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Elkes Kindergeschichten

Das Leben ist voller Geschichten. Jeder Lebensmoment vermag eine Geschichte in sich zu verbergen oder laut herauszurufen oder leise in sich hinein zu weinen oder bunt zu zeichnen, zu singen, zu träumen…


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Kindergeschichten rund durch den Tag und das Jahr. Nach dem Sommer meldet sich Herr Herbst erst stürmisch und nebelig, dann besinnlich und adventlich mit vielen Geschichten und Bildern zu Wort. Ihm folgen Herr Winter und die verrückten Faschingstage, der Frühling wagt sich endlich auch aus seiner Winterschlafpause, ja, und weil die Tage und Monate rasen, ist der Sommer schon wieder da, Ferien kommen und gehen, ja, und schon winkt der Sommer uns wieder zum Abschied zu und gibt lächelnd das Zepter erneut weiter an den grimmigen Herrn Herbst. Und so fängt wieder alles von vorne an mit neuen Geschichten, Märchen und Gedichten …

Immer wieder zieht hier eine weitere Geschichte in das neue Blog-Zuhause von Elkes Kindergeschichten ein. So werden nach und nach die Texte aus dem alten Blog von der einstigen Plattform blog.de hier ihre neue Heimat finden.
Es handelt sich um viele Geschichten und Märchen aus vergriffenen Büchern und/oder Zeitschriften/Zeitungen, (von denen heute keiner mehr redet,) die gerne noch weiter leben wollen. Ja, und auch NAGELNEUE Geschichten und Gedichte wird es hier nach und nach und nach geben. Es bleibt also spannend.

Die fröhlichen Herbstgeister, die Advents- und Weihnachtswichte, die Schneezwerge, Frühlingselfen und Sommerfeen und viele viele viele andere Freunde aller Kinder, die sich hier im Blog in Geschichten, Märchen und Gedichten verstecken, freuen sich sehr über Euren Besuch

Seid herzlich Willkommen, liebe Besucher, und fühlt Euch wohl hier!

Geschichten, Märchen und Gedichte zu bestimmten Monaten und Jahresfesten findet Ihr ganz leicht auf der rechten Seitenleiste im ARCHIV oder wenn Ihr nach Stichworten Eure Themen sucht in der Schlagwörterwolke oder im Feld SUCHE

DAS NEUE BUCH ZUM FRÜHLING

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Eine Fantasiereise für Dich – FRÜHLING

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Minutengeschichten Frühling

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21. Dezember 2016 von Elke
Kategorien: Frühlingsgeschichten, Gutenachtgeschichten, Herbstgeschichten, Sommergeschichten, Traumgeschichten, Wintergeschichten | Schlagwörter: , , , , | 4 Kommentare

Was ist schon Unkraut?

Löwenzahn ist toll und alles andere als Unkraut – Eine Geschichte zum heutigen „Ehrentag des Unkrautes“

„Oh, sieh nur, was da blüht!“
Oma Emma deutete auf das gelbe Blümchen, das mitten im Trottoir erblühte. Man konnte meinen, es würde direkt aus den Beton heraus wachsen, doch wenn man genauer hinsah, entdeckte man die kleine Ritze im Pflaster.
„Ganz schön schlau ist diese Blume“, staunte Lara. „Und hübsch ist sie auch mit ihrer gelben Blüte.“
„Unkraut ist es, keine Blume“, berichtigte Linus seine Schwester.
„Ganz schön schlau, dieses Unkraut“, wiederholte Lara. „Und überhaupt, was ist Unkraut?“
„Zeugs, das so herumwächst und nervt, weil man es nicht haben will und ausrupfen muss“, sagte Linus.
„Och! Das hat dieses hübsche Unkrautblume aber nicht verdient. Ist sie nicht cool, wie sie fast aus dem Beton wächst?“
„Das ist bei Unkraut so. Das wächst überall.“ Linus wusste Bescheid.
„Deshalb ist es ja auch cool. Es kann kämpfen.“ Lara wollte nicht klein beigeben. Außerdem gefiel ihr dieses gelbe Blümchen. Toll sah es aus, wie es strahlte und das langweilige Trottoir gleich viel fröhlicher machte. „Wie heißt dieses Blümchen denn, Oma?“
Oma Emma, die das Gespräch der Geschwister mit einem Schmunzeln belauscht hatte, beugte sich über die kleine Blüte.
„Löwenzahn“, antwortete sie. „Es ist ein Löwenzahn.“
„Und dieser schöne Zahn ist wirklich ein Unkraut?“, fragte Lara.
„Unkraut!“, sagte Oma Emma. „Was ist schon Unkraut? Wildpflanzen, die unerwünscht wachsen und die wir nicht nach Plan gepflanzt haben, nennt man Unkraut. Wir übersehen gerne, dass wir diese Wildpflanzen brauchen. Sie bieten Nektar für die Bienen und verschönern unsere Umwelt. Außerdem sind wundervolle Heilkräuter unter ihnen und lecker schmecken tun sie auch. Zumindest viele von ihnen.“ Oma Emma redete und redete und ihre Wangen wurden rot und röter dabei.
„Ist dieser Löwenzahn denn auch eine Heilpflanze?“, fragte Linus, der das mit diesen wilden Pflanzen nun doch sehr spannend fand.
„Und kann man ihn essen?“, fügte Lara hinzu.
„Beides. Bei Problemen mit der Verdauung hilft Löwenzahn sehr, ja, und zum Essen ist er nicht nur eine Delikatesse für die Bienen“, erklärt Oma Emma. „Löwenzahnsalat zum Beispiel schmeckt köstlich und wird sogar in Feinschmeckerrestaurants angeboten. Noch besser schmeckt Löwenzahnhonig und in Notzeiten haben die Leute aus der Löwenzahnwurzel so etwas wie Kaffee gebraut. Ihr seht, von einem unnützen Unkraut kann hier nicht die Rede sein. Am wichtigsten aber ist dieses Blümchen für die Bienen, wächst es doch überall und bietet damit den hungrigen Nektarsammlern immer und überall Nahrung. Na, ist das nichts?“
„Oh, viel ist das! Sehr viel sogar“, sagt Linus. „Nie wieder werde ich Unkraut zu einer Pflanze sagen.“
„Wildkraut klingt ja auch viel schöner“, ergänzt Lara. „Oder?“

© Elke Bräunling

Viele, viele wundervolle ganz neue Bilder zum Thema ‚Löwenzahn‘ findet ihr hier: #365doodlesmitjohanna-Löwenzahn
Schaut mal vorbei!

28. März 2017 von Elke
Kategorien: Auf dem Land, Blumengeschichten, Frühlingsgeschichten, Naturgeschichten, Tiergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Zwergengeflüster

Der Frühling weckt die Gartenzwerge auf

„Huhu! Schläfst du noch?“
„Hmmm?“
„Huhu! Hihi! Ich glaube, ich glaube, es geht, es geht wieder los.“
„Was geht, geht wieder los?“
„Huhu hihi!“
„Uwah uwah. Wer stört?“
„Aufwachen! Hört ihr? Wacht auf! Die Gartenzeit, hört ihr, unsere Zeit, fängt wieder an. Hach, wie schön ist das! Oh, wie sehr ich mich freue!“
„Gartenzeit? Hm? Winterzeit ist’s noch und für uns Schlafenszeit.“
„Gewesen. Hihi. Hört ihr? Gewesen. Der Frühling ist nah. Nein, falsch, er ist da. Hurra!“
„Nicht nah. Nein, nein. Da! Er ist da. Hurra!“
Trubelig ging es zu im kleinen Geräteschuppen hinter den Gemüsebeeten in Oma Erdmanns Garten. Trubelig, laut und lustig. Die Gartenzwerge, die sorgsam in Stroh verpackt hier ihr Winterplätzchen hatten, erwachten einer nach dem anderen aus dem Schlaf. Doch nicht alle waren gleich Feuer und Flamme. Man hatte da schon in früheren Jahren die Erfahrung mit der Unzuverlässigkeit des Frühlings, dieses launischen Kerls mit seinen verrückten Wettergesellen, gemacht. Kaum hatte man sich an die neue Zeit mit Licht und Sonne gewöhnt, schon wurde es wieder dunkel und kalt, manchmal sogar wieder eisig weiß im Garten. Man kannte das schon.
„Freut euch nicht zu früh“, schnarrte da auch schon der große Gartenzwerg mit dem Zylinderhut und der Gartenschere in der Hand. „Morgen kann die Welt wieder ganz anders aussehen.“
„Müde. Ich bin noch müde“, murrte der Brillenzwerg, der mit der Nickelbrille und den dicken Büchern unterm linken Arm. „Die Schlafenszeit kann noch nicht zu Ende sein. Unmöglich.“
„Wer stört? Und warum seid ihr so laut?“, knurrte ein dritter Zwerg. Es war der Schubkarrenzwerg, der nur langsam aus dem Schlaf erwachte. „Immer diese Frühaufsteher!“
„Wacht endlich auf, ihr Schlafmützen!“, rief der Rotzipfelmützenzwerg, der Rechen und Schaufel in den Händen hielt. „Es gibt endlich wieder etwas für uns zu tun. Ist das nicht wundervoll?“
„Frühling ist’s“, ergänzte ein anderer. „Die Gartenzeit ist wieder da. Hurra!“
Laute Jubelrufe erschallten erneut und wild redeten die Zwerge durcheinander.
„Wann kommt Oma Erdmann, uns zu befreien?“
Der Zwerg mit dem Zylinderhut, der immer etwas zu bemängeln fand, meldete sich wieder zu Wort.
„Ist es denn bewiesen, dass wir Frühling haben?“, fragte er und seine Stimme klang ungnädig, misstrauisch fast. „Man sollte sich nicht täuschen lassen.“
„Launeverderber“, rief der kleine Narrenzwerg mit der pink-gelb-getupften Zipfelmütze. „Er ist da, der Frühling. Hört doch!“
Die Zwerge lauschten. Ja, sie hörten ihn. Dieser Frühling sang sogar ein Lied. Laut hallte es durch den Garten:
„Froh zu sein, bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König.“
„Es ist das Lied des frohen, fröhlichen Frühlings“, sagte einer der Zwerge zufrieden.
„Er singt aber mit der Stimme von Oma Erdmann“, grummelte der Zylinderzwerg, doch er grummelte es nur leise. Wenn Oma Erdmann guter Dinge war und ein Frühlingsliedchen sang, sollte man nicht länger zweifeln.
Und leise summte nun auch er das kleine Lied und alle Zwerge stimmten mit ein. Ein lustiger und sehr heiterer Zwergenchor.
„Froh zu sein, bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König.“

© Elke Bräunling

Aus dem NEUEN Buch: Omas Frühlingsgeschichten


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27. März 2017 von Elke
Kategorien: Auf dem Land, Frühlingsgeschichten, Kindergeschichten, Spaßgeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Der eigenwillige Hase

Vom Hasen, der immer anders dachte und handelte als die anderen Hasen

Es war einmal ein Hase, der nie das tun wollte, was die anderen Hasen taten.
„Nicht mit mir. Dazu habe ich keine Lust“, sagte er, wenn ihm eine Sache nicht gefiel. „Frei will ich sein und mein Leben so leben, wie es gut für mich ist.“
Das sagte er immer und überall und er lebte auch danach.
Ganz besonders laut wehrte sich der trotzige Hase in den Tagen rund um ein Fest, das die Menschen ‚Ostern‘ nannten.
„Ostern“, so hatte der Hasenchef erklärt, „ist ein großes und festliches Fest, das man nach uns Hasen benannt hat. Eigentlich ist es allein unser Fest, doch das haben die Menschen noch nicht begriffen.“
„Ein Fest? Unser Fest?“ Der eigenwillige Hase wunderte sich. „Die Menschen feiern unser Fest? Und überhaupt, was feiern wir?“
„Uns“, sagte der Hasenchef. „In Wirklichkeit nämlich heißen wir nicht ‚Hase‘, nein, unser richtiger Name lautet: ‚Osterhase‘.“
„Wir sind also Osterhasen?“, fragte der Hase, der diese seltsame Sache mit Hasen und Festen nicht begreifen wollte.
Die anderen Hasen nickten.
„Ja. Ja. Unbedingt“, rief einer von ihnen.
„Und die Menschen feiern uns zum Osterhasenfest. Ist das nicht großartig?“, freute sich ein anderer.
Der Hase nickte. Gründe zum Feiern mochte auch er sehr gut leiden.
„Feiern wir auch?“
„Aber ja. Als Hauptpersonen, pardon, als Haupthasen gibt es für uns zu diesem Fest sogar besonders viel zu tun“, sagte der Osterhasenchef. „Viel festliche Festtagsarbeit.“
Und dann erzählte er, wie überall im Land die Hasen in den Tagen vor Ostern Eier bunt bemalten und sie zum Osterfest zu den Menschen brachten. In Nester legten sie sie, versteckt in Gärten und Parks und Wäldern, ja, sogar in den Menschenwohnungen.
„Sag, ist das nicht toll?“, schloss er.
Toll?
Der Hase, der immer anders dachte als die anderen Hasen, zögerte.
„Klingt nach viel Arbeit und nicht nach Feiern“, brummte er. „Warum beschenken wir die Menschen an einem Fest, das unser Fest ist? Sollte dies nicht umgekehrt sein? Und überhaupt: Mit Eiern habe ich nichts am Hut und die Menschen sehe ich auch lieber aus sicherer Entfernung.“
Nein, er verstand es nicht und er wollte diese Sache mit den Eiern auch nicht begreifen.
„Ich habe keine Lust auf dieses Ostern“, sagte er, was ja klar war, denn er tat immer das Gegenteil von dem, was üblich war.
Und während seine Hasenkollegen auch in diesem Jahr an den Ostertagen wieder viel Arbeit und noch mehr Stress hatten, sprang der eigenwillige Hase fröhlich durch die Felder und genoss das Hasenleben in diesem frühen Frühling.
Oder war alles ganz anders?

© Elke Bräunling

Auch hier hat der Osterhase keine Lust, Osterhase zu sein: Als der Osterhase verschlafen hatte

Osterhase liegt im Grase

25. März 2017 von Elke
Kategorien: Auf dem Land, Kindergeschichten, Ostergeschichte, Tiergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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