,
ja, und Blumensträuße auch.
Oma freut sich, und sie hängt,
Blumen, Kräuter auf als Strauß.
So verbleibt ein Stück vom Sommer
duftig bunt in Omas Haus.
Das Gemüse und die Äpfel
lagert Oma sorgsam ein
drunten in dem dunklen Keller.
Frisch soll es im Winter sein.
Aus den Früchten zaubert Oma
Marmelade, Mus und Kuchen,
und wir naschen, schlecken, schmausen,
wenn wir sie im Herbst besuchen.

© Elke Bräunling

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Aufbruch im Kartoffelfeld

Morgen ist Kartoffelernte und heute, ja, heute geht es ganz schön bunt zu im Kartoffelfeld. Lausche mal!

“Ich befürchte, meine lieben Freunde, morgen ist es wieder so weit”, sagte der Kartoffelkönig eines Tages zu seinem Volk.
“So weit?”
“Wie weit?”
“Warum weit?”
“Was weit?”, fragten die jungen, kleinen Knollen neugierig, während ihre älteren Kollegen leidvoll stöhnten und klagten.
“Sehr weit. Erntezeit!”, erklärte eine besonders dicke Knolle.
“Leidenszeit”, ergänzte eine weitere.
“Abschiedszeit”, jammerte eine dritte.
Die Jungkartoffeln wunderten sich. Ernte? Leiden? Abschied? Sie konnten das nicht begreifen.
“Ist das eine Jammerzeit?”, fragten sie.
“Jaaa!”, heulten die Altkartoffeln auf, und die besonders dicke Knolle jammerte am lautesten:
“Mit ihren scharfen Erntemaschinen werden sie kommen, die Menschen, uns unsanft aus der Erde reißen und uns die Heimat nehmen. Huhuhuuuuuu.”
“Und dann werfen sie uns – knallpeng – auf einen Erntewagen, als ob wir Spielbälle seien”, ergänzte eine weitere Kartoffel. “Das tut so weh! Ojeoje!”
“Und dann?”, fragten die kleinen Jungkartoffeln neugierig, denn sie konnten sich darunter gar nichts vorstellen. “Vielleicht ist es auf so einem Erntewagen ja ganz lustig?”
“Und man kann den Himmel sehen.”
“Und die Sonne.”
“Licht und Sonne machen uns ungenießbar”, sagte der Kartoffelkönig.
“Ach, wenn dem doch nur so wäre und die Menschen uns tagelang in der Sonne liegen lassen würden!”, seufzte die dicke Knolle. “Aber nein. So schnell wie möglich fahren sie uns zum Bauernhof, und dort werden wir aussortiert, gemein voneinander getrennt und in Säcke verpackt. Und dann geht´s – huhuuu – zum Großmarkt.”
“Oder zum Supermarkt”, rief ihre Nachbarin. “Das hat mir eine Kollegin erklärt.”
“Oder gleich in die Küche des Bauern”, sagte eine längliche Kartoffel betrübt, und vor Gram runzelte sie ihre Haut.
“Und dann?”, rief eine vorwitzige Jungkartoffel wieder. “Das ist doch interessanter, als immer im dunklen Boden zu hocken, oder?”
“Genau!”, riefen die anderen Jungkartoffeln, die noch sehr neugierig auf das Leben draußen waren. “Hier ist es doch langweilig. Wir wollen etwas erleben. Warum also heult ihr alle?”
“Ihr vorwitzigen Grünschnäbel”, lachte der Kartoffelkönig, während ringsum ein Wehklagen und Heulen erschallte. “Neugierde ist zwar eine schöne Sache, doch nicht immer von Vorteil. Ihr habt es für dieses Jahr gut getroffen, denn ihr werdet aussortiert und im nächsten Frühjahr wieder frisch in die Erde gesteckt.”
Hm! Na ja, so verlockend fanden die Jungkartoffeln diese Aussicht nicht.
“Und ihr?”, murrten sie.
“Ich werde mich noch heute Nacht tief in die Erde zum Winterschlaf zurückziehen”, erklärte der Kartoffelkönig. “Und eure armen Kollegen…”
Wieder fingen alle Kartoffeln zu weinen an.
“Ja”, schluchzte eine. “Sprich es ruhig aus!”
“Wir”, kreischte eine andere. “Wir werden aufgefressen. So einfach ist das. Huch. Und so gemein!”
“Aufgefressen? Was ist das?”, fragten die Jungkartoffeln erstaunt, denn darunter konnten sie sich gar nichts vorstellen.
Eine Antwort darauf erhielten sie aber nicht. Sie ging in dem lauten Geschluchze und Geweine irgendwie unter. Das war auch gut so. Manchmal ist es besser, wenn man nicht alles weiß, oder?

© Elke Bräunling

Auf dem Kartoffelfeld im Herbst bist du auch in diesen Geschichten:
Der kleine Bär und der Kartoffelzwerg
Ein besonderer Schultag im Herbst – Die Kartoffelernte
Köstlichkeit in dunkler Erde – Ein Kartoffel- und Erntedankgedicht



Geschichten, Gedichte, Lieder und kleine Rollenspiele zu Ernte und Erntedank findest du im Buch “ERNTEZAUBER”, erschienen in der Neubearbeitung des Buches “Hallo Opa! Erzählst du mir eine Geschichte vom Erntedank” neu im August 2014:


Taschenbuch:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten und Lieder
Ebook:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten, Gedichte, Spiele und Lieder

Information


Ein neues Lied, wunderschön gesungen von Stephen Janetzko und seinen Freunden

Ernte-Tanzlied

1. Die Sonne hat sich angestrengt.
Sie hat mit warmen Strahlen nun
im Baum die Äpfel wach geküsst
und für uns gibt es viel zu tun:
Apfelzeit, Erntezeit.
Für die Ernte sind bereit große, kleine Leute.
Apfelzeit, Erntezeit.
Endlich ist es soweit. Kommt zur Ernte heute!

Refrain
So wolln wir heute fröhlich sein
und laden euch zum Tanze ein
um den Apfelbaum. Juchhei!
Dideldumdum, dideldumdei,
Rundherum und eins, zwei, drei,
Dideldumdum, dideldei.

