Elkes Kindergeschichten

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Kindergeschichten rund durch den Tag und das Jahr. Nach dem Sommer meldet sich Herr Herbst erst stürmisch und nebelig, dann besinnlich und adventlich mit vielen Geschichten und Bildern zu Wort. Ihm folgen Herr Winter und die verrückten Faschingstage, der Frühling wagt sich endlich auch aus seiner Winterschlafpause, ja, und weil die Tage und Monate rasen, ist der Sommer schon wieder da, Ferien kommen und gehen, ja, und schon winkt der Sommer uns wieder zum Abschied zu und gibt lächelnd das Zepter erneut weiter an den grimmigen Herrn Herbst. Und so fängt wieder alles von vorne an mit neuen Geschichten, Märchen und Gedichten …

Immer wieder zieht hier eine weitere Geschichte in das neue Blog-Zuhause von Elkes Kindergeschichten ein. So werden nach und nach die Texte aus dem alten Blog hier ihre neue Heimat finden, ja, und NAGELNEUE Geschichten und Gedichte wird es auch geben.

Die fröhlichen Herbstgeister, die Advents- und Weihnachtswichte, die Schneezwerge, Frühlingselfen und Sommerfeen und viele viele viele andere Freunde aller Kinder, die sich hier im Blog in Geschichten, Märchen und Gedichten verstecken, freuen sich sehr über Euren Besuch

Seid herzlich Willkommen, liebe Besucher, und fühlt Euch wohl hier!

Geschichten, Märchen und Gedichte zu bestimmten Monaten und Jahresfesten findet Ihr ganz leicht auf der rechten Seitenleiste im ARCHIV oder wenn Ihr nach Stichworten Eure Themen sucht in der Schlagwörterwolke oder im Feld SUCHE

 

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Tante Milas tolle Idee

Wie Tante Mila ihr Leben änderte

„Du bist verrückt!“, sagte Mama zu Tante Mila. „Hast du wirklich vor, eine Hungerkünstlerin zu werden?“
„Wie kannst du in deinem Alter so leichtsinnig sein?“, brummte Opa. „Es wäre ja nicht das erste Mal, dass du in eine Sackgasse tappst.“
„Ist es Torschlusspanik?“, erkundigte sich Papa und Oma schlug die Hände über dem Kopf zusammen.
„Hört es denn nie auf, dass wir uns Sorgen um dich machen müssen?“, klagte sie. „Ach, man kommt nie zur Ruhe mit dir.“
Laut und heftig ging es an jenem Sonntagnachmittag, der ein gemütliches Familientreffen bei Kaffee und Kuchen hätte sein sollen, plötzlich zu.
Ich verstand die Aufregung nicht. Es war doch toll, dass Tante Mila so viele Ideen und Pläne hatte. Und eine gute Idee, finde ich, darf nicht zu Seite gelegt und vergessen werden, nur weil man nicht sicher weiß, ob sie auch funktionieren wird. Man stelle sich vor, all die Erfinder und Künstler hätten ihre neuen Einfälle nicht beachtet, weil man damit erst mal nur wenig oder vielleicht sogar gar kein Geld verdienen kann. Nein, daran mag ich gar nicht denken. So vieles gäbe es in unserem Leben dann nämlich nicht. So viel Wichtiges und Nützliches und Schönes.
Mama, Papa, Oma und Opa aber schienen daran nicht denken zu können. Und immer, wenn es um Dinge geht, die sie nicht begreifen oder die unüblich sind, fangen sie an, von diesem „man“ zu sprechen, wer oder was immer das auch sein mag.
„Man wirft nicht seinen sichern Job wegen einer Schnapsidee weg!“, schimpfte Opa.
„Man kann nicht die Welt auf den Kopf stellen!“, sagte Mama. „Schon gar nicht, wenn andere sich dann Sorgen machen müssen.“
„Man sollte immer hübsch auf dem Teppich bleiben!“, knurrte Papa.
„Man muss dich irgendwann einmal erwachsen werden!“, klagte Oma.
Ich hasste es, wenn sie mit Ausrufezeichen sprachen und dazu noch von diesem ‚man‘ redeten, als wohnte es oder er oder sie bei uns und säße jedem von uns mit Fesseln versehen im Nacken. Es nervte, dieses unsichtbare Ding, tauchte es doch immer nur auf, wenn es galt, etwas Interessantes oder Schönes oder Aufregendes niederzumachen. Und Tante Milas Pläne hatten davon von allem etwas. Sie waren interessant, schön und aufregend zugleich, und das war viel mehr als ihr Beruf als Lehrerin, den sie an den Nagel hängen wollte. Der nämlich machte sie zwar satt, aber nicht zufrieden.
Tante Mila sagte erst einmal nichts und das war gut so. Sie schob den Kuchenteller mit der halb aufgegessenen Schwarzwälder Kirschtorte zur Seite, leerte ihre Kaffeetasse und stand auf.
„Es ist mein Leben“, sagte sie. „Achtundvierzig Jahre bin ich nun alt und ich möchte endlich etwas tun, das mich glücklich macht. Wenn ihr das nicht verstehen könnt, tut es mir leid. Und nun möchte ich gehen.“
Und dann ging sie.
Was meine Eltern und meine Großeltern dazu dann noch sagten, möchte ich lieber vergessen. Aber ich kann davon erzählen, wie stolz ich auf meine Tante Mila bin. So möchte ich es in meinem Leben später auch einmal genau so wählen möchte. Es ist doch das Beste auf der Welt, wenn man die Arbeit tut, die glücklich macht.
Tante Mila ist übrigens sehr glücklich mit ihrer neuen Idee geworden. Sie besitzt nun einen kleinen Laden, in dem sie tollen, selbst gebastelten Schmuck verkauft und darüber nicht verhungern muss. Und jetzt, drei Jahre später, sind auch meine Mama, Papa, Oma und Opa glücklich darüber. Und ich, ich bin megastolz auf meine tolle, coole Tante! Klar, oder?

© Elke Bräunling

Meine liebe Kollegin Petra van Cronenburg hatte eine ähnliche Idee wie Tante Mila. Sie hat nämlich nicht nur Lust, weiter wunderschöne Bücher zu schreiben. Nein, sie stellt aus Büchern, d.h. aus dem Papier alter Bücher, bezaubernde Perlen und Schmuckstücke her.
Das, finde ich, ist auch eine sehr tolle Idee.
Besucht sie mal in ihrem Blog ‚Cronenburg‘ oder in ihrem kleinen Online-Atelier, das den Namen Atelier tetebrec trägt (mit Klick auf die Links oder auf das Bild)

Kette Atelier Tetebrec, © Petra van Cronenburg

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Der „arme“ Wurm

Der „arme“ Wurm

Ein Wurm in einer Zwetschge saß
und gierig von dem Fruchtfleisch fraß.
Er schmatzte, kaute ohn‘ Verdruss
und schnabulierte mit Genuss.

„Wie wundervoll“, rief froh er aus,
„und süß es schmeckt, mein Zwetschgenhaus!
Für immer bleibe ich nun da
in meiner kleinen Welt. Hurra!“

Und er fraß weiter und genoss
die Zeit in seinem Früchteschloss.
Reich wie ein Herrscher fühlt‘ er sich
im Zwetschgenfleisch ganz königlich.

Da, plötzlich, bohrt‘ sich seine Bahn
ein spitzer, weißer Mausezahn
tief in die Zwetschgenfrucht hinein.
Der Wurm schrie auf: „Hey, lass das sein!

Siehst du denn nicht, dass du nur störst,
weil du hierher doch nicht gehörst?
Verlass mein Reich gleich auf der Stell‘!
Beeil doch, los, verschwinde schnell!“

Schon biss die Maus mit einem Happ
ein, zwei, drei Zwetschgenstücke ab.
Sie schmatzte und biss wieder zu.
Die Zwetschge schwand dahin im Nu.

Schnell kroch der kleine Wurm heraus
aus seinem süßen ‚Herrscherhaus‘.
Da lag er nun, ganz nackt und bloß
und ohne Heim sehr heimatlos.

„Ein armer Wurm“, rief er, „bin ich.
Ihr Mãuse, euch verdamme ich.“
Die Maus sah nicht mal zu ihm her.
Sie hatte keinen Hunger mehr.

Ja, schnell kann es im Leben gehn:
Das Glücksrad, es bleibt niemals stehn.
So wie ein Windstoß wird zum Sturm,
so wird aus dir ein armer Wurm.

© Elke Bräunling

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Im Heidelbeerwald

Heidelbeeren ernten ist eine sehr mühselige Sache

Im Wald sind die Heidelbeeren reif. Wie jedes Jahr haben die Kinder der Grundschule einen freien Heidelbeertag. Da gehen alle Klassen in den Wald zur Heidelbeerernte.
Max ist nach dem Umzug aufs Land heute zum ersten Mal dabei und kennt Heidelbeeren nur vom Markt. Er isst sie aber für sein Leben gern. Deshalb nimmt er den größten Korb mit, den er finden kann.
Seine Klassenkameraden lachen.
„Diesen Korb willst du füllen?“, fragen sie. „Höhö! Das schaffst du nie.“
Max lacht mit. Vor allem lacht er über die kleinen Eimerchen und Körbchen der anderen Kinder. Da ist doch nur wenig Platz für die leckeren Beeren. Damit lohnt es sich doch gar nicht, in den Wald zu gehen. Das Lesen fortsetzen

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Die kleine Waldmaus und die Sommersonne

Nie hätte die kleine Waldmaus gedacht, dass die Sonne im Sommer so heiß sein kann

Heiß war es seit ein paar Tagen. Sommerheiß selbst im Wald und alle stöhnten. Die Tiere wie auch die Menschen, die sich auf der Suche nach kühlen, schattigen Plätzen in den Wald geflüchtet hatten.
Die kleine Waldmaus, die sonst an heißen Sonnentagen im kühlen Mäusebau den Abend abwartete, staunte.
„Nanu?“, sagte sie. „Diese Sonne heute ist aber eine sehr starke und heiße Sonne. So kenne ich sie gar nicht. Und ich weiß gerade nicht, ob sie mir so gefällt.“
Dass Sonnenstrahlen so heiß waren, nein, das hatte sich die kleine Waldmaus nicht vorstellen können. Ein bisschen war sie auch erschrocken.
„Hüte dich vor den Strahlen der Sommersonne“, hatte Opa Maus gesagt und er hatte sie ganz ernst dabei angesehen. „Sie schwächen und machen langsam. Langsamkeit aber tut uns Waldmäusen bei Gefahren nicht gut.“
An diese Worte musste die kleine Waldmaus nun denken. Und ja, sie fühlte sich heute schwerer in den Gliedern als sonst. Schwer und langsam. Was, wenn der Marder nun käme oder Lesen fortsetzen

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Die kleine Waldmaus und der sichere Platz

Gut aufpassen muss die kleine Maus unterwegs

Irgendetwas war anders heute. Die kleine Waldmaus streckte ihr Näslein in die Luft und schnupperte. Es roch so … süß da draußen. Hm! Hm! Gut und süß duftete die Luft. Sie lockte. Und sie machte hungrig. Die kleine Waldmaus spürte das Knurren in ihrem Bauch. Das Wasser lief ihr im Mund zusammen. Wo? Wo gab es diese duftende Köstlichkeit zu finden? Auf der Wiese der Menschen, die hinter dem Wäldchen lag, vielleicht?
„Man könnte dort einmal nachsehen“, sagte die kleine Waldmaus. Sie sagte es ganz leise, denn Opa Maus hatte alle Mausekinder davor gewarnt, alleine zur Menschenwiese zu gehen.
„Dort ist zu viel Betrieb“, hatte er gesagt. „Nicht nur die Menschen sind dort unterwegs, nein, auch Tiere, die nicht unsere Freunde sind, die Katze, der Marder, die Eule, der Lesen fortsetzen

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Picknick und ein Abenteuer mit den Wurzelwesen

Tief unter der Wiese im Reich der Wurzelwesen ist ganz schön viel los

Beim Picknick entdecken Mia und Max mitten auf der Wiese eine alte Tür. Neugierig zieht Max an der verrosteten Türklinke. Mit einem Knarren springt die Tür auf.
„Sieh nur!“, ruft Max. „Da führt eine Treppe hinunter in die Erde.“
„Eine Treppe? In den Boden hinein?“ Neugierig blickt Mia durch die Tür. Stimmt. Da ist eine Steintreppe. „Vielleicht führt sie in eine Höhle?“
Vorsichtig betritt Mia die ersten Stufen.
„Pass auf!“, ruft Max, doch Mia ist schon verschwunden. So bleibt Max nichts anderes übrig, als seiner Schwester zu folgen.
Immer tiefer führt die Treppe in die Erde hinab, bis die Geschwister in einen Steingang gelangen. Der ist breit und vom Licht unzähliger Fackeln erhellt.
Mia und Max staunen. „Ob hier jemand wohnt?“
Plötzlich hallt von weither fröhliches Singen und Lachen.
Die Geschwister lauschen. Dann schleichen sie auf leisen Sohlen weiter durch den Gang. Das Singen wird lauter und bald stehen sie in einer Höhle mit Lesen fortsetzen

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Ein Ferienjob für Jana und Lena

Mit einem Ferienjob muss man sich nicht langweilen

Jana und Lena langweilten sich.
„Es ist zum Fürchten“, murmelte Jana und kickte Steine über den Hof.
Lena nickte und starrte vor sich hin. „Ich habe eine Idee“, sagte sie plötzlich. „Wir suchen uns einen Job!”
Eine prima Idee. Jana war begeistert. Aber wo sollten sie Arbeit finden? Zuerst sahen die beiden in der Zeitung nach. Nichts. Dann gingen sie durchs Dorf und fragten alle nach einem Job. Die Leute aber lachten nur und antworteten: „Nein, wir haben keinen Job.“ Nachbar Locke meckerte sogar gleich wieder los: „Immer müsst ihr alte Leute ärgern.“ Und die alte Frau Meyer schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Ihr armen Kinder!“, rief sie. „Bekommt ihr daheim nicht genug zu essen?”
Bei Onkel Udo hatten Jana und Lena endlich Glück: „Ihr könnt mir ‚Owidum‘ aus der Apotheke besorgen!“, sagte er.
„Oh, fein!” Vor Freude über den Job sahen Jana und Lena nicht das Grinsen auf Onkel Udos Gesicht.
„Beeilt euch!”, sagte Onkel Udo und gab Jana fünf Euro. „Und vergesst nicht, das Mittel heißt „Oohhwiiidumm!“
Apotheker Klein sah Jana und Lena freundlich an. „Owidum?“, murmelte er. „Hm!” Er suchte in allen Schubladen und Schränken, dann Lesen fortsetzen

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Der große ‚Grill‘-Hunger

Im Sommer macht hungrig, denn vielerorts draußen duftet es nach Grillfeuer und Bratwürstchen

An warmen Sommerabenden sitzen Pia und Pit gerne mit Opa auf der Bank vor dem Haus. Es macht Spaß, einfach so da zu sitzen und das Leben auf der Straße und in den Nachbargarten zu beobachten. Irgendetwas gibt es immer zu sehen. Oder zu hören. Und heute gibt es auch etwas zu schnuppern. Es duftet nämlich köstlich. Nach Grillwürstchen, Hackbällchen und gegrillten Kartoffeln. Von weit her zieht der Duft durch die Straße. Und er lockt, macht Appetit auf Grillwürstchen, Hackbällchen und gegrillten Kartoffeln. Was sonst?
Opa schnuppert, Pia schnieft und Pit seufzt tief.
„Nie grillst du mit uns, Opa“, sagt er.
Pia nickt. „Und ich habe so großen Hunger. Mein Bauch hört sich auch schon ganz hungrig an. Hörst du?“ Sie klopft sich auf den Bauch.
Opa nickt. „Ja“, sagt er. „Ich höre den Hunger in deinem Bauch. Nur seltsam ist, dass wir gerade vor einer halben Stunde zu Abend gegessen haben.“ Er mustert Pia und schüttelt in gespieltem Erstaunen den Kopf. „Und Lesen fortsetzen

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Der Glühwürmchenbaum

Als die Elfe dem Glühwürmchenhain im Sommerwald einen Besuch abstattete

„Hey, wacht auf! Es ist Zeit! Hallo! Ihr sollt aufwachen! AUFWACHEN !!!“
Aufwachen! Laut rief es die kleine Waldelfe immer wieder in den Sommerhain des Glühwürmchenwaldes hinein. Doch dessen Bewohner, die Glühwürmchen, rührten sich nicht.
„Sie sind doch wohl noch nicht ausgeflogen? Heimlich, bei Nacht, die frechen kleinen Kerle?“, murmelte sie und überlegte. „Nein, das kann nicht sein. Die Wächter des Zauberwaldes hätten mir Bescheid gesagt. Ganz gewiss.“
Und wieder flog sie nahe zum Eingang des Glühwürmchenhains und rief:
„Aufwachen, ihr faulen Kerle! Hört ihr! Wacht endlich auf! Es ist Sommer! Alle erwarten euch: die Zauberwaldbewohner, die Bäume, die Tiere und die Menschen. Vergeblich suchen euch die Kinder am Abend in den Gärten, den Parks, den Wiesen, Feldern und Wäldern. Bitte wacht auf! Kriecht aus euren Schlafnestern! Öffnet die Augen und zündet eure Glühlaternen an!“
Nichts. Kein einziges Glühwürmchen zeigte sich. Still blieb es im Glühwürmchenhain. Es war, als seien seine Bewohner verschwunden.
Die Elfe verlegte sich aufs Betteln.
„Ohne euch kann das große Sommerfest nicht stattfinden. Und die Kinder denken, ihr würdet fernbleiben, weil ihr sie nicht mehr leiden mögt. Hört ihr?“
Nichts.
Da beschloss die kleine Elfe, dem geheimen Glühwürmchenhain einen Besuch abzustatten. Vielleicht Lesen fortsetzen

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Papas Gartenlaube

Als wir versuchten, mit Papa im Garten für den Sommer eine Gartenlaube zu bauen

Am Wochenende wollte Papa beweisen, wie leicht es sei, eine Gartenlaube zu bauen. Voller Vorahnungen beschlossen Lena und Jana, am Samstag lieber im Bett zu bleiben, und Mama hatte ganz plötzlich einen dringenden Termin in der Stadt.
Weil Papa aber dann doch zu laut herumhämmerte und immer wieder „Aua!“ und „Autsch!“ rief, hielten es die Mädchen nicht im Bett aus. Lustlos machten sie sich daran, Papa zu helfen. Das war nicht einfach. Den ganzen Morgen schufteten sie, schleppten Hölzer, reichten Nägel und Winkel, und suchten immer wieder nach Hammer, Säge oder Meterstab, die ständig verschwunden waren. Als der Boden der Laube aber endlich fertig war, betrachteten sie doch stolz ihr Werk. Fest, hell und glatt schmiegte er sich zwischen die beiden Apfelbäume.
„Ich hab euch ja gesagt, wir schaffen das“, sagte Papa stolz.
„Was soll das denn werden?“, fragte plötzlich Nachbar Locke.
„Eine Lesen fortsetzen

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Die Sache mit dem Drachenzahn

Mit Cousin Edelbert als Feriengast hat man es nicht leicht

Cousin Edelbert kam zu Besuch, und Lena und ihre Freunde Pit und Tim stöhnten. Edelbert war nämlich ein großer Angeber.
„Ih“, stöhnte Lena. „Der Ekelbert kommt!“
„Dieser Besserwisser hält uns ja alle für Deppen!“, maulte Pit, und Tim knurrte:
„Bestimmt nervt er wieder mit seinem Dinokram!“
Tim hatte recht. Gleich nach seiner Ankunft fing Edelbert mit seinen Sauriergeschichten an. Er redete und redete …
„Wie ein richtiger Professor kennst du dich aus”, sagte Pit auf einmal.
„Ja, toll“, bestätigte Lena. „Du wirst bestimmt noch berühmt sein. Dann gibst du uns allein Autogramm.“
Edelbert nickte gnädig. „Das überlege ich mir noch.“
„Ich verrate dir auch ein Geheimnis.“ Lena nahm Edelbert zur Seite und flüsterte: „Tim hat einen echten Drachenzahn!”
Edelbert wurde blass. „Ei-ei-einen Drachenzahn? Wirklich?“
Lena nickte. „Sein Vater hat ihn Lesen fortsetzen

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Die kleine Waldmaus, der Igel und der Goldpünktchentanz

Im Dunkeln ist es spannend im Sommerwald. Und aufregend.

An einem lauen Sommerabend machte sich die kleine Waldmaus auf den Weg zur Waldlichtung bei der großen Wiese. Dort hoffte sie, ihren Freund, den kleinen Igel, endlich einmal wieder zu treffen. Da sie sonst oft auch tagsüber unterwegs war, hatte sie ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen. Der kleine Igel nämlich mochte die warmen Strahlen der Sommersonne noch viel weniger leiden als die kleine Maus. Deshalb verschlief der die Tage lieber und ging erst zur Nacht auf Futtersuche.
Weil die Sonnenstrahlen den Wald in den letzten Tagen sehr aufgewärmt hatten, war die kleine Waldmaus auch in ihrem Mausebau geblieben. Nun aber hatte sich die Sonne verabschiedet. Die Nacht war angebrochen und die kleine Maus konnte wieder besser atmen. Es duftete fein an einem lauen Sommerabend im Wald. Nach süßen Blüten, würzigen Kräutern, reifen Beeren, Pilzen, Moosen und Walderde.
„Hmhm“, brummelte die kleine Maus. „Wie lecker es duftet im Dunkelwald. Es ist keine schlechte Idee, wie eine rechte Waldmaus auch einmal in der Nacht unterwegs zu sein. Aber wo steckt er nun, mein Freund, der kleine Igel?“ Lesen fortsetzen

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Die kleine Waldmaus und ihre Geschichten

Hier findest du alle Geschichten von und mit der kleinen Waldmaus, die in Blogs veröffentlicht sind:

Die kleine Waldmaus und der frühe Frühling
Die kleine Waldmaus und das Frühlingserwachen
Die kleine Waldmaus und das tanzende Licht
Die kleine Waldmaus und der Waldfrühling
Die kleine Waldmaus, die Veilchen und die Liebe
Die kleine Waldmaus, der kleine Igel und die Maiglöckchen
Die kleine Waldmaus und das glückliche Glück
Die kleine Waldmaus, der Igel und der Goldpünktchentanz
Die kleine Waldmaus und der Erntetag
Die kleine Waldmaus und das Stacheltier
Die kleine Waldmaus und das kleine große Tier
Die kleine Waldmaus und der fremde Duft
Die kleine Waldmaus und das Bunt im Grün
Die kleine Waldmaus und das Herbstfest
Die kleine Waldmaus und das graue Grau
Die kleine Waldmaus, der Nebel und das Licht mit Hut
Die kleine Waldmaus und das sprechende Glück
Die kleine Waldmaus und der Sternenregen
Die kleine Waldmaus kann nicht schlafen
Als die kleine Waldmaus mit dem Eichhörnchen auf Futtersuche ging
Die kleine Waldmaus und die Decke aus Schnee

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Mia und die Wolkenbären

Von Wut und Lust auf Toben, von Geschwisterärger, Wolkenbären und Gewittergrollen

Am liebsten tobt Mia mit ihren älteren Geschwistern auf dem Spielplatz herum. Oft aber möchten die Großen Mia nicht dabei haben und schleichen sich davon. Auch heute hat Mia für ein Moment nicht aufgepasst, und schon haben sie sich aus dem Staub gemacht.
Mia ist so wütend, dass ihr vor lauter Wut der Kopf weh tut.
„Ihr seid gemein!“, schimpft sie und rennt sie über den Spielplatz zum Park hinüber. „Ich werde euch finden, ganz bestimmt.“
Durch den ganzen Park saust sie und tobt sich dabei so richtig aus. Ihr Herz hämmert laut und ihre Knie fühlen sich weich an, als sie endlich Halt macht. Das Laufen und Toben aber hat ihr gut getan und der Kopf schmerzt nicht mehr. Auch die Wut ist kleiner geworden.
„Ha!“, ruft sie. „Ich finde euch! Wetten?“
„Jajaja!“, lachen helle Stimmen von irgendwo und eine ganz Lesen fortsetzen

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Wolkenkindbilder

Wolkenkindbilder

Ein Wolkenkind kommt in hohem Bogen
von weit her über den Himmel gezogen.
Die Sonne lacht, der Wind schmeichelt sacht,
er gaukelt und schaukelt, er wiegt und er biegt
das Wolkenkind sanft hin und her.
Er witzelt und kitzelt noch ein bisschen mehr.
Was sind das für Sachen? Hörst du es lachen?
Das Wolkenkind dreht sich und kullert und lacht,
und weil das Spielchen ihm Freude macht,
malt es Wolkenkindbilder blitzschnell an den Himmel:
´nen Bären, eine Wiege, Frau Holle, einen Schimmel,
ein Schäfchen, ein Blümchen, einen Drachen, ein Haus,
Griesgramgesichter, zum Schluss eine Maus.
„Wie schön! Du kannst zaubern“, säuselt der Wind,
die Sonne lacht wieder und schickt ganz geschwind
ein Sonnenstrahlküsschen auf Wolkenkinds Wange.
Das war mollig warm. Daran denkt es noch lange.
Das Wolkenkind winkt, dann wandert es weiter
über den Himmel, so fröhlich und heiter.

© Elke Bräunling


Ein Wolkenbär?

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Sommerträume und Fußball

Was gibt es Schöneres als die Fußballspiele mit Freunden und Nachbarn im Sommergarten zu feiern?

Endlich war der Sommer mit Sonnenwärme, Grillenzirpen, Erdbeereis und Grillwürstchenhunger da. Wir freuten uns riesig. Lange hatten wir darauf warten müssen. Es war kühl gewesen in den letzten Monaten und regennass und auch die erste Sommerwoche hatte sich nicht sommerlich angefühlt.
„Endlich können wir wieder im Freien essen“, sagte Mama, als wir zum ersten Mal in diesem Jahr auf der Terrasse beim Abendbrot saßen. Ich freue mich auf viele laue Abende hier.“
„Und ich freue mich, dass wir endlich keine Jacken und Pullover mehr anziehen müssen“, sagte Lena. Sie wackelte mit dem Po, damit wir ihre neuen Shorts bewunderten, die eigentlich nichts anderes als abgeschnittene Jeans mit Fransen waren.
„Und worauf freust du dich?“, fragte ich Papa.
Der zuckte zusammen, als hätte ich ihn beim Denken gestört. Er blickte auf, seine Augen leuchteten.
„Fußball!“, sagte er. „Ich Lesen fortsetzen

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Wie in Bullerbü – Feste feiern, wie sie fallen

Wie in Bullerbü ist es bei Großtante Annagreta und wie in Bullerbü sind Feste dazu da, gefeiert zu werden

„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen“, pflegte Großtante Annagreta immer zu sagen. „Wer feiern möchte, findet immer einen Grund, es auch wirklich zu tun.“
Das klang vielversprechend. Und lockend.
„Wann?“, fragten ich und Lena wollte unbedingt wissen, wie es sich anfühlt, wenn Feste fallen.
„Dass du aber auch immer alles wörtlich nehmen musst.“ Die Großtante lachte. „Jeder Tag kann ein Festtag sein.“
Na ja, das sagten die Erwachsenen immer, wenn ihnen nichts Besseres als Antwort auf unbequeme Fragen einfiel. Wir kannten das schon.
„Welches Fest würdest du zum Beispiel heute feiern?“, fragte meine Schwester Lena, die immer alles ganz genau wissen wollte.
„Heute? Den Sommer könnten wir feiern.“ Die Großtante sah Lesen fortsetzen

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Der kleine Regentropfen, das Gewitter und der feine Platz zum Schlafen

Auch Regentropfen wünschen sich ab und zu eine Ruhepause im Gewitterreigen

Wie so oft in diesem Sommer hatte die dicke Wolke den kleinen Regentropfen mit all den anderen Regentropfen wieder einmal ausgespuckt und zur Erde hinab geschickt. Dieses Mal begleiteten sie ein Gewitter und das hatte es sehr eilig. Im Schlepptau von Blitz und Donner und Wind jagten die Regentropfen blitzschnell auf das Land zu. Wo sie wohl landen würden?
Dieses Mal lagen keine Häuser und keine Straßen aus hartem Beton vor ihnen, sondern ein Garten.
„Wir haben Glück!“, rief der kleine Regentropfen seinen Kollegen zu. „Ein Beet mit bunten Blumen sehe ich vor mir. Hier wird es uns gefallen!“
Die anderen Regentropfen antworteten nicht. Sie waren müde und der Erdenplatz, den sie besuchen würden, war ihnen egal. Mit einem ‚Platsch‘ stürzten sie an zwei Pfirsichbäumen vorbei auf ein Blumenbeet zu. Sie landeten in den Blüten und Blättern eines Lavendelstrauchs. Ein guter Platz.
Der kleine Regentropfen schnupperte.
„Hm! Hm! Wie Lesen fortsetzen

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Jule und der Glückskäfer

Wie Jule doch noch eine Eintrittskarte für den Zirkus kaufen kann

Traurig blickt Jule auf das bunte Zirkuszelt. Zu gerne hätte sie sich die Nachmittagsvorstellung angesehen. Ihre Freunde sind schon im Zelt. Nur sie hat kein Geld für die Eintrittskarte, denn ihre Eltern müssen sparen.
Jule schüttelt den Kopf. Sie mag nicht grübeln. „Grübeln”, sagt Papa, „macht ein Griesgramgesicht. Aber es hilft nicht.“
Jule will kein Griesgramgesicht haben. Sie lächelt. Weil aber niemand zum Anlächeln da ist, schenkt sie ihr Lächeln der Margerite, die neben ihr am Wegrand wächst. Ja, und ihr ist, als lächelte die Blume zurück. Oder hat sie das geträumt?
Staunend sieht Jule die Blume an. Ein Marienkäfer hat sich auf ihrer Blüte niedergelassen.
„Hey, kleiner Glückskäfer”, sagt Jule. „Bringst du mir Glück?“
Da pumpt der Käfer seine Flügel auf, fliegt ein Stück weiter und Lesen fortsetzen

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Wolkenbärengetobe

Wolkenbärengetobe

Wolken tanzen wie Bären am Himmel.
Das ist ein ganz schön wildes Gewimmel.
Sie holpern und poltern, wild geht es zu,
es rummst und es bummst und – peng – dann ist Ruh.
Der Wind und der Sturm, die beiden
können die Wolkenbärenbande nicht leiden
und haben sie, weil sie sie so geplagt,
mit Donner und Blitz weit fortgejagt.
Die Wolkenbären haben geflucht
und ganz schnell das Weite gesucht.
Grollend und schmollend sind sie fortgezogen
– holterdipolter – zum Regenbogen.
Nun toben sie dort – es ist nicht gelogen.
Wolkenbären sind halt recht ungezogen.

© Elke Bräunling

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Benno liebt Jenny

Keine Liebesgeschichte für Benno, leider … ;-), aber eine Geburtstagsgeschichte

Von allen Mädchen mag Benno Jenny am liebsten leiden, und er muss oft an sie denken. Heute ist er zu Jennys Geburtstagsfest eingeladen und es stört ihn nicht, dass fast nur Mädchen kommen. Schließlich sind Chris und Udo auch eingeladen.
Feierlich überreicht Benno Jenny sein Geschenk, ein Buch. Er hat es in buntes Papier eingepackt und mit einer Blume aus dem Garten geschmückt, so wie Papa es macht, wenn er ein Päckchen für Mama packt. Ein hübsches Geschenk, findet Benno, und Jenny freut sich auch darüber. Leider bleibt nicht viel Zeit, denn es läutet unablässig an der Tür. Evi kommt und Anne, Sandra, Mia, Susi, Steffi, Simone und Katja. Benno schielt zur Tür. Wo bleiben Chris und Udo? Die würden ihn hier doch nicht im Stich lassen?
Evi kichert und deutet auf Benno. „Jenny hat ihr Schätzchen eingeladen.“
Alle lachen und Benno ärgert sich. Er fühlt sich unwohl bei so vielen Mädchen.
„Wo bleiben Chris und Udo?“, fragt er endlich.
„Ach“, meint Jenny, „Chris muss zum Arzt, und da wollte Udo auch nicht mehr kommen.“
„Waaas?“, ruft Benno erschrocken, und in seinem Kopf fahren die Gedanken Karussell. „Die kommen nicht?“ Lesen fortsetzen

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Fabian will ein Zirkusjunge sein

Fabian träumt gerne und er liest auch gerne Bücher … zum Träumen

Fabian saß am Fenster und träumte. Er träumte bunt. Vom Zirkus. Neulich hatte er einen Zirkuswagen gesehen. Es war ein alter, bunt bemalter Wagen gewesen mit zwei Fenstern und einem Ofenrohr, das aus dem Dach ragte. Ein ähnlich alter, lilafarbener Traktor hatte den Wagen gezogen und neben dem Fahrer saß ein Junge mit einer Baskenmütze und einem roten Schal um den Hals. Nicht viel älter als Fabian war der Junge gewesen.
Fabian möchte auch ein Zirkusjunge sein. Er würde auch eine Baskenmütze würde er tragen und einen roten Schal und ein berühmter Tigerdompteur würde er sein. Mama sagte, das Zirkusleben sei hart. Darüber aber wollte Fabian nicht nachdenken. Er wollte träumen.
Im Traum übte Fabian bereits für seinen Traumzirkus. Er übte mit den Katzen Mouri, Sandy, Fippi und Friedolin, die bald große und berühmte ‚Katzentiger‘, oder besser ‚Katiger‘ sein würden. Viele Kunststücke würde er ihnen beibringen. Drüben in der alten Scheune. Dort gäbe es Lesen fortsetzen

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Kirschen für alle

Einmal wollte die Kirschfee ihre Kinder, die Kirschen, nicht mit den Menschen teilen

Es war ein gutes Kirschenjahr. Die Bäume hingen so voller Kirschen, dass sich ihre Zweige fast bis zum Boden neigten. Lauter kleine, rote Pünktchen im Kirschbaumgrün.
Die Menschen freuten sich. „Das wird ein feines Kirschenjahr!“, sagten sie und sie dachten an leckere Kirschtorten, Kirschmarmelade, Kirschkompott, an Kirschsaft und Kirschwein.
Voller Ungeduld warteten sie, dass sich die Bäckchen der Früchte rot färbten.
„Die tiefroten schmecken am besten. Saftig sind sie und süß“, sagte ein Bauer. „Wir sollten mit der Ernte warten.“
Und weil alle im Dorf so dachten, warteten auch alle mit dem Ernten.
„Wie schön!“, rief die Kirschfee und ihre Lesen fortsetzen

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Die blaue Sommerblume

Eine Zeitreise und eine Erzählung über die „Jungfer im Grünen“

Eines Tages betrat eine junge Fremde den Laden von Frau Blumenfee. Zielstrebig ging sie auf den Kübel mit den filigran wirkenden blauen Blüten zu und betrachtete sie.
„Gut“, sagte sie. „Hier bin ich richtig.“
Frau Blumenfee musterte die junge Frau.
„Jeder ist – irgendwie – irgendwo immer richtig“, antwortete sie schließlich. „Es gibt viele Wege, diese ‚richtigen‘ Orte zu finden.“
Die junge Fremde nickte. „Die Wege sind mir bekannt, selten aber die Ziele. Sie … sie sind Geschenke des Zufalls. Und mir scheint, soeben habe ich eines jener seltenen Geschenke gefunden.“
Sie greift zu einer unscheinbar wirkenden Blüte, die mit ihren tiefblauen, im zarten Blattgrün verborgenen Blütenblättern einer Kornblume glich, schnupperte, schloss für einen Moment die Augen, murmelte:
„Der Duft aus einer anderen Zeit. Das ist sie. Meine Blume. Die Blume des Wortes ‚Nein‘. Lange habe ich nach ihr gesucht, doch Lesen fortsetzen

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Ein Besuch im Steinzeitdorf

Ein aufregender Sonntagsausflug in eine andere Zeit – Fast eine Zeitreise

Eigentlich wollen Pia und Pit wie ihre Freunde auch zum Ritterfest auf Burg Flockenstein gehen, aber ihre Eltern hatten Lust auf eine Wanderung. Murrend trotten die Geschwister hinter ihren Eltern her. Sie kommen zu einer Wiese, an deren Ende zwei Hütten stehen.
„Die sehen aber komisch aus“, findet Pia. „Sie passen nicht hierher.“
Pit nickt. „Stimmt. Man könnte meinen, sie sind aus Stroh gebaut.“
Neugierig nähern sie sich den rätselhaften Hütten.
„Da sind ja Leute!“, ruft Pia. „Mit ihren ollen Lederklamotten sehen sie aus wie Steinzeitleute.“
„Stimmt.“ Pit ist auf einmal sehr aufgeregt. „Sie tragen Speere und Lesen fortsetzen

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Die versunkene Stadt

Eine Stadt, die im Sand begraben ist

Im Urlaub auf der Halbinsel Nordstrand wohnten Pia und Pit mit ihren Eltern in einem Fischerhaus hinterm Deich. Gleich am ersten Abend hatte ihnen der alte Fischer viel von der Nordsee und vom Watt erzählt. Am nächsten Morgen saßen Pia und Pit schon vor dem Frühstück auf dem Deich und blickten aufs Wasser. Wenn man genau hinschaute, sah man, wie sich das Meer langsam zurückzog.
Pit deutete nach Westen. „Irgendwo dort hinten liegt die versunkene Stadt.“
Pia nickte und dachte an die Geschichten, die ihnen der alte Fischer erzählt hatte. Früher nämlich war die Insel viel größer gewesen und der größte Ort hieß Rungholt. Im Jahr 1362 aber hatte eine große Sturmflut fast die ganze Insel zerstört. Rungholt war Lesen fortsetzen

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Das Licht des Leuchtturms

Ein Glück, dass es Leuchttürme gibt

Während ihre Eltern und ihr Bruder Pit den großen Leuchtturm der Urlaubsinsel besichtigten, saß Pia auf dem Deich und beobachtete die Schafe, die hier weiden. Es war Ebbe und das Meer hatte dem Watt Platz gemacht.
Da! War da nicht ein klägliches Blöken? Pia sprang auf.
„Bestimmt hat sich eines der Lämmer im Watt verirrt. Ich muss ihm helfen.“ Ohne nachzudenken zog sie Schuhe und Strümpfe aus und rannte über die Deichwiese ins Watt. Wieder blökte das Lamm. Es kam von links.
Eilig stapfte Pia durch den nassen Schlick. Doch seltsam: Nun hörte sie das Blöken eher rechts. Pia blickte über die weite Wattlandschaft, lauschte. Sie überquerte einen Siel, doch auch da sah sie das verirrte Lamm nicht. Sie lauschte wieder, hörte aber nur ein Rauschen.
Pia drehte sich einige Male um sich selbst und sah nur noch Lesen fortsetzen

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Ferien am Meer

Nordseeferien und ein Drachenwettbewerb

Die Ferien an der Nordsee waren toll. Nie war es Pia und Pit langweilig, denn es gab viel zu tun hier: Schätze im Watt suchen, die Sandbänke mit den Seehunden besuchen, mit Fischer Hansen zum Krabbenfischen aufs Meer fahren, Krabben pulen, die Robbenstation, der Leuchtturm, der Piratenfelsen, die Nachtwanderung, der Märchenerzähler im Strandkorb mit seinen schaurigen Geschichten und Sagen und vieles mehr. Irgendetwas war immer los hier und morgen fand der Drachenflug-Wettbewerb bei der Deichwiese statt.
„Ich möchte einen bunten Drachen mit einem langen Zackenschwanz haben“, sagte Pia.
Pit wünschte sich einen Drachen, der zur Nachbarinsel flog. Dort nämlich wohnte Lars und gegen ihn hatte er gestern beim Krabbenpul-Wettbewerb eine Wette verloren. Und nun hatten sie wieder gewettet, nämlich, dass Lesen fortsetzen

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Reise zur Zauberinsel des Glücks

Einmal machten sich Menschen auf, die Insel des Glücks zu suchen

Einmal hängte ein schlauer Reisebürobesitzer ein Schild mit einem besonderen Angebot ins Schaufenster:

Einmaliges Sonderangebot
Pauschalreise zur INSEL DES GLÜCKS zum Preis von nur 999.— Euro

Die Leute waren sich einig.
„Wo findet man heute noch Glück?“, brummelten sie.
Nein, Glück gab es keines mehr. Dennoch waren sie so neugierig, dass die Reise zur Insel des Glücks rasch ausgebucht war.
Sechs Wochen später brachte ein alter Fischkutter die erste Reisegruppe zu dieser seltsamen Insel. Neugierig standen die Leute an der Reling.
„Da ist die Insel!“, jubelte ein Kind und deutete zum Horizont.
„Ja, tatsächlich”, rief ein Lesen fortsetzen

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Neue Freunde auf dem Fußballplatz

Es ist oft schwer, nach einem Umzug neue Freunde zu finden

Mirkos erster Freund in Deutschland ist Mohri. Der weiß alles über Mirko: wie er vor kurzem mit seinen Eltern aus Russland hierher gekommen ist und warum er die deutsche Sprache zwar gut verstehen, sie aber nur schlecht sprechen kann.
Mohri hat Mirko gut verstanden. Er ist nämlich ein Hund, ein großer zotteliger Kuschelhund, den alle im Stadtviertel mögen und der am liebsten mit den Kindern auf dem Spielplatz Ball spielt.
Mirko spielt auch gerne Ball und zu gerne würde er auch bei den Kindern mitspielen, aber er traut sich nicht. Er versteht die deutsche Sprache schon sehr gut, nur mit dem Sprechen hapert es noch. Bestimmt würden sie ihn alle auslachen. Er kennt das schon.
„Dann sagen sie Lesen fortsetzen

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Fußballfieber

Jungen und Mädchen und Fußball und ein großes Fußballfest mit viel Spannung

Endlich war es so weit. Es war der heißeste Tag in diesem Sommer und der Beginn des großen Fußballfests.
Die Kinder aus der Entenbachsiedlung waren mächtig aufgeregt. Seit Wochen redeten sie fast nur noch über die Spiele, die Spielpläne, die Mannschaften und die Fußballstars. Jeder hatte seine Lieblingsmannschaft und jeder hatte seinen Lieblingsfußballer. Das konnte man deutlich hören. Man konnte es auch sehen. Bei den Jungs aus der Siedlung zumindest. Einige nämlich trugen nun als Glücksbringer die Frisur ihres Fußballstars. Und das, fanden die Mädchen, sah ganz schön doof und dämlich aus.
Gemeinheit! Die Jungen aus der Siedlung waren empört. Fußballer sehen nie doof oder dämlich aus.
„Ihr seid ja nur neidisch!“, sagte Leon, ihr Anführer. „Was wirklich dämlich aussehen würde, wäre ein Mädchen mit einer Fußballerfrisur. Und überhaupt: Lernt ihr erst einmal richtig Fußball spielen.“
Neidisch? Pah! Fußball spielen war längst keine Jungenssache mehr. Das wäre ja noch schöner!
„Wer sagt, dass wir Lesen fortsetzen

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Fußballgeschichten

Hier wird Fußball gespielt (oder das Fußballspielen „spielt“ eine Rolle):

Drei zu zwei für Laura
Fußball-Ombu und die neue Heimat
Fußballfieber
Fußballer joggen auch und Sport ist Mord
Sommerträume und Fußball
Fußballsommer
Schrei nicht so laut!
Max und der Glückskäfer
Mirkos erster Freund
Das allerschönste Spiel auf der Welt
Pit und der Zauberbesen
Supermarkt oder Fußballwiese
Fußball mit Sahnehäubchen
Opas Fußballwette und der Besuch von Cousine Erna
Der Fußball, die Liebe und die bunten Erinnerungen – Erzählung für Senioren

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Zauber im Holunderstrauch

Geheimnisvoll ist der Holunder, der auch Frau Holle heißt

Mia und Max sitzen bei Uroma Marie auf der Bank unter dem Holunderstrauch. Die Sonne scheint, und viele Bienen summen geschäftig um die süß duftenden Holunderblüten herum.
„Schön ist´s hier!“, sagt Mia.
„Es riecht so toll“, meint Max.
„Jaja!“, antwortet Uroma Marie. „Bei Frau Holle fühlt sich jeder wohl!“
„Frau Holle?“ Erstaunt sehen Mia und Max die Uroma an.
„Es ist doch nicht Winter!“, sagt Max.
„Frau Holle gibt es nur im Märchen“, wundert sich Mia.
„Vielleicht auch hier!“, sagt Uroma Marie mit geheimnisvoller Stimme. „Man sagt, im Holunderstrauch wohne Frau Holle!“
„Ehrlich?“
„Das ist doch auch nur eines von diesen Märchen, oder?“
Uroma Marie lächelt. „Wer weiß es so genau?“, fragt sie. „Ich habe hier einmal ein Erlebnis gehabt, das mich wieder an Märchen glauben lässt.“
„Erzählst du uns davon?“, bettelt Mia.
„Gerne!“ Uroma Marie lehnt sich bequem zurück, atmet tief den süßen Duft der Blüten ein und Lesen fortsetzen

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Das Sommerkuchen-Geheimnis

Der Sommerkuchen ist ein ganz besonderer Kuchen und nur die Großtante kennt sein Rezept

Der Sommerkuchen von Großtante Emilie war der allerbeste Kuchen auf der Welt. Die Kinder liebten ihn und wer im Sommer Kuchenlust verspürte, besuchte Tante Emilie.
„Wann gibt es wieder Sommerkuchen?“, fragten alle Besucher.
„Im Sommer“, antwortete die Großtante.
„Und wann fängt für dich der Sommer an?“
„Wenn die ersten Beeren reif sind.“
„Im Mai!“, riefen die Kinder. „Im Mai reifen die ersten Beeren. Die Erdbeeren.“
„Gut“, sagte die Großtante. „Dann beginnt für mich der Sommer im Mai.“
„Und dann gibt es leckeren Sommerkuchen“, freuten sich alle.
„Aha! Nun weiß ich Bescheid.“ Nachbarin Schlägel nickte zufrieden. „Dann ist dieser berühmte Sommerkuchen also ein Erdbeerkuchen.“
Tante Emilie nickte. „Im Mai ist er ein Erdbeerkuchen. Aber nur ein bisschen. Er ist auch im Juni noch ein Erdbeerkuchen. Aber auch nur ein bisschen.“
„Und was ist das andere bisschen?“
Die Großtante lächelte. „Andere Früchte.“
„Ach! Der Sommerkuchen ist ein Obstkuchen?“
„Auch. Aber da sind noch Lesen fortsetzen

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Das schönste Sommerfest

Es gibt viele Sommerfeste. Welches aber ist das schönste und beliebteste?

„Ein schönes Sommerfest“, sagt Opa, „ist das Schulfest.“
„Stimmt“, sagt Max. „Bei unserem Schulfest ist immer viel los.“
„Bei den Festen in unserem Kindergarten haben wir auch viel Spaß“, ruft Mara. „Und dieses Mal ist es ein besonderes Fest. Es ist mein letztes Kindergartenfest. Mein Abschiedsfest. Nach den Ferien darf ich auch in die Schule gehen. Juchhu!“
Mara jubelt. Auf die Schule freut sie sich riesig. Ein bisschen traurig macht sie der Abschied vom Kindergarten aber auch.
„Das Fest wird bestimmt sehr schön sein“, meint Opa. „Und wir werden alle kommen.“
„Toll!“, freut sich Mara.
„Es kommt noch toller“, sagt Opa. „Ich werde nämlich Lesen fortsetzen

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Glühwürmchensommer

Ein Glühwürmchen-Lied hallt durch die Gärten ‚Glühwürmchen, flimmre …‘ und alle halten Ausschau nach den Glühwürmchen an diesem Sommerabend

„Glühwürmchen, Glühwürmchen, glimmre, glimmre, Glühwürmchen, Glühwürmchen, schimmre, schimmre. La, lala, lalalaaa, la, lala, la lala lalalaaa …“ *
Irgendwo trällerte jemand das Lied vom Glühwürmchen. Laut und schrill und mit vielen falschen Tönen. Es passte zu diesem Abend. Alles war gut, denn einen lauen Sommerabend, der dazu noch ein Samstagabend war, liebten alle. Und die Bewohner der Siedlung lehnten sich in ihren Gartenstühlen und Bänken zurück, schlossen die Augen und schnupperten. Es duftete süß nach Rosen und Lindenblüten, nach Jasmin, Holunder und Gartenkräutern, nach Levkojen, Pfeffernelken und … nach Grillwürsten.
Fehlten nur noch die Glühwürmchen. Die hatte man in diesem Sommer noch nicht gesehen. Da war nur dieses Lied, das jemand vom Park her laut und falsch immer wieder trällerte. Die Leute begannen sich zu wundern.
„Wo stecken eigentlich die Glühwürmchen?“, riefen sie einander zu.
Von Garten zu Garten hallte dieser Ruf, bis schließlich alle Entebachviertelbewohner ins Dunkel der Büsche und Baumkronen starrten. Das Dunkel aber blieb dunkel. Da war kein einziges helles Pünktchen, das sich glimmernd seinen Weg durch die Nacht bahnte.
„Es muss an dem Gesang liegen“, rief einer. „Er klingt falsch.“
„Der Text ist auch nicht richtig“, sagte ein anderer. „Es heißt nämlich ‚Glühwürmchen, flimmere‘. Dieses ‚Glühwürmchen, glimmere’ ist falsch. Hört ihr?“ Und sogleich begann er, das Lied ‚richtig‘ zu singen. Und weil er das Singen so toll fand, sang er das Lied gleich noch einmal. Dann war da noch jemand, der das Lied nun sang. Und noch einer und noch einer … und bald sangen und brummelten und pfiffen ringsum viele gut gelaunte Entebachviertelbewohner das Glühwürmchenlied.
Schön klang das. Und witzig irgendwie.
Die Glühwürmchen aber ließen sich trotzdem nicht blicken und alle wunderten sich.
Nur Oma Frieda, die auf ihrer Bank vor dem Häuschen saß, lächelte. Sie wusste Bescheid. Zu viel Grillduft lag in der Luft, und der lockte andere Wesen an. Für Glühwürmchen brauchte man Geduld. Die hatte Oma Frieda, und ihr Herz klopfte ein bisschen schneller, als endlich die ersten Glühwürmchen an ihr vorbei tanzten.
Zu der Zeit aber hatten sich die Entebachviertelbewohner längst in ihre Häuser zu Sportstudio und Samstagabendkrimi zurückgezogen. Hell flimmerte das Licht der Fernsehbilder in die Nacht hinaus. Und die Glühwürmchen, die schimmerten und glimmerten alleine durchs Dunkel. Wie an jedem milden Abend im Sommer.

© Elke Bräunling

* © Der Liedtext stammt von Heinz Bolten-Bäckers, die Melodie von Paul Lincke

Weitere Glühwürmchengeschichten findet Ihr hier:
Als Papa Jule einen Stern schenkte
Der Glühwürmchenbaum
Der Spitzname ‚Glühwürmchen‘ klingt lieb, oder?
Glühwürmchennächte (Gedicht)
Als die Junifee die Nächte heller machte

Diese Geschichte findest du in dem  NEUEN Buch: Omas Geschichten durchs Jahr

Taschenbuch:Omas Geschichten durchs Jahr: Frühling, Sommer, Herbst und Winter – Geschichten für Kinder  Ebook: Omas Geschichten durchs Jahr: Frühling, Sommer, Herbst und Winter- Jahreszeitengeschichