Elkes Kindergeschichten

Baerenheader

Kindergeschichten rund durch den Tag und das Jahr. Nach dem Sommer meldet sich Herr Herbst erst stürmisch und nebelig, dann besinnlich und adventlich mit vielen Geschichten und Bildern zu Wort. Ihm folgen Herr Winter und die verrückten Faschingstage, der Frühling wagt sich endlich auch aus seiner Winterschlafpause, ja, und weil die Tage und Monate rasen, ist der Sommer schon wieder da, Ferien kommen und gehen, ja, und schon winkt der Sommer uns wieder zum Abschied zu und gibt lächelnd das Zepter erneut weiter an den grimmigen Herrn Herbst. Und so fängt wieder alles von vorne an mit neuen Geschichten, Märchen und Gedichten …

Immer wieder zieht hier eine weitere Geschichte in das neue Blog-Zuhause von Elkes Kindergeschichten ein. So werden nach und nach die Texte aus dem alten Blog hier ihre neue Heimat finden, ja, und NAGELNEUE Geschichten und Gedichte wird es auch geben.

Die fröhlichen Herbstgeister, die Advents- und Weihnachtswichte, die Schneezwerge, Frühlingselfen und Sommerfeen und viele viele viele andere Freunde aller Kinder, die sich hier im Blog in Geschichten, Märchen und Gedichten verstecken, freuen sich sehr über Euren Besuch

Seid herzlich Willkommen, liebe Besucher, und fühlt Euch wohl hier!

Geschichten, Märchen und Gedichte zu bestimmten Monaten und Jahresfesten findet Ihr ganz leicht auf der rechten Seitenleiste im ARCHIV oder wenn Ihr nach Stichworten Eure Themen sucht in der Schlagwörterwolke oder im Feld SUCHE

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Der schöne Schmetterling

Eine Geschichte über das Schönsein und das Bewundern

Viel war los im weißen Rosenbusch. Bienen, Hummeln und Käfer summten um die duftenden Blüten. Auf einer Rosenblüte hatte es sich ein Tagpfauenauge bequem gemacht. Schön sah er aus mit seinen rot-orange-blau-gelben Flügeln und viele Leute blieben vor ihm stehen. Sie staunten und fotografierten ihn. Sehr geschmeichelt fühlte sich da der Schmetterling!
„Stimmt!“, sagte er wohlgefällig, „ich bin ein besonders prachtvolles Exemplar.“
Das erzählte er gleich jedem Käfer, jeder Biene und jedem Schmetterling. Laut und sehr stolz.
„Er ist ein eitler Pfau“, murrte ein Rosenkäfer. „Was nutzt ihm seine Schönheit? Nichts, oder?“
Die anderen Tiere nickten. Sie waren etwas genervt von den Prahlereien des Schmetterlings.
„Schmetterlinge sind Lesen fortsetzen

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Die Blätter und der Sommerwind

Als der Sommerwind den staubigen Blättern half

Ein kleiner warmer Wind schlich durch den sonnigen Spätsommertag. Er strich über die Gärten und Parks der Stadt, tänzelte durch Straßenschluchten und küsste Menschengesichter. Er war gut beschäftigt und fand immer irgendwo etwas zu tun. Zur Mittagsstunde schließlich ließ er sich in der Krone der Marktlinde nieder. Er war müde und sehnte sich nach einem Schläfchen.
Die Lindenblätter freuten sich über den Besucher. Sie liebten es, wenn Wind durch die Baumkrone strich und sie mit einer kühlen Brise verwöhnte. Zufrieden hielten sich an ihren Zweigen fest und wiegten sich sanft hin und her.
Was für ein angenehmer Tag!
„Du tust uns gut, Wind!“, sagten sie. „Danke.“
„Bitte, bitte“, brummte der Wind. „In eurem Blätterdach lässt es sich wohl ausruhen.“
„Und du bist als Gast gern gesehen.“
„Nicht jeder heißt mich so herzlich Willkommen“, antwortete der Wind. „Sagt, kann ich euch etwas Gutes tun?“
„Oh ja!“, sirrten die Blätter. „Du könntest uns vom Staub der Stadt befreien. Wir wollen uns Lesen fortsetzen

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Ein glückliches Fest für Biene Berta

Ein Glück, wenn man gute Freunde hat, die in der Not da sind

Heute feiern die Waldtiere ihr großes Sommerfest auf der Wiese am Teich und alle freuen sich.
Nur Biene Berta verkriecht sich unter einem Buchenblatt. Sie hat sich am Flügel verletzt und kann nicht mitfeiern. Als die Tiere vergnügt zum Festplatz ziehen, vergräbt sie den Kopf tief unter ihr Blatt und hält sich die Ohren zu. Wenn sie nicht mitfeiern kann, mag sie von dem Fest auch nichts hören. Und so hört sie auch nicht das laute Brummen, das auf einmal neben ihr ertönt. Erst als jemand an ihrem Buchenblatt zupft, öffnet sie Augen und Ohren.
Das Marienkäferpärchen Marie und Marius steht vor ihr und zwinkert ihr zu.
„Los! Wir wollen feiern! Komm mit!“, ruft Marie.
„Warum versteckst du dich?“, fragt Marius. „Das Sommerfest hat begonnen.“
„Ich kann heute nicht fliegen“, brummt Berta.
„Kein Problem.“ Marius deutet auf Lesen fortsetzen

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Max und die Apfelernte

Am liebsten klettert Max bei der Ernte auf die Bäume

Am Wochenende ist Max bei den Großeltern zur Apfelernte. Sorgfältig legt er die Äpfel in Körbe und Kisten. Er muss gut aufpassen, damit keine Frucht eine Delle bekommt. Nur das Fallobst darf er in Eimer und Plastikwannen werfen. Daraus macht Opa Apfelmost und Oma Apfelmus.
Bald wird Max das Ernten am Boden langweilig. Neidisch schaut er zu, wie Opa und Papa auf Leitern in die Bäume klettern. Dennoch bleiben viele Äpfel oben in den dünneren Zweigen hängen.
„Die schönsten Äpfel könnt ihr nicht pflücken, weil ihr zu schwer seid“, versucht er es. „Ich aber könnte hinauf klettern.“
„Nein“, sagt Papa. „Das ist zu gefährlich. Die Vögel freuen sich auch über ein paar Äpfel.“
„So eine Verschwendung“, mault Max. Er hat nun keine Lust mehr, Äpfel sorgfältig in Körbe zu legen und mit Falläpfeln Zielwerfen zu üben. Sollen Lesen fortsetzen

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Im Märchenland der Zwerge

Mit einer „Zauberschaukel“ kann man – manchmal – auf eine Traumreise gehen

„Diese Schaukel ist eine Zauberschaukel. Man kann mit ihr ins Märchenland reisen”, sagt Mia.
„Hoho!“, lacht Max und sogleich antwortet die Schaukel mit einem lauten ‚Hoho‘.
„Du bist ja wirklich eine Zauberschaukel!“ Schnell setzt sich Max neben Mia und schon geht es los. Sanft schwingt sich die Schaukel in die Lüfte, und bald schweben Mia, Max und die Schaukel hoch oben am Himmel.
Weit geht die Reise in ein Land mit buckelrunden, blumenbunten Bergen und kreisrunden Seen. Langsam gleitet die Schaukel über dieses fremde Land, und die Kinder entdecken, dass die Blumen und Gräser so hoch wie Bäume sind.
„Wo sind wir hier?“, fragt Mia.
„Weit über Lesen fortsetzen

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Mia und der Wetterzauberer

Ohne Wetterstab keine Sonne, sagt der Wetterzauberer zu Mia

Mia sitzt auf ihrer Schaukel und wartet auf die Sonne.
„Hey, ich will Sonne haben!”, ruft sie.
„Geht nicht.”
Ein Zwerg mit Glitzerumhang plumpst vor Mia auf den Boden.
„Ein Vogel hat die goldene Sonnenspitze meines Wetterstabs gestohlen. Seither kann ich die Wolken nicht mehr wegzaubern.” Erregt deutete das Männlein, das niemand anderes als der Wetterzauberer ist, auf die Bäume.
„Hier irgendwo muss dieser Dieb sein Nest haben.“
„Zaubere doch den Vogel mit der Sonnenspitze hierher!”, schlägt Mia vor.
„Bin ich ein Vogelzauberer?” Empört sieht das Männlein Mia an. „Ich kann Wetter zaubern, aber ohne meine funkelhelle Sonnenspitze Lesen fortsetzen

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Der kleine Sonnenstrahl und das traurige nasse Blatt

Das seltsame Sommerwetter hat das Blatt ganz traurig gestimmt

„Nass, nass, nass! Mein Kleid ist ständig nass. Nein, so habe ich mir das Leben nicht vorgestellt. Was habe ich doch für ein Pech! Jawohl, ein Pechblatt bin ich.“
Das Blatt war erregt und traurig zugleich. Warum regnete es so oft? War das der Sommer gewesen?
Das Blatt schüttelte sich und warf ein paar Regentropfen, die der Himmel vor einigen Minuten geschickt hatte, mit einem Schlenker von sich. Nein, so hatte es sich sein Blattleben nicht vorgestellt.
Von Wärme hatte es geträumt und Sonnenstrahlen, die es sanft streichelten und die seine kleine Blattseele zu wärmen vermochten.
„Sonne!“, murmelte es. Mit einem Lächeln dachte es an die vielen bunten Sommerträume, die es in der langen kalten Wartezeit in ihrer Blattknospe geträumt hatte. Lesen fortsetzen

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Das glückliche Blatt

Das glückliche Blatt lernt das Glück kennen

Hoch an einem der oberen Zweige der dicken alten Buche wohnte ein Blatt. Es war ein schönes Blatt mit einer fein gemaserten Struktur und einem saftig, tief dunklen Grün. Zwei klitzekleine goldgelbe Tupfer, die fröhlichen Blattaugen ähnelten, schmückten seinen Rücken. Pfiffig sah das aus und ein bisschen unterschied es das Blatt auch von seinen Blattgenossen am Baum. Das erfüllte das Blatt mit einem heimlich leisen Stolz und es war sehr zufrieden mit seinem Leben.
„Ich bin ein Glücksblatt“, sagte es eines Tages, als es wie so oft seine Blicke weit über das sommerliche Land schweifen ließ. „Von hier oben kann ich die ganze Welt sehen, den Himmel, die Sonne, den Mond und die Sterne. Was will man mehr vom Leben?“
„Aber du bist nicht Lesen fortsetzen

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Glühwürmchensommer

Ein lauer Sommerabend im Entebachviertel … und alle warten auf die Glühwürmchen

„Glühwürmchen, Glühwürmchen, glimmre, glimmre, Glühwürmchen, Glühwürmchen, schimmre, schimmre. La, lala, lalalaaa, la, lala, la lala lalalaaa …“
Irgendwo trällerte jemand das Lied vom Glühwürmchen. Laut und schrill und mit vielen falschen Tönen.
Doch das störte niemanden. Es passte zu diesem warmen Sommerabend. An schönen Abenden störte die Bewohner der Entebachsiedlung gar nichts. Na ja, fast nichts. Gesang war auf jeden Fall genau so okay wie der Lärm vom Kinderspielplatz, das Lachen und Rufen und Reden und Streiten der Leute in den Gärten und im Park, das Zirpen der Grillen, das Sirren der Schnaken, das Quaken der Frösche und das Bellen der Hunde.
Alles war gut, denn einen lauen Sommerabend, der dazu noch ein Samstagabend war, liebten alle. Und die Bewohner der Siedlung lehnten sich in ihren Gartenstühlen und Bänken zurück, schlossen die Augen und schnupperten. Es duftete süß nach Rosen und Lindenblüten, nach Jasmin, Holunder und Gartenkräutern, nach Levkojen, Pfeffernelken und … nach Grillwürsten. Aber auch Letztere störten nicht. Es war schließlich Sommer.
Fehlten nur noch die Glühwürmchen. Die hatte man in diesem Jahr noch nicht gesehen. Da war nur dieses Lied, das Lesen fortsetzen

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Als Jan und Max verkracht waren

Streiten passiert immer mal, aber nachtragend muss man dann nun doch nicht sein, oder?

Im Sandkasten tobt ein wüster Kampf. Jan hat Max beleidigt. „Doofkopf“, hat er gesagt, „das Städtequiz kapierst du nie.“
Wie gemein! Max kocht vor Wut. „Das kapiere ich wohl, du Affe!“, schreit er zurück, und vor lauter Ärger haut er Jan gleich eine über den Kopf.
„Aua!“, brüllt Jan. Wütend stürzt er sich auf Max, und die beiden prügeln aufeinander los. Mal liegt der eine oben, mal der andere, ihre Klamotten sind über und über mit Blut und Sand beschmutzt, Max´ Nase blutet, Jan hat ein blaues Auge.
„Ich sag´s meinem großen Bruder“, schreit Jan. „Der haut dich windelweich.“
„Und ich sag´s meinem großen Bruder“, brüllt Max zurück. „Der ist viel stärker als deiner.“
Und heulend rennen beide nach Hause.
„Dein kleiner Bruder ist doof wie ein Brot“, sagt später der große Bruder von Jan zum Lesen fortsetzen

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Das Ritterturnier

ritter
Diesen tapferen Ritter hat meine liebe Kollegin, die Malerin Sonja Mengkowski, gemalt. Gefällt er Euch?

Das Ritterturnier

Wieder einmal hatte Graf von Stahlberg zum Turnier geladen und der tapfere Ritter Gottfried von Bärental nahm wie immer kampfeslustig daran teil.
Seit dem Morgengrauen stand er vor seinem Zelt, erteilte seinen Untergebenen, die seine Waffen und Rüstungen polierten und die Pferde striegelten, Befehle und beobachtete das Treiben ringsum. Eine Tribüne war am Rande des Turnierfeldes aufgebaut. Daneben boten Händler ihre Waren auf einem Markt an. An Feuerstellen wurde gekocht und gebraten. Narren, Jongleure und Feuerschlucker zeigten ihre Künste.
Endlich verkündeten Fanfaren die Ankunft des Grafen. Die Ritter – und natürlich der tapfere Ritter Gottfried – stellten sich zur Begrüßung vor ihren Zelten auf. Das Volk jubelte. Der Graf nickte nach allen Seiten, dann nahm er mit der Gräfin und seinen Gästen auf der Tribüne Platz und gab das Zeichen, mit dem Turnier zu beginnen.
Das Volk verstummte, als die Reihenfolge der Ritter, die sich mit Lanze und Pferd bekämpfen sollten, ausgelost wurde.
Dann traten die ersten Ritter gegeneinander an. Mit gezückten Lanzen Lesen fortsetzen

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Die Wolkenträne

Manchmal kann ein einzelner Regentropfen auch „verwechselt“ werden

Einmal wollte ein Regentropfen nicht länger einer unter vielen sein. Lange bevor der große Regen angekündigt war, stahl er sich aus der dicken Wolke und sprang mit einem Hüpfer vom Himmel.
„Ich bin frei“, rief er und schlug übermütig ein paar Purzelbäume. „Frei-ei-ei…! Hurra, wie ist das Leben schön.“
Für einen Moment wiegte er sich im Sog eines Windstoßes in der Luft hin und her. Dann zog es ihn weiter hinab in die Stadt, die unter ihm lag.
Er fiel und fiel und landete – platsch! – mitten im Park auf dem Spielplatz. Nein, genauer gesagt landete er auf der Nase eines kleinen Mädchens und die roch wundersüß nach Blütenduft, Milch und Vanille.
Hm! Hier gefiel ihm. Gute Wahl! Hier wollte er bleiben.
„Oh!“, rief das Mädchen. „Eine Wolkenträne. Ich habe es doch immer gewusst, dass Wolken weinen können. Und eine Wolkenträne, die hat nicht jeder. Was für ein Glück ich doch habe!“
‚Stimmt!‘, dachte der kleine Regentropfen, der sich über die Freude des Mädchens sehr freute. ‚Was für ein Glück haben wir, das kleine Mädchen – und ich!‘
„Seht mal!“ Das Mädchen rannte zu seinen Freunden hinüber, um Lesen fortsetzen

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Auf dem Land gehen die Uhren langsamer

Wie das ist mit der Zeit, die manchmal so schnell vergehen kann

Sage keiner, auf dem Land sei nichts los. Viel ist da los. Sehr viel sogar. Und sehr viel können Pia und Pit dazu erzählen. Sie sind nämlich oft mit Opa bei Großtante Luise zu Gast, und die lebt in einem kleinen Dorf am anderen Ende des Waldes. Irgendwie ist alles anders hier und es gibt immer etwas zu bestaunen, wenn die Geschwister die Großtante besuchen.
Opa sagt oft, man könne meinen, die Zeit hätte hier für ein paar Jahre angehalten und ein ‚Atempäuschen’ gemacht. Und seither würde sich die Welt hinter dem großen Wald ein bisschen langsamer um die Sonne drehen. Eine verrückte Vorstellung, die den Menschen, die hier leben, sicher nicht gefallen würde. Oder gerade doch? Man weiß es nicht.
In vielen Dingen ist das Leben in Großtante Luises Dorf oft noch so, wie es schon gewesen ist zu Zeiten, in denen die Großtante eine junge Frau oder ein Kind war. Altmodisch irgendwie, ruhiger, langsamer, doch nicht unbedingt schlechter.
„Auf dem Land gehen die Uhren langsamer“, sagt Opa. „Und ein bisschen ist es hier auch noch wie früher. Das wünsche ich mir zumindest.“
„Echt?“, fragt Pia und sie versucht sich vorzustellen, wie es sich mit Uhren, die langsamer gehen, verhalten könnte.
Pit aber schüttelt entschieden den Kopf. „Das stimmt nicht“, sagt er. „Schneller gehen die Uhren hier. Lesen fortsetzen

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Apfelpfannkuchen für hungrige Ritter

Ohne Äpfel gibt es keine Apfelpfannkuchen. Ein Fall für ‚tapfere‘ Ritter?

Draußen klackert es. Und es trappelt.
Zwei Kerle reiten aufeinander zu. Sie sehen aus wie tapfere Ritter. Der erste, der von rechts, hebt den Arm, schwingt ihn und haut das lange Ding, das er in der Hand hält, auf den anderen ein. Der wehrt sich, hält ebenfalls ein seltsames langes Ding dem Angreifer entgegen. Nun treffen sie aufeinander. Klack! Klack! Sie kämpfen einen aussichtslosen Kampf. Mal ist das eine oben, mal das andere. Mal stößt der eine Kämpfer einen Schrei aus, mal der andere.
Da! Eine Stimme. Sie schreit einen Befehl! Es ist die Stimme eines Weibes. Eines Ritterweibes.
„Wir Burgfräuleins sind hungrig!“, schreit die Stimme. „Hört auf mit euren dummen Kampfspielen!“
„Es wird Zeit, dass ihr Männer auf die Jagd geht und etwas zu Essen besorgt“, tönt eine zweite Burgfräuleinsstimme. „Aber schnell! Aber los!“
Die beiden tapferen Ritter sehen sich mit gequälten Mienen an.
„So ein Stress aber auch!“, brummt der eine.
„Immer diese Weiber!“, murrt der andere.
Dann wenden Sie ihre Pferde, die eigentlich Fahrräder sind, und gehen auf Beutezug. Sie haben auch schon einen Plan: Lesen fortsetzen

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Danke, Mama!

Danke, Mama!

Wenn ich traurig bin,
wischst du mit die Tränen weg
und hältst mich in deinen Armen
kuscheltrostwarm.
Du bist für mich da.
Danke, Mama!

© Elke Bräunling

Dieses Gedicht kannst du auch ändern in „Danke, Papa!“, „Danke, Oma!“, „Danke, Opa!“, Danke Tante Anna“ oder „Danke, Tante Maier“ – jeden, den du magst, kannst du damit ansprechen.

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Der Leuchtturm vom Hollerwald

Keiner mag den Neuen leiden und nun hat er sich auch noch im Wald verlaufen

„Ake ist verschwunden. Er ist nicht nach Hause gekommen.“
Ake war der Neue mit dem fremdartigen Vornamen und der großen Klappe. Mit seinem Vater war er aus Kiel nach Süddeutschland umgezogen. Seit mehreren Wochen schon bemühte er sich, hier Freunde zu finden. Vergebens.
„Er ist ein Angeber!“, sagten die Kinder vom Spielplatz und gingen Ake aus dem Weg.
Der aber tauchte immer wieder am Spielplatz auf. Um ihn loszuwerden, hatten Sebastian und Paul ihn heute Nachmittag mit einer List weggeschickt.
„Wir treffen uns in einer Stunde in der großen geheimen Höhle“, hatte Paul Ake zugeflüstert. „Du kannst auch kommen.“
Dann hatte er ihm den Weg zu dieser Höhle, die es gar nicht gab, beschrieben. Ein Weg, der weit in das dunkle Hollerbachtal mitten im großen Wald führte.
Und nun war Ake verschwunden. Sebastian, Paul und die anderen Kinder hatten ein schlechtes Gewissen.
„Er wird doch nicht wirklich in den Wald Lesen fortsetzen

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Grillen mit Opa

Grillen mit Opa

Heute hat Opa Pia und Pit zum Grillen im Gärtchen vor dem Haus eingeladen. Auch Nachbar Becker ist mit von der Partie. Nur Oma fehlt, aber bevor sie zum Treffen mit ihrer Freundin gefahren ist, hat sie für Opas Grillfest Kartoffelsalat, bunten Gartensalat und eine Schüssel mit Hackbällchen gestiftet. Und Opa hat die Grillwürstchen gekauft. Es sind sehr viele Würstchen, die gleich für zwei oder drei Grillfeste ausreichen.
„Kein Problem!“, sagt Opa. „Jeder mag meine Grillwürste und es werden bestimmt keine übrig bleiben. Wetten?“
„Wette gilt!“, ruft Pit. „Wenn du verlierst, musst du uns morgen wieder zum Grillen einladen.“
„Logisch“, sagt Nachbar Becker. „Damit wir dann die Würstchen, die heute übrig bleiben, aufessen.“
„Genau“, ergänzt Pia. „Und weil es so viele Würste sind, werden wir auch übermorgen grillen und überübermorgen … und überhaupt.“
„Und überhaupt“, sagt Opa, „seid Lesen fortsetzen

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Eine helle Sonnensommerwelt

Eine helle Sonnensommerwelt

Ich kenne eine schöne Welt,
die dir bestimmt sehr gut gefällt.
Sie ist sehr hell und süßer Duft
Liegt überall dort in der Luft.
Die Welt ist zwar nicht allzu groß,
doch ist hier dennoch sehr viel los.
Tiere sind hier gern zu Gast,
und manch ein Mensch macht auch dort Rast.
Viel hundert Sonnen strahlen dort
An diesem Sommer-Lieblingsort.
Du kennst sie nicht, die fremde Welt?
Sie ist ein Sonnenblumenfeld.

© Elke Bräunling

Und hier findet Ihr die Geschichte von der kleinen Elfe, die sich nichts mehr gewünscht hatte als einen Sonnenblumenwald: Die kleine Elfe und der Sonnenblumenwald

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Der Sonnenblumenwald

Als die kleine Elfe von einem Sonnenblumenwald träumte

Alle freuten sich, dass der Sommer gekommen war. Fröhlich war auch die kleine Blumenelfe. Endlich würde sich ihr Wintertraum von einem duftig hellen, gelben Sonnenblumenwald erfüllen. Sie kramte nach dem Leinensäckchen mit den Sonnenblumenkernen, das ihr der Blumenkönig zum Frühlingsanfang geschenkt hatte. Diese Samen würde sie heute aussäen. Sie wünschte sich viele lachende Blumensonnen in ihrem kleinen Sonnenblumenwald mitten auf der Waldwiese. Ja, das wünschte sie sich, die kleine Elfe.
Sorgsam legte die kleine Elfe die Samenkerne in kleine Löcher, die sie mit einem Stöckchen in die Erde gebohrt hatte. Und ganz vorsichtig deckte sie diese mit Erde auch wieder zu. Nun noch etwas Wasser, gemischt mit Elfenzaubertränen. Dann galt es zu warten.
Von nun an Lesen fortsetzen

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Die unheimliche Gewitternacht

Seltsam geht es zu in Nächten, in denen das Gewitter kommt. Unheimlich fast.

Die Nacht war schwül und voller Geräusche. Niemand in der kleinen Stadt am Rande des großen Waldes konnte gut schlafen. Alle, Menschen wie Tiere, waren unruhig.
Gewitterstimmung. Etwas Unheilvolles lag in der Luft. In der Ferne grollten Donnerschläge. Blitze erhellten für Bruchteile von Sekunden den Horizont. Man konnte das Unwetter, das dort tobte, spüren. Doch es zog nicht über die Wälder herüber. Die Luft schien zu stehen. Schwer, warm, stickig. Da war auch nicht der kleinste Windhauch, der ein wenig Abkühlung brachte. Die Wolkenberge, die Blumenkohlköpfen ähnelten, senkten sich tief über das Land. Sie machten die Luft immer schwerer und schwüler. Doch der Regen blieb aus.
Reglos verharrten die kleine Stadt und das Land ringsum in gereizter Stimmung.
Die Menschen stöhnten. Sie fühlten sich nicht wohl. Einige fürchteten sich.
„Eine schreckliche Nacht“, sagten manche. „Man kann das Unheil fast spüren.“
„Eine Luft für Blutsauger“, Lesen fortsetzen

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Das ist ja zum Läusemelken

Auf dem Ameisenweg unterwegs zur Waldwiese zu den Kräutern mit den Läusen, vom Klettern, von Angst und Mut haben

Bunt ging es zu im Ameisenhaufen. Bund und wild und wuselig.
„Dieser Trubel ist ja zum Läusemelken“, rief eine Ameise.
„Zum Läusemelken? Hihihihi!“ Die kleinen Ameisen, die noch nicht lange aus ihren Eiern geschlüpft waren, kicherten. Läuse melken, wie komisch das klang!
„Was sind Läuse?“, fragte eine Jungameise.
„Und was ist melken?“, erkundigte sich die andere.
„Das werdet ihr bald sehen“, antwortete eine von den vielen Ameisenarbeiterinnen, die immerzu beschäftigt waren. „Wir werden es euch zeigen.“
Irgendwie fanden die jungen Ameisen das mit dem Melken wirklich sehr witzig.
Sie kicherten auch noch, als sie später mit vielen anderen Ameisenkindern ihren Lehrmeisterinnen zur Waldwiese folgten.
Hintereinander, eine nach der anderen, marschierten sie über Lesen fortsetzen

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Die Flohmarktflöhe

Die Flohmarktflöhe

Hungrig hockten zwei Flöhe im Busch. Sie warteten auf ein Tier, um sich in dessen Fell zu graben und frisches Blut zu saugen.
„Heute ist Flohmarkt“, sagte einer.
„Ob es dort frisches Blut gibt?“, fragte sein Kollege.
„Lass uns einen Hund suchen, der uns zu diesem Flohmarkt bringt!“
„Einverstanden.“
Geduldig warteten die beiden Flöhe. Aber kein Hund kam vorbei, keine Katze, nicht einmal eine klitzekleine Maus. Nur viele Menschen drängelten sich auf dem Bürgersteig unter ihnen.
„Zu dumm, dass ich kein Menschenfloh bin“, murmelte einer der Flöhe. „Ich bin hungrig.“
In diesem Augenblick kam ein Lesen fortsetzen

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Die kleine Waldmaus und das kleine große Tier

Einmal traf die kleine Waldmaus ein seltsames Tier im Wald, ein kleines großes Tier

Einmal traf die kleine Waldmaus am Rande der Waldwiese ein seltsames Tier mit einem hellbraunen Zottelfell, hohen Beinen und einem langen Hals. Riesig groß stand es auf einmal vor ihr und beinahe hätte sein Fuß mit den scharfen Klauen die kleine Maus unter sich begraben. Gerade noch rechtzeitig konnte die kleine Waldmaus „Hilfe!“ und „Bleib stehen!“ rufen und einen weiten Mausesprung zur Seite machen. Aber der weite Mausesprung war weniger weit als ein Schritt dieses fremden, riesig großen Riesentieres.
„Hilfe!“ Die kleine Waldmaus war sehr erschrocken. Sie fürchtete sich sehr.
Auch das Zotteltier zitterte. Es sah aus, als ängstigte es sich.
„W-w-wer bist du?“, stammelte die kleine Waldmaus. „N-n-noch n-n-nie h-h-habe ich dich hier in unserem Wa-Wa-Wald gesehen. Du bi-bi-bist kein Waldtier.“
Das fremde Tier schwieg. Es zitterte noch immer.
Da verflog die Angst der kleinen Waldmaus. Wenn sich ein so großes Tier vor ihr fürchtete, dann, ja, dann war sie eine ganz besondere, eine ganz coole kleine Waldmaus. Und ganz coole Waldmäuse haben Lesen fortsetzen

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Der goldene Morgen

Manchmal streiten sie miteinander, die Sonne und die Wolken

„Heute ist ein Schlechtwettertag“, sagte die dicke Wolke am Himmel. „Dicht und dichter werde ich den Himmel zuziehen und ihn mit meinen grauen Wolkenumhang einhüllen. Auch auf das Land dort unten werde ich mich legen.“
„Mitnichten“, widersprach die Sonne. „Der heutige Tag ist der meine. Die Menschen nennen ihn Sonntag.“
„Oh! Du …“ Die Wolke rang nach Worten. „Du glaubst, man hat einen ganzen Tag nur nach dir benannt? Dass ich nicht lache!“
Die Wolke schüttelte sich vor Lachen und ein paar Lachtränen tropften zur Erde hinab.
„Halt! Halt!“, lenkte die Sonne ein. „Unbedingt muss ich heute mit meinen Strahlen den frühen Morgen im Land begrüßen. Siehst du den Wald dort? Ihm möchte ich eine kleine Morgenfreude bereiten. Er hat sie sich verdient. Daher bitte ich dich: Zieh dich noch für ein paar Stündchen zurück!“
„Warum sollte ich das tun? So Lesen fortsetzen

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Als Tim eine Kuh melken wollte

Jeder kann Kühe melken, meint der Stadtjunge Tim

Keiner mochte dem Stadtjungen Tim glauben, dass er melken konnte.
„Ha!“, rief er. „Das ist doch nicht schwer.“ Er deutete auf die schwarzbunte Kuh, die auf der Weide neben dem Bauernhaus lag und kaute. „Ich werde diese Kuh melken. Klar?“
Klar. Die Kinder des Bauern, bei dem Tim seine Ferien verbrachte, nickten und grinsten.
„Ihr glaubt mir nicht? Denkt ihr vielleicht, ich fürchte mich?“
Ehe seine neuen Freunde etwas sagen konnten, nahm Tim einen Eimer und den Melkschemel und ging zur Weide hinüber. Vorsichtig stieg er über den Zaun, schlich sich langsam zu der Kuh hinüber, baute sich vor ihr auf und Lesen fortsetzen

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Der kleine Bär und das Donnermännlein

An einem schwülen Tag lernt der kleine Bär das Donnermännlein kennen

Schwül war es. Kein Lüftchen wehte und es roch stickig. Die Waldtiere stöhnten. Missmutig beobachtete der kleine Bär die Fliegen, die wild in der Luft tanzten.
„Sie mögen dieses doofe Wetter auch nicht leiden“, brummte er. „Ein Gewittertanz wäre nicht schlecht. Bestimmt würde es dann bald blitzen, donnern und regnen und es wäre nicht mehr so schwül. Eine feine Sache wäre das.“
„Fein, fein“, polterte eine Stimme und ein Männlein hüpfte plötzlich vor dem kleinen Bären auf und ab.
„Was bist du für ein Tier?“, bestaunte der die fremde Gestalt. Sie trug einen kleinen Lendenschurz und hatte ein schwarzes Gesicht auf seinem Bauch aufgemalt. „Und was bedeutet das schimpfende Grummelgesicht auf deinem Bauch?“
„Das ist mein grollendes Donnergesicht“, erklärte das Männlein. Dann verneigte es sich vor dem kleinen Bären.
„Gestatten, mein Name ist Holterdipolter. Ich bin Lesen fortsetzen

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Opa sieht (sommer)rot

Opa sieht (sommer)rot und am liebsten sieht er frische rote Beeren – Eine Erdbeergeschichte

„Rot“, sagte Opa. „Ich sehe rot.“
O je. Es konnte nichts Gutes bedeuten, wenn Opa ‚rot‘ sah.
Opa aber lachte. Er langte zur Obstschale, griff nach einer Erdbeere und steckte sie in den Mund.
„Hm! Wie lecker sie sind, diese roten Früchtchen.“ Er schloss die Augen, schmatzte ein bisschen und murmelte: „So schmeckt der Sommer und so duftet er: würzig und süß und nach frischer Erde.“
„Die Erdbeere heißt ja auch so“, meinte Pia. „Wie Erde und Beere.“
„Und süß schmeckt sie wie Sommer und Sonne“, ergänzte Pit.
Opa nickte. „Eine Erdbeere ist wie ein roter, süßer Sommerkuss, und ich sage euch, diese Küsse liebe ich über alles.“
Und weil er fand, dass man viele Sommerküsse gut vertragen konnte, aß er gleich noch eine Beere und noch eine und Lesen fortsetzen

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Ein etwas anderer Sommerausflug

Seltsames ereignete sich neulich im Wald. Psst!

„Guck mal!“, rief Koko. „Frisches Gras und duftige Kräuter“ Er schnupperte. „Riecht fein. Köstlich lecker fein.“
„Wo?“, fragte Luna. „Ich will es sehen, nein, schmecken will ich es. Auf der Stelle.“
„Frisches Gras ist trockenem Heu in der Tat vorzuziehen“, bemerkte Diva. „Da wächst doch gleich mein Appetit.“
Mit gemächlichem Schritt folgte sie ihren Freunden Koko und Luna. Die standen bereits an der Grenze zum Nachbargrundstück und reckten die Hälse über den Zaun.
„Hm hm!“, murmelte Diva. „Frisch gemähtes Gras mit süßen Blüten. Lecker! … Nur, hm … es liegt auf der falschen Seite.“
„Und? Ist das ein Problem ?“ Luna tauchte den Kopf tief in Nachbars Wiese. „Wie köstlich! Wie lecker! Wie … anstrengend!“
„Wohl wahr“, näselte Diva. „Es ist uns nur schwer gegeben, mit gerecktem Hals Nahrung aufzunehmen. Es ist …“
„Es ist ganz einfach“, unterbrach Koko die Kolleginnen. Er nahm Anlauf und Lesen fortsetzen

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Der Überraschungskuchen

Vom Kuchen, der immer weniger wurde

Ein Kuchen stand auf dem Tisch. Er war noch warm und duftete nach Vanille, Veilchen und Beeren.
Der kleine Jonathan war der erste, der ihn entdeckte.
„Ein Überraschungskuchen“, rief er und steckte den Zeigefinger in den Kuchen. Dort, wo man es nicht sehen konnte.
„Schmeckt er?“, fragte sein Bruder Sebastian und brach sich ein Stück von der Stelle ab, in die Jonathan seinen Finger gebohrt hatte. „Hmm. Toll!“
„Passt auf!“, warnte Katharina. „Das gibt Ärger mit der Tante.“ Sie sah ihre Brüder an. „Kann ich auch ein klitzekleines Stück haben?“
Papa verzog das Gesicht. „Oh je! Ihr wisst nicht, was ihr da tut.“ Er schnupperte … und bohrte seinen großen Papafinger in das nicht mehr ganz so kleine Kuchenloch. „Ahhh! Köstlich.“
Mama kam in die Küche und Lesen fortsetzen

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Ein wundersamer Sommertag

Eine interessante Unterhaltung der Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen im Rosenbusch

Viel Betrieb herrschte im Rosenbusch am Gartenhäuschen. Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen summten und surrten um die Blütenkelche. Heute aber waren die kleinen Strauchgäste nicht so begierig auf Nahrungssuche aus. Sie unterhielten sich. Über die Menschen, von denen sie nur selten Gutes zu berichten wussten. Die Zweibeiner schlugen nämlich meist nach ihnen oder sie versuchten, sie mit Spraydosen zu vergiften oder sie verjagten sie mit Fliegenklatschen und anderen schmerzhaften Geräten von Blüten, Kuchenstücken und Picknickdecken.
„Es scheint, als fürchteten sie uns“, wunderte sich eine Hummel. „Dabei habe ich noch nie einem Menschenwesen etwas zuleide getan.“
„Ich auch nicht!“
„Ich schon gar nicht!“
„Denkt ihr, wir?“
Rummelig ging es zu. Die Tiere waren Lesen fortsetzen

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Als die Obstbäume einmal keine Früchte trugen

Eines Sommers reiften kaum Früchte an den Obstbäumen. Was war geschehen?

„Ha!“, sagte der kleine späte Frühlingsfrost eines Sommertages und rieb sich die Hände. „Dieser Coup ist mir gelungen. Es geht ihnen gut, den Obstbäumen. Ich, ja, ich habe dafür gesorgt.“
Er lugte unter seiner Schlafwolke hervor, die hoch im Norden über dem großen Eismeer am Himmel stand, und schaute in das Land zurück, in dem er im Frühling geweilt hatte. Sein Blick schweifte dort über die Kronen der Bäume in Gärten, auf Wiesen, Feldern und in Wäldern. Stramm im satten Grün winkten die ihm zu.
„Sie sind zufrieden mit mir, die Bäume. In diesem Jahr plagen sie keine schweren Lasten. Sie müssen ihre Zweige nicht unter dem Gewicht ihrer Früchte zu Boden senken und sie müssen sich auch nicht davor fürchten, dass ihre Äste brechen. Schlimm ist das gewesen im letzten Jahr. Sehr schlimm.“
Er machte eine Pause und sah sich Beifall heischend bei seinen Wetterkollegen, die sich ebenfalls im Sommerschlaf befanden, um.
Doch keiner applaudierte.
„Die Lesen fortsetzen

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Das Lied der Rosenelfen

Das Lied der RosenelfenKleine Fantasie- und Traumreise

Ein, zwei, drei Windstöße fegten eins, zwei, drei mal durch die Rosenbüsche am Parkrand und 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10 und mehr rosarote Blütenblätter wirbeln durch die Luft.
Sie tanzen ein Tänzchen und fallen dann zu Boden.
Schön sieht das aus. Wie Sommerschnee.
Doch plötzlich hörst du ein leises Weinen und ein trauriges Singen:
„Unsere Blütenblätter, herrje, verschwunden sind sie. Oh je.“
Immer und immer wieder hörst du dieses kleine Lied.
Wer singt da, fragst du dich und läufst hinüber zu den Büschen.
Wie rosafarbene Tupfer bedecken dort die Blütenblätter den Boden.
Am Rosenbusch aber siehst du leere Blütenknospen, die von einem Kranz brauner Blütenstaubfäden umrahmt sind.
Und aus deren Mitte lugen traurige Gesichtchen. Klitzekleine Tränchen tropfen aus den winzigen Augen der Lesen fortsetzen

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‚Knoblauchfresser‘

Von leckerem Essen, einer Grillparty und dummen Vorurteilen

Alle sagen ´Knoblauchfresser´ zu Izim. Das war schon immer so, im Kindergarten, in der Schule und auf dem Spielplatz. Izim lacht dann nur. Er ist wie all seine Freunde in Deutschland geboren und fühlt sich gar nicht mehr so sehr als Türke. Und weil Izim auch nicht öfter nach Knoblauch riecht wie die anderen Kinder, lacht er friedlich, wenn man ihn ´Knoblauchfresser´ nennt. Es ist einfach so.
Heute hat Chris Meier Geburtstag. Er hat die ganze Klasse eingeladen, und weil es ein sonniger Tag ist, feiern die Kinder im Garten. Es ist ein gelungenes Fest mit viel Kuchen, Toben, Wettspielen und Lachen. Der Höhepunkt aber ist die Sache mit der selbstgebauten Feuerstelle hinten im Garten. Den halben Nachmittag haben die Kinder diese Feuerstelle nach Anleitung von Chris´ Vater gebaut, und nun bereiten sie sich selbst ihr Essen am Feuer zu. In der Glut liegen Kartoffeln, und mit Stecken halten die Kinder aufgespießte Würstchen, Fleischbällchen, Käse- und Gemüsestücke und Brote über die Glut so, wie früher die Räuber im Wald ihr Essen gegrillt haben. Es Lesen fortsetzen

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Gartenarbeit

Gartenarbeit

Wenn die Sommersonne
warm vom Himmel lacht,
wird im Garten
alles schön gemacht:
Putzen, kehren, hacken, mähen,
graben, pflanzen, gießen, säen,
schneiden, jäten, schützen, hegen,
ziehen, setzen, schmücken, pflegen
und noch viele andre Sachen
sind im Garten jetzt zu machen.
Bis es dann richtig grünt und blüht,
hat man sich gründlich abgemüht,
und oftmals hat der Vater
einen Muskelkater.

© Elke Bräunling

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Die riesig große Riesentomate

Was wird aus der riesig große Riesentomate in Onkel Huberts Garten werden?

Es war einmal eine riesig große Riesentomate. Sie wuchs an einem Strauch in Onkel Huberts Garten. Vielleicht war es eine Fee, die ihre Blüte verzaubert hatte, aber so genau konnte man das nicht sagen. Es war nur so, dass die Riesentomate auf einmal wuchs und wuchs und immer größer und noch größer wurde, während ihre Tomatengeschwister klein blieben und verkümmerten. Längst hatten die Zweige des Tomatenstrauches die Kraft nicht mehr, ihre Triebe mit den kleineren Tomaten und den Blüten himmelwärts zu richten. Das Gewicht der riesigen Riesentomate war zu groß und drückte sie zu Boden. Sie konnten nur noch mit Stöcken und Schnüren gebunden und aufrecht gehalten werden.
Die Tomate aber machte sich nichts daraus. Sie wuchs weiter, wurde größer und dicker.
„Toll!“, sagte Onkel Hubert. „Was für ein prächtiges Exemplar das ist!“
„Toll!“, sagten auch die Nachbarn. „Eine Riesensupertomate!“
Und sie fragten Onkel Hubert, was er nach der Ernte mit ihr machen würde.
„Essen“, sagte Onkel Hubert und lachte.
Die Nachbarn schrien auf. „Du kannst doch nicht diese Supertomate einfach aufessen? Nein, das hat sie nicht verdient.“
Das hatte sie nicht verdient?
Nachdenklich stand Onkel Hubert vor dem Tomatenstrauch und Lesen fortsetzen

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Schäfchenwolken am Himmel

Schäfchenwolken am Himmel

Heute ist ein schöner Tag.
Ich schau zum Himmel hoch hinauf,
weil ich das Himmelsblau so mag.
Ganz kleine Wölkchen ziehen auf.
Weiß sind sie und klitzeklein,
als würden federleicht sie sein.
Wie eine Schäfchenherde
sehn sie von unten aus.
Es heißt, die Schäfchenwolken
verkünden Regen im Voraus.
Ich mag das nicht recht glauben
und stell mir lieber vor,
es seien echte Schäfchen,
die fröhlich oben
am Himmel toben
und singen im Chor.
Ich schließe die Augen
und lausche gebannt.
Sind sie´s, die da singen?
Ich bin ganz gespannt
und freue mich an ihrem Übermut,
ihr Singen und Tanzen gefällt mir gut.
Froh klingt es, ausgelassen und heiter,
und ich lausche und lausche, weiter und weiter.
Laut und lauter klingt´s in meinem Ohr.
Ich glaube, sie singen ihr Lied mir jetzt vor.

© Elke Bräunling

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Lena und die Stunde des Glücks

Lena und die Stunde des Glücks

„Heute haben wir in der Schule eine prima Geschichte erzählt gekriegt“, erzählte Lena eines Tages beim Mittagessen. „Die war so toll, dass ich es jetzt auch so machen werde wie in der Geschichte.“
„Fein“, meinte Papa, der mit seinen Gedanken ganz woanders war. „Tu das!“
Ich aber ahnte Schlimmes. Bestimmt war es wieder eine von diesen Lena-Ideen, die selten gut endeten.
„Was war denn das für eine Geschichte?“, fragte ich misstrauisch.
„´ne Glücksgeschichte“, antwortete Lena und strahlte. „Da war ein Mann in China, und der schenkte einem traurigen Menschen eine Stunde seines Glücks. Toll, nicht wahr?“
„Wie soll das denn gehen?“, fragte ich vorsichtig.
„Ganz einfach“, erklärte Lena. „Man muss ein Loch in eine Münze bohren und einen Wollfaden durchziehen. Und diese Münze schenkt man dann dem traurigen Menschen.“
„Und das macht ihn glücklich?“ Ich kapierte nicht, wie eine Münze mit einem Wollfaden Glück bringen sollte.
Lena aber schien sich das ganz genau vorstellen zu können.
„Mensch, bist du blöd“, grummelte sie. „Wenn der traurige Mensch den Wollfaden Lesen fortsetzen

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Pia und Pit, das Meer und das Watt

Watt kann sehr spannend sein

In den Ferien fuhren Pia und mit ihren Eltern zum Urlaub an die Nordsee. Während ihre Eltern noch Koffer auspackten, rannten Pia und Pit mit ihren Badesachen gleich über den Deich zum Strand. Es war Ebbe und das Watt lag vor ihnen.
Ratlos sahen sich Pia und Pit an.
„Wann kommt das Wasser wieder?“, fragte Pia.
„Keine Ahnung.“ Pit war sauer.
Pia zuckte mit den Achseln. „Gehen wir eben ins Watt!“
Vorsichtig betrat sie den Wattschlamm. Gleich sanken ihre Füße ein paar Zentimeter ein. Seltsam weich fühlte sich das an. Und kitzelig. Pia verlor ihre Scheu und tappte ein paar Schritte ins Watt hinein. Es machte Spaß, mit nackten Füßen im Schlamm zu waten.
„Komm!“, rief sie Pit zu. „Wir laufen dem Meer hinterher!“
Pit zögerte. Es ekelte Lesen fortsetzen

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