2. Die Sonne hat sich angestrengt.
Sie hat mit warmen Strahlen nun
im Baum die Birnen wach geküsst
und für uns gibt es viel zu tun:
Birnenzeit, Erntezeit.
Für die Ernte sind bereit große, kleine Leute.
Birnenzeit, Erntezeit.
Endlich ist es soweit. Kommt zur Ernte heute!

Refrain
So wolln wir heute fröhlich sein
und laden euch zum Tanze ein
um den Birnenbaum. Juchhei!
Dideldumdum, dideldumdei,
rundherum und eins, zwei, drei,
dideldumdum, dideldei.

3. Die Sonne hat sich angestrengt.
Sie hat mit warmen Strahlen nun
im Baum die Pflaumen wach geküsst
und für uns gibt es viel zu tun:
Pflaumenzeit, Erntezeit.
Für die Ernte sind bereit große, kleine Leute.
Pflaumenzeit, Erntezeit.
Endlich ist es soweit. Kommt zur Ernte heute!

Refrain
So wolln wir heute fröhlich sein
und laden euch zum Tanze ein
um den Pflaumenbaum. Juchhei!
Dideldumdum, dideldumdei,
rundherum und eins, zwei, drei,
dideldumdum, dideldei.

Weitere Verse durch weitere Früchte beliebig ersetzen, z.B. Kirschen, Zwetschgen, Marillen, Nüsse u.a.

Das Lied und die Noten findest du hier:
Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten und Lieder

Ganz neu erschienen ist das Lied hier auf der CD Der Herbst ist da: Die 25 schönsten Herbstlieder

Und hier gibt es das Lied als Download (Du findest es auch in allen anderen bekannten Downloadportalen): Viel Spaß damit!

Der kleine Bär und die Silberfäden im Herbst

Der Herbst beginnt spannend – und auch etwas verwirrend – für den kleinen Bären. Was, überlegt er sich, sind das für silbern glitzernde Fäden überall im Wald und auf der Wiese?

“Nanu?” Verwundert stand der kleine Baer an einem Herbstmorgen am Rande der Waldwiese. Die glitzerte und glänzte hell im Licht der ersten Sonnenstrahlen. Viele Silberfäden, tausend und noch mehr, hatten sich über Gräser und zwischen die Wiesenkräuter und -blüten gelegt. Es war, als verzierten sie die Wiese mit Schmuckbändern und Perlenketten. Schön sah das aus.
Der kleine Baer staunte. Er zögerte. Dann betrat er vorsichtig die Waldwiese, die sich in eine Zauberwiese verwandelt hatte, und griff nach diesen fremdartigen Fäden.
Aber was war das? Die seltsamen Fäden blieben in seinem Fell hängen. Sie klebten richtig. Erschrocken pulte der kleine Bär sie aus seinem Bauch und aus Armen und Beinen. Sie glänzten jetzt gar nicht mehr schön.
“Hey, geht weg!”, rief der kleine Bär.
Doch nichts geschah. Nur die Sonne Continue reading »

Das Eichhörnchen und die kostbare Zeit

Überall trifft das Eichhörnchen heute Tiere und Pflanzen, die traurig sind über das Ende des Sommers? Aber ist Herbst nicht auch schön?

“Hoffentlich treffe ich heute nicht wieder einen weinenden Apfel”, murmelte das Eichhörnchen, als es sich an diesem frühen Herbsttag auf seine tägliche Waldrunde begab.
Leise schlich es an den Apfelbäumen vorbei. Vor lauter Schleichen vergaß es, vorsichtig zu sein und stieß gegen die großen, hohen Blumen, deren Köpfe kleinen Sonnen glichen. Es hatte diese sonnigen Blumen schon oft gesehen, aber warum ließen sie heute die Köpfe hängen? Der Tag war doch so sonnig und warm und schön!
Das Eichhörnchen wunderte sich.
“Wenn ich es nicht besser wüsste”, murmelte es, “würde ich sagen, sie trauern. Aber warum nur?”
Traurige Sonnen? Hm!
Das Eichhörnchen machte, dass es weiter kam. Mit Traurigkeit hatte es heute nichts am Hut!
Unterwegs traf es Continue reading »

Das Eichhörnchen und der traurige Apfel

Vom Regen und von Regentränen. Können auch Äpfel weinen?

“Warum weinst du, Apfel?”, fragt das Eichhörnchen, das in den Bäumen der Streuobstwiese im kleinen Waldtälchen auf Nahrungssuche unterwegs war.
“Phschhhhhh!” Der Apfel schluchzte. “Wei-hei-einen? Wa-a-as ist das?”
“Weinen?” Das Eichhörnchen überlegte. In den Menschengärten hatte es das Weinen kennen gelernt und – irgendwie – rasch wieder vergessen. Hier im Wald weinte nämlich keiner. Naja, fast keiner.
Der Apfel schluchzte wieder, lauter nun.
“Weinen, das ist, wenn Wasserperlchen über deine Wangen tropfen und deine Apfelhaut nass machen”, sagte das Eichhörnchen schnell. Es war nun etwas verlegen. Eigentlich hatte es geplant, ein wenig von dem köstlichen Fruchtfleisch des Apfels zu naschen. Aber wer brachte es übers Herz, in schluchzende Apfelbäckchen zu beißen?
“Re-e-egen ma-hc-chat meine Apfelbacken auch nass”, klagte der Apfel. “Aber er ma-hc-chat mich ni-hi-hicht so-ho traurig.”
Ein Zittern durchlief den Apfelkörper und viele Continue reading »

Der Apfeltraum im Apfelbaum

Der Apfeltraum im Apfelbaum

Hoch in einem Apfelbaum
träumt’ ein Apfel einen Traum.
“Ha! Der Schönste bin ich. Seht,
wie gut mir dieses Schönsein steht!
Rot die Backen, prall und rund,
zudem bin ich kerngesund.
Jeder, der mich sieht, ruft: ‘Oh!
diesen Apfel mag ich so!
Lieber Apfel, komm zu mir!
Mir gelüstet sehr nach dir.’
Nicht mit mir. Ich rufe: ‘Pah!
Ich bin nicht für jeden da!'”
Sprach’s und streckte sein Gesicht
zu der Sonne hellem Licht.
Längst war’n alle Äpfel fort,
nur der Apfel hing noch dort
oben hoch in seinem Baum.
Wahr geworden war sein Traum.
Als der Winter zog ins Land,
man ihn dort noch immer fand.
Er hängt jetzt noch, welk, verfroren,
seine Schönheit ist verloren.

© Elke Bräunling

Lesen ist nicht doof

Leseratte Marie hat immer neue Ausreden, wenn ihre Freunde spielen wollen. Ihre Bücher sind immer so spannend …

„Ich kann nicht mitspielen”, sagt Marie mit leidender Stimme und langt an ihren Kopf. „Bestimmt habe ich Fieber.” Sie greift zu ihrem Buch, legt sich ins Gras und schmökert.
Ihre Freunde murren, denn ohne Marie macht Spielen nur halb so viel Spaß.
„Gestern konntest du nicht spielen wegen deiner Bauchschmerzen”, sagt Max.
„Und vorgestern wegen dem blauen Flecken an deinem Arm”, meckert Felix.
„Und vor drei Tagen war es dieser Hautausschlag von den Brennnesseln”, beschwert sich Anne. „Eigentlich hast du jeden Tag eine neue Krankheit.”
„Marie schwindelt!”, meint Felix. „Sie hat keine Lust zum Spielen. In der Schule ist sie nämlich immer ganz okay und in den Pausen tobt sie mit den anderen auf dem Schulhof herum. Da ist sie nie krank.”
„Petze!”, sagt Marie und liest weiter.
„Du bist eine Krankspielerin”, schimpft Max, „und ich finde das ganz schön gemein.”
„Krank ist krank”, sagt Marie und grinst. Sie hat nämlich gerade gar keine Zeit zum Spielen, weil sie Continue reading »

Mia und der kleine Ärger

Es lohnt nicht, sich über andere zu ärgern, auch nicht in der Schule

Mia ist sauer. “Herr, lass Hirn regnen!”, hat Alex beim Fußballspielen zu ihr gesagt. Weil sie zwei Mal wegen diesem doofen Abseits den Ball an die Gegnermannschaft abgeben musste. Das ist bloß passiert, weil Mia zu schnell gelaufen ist und weil sie unbedingt auch ein Tor schießen wollte.
“Das mit dem Abseits begreift ihr Weiber nie!”, hat Alex laut gerufen und blöde dabei gelacht.
Klar, dann haben alle gelacht.
“Ich bin doch nicht doof!”, hat Mia zurückgerufen. “Nur ein bisschen schneller bin ich. Pah!”
Da haben alle noch mehr gelacht und Alex hat, ebenso laut wie vorher, gegrölt: “Die Rechenarbeit vorgestern hast du auch verhauen. Fußball und Rechnen, ha, das kapieren Mädchen nie!”
Wie gemein. Vorgestern hatte Continue reading »

Die Ballonfahrt

Neu in der Stadt, neu in der Schule und keine Freunde. Umziehen ist doof. Oder doch nicht?

Wie immer nach dem Umzug nach Burgbach ist Christian am Nachmittag alleine zu Hause. Mit den Kindern aus dem Wohnviertel mag er nicht spielen. Die sind so fremd, und Christian fürchtet sich vor ihnen. Besonders den großen Benno, der immer so laut herumtönt und “blöder Stadtzwerg” zu ihm sagt, mag Christian überhaupt und gar nicht leiden. Bestimmt würde der ihn bloß verhauen! Nein, da bleibt Christian lieber zu Hause und langweilt sich.
So auch heute. Christian sitzt am Fenster und schaut den Wolken am Himmel hinterher.
“Fliegen müsste man können”, seufzt er. “Ach, schön wäre das! Und überhaupt nicht langweilig.”
Auf einmal sieht er einen großen Ballon über den Himmel fahren. Bunt glitzert er im Licht der Sonnenstrahlen, und das sieht so toll aus, dass Christian auf die Straße läuft, dem Ballon hinterher. Wohin er wohl fahren mag? In die nahe Stadt? Über die Berge? Oder einfach so aufs Geradewohl nach Irgendwo?
“Ja, nach Irgendwo ins Land Überall”, ruft Christian und wünscht sich, auch in der kleinen Gondel zu sitzen und mit dem Ballon in das Land Überall zu fahren.
Da, der Ballon senkt sich herab, tief und tiefer, und macht Continue reading »

Atem frei, Angst vorbei

Atem frei, Angst vorbei
Angst vor der Schule? Hier ist eine Fantasiereise mit Atemübung und Mutspruch für dich

Klopft dein Herz wieder einmal besonders heftig?
Und grummelt die Angst in deinem Bauch?
Keine Bange…
Setze oder lege dich hin und stelle dir vor, du liegst auf einer Wolke.
Ruhig und langsam schwebt die Wolke mit dir über den Himmel.
Schön ist das.
Und wie still es ringsum ist!
Spürst du die Stille?
Versuche, dich auch so still und ruhig zu fühlen.
Atme ruhig und gleichmäßig ein und aus!
Ein und aus. Ein und aus.
Achte darauf, dass sich beim Einatmen dein Bauch hebt und beim Ausatmen wieder senkt!
So atmest du richtig.
Ein und aus. Ein und aus.
Sage dir dabei vor:
„Atem frei, Angst vorbei!“
Sage dir diesen Mutspruch mehrere Male vor:
„Atem frei, Angst vorbei!“
„Atem frei, Angst vorbei!“
„Atem frei, Angst vorbei!“
Spürst du, wie ruhig du wirst?
Spürst du, wie dein Herz schon viel langsamer pocht?
Und du atmest weiter ganz ruhig ein und aus.
Ein und aus.
„Atem frei, Angst vorbei!“ sagst du dir dabei.
Wieder und immer wieder sagst du diesen kleinen Mutspruch.
„Atem frei, Angst vorbei!“
Du bleibst noch ein Weilchen auf deiner Wolke liegen und schwebst weiter über den Himmel.
Du siehst andere Wolken an dir vorüberziehen.
Vögel, kleine und große.
Ein Flugzeug.
Du winkst und schwebst weiter.
Und die ganze Zeit atmest du ganz langsam ein und aus.
Ein und aus. Ein und aus.
Nun schaust du hinab zur Erde und siehst eine winzig kleine Gestalt.
Sie schaut zu dir hoch, die Gestalt.
Du winkst ihr zu.
Dann bittest du die Wolke, dich hinab zur Erde zu bringen.
Die Wolke dreht sich zur Antwort einmal langsam im Kreis.
Dann schwebt ihr gaaaanz langsam zur Erde hinab.
Gaaaaanz langsam.
Und gaaaaanz ruhig und gleichmäßig und langsam atmest du ein und aus.
Ein und aus und ein und aus.
„Atem frei, Angst vorbei!“
Dann seid ihr wieder Zuhause angekommen, deine Wolke und du.
Du sagst „Tschüs“ und „Danke für die schöne Reise“ und kletterst aus dem weichen Wolkenbett heraus.
Recke und strecke dich und stehe auf.
Ganz ruhig fühlst du dich nun.

© Elke Bräunling


Mutsonnensternchen, Foto © Elke Bräunling

Kirsten und die Wut im Bauch

Typen, die auf dem Schulweg lauern und Stress machen, kann Kirsten gar nicht leiden. Sie will sich wehren. Aber wie?

Kirsten mag nicht gerne alleine von der Schule nach Hause gehen. Wegen Paule, der oft am Wegrand steht, mit den Fäusten droht und ”Wegzoll!” brüllt. Schon oft hat Kirsten aus Angst vor Prügel ihr letztes Taschengeld an Paule abgegeben. So auch heute. Mit einer großen Wut im Bauch kommt sie nach Hause. Zwei Euro hat Paule ihr abgeknöpft.
”Das ist nicht fair”, schimpft sie. ”Bloß weil ich kleiner und schwächer bin als dieser Kerl!” Verärgert blättert sie in der Zeitung, die auf dem Küchentisch liegt. WEN-DO, DIE NEUE SELBSTVERTEIDIGUNG! steht da. Kirsten kichert. WEN-DO klingt komisch. Doch dann denkt sie an Paule, und sie betrachtet sich die Bilder zu den Selbstverteidigungsübungen genauer. Continue reading »

Zwei Bücher sind im neuen Gewand und mit neuen Titeln erschienen:
Apfelzauber (vormals “Hallo Opa! Erzählst du mir eine Geschichte von der Apfelfrau?”)
Erntezauber (vormals “Hallo Opa! Erzählst du mir eine Geschichte vom Erntedank?”)

ÜBERARBEITETE NEUAUFLAGE DES BUCHES “APFELFRAU”:
Geschichten, Gedichte und Lieder von Apfel und Apfelbaum rund ums Jahr

Taschenbuch:Apfelzauber – Apfel, Apfelbaum und Apfelfrau: Geschichten, Lieder und Fantasiereisen
Ebook:Apfelzauber – Apfel, Apfelbaum und Apfelfrau: Geschichten und Lieder für Kinder

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Erntezauber

Taschenbuch:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten und Lieder
Ebook:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten, Gedichte, Spiele und Lieder

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Angst ist doof

Ein Leben ganz ohne Angst, geht das?

“Angst ist doof“, sagt Tim zu Jan. „Ich möchte stark und mutig sein und mich nie mehr fürchten.“
“Wie ein Comic-Held?”, fragt Jan.
“Genau so. Keiner würde mich dumm anmachen.“
“Und genau dann hättest du keine Freunde mehr”, meint Jan.
“Wieso? Ich tue doch niemandem etwas”, wundert sich Tim. “Ich will nur keine Angst mehr haben. Dann könnte ich alles tun, was ich möchte: Auf Continue reading »

Lisa, Papa und die Arbeit

Papa hat wieder keine Zeit, mit Lisa in den Zirkus zu gehen. Immer muss er arbeiten

Lisa tobt. Sie ist wütend wie lange nicht mehr. Auf Papa! Der hat ihr nämlich einen Zirkusbesuch für heute Nachmittag versprochen, aber nun ist er nicht rechtzeitig nach Hause gekommen. Wegen seinem Chef, sagt Mama.
„Immer wegen diesem blöden Chef“, schimpft Lisa. „Alles macht der kaputt, weil Papa fast nie mehr Zeit für mich hat.“
Mama seufzt. „Für mich hat Papa auch nur wenig Zeit. Sei nicht traurig, Lisa. Papa muss Überstunden machen, damit sein Chef nicht wütend auf ihn ist.“
„Pah! Soll er Continue reading »

Pit hat Geburtstag

Rosen für alle Geburtstagskinder

Wenigstens am Geburtstag möchte Pit einmal berühmt sein und reich beschenkt werden. Aber macht es Spaß, berühmt zu sein?

“Einmal im Jahr müsste man berühmt sein”, sagt Pit oft. “Nur einmal im Jahr. Am Geburtstag.”
Viele Leute würden dann kommen und gratulieren, ganz viele: aus der Schule, aus dem Dorf und sogar aus der Stadt. Und alle würden sie etwas mitbringen, ein Geschenk, eingepackt in buntes Seidenpapier. Pit packt nämlich für sein Leben gern Päckchen aus. Ja, und dann würden sie ihm die Hand schütteln, ihn hochleben lassen und “Happy Birthday” singen. Nur für ihn. Einmal im Jahr.
“Das wäre toll”, schwärmt Pit, als er am Abend vor seinem Geburtstag im Bett liegt. Immer wieder denkt er an die geheimnisvolle Geburtstagsüberraschung, deretwegen seine Eltern seit Tagen miteinander tuscheln.
“Ach je”, seufzt er. “Wie soll es ein schöner Geburtstag werden, wenn keiner kommt?”
Pit hat nämlich in den Ferien Geburtstag, und da sind seine Freunde meist verreist. So ein Pech! Wie gerne hätte er seinen Geburtstag mit allen Freunden gefeiert, schön mit Kakao und Kuchen, Ratespielen und Sackhüpfen, Würstchen und Kartoffelsalat. Doch wenn keiner da ist zum Mitfeiern?
“Fade ist das”, murmelt er. “Richtig fade.”
Und Pit beginnt, vor sich hinzuträumen. “Berühmt müsste man halt sein. Dann würde keiner verreisen. Nein, dann nicht.” Continue reading »

Der Luftballon-Wettkampf

So kann’s passieren mit Angebern. Manchmal

Die bunten Luftballons, die an einer dicken Schnur zu einem Strauß zusammengebunden auf Käufer warten, streiten sich. Jeder will der schönste und größte sein. Und jeder gibt mächtig an.
Besonders toll treibt es der rot-blau-gepunktete Luftballon.
„So groß wie ich“, tönt er, „ist keiner von euch. Seht ihr?“
Und er pumpt und pumpt und pumpt mehr und noch mehr Luft in sich hinein. Er hört gar nicht mehr auf damit.
Seine Kollegen staunen. Der ist ja wirklich mächtig stark und riesig toll drauf.
„Seht den dicken Luftballon“, ruft da ein kleines Mädchen und deutet auf den rot-blau-gepunkteten Angeber-Luftballon. „Wie toll groß der ist!“
Da freut sich der rot-blau-gepunktete Luftballon so sehr, dass er noch mehr Luft in sich hineinpumpt. Vor lauter Stolz vergisst er, aufzupassen. Er pumpt und pumpt und pumpt und… ja, und dann macht es laut ´Pffft´. Der Angeberluftballon zerplatzt mit einem lauten Knall. Nichts mehr übrig ist von ihm. Nur ein paar rot-blaue Plastikfetzen fallen zu Boden.
„Bumm hat´s gemacht!“, ruft das kleine Mädchen begeistert. Es klatscht in die Hände und läuft schnell davon.
© Elke Bräunling

Weitere Geschichten auf der Kirmes/auf dem Jahrmarkt findest du hier:
Max und der Luftballonstrauß
Lena und die Mutprobe auf dem Jahrmarkt
Der kleine Rabe und das Riesenrad

Die Sonne und das Blatt

Warum das Blatt mit der Sonne in diesem späten Sommer so gar nicht mehr einverstanden ist

“Hallo Sonne!”, sagte das Blatt. “Ich freue mich, dass du mich jeden Tag für ein Weilchen besuchst. Aber du tust mir nicht gut. Deine Strahlen verbrennen meine Haut. Sie machen sie trocken, braun und dünn.”
“Es ist später Sommer”, erwiderte die Sonne mit einem Schmunzeln. “Es ist meine beste Zeit.”
“Meine auch!”, rief das Blatt. Nein, es schrie es fast. “Es ist auch meine beste Zeit. Meine letzte Lebenszeit. Und die möchte ich genießen, möchte sie leben. Frei und ohne Verletzungen. Also bitte, zieh weiter, Sonne! Lass ab von mir. Du tust mir weh.”
“Eigentlich bin ich es gewohnt, dass man mich liebevoll Willkommen heißt und meine Strahlenkinder freudig aufnimmt.”
In der Stimme der Sonne lag so etwas wie erschrockene Verwunderung. “Meinst du nicht, auch wir könnten uns arrangieren und Freunde sein?”
Besänftigend legte sie ihre Sonnenarme auf das Blatt. Es war, als wolle sie Continue reading »

Wolkentanz am Himmel

Wolkentanz am Himmel

Wolken tanzen wie Schafe am Himmel.
Es ist ein ganz schön wildes Gewimmel.
Sie holpern und poltern, wild geht es zu,
es rummst und des bummst, und -peng- dann ist Ruh.
Der Wind und der Sturm, die beiden
könnnen die Schafswolkenbande nicht leiden
und haben sie, weil sie sie so geplagt,
mit Donner und Blitz weit fortgejagt.
Die Wolkenschafe haben geflucht
und ganz schnell das Weite gesucht.
Schmollend sind sie rasch fortgezogen
holterdipolter zum Regenbogen.
Nun toben sie dort – es ist nicht gelogen.
Wolkenschafe sind halt recht ungezogen…
© Elke Bräunling

Als Tim ‚Stierkampf’ spielte

Die Sache mit Stieren, Ochsen und dem “Rot”-Sehen – Eine Feriengeschichte auf dem Land

Der Stadtjunge Tim hatte Lust auf ein tolles Ferienabenteuer. Er deutete zur Weide. „Die Kuh dort langweilt sich bestimmt.“
„Die Kuh ist ein Ochse“, sagte Jonas, der Sohn des Bauern.
„Umso besser“, freut ich Tim. „Eine Kuh wäre für einen Stierkampf viel zu langsam.“
„Du willst Stierkampf spielen?“, fragte Jonas. „Lass das lieber!“
„Ich hab keine Angst.“
Ehe Jonas noch etwas sagen konnte, zog Tim seinen roten Pullover aus, stieg über den Zaun und stapfte zu dem Ochsen hinüber. Mutig baute er sich fünf Schritte vor ihm auf.
„Wir spielen Stierkampf“, sagte er zu dem Ochsen. „Ich bin Continue reading »

Eine seltsame Begegnung am Waldrand

Beim Schuleschwänzen erlebt Max am Waldrand eine ganz eigenartiges Abenteuer. Oder ist er auf einmal in einer falschen Zeit gelandet?

Auf dem Schulweg bog Max an einer Wegkreuzung ohne weiter nachzudenken ab und trottete langsam aus dem Städtchen hinaus zum nahen Wald.
„Eine gute Idee“, murmelte er, als er sich wenig später am Waldrand ins Gras setzte. „Während sie in der Schule das blöde Diktat schreiben, habe ich einen tollen Sonnentag.“
Er beobachtete den Bussard am Himmel, lauschte dem Vogelgezwitscher, beobachtete eine Ameisenstraße und seufzte zufrieden. „Hier bleibe ich bis Schulschluss. Es gibt so viel zu sehen, dass mir nicht langweilig wird. Verhungern muss ich auch nicht. Bestimmt finde ich Himbeeren und Walderdbeeren.“
Das schlechte Gewissen meldete sich. „Ich könnte für Mama Beeren pflücken. Dann ist sie nicht ganz so sauer, wenn sie erfährt, dass ich Schule schwänze.“
Max griff nach der Dose mit den längst aufgegessenen Pausenbroten und trottete zu den Himbeerbüschen hinüber. Er hatte Glück. Schon viele Beeren waren reif und an der Böschung lachten ihm rote Walderdbeeren entgegen.
„Ganz schön viel Arbeit“, murmelte Max. Er überlegte und …
Da. Es raschelte im Unterholz, ein Ast knackte und Continue reading »

Jules Schmetterlingstraum

Wie kann man zarte bunte Schmetterlinge in die Gärten locken? Jule hat da eine ganz besondere Idee

Aus dicken, hässlichen Raupen schlüpfen zarte, bunte Schmetterlinge, hat Jule gehört. Das kann Jule erst nicht glauben, doch weil sie Schmetterlinge über alles leiden mag, träumt sie von einem fröhlich kunterbunten Schmetterlingsgarten.
Schmetterlinge aber sieht Jule im Garten nur wenige. Weil die nämlich ihre Eier, aus denen die Raupen schlüpfen, lieber auf Brennnesseln, Wildkräutern und -büschen ablegen, und die gibt es in den gepflegten Gärten der Siedlung nicht.
Schade, findet Jule, und denkt an ihren Schmetterlingstraum. Dann hat sie eine Idee. Sie nimmt ein Einmachglas und geht zum Wäldchen hinter dem Spielplatz. Dort wachsen Brennnesseln, Wildkräuter, Büsche und Birken, und von denen sammelt Jule alle Raupen, die sie finden kann, in ihr Glas. Vorsichtig trägt sie ihre Beute heim in den Garten und setzt die Raupen auf die Blätter der Bäume, Büsche, Rosen, Stauden und Salatköpfe. Mehrere Tage lang macht sie das, und es ist keine einfache Sache.
Am Anfang Continue reading »

Die Wolkenträne

Regentropfen, sind sie Wolkentränen?

Lange bevor der große Regen angekündigt war, stahl sich ein Regentropfen aus der Wolke und sprang mit einem Hüpfer vom Himmel.
“Ich bin frei”, rief er und schlug übermütig ein paar Purzelbäume. “Frei-ei-ei…!”
Platsch! Schon landete er auf der Nase eines kleinen Mädchens.
“Oh!”, rief das Mädchen. “Eine Wolkenträne. Ich hab doch immer gewusst, dass Wolken weinen können.” Es sprang auf, um die Wolkenträne seinen Freunden zu zeigen.
Die aber lachten nur.
“Heute ist doch kein Regentag!”, riefen sie und grinsten. “Diesen Tropfen hat bestimmt ein Vogel … verloren! Hahaha!”
Ein Vogel?
Das Mädchen schüttelte sich voller Ekel, rannte zum nahen Bach und wusch sich schnell das Gesicht.
So landete der Regentropfen bei seinen Kollegen im Bach und war wie in der Wolke wieder nur einer von vielen.
Ich bin vielleicht eine dusselige Träne!, dachte er noch, doch da verschlang ihn schon eine Welle und trug ihn mit all den anderen Wassertropfen dem Fluss entgegen.
© Elke Bräunling

Die Rose weint ...
© Elke Bräunling, Viele Wolkentränen treffen sich auf der Rosenblüte

Im roten Klatschmohnmeer

Wenn ein Feld oder eine Wiese zum Meer werden, dann, ja, dann bist du gerade unterwegs auf einer Traumreise/Fantasiereise

Auf einem Ausflug oder auf einem Bild hast du ein Feld oder eine Wiese gesehen mit vielen Klatschmohnblumen. Es sind 1000 und mehr und sie schmücken das Land mit vielen klatschmohnroten Punkten. Schön sieht das aus! Am liebsten würdest du gleich einen großen Strauß Mohnblüten pflücken. Vielleicht möchtest du aber auch eine kleine Traumreise machen? Hast du Lust auf eine Reise ins rote Klatschmohnmeer? Continue reading »

Urlaub auf der Insel des Glücks

Es gibt da eine Insel, auf der man Gerüchten zufolge sein Glück finden kann. (Eigentlich gibt es viele solcher “Inseln”, man muss nur mit offenen Augen und Ohren durchs Leben gehen, dann kann man sie entdecken)

Einmal hängte ein schlauer Reisebürobesitzer ein Schild mit einem ganz besonderen Angebot ins Schaufenster seines Geschäftes:

Einmaliges Sonderangebot
Pauschalreise zur INSEL DES GLÜCKS zum Preis von 999.– Euro

Insel des Glücks? Wie bitte? Die Leute wunderten sich.
„Wo findet man heute noch Glück?“, murmelte ein Griesgram.
„Stimmt“, klagte eine Dame. „Glück ist so rar geworden.”
Und sogleich hatte jeder etwas zu sagen und dass es so etwas wie ´Glück´ heutzutage gar nicht mehr gäbe.
„Vielleicht findet man es auf dieser Insel?“, meinte einer schließlich.
„Ein bisschen Glück wäre nicht schlecht“, sagte ein anderer und buchte gleich zwei Plätze.
Und weil viele Leute ähnlich dachten, war die Reise zur Insel des Glücks rasch ausgebucht.
Der Geschäftsmann freute sich. „Was für ein Glück mit dem Glück!“, rief er und rieb sich die Hände.
Sechs Wochen später brachte ein alter Fischkutter Continue reading »

Als der Märchenerzähler alle Märchen vergessen hatte

Eines Tages konnte sich der alte Märchenerzähler nicht mehr an die Märchen, die er immer erzählt hatte, erinnern.

“Es war einmal, es war keinmal, es war und es ist…” Der Märchenerzähler stockte. Er wusste nicht mehr weiter. All die Märchen und Geschichten, die er in seinem Kopf gut verwahrt hatte, waren auf einmal – wie durch einen bösen Zauber verhext – weg. Ausradiert waren sie. Vergessen.
Erschrocken rieb sich der Märchenerzähler die Augen, dann schüttelte er ratlos und auch ein bisschen ängstlich den Kopf.
“Das kann doch nicht wahr sein. Das … ist … nicht … wahr!”
Er vergrub das Gesicht in seinen Händen und schloss die Augen.
“Erinnern”, murmelte er. “Ich muss mich erinnern.”
“Niemand muss müssen und niemand kann immer Continue reading »

Sommerspaß

Sommerspaß
Was man im Sommer so alles machen kann

Im Sommer kann man viele Sachen,
die Kinder mögen, prima machen:
so zum Beispiel barfuß laufen,
sich ein Eis ums andre kaufen,
oder in der Sonne sitzen
und dabei ganz mächtig schwitzen,
am Sandstrand hohe Burgen baun,
beim Nachbarn ein paar Beeren klaun,
mit Papa abends Bälle kicken,
einfach in den Himmel blicken,
Fahrrad fahren, Reisen machen,
Schwimmen gehen, blödeln, lachen,
im Garten grillen und gut essen,
Sommerfeste nicht vergessen,
die sind nämlich echt der ´Hit´,
und der Sommer feiert mit.

© Elke Bräunling

Sommerkirschenzeit
Sommerzeit-Kirschenzeit

Leuchttürme sind toll

Leuchtturm-Stadt-Sonja-Mengkowski
Leuchttürme sind toll, dieser Meinung ist auch meine geschätzte Kollegin, die Malerin Sonja Mengowski. Sagt, hat sie nicht einen wunderschönen Leuchtturm gemalt? Besucht sie mal in ihrem Atelier mit KLICK auf dem Link! :)

Leuchttürme sind toll und sie sind sehr sehr wichtig und nützlich, lernt Pia bei ihrem Nordseeurlaub

In den Ferien machten Pia und Pit Urlaub auf dem Bauerhof, und dieser Bauernhof stand auf einer Nordseeinsel. Das war, fanden die Geschwister, ziemlich cool.
Nur den Leuchtturm, den fand Pia nicht so toll. Hohe Türme nämlich machten ihr Angst.
“Dort wird mir schwindelig”, maulte sie. “Wozu brauche ich einen Leuchtturm?”
“Leuchttürme sind wichtig für die Schifffahrt”, sagte Papa.
“Sie retten Leben”, fügte Mama hinzu.
“Und man kann von dort oben die ganze Insel sehen”, schwärmte Pit.
Während ihre Eltern und Pit auf den Turm kletterten, wartete Pia trotzdem lieber auf dem Deich. Es machte ihr Spaß, die Schafe zu beobachten, die hier weideten. Es war Ebbe und das Meer hatte dem Watt Platz gemacht. Pia mochte das Watt. Am liebsten hätte sie den ganzen Urlaub damit verbracht, im Watt auf „Forschertour“ zu gehen.
Da! War da nicht ein klägliches Blöken? Pia sprang auf.
“Bestimmt hat sich eines der Lämmer verirrt. Ich muss ihm helfen.”
Ohne nachzudenken zog sie Continue reading »

Eine Fantasiereise zu den Urlaubsgeschichten am Meer findest du ebenfalls hier im Blog.
Klick auf den Link und du gelangst zur Fahrt übers Meer

In der Fantasie kannst du übrigens immer und überall hin verreisen. Auch ans Meer und selbst, wenn du noch mitten im Schulstress oder zuhause beim Arbeiten bist.
Viel Spaß damit!

Ferienspaß an der Nordsee

Urlaub am Meer ist eine tolle Sache. Das lernen nun auch Pia und Pit kennen, die ihr ja schon aus weiteren Urlaubsgeschichten hier im Blog (Links siehe unten) kennt.

Spannend waren die Ferien auf der Halbinsel Nordstrand für Pia und Pit. Kein Tag war langweilig. Immer gab es etwas zu entdecken. Nur zum Faulsein und zum „Die-Sonne-am-Strand-auf-den-Bauch-scheinen-lassen“ hatten sie noch keine Zeit gefunden. Da gab es so viele Dinge, die mehr Spaß machten: Schätze im Watt suchen, die Sandbänke mit den Seehunden besuchen, mit Fischer Hansen zum Krabbenfischen aufs Meer fahren, das Krabbenpuhlen, die Segelschule, die Robbenstation, der Leuchtturm, der geheimnisvolle Piratenfelsen, die Salzwiesen, das Schiffermuseum, die Nachtwanderung, der rätselhafte nächtliche Sandburgenbauer, der Märchenerzähler im Strandkorb, der Beachball-Wettkampf, die schaurigen Geschichten und Sagen, die Continue reading »

Die Stadt im Watt

Eine versunkene Stadt gibt es im Watt und manchmal soll man sie noch … nein, lest selbst!

Im Urlaub auf der Nordseeinsel Nordstrand hatten Pia und Pit mit ihren Eltern Unterkunft in einem alten Fischerhaus hinterm Deich gefunden. Gleich am ersten Abend hatte der alte Fischer den Kindern versprochen, ihnen das Watt mit all seinen Wundern und Geheimnissen zu zeigen.
Mächtig gespannt waren Pia und Pit, als sie am Morgen zum Deich liefen und aufs Meer spähten. Das Watt lag unter dem Wasser verborgen, doch wenn man genau hinschaute, sah man, wie sich das Meer langsam zurückzog.
„Dort!“, sagte Pit und deutete nach Westen aufs Meer. „Irgendwo dort hinten liegt sie, die versunkene Stadt.“
Pia nickte und dachte an die Geschichten, die ihnen der alte Fischer erzählt hatte.
Früher nämlich hatte Continue reading »

Pia und Pit suchen das Meer

An ihrem ersten Urlaubstag an der Nordsee suchen Pia und Pit erst einmal das Meer

Endlich waren die Ferien da und Pia und Pit fuhren mit ihren Eltern zum Urlaub an die Nordsee. Auf die Halbinsel Nordstrand wohnten sie gleich hinter dem Deich in einem Fischerhaus und das war, fanden Pia und Pit, toll. Man musste nur auf den Deich laufen, und schon sah man das Meer. Oder auch nicht. Zweimal am Tag nämlich zog sich das Wasser zurück und machte einer Landschaft Platz, die wie eine Matschwüste aussah.
Das ist das Watt, lernten Pia und Pit. Man sieht es bei Ebbe. Kommt das Wasser, so nennt man es „Flut“. Ebbe und Flut! So teilt man die Zeiten am Meer ein. Man nennt es „Gezeiten.“
Das war alles neu für die beiden Landratten. Sie hatten zwar davon gehört, aber so richtig hatten sie sich das mit den Gezeiten nicht vorstellen können. Und deshalb begann der Urlaubstag mit einer Enttäuschung.
Während ihre Eltern noch Koffer auspackten, rannten Pia und Pit Continue reading »

Davids Schneckenzoo

Ein lauter Schreckensschrei aus dem Nachbargarten riss alle Bewohner des Wohnviertels aus der Mittagsruhe. Nachbar L. stapfte wütend und schimpfend durch seine Gemüsebeete und sein kleiner Sohn stand dabei, grinsend. Was war passiert?
So etwas Ähnliches vielleicht wie Davids Vater in der folgenden Geschichte?

Davids Schneckenzoo

Eine tolle Idee hat David heute. Er baut im Garten aus großen Steinen ein viereckiges Gehege und legt Steine, Salatblätter, Äste, Strohhalme, eine Hütte aus Bausteinen und eine Wasserschale hinein.
„Was baust du da?“, fragt Papa neugierig.
„Einen Schneckenzoo“, sagt David und deutet auf das Glas voller Schnecken, das im Schatten der Hecke steht. „Die hab ich auf den Feldern gesammelt. Sie kommen in meinen Schneckenzoo, und ich werde gut auf sie aufpassen.“
Papa klopft David anerkennend auf die Schulter. „Ich mag es, wenn Kinder gute Ideen haben“, sagt er stolz. „Aus Naturbeobachtungen kann man mächtig viel lernen.“
Papa findet alles gut, was sich zum Lernen eignet, und David freut sich, wenn Papa ihn lobt. Den ganzen Tag kümmert er sich um seinen Zoo, und Papa guckt immer mal bei ihm vorbei und blickt sehr stolz und glücklich drein.
Am nächsten Tag aber ist Papas Blick überhaupt und gar nicht mehr stolz und glücklich. Davids Schnecken haben nämlich während der Nacht mit großem Appetit eine kleine Klettertour über die ´Zoo´-Mauern hinüber zu Papas jungem Salatbeet gemacht. Dort ruhen sie sich nun unter Erdkrumen und Steinen versteckt von der üppigen Salat-Mahlzeit aus.
„Sauerei“, schimpft Papa los und blickt auf die zerfressenen Salatreste. „Da haben wir den Salat! Du mit deinen blödsinnigen Ideen!“
„Was für Ideen?“, fragt David. „Und was für einen Salat?“ Lachend deutet er auf das kahl gefressene Beet. „Weißt du“, sagt er kichernd zu Papa, „aus Naturbeobachtungen kann man wirklich viel lernen.“
Was bleibt Papa da noch übrig als mitzulachen?

© Elke Bräunling

Schnecke unterwegs
© Elke Bräunling, Weinbergschnecke auf der Suche nach Salatblättern


Ein farbenfroher Regenwettermorgen

Regentage müssen nicht langweilig sein. Auch nicht in den Ferien

Immer wieder regnet es in diesem Sommer. Stundenlang oft. Auch jetzt.
“Ich sehe schwarz”, sagt Papa. “Unser Ausflug zum Kletterpark wird wohl ins Wasser fallen.”
Papas Miene ist düster und griesgrämig, so als wäre die Welt um ihn herum wirklich rabenschwarz.
“Och!”, sagt Florian traurig. Er deutet aus dem Fenster und entdeckt eine Lücke im Wolkendunkel. Eine himmelblaue Lücke. Gleich fühlt er sich nicht mehr traurig.
“Und ich sehe blau”, ruft er und ist zufrieden. Wer nämlich ‘blau’ sieht, hat er in der Schule gelernt, fühlt sich entspannt und zufrieden. Er zwinkert Mama zu.
Mama lächelt. “Stimmt”, sagt sie. “Und in deinem Blau sehe ich nun noch ein kleines, fröhliches Sonnengelb. Es drängelt sich immer mehr durch die Wolken und Continue reading »

Ein schöner Schreck – Mama ist weg

Wenn Mama müde ist und einfach einmal verschwindet, sieht die Welt plötzlich ganz anders aus und alle müssen zusammenhalten

Eines Tages war Mama fort. Sie war einfach nicht mehr vom Büro nach Hause gekommen. Ohne uns etwas zu sagen, war sie weggegangen. Uns hatte sie alleine gelassen. Einfach so. Sie wollte auch nicht mehr zu uns heimkommen. Warum das?
„Ich habe es satt“, sagte sie zu Papa am Telefon. „Nichts als Ärger habe ich mit euch. Und Stress. Und jeder denkt nur an sich alleine. Ja, und das mache ich jetzt auch.“
Sie sagte noch viel mehr über Papa und uns, über ihren Chef und ihre Arbeit, über unser altes Haus und den großen Garten und noch vieles mehr. Sie sagte so viel, dass Papa irgendwann überhaupt nichts mehr sagte. Er sah nur ganz blass aus.
Es war ein schöner Schreck. Da saßen wir nun, Papa, Lena und ich, und wir wussten nichts mit uns anzufangen. Mama fehlte uns so schrecklich. Noch nie war sie von uns fort gewesen. Ach, wir hatten sie ja so lieb!
„Wir sind Schuld“, heulte Lena, „wo wir ihr doch den dummen Stress gemacht haben!“
„Meinst du?“
Papa nickte. „Ein bisschen schon.“
„Du hast sie aber auch oft geärgert“, riefen wir.
Papa Continue reading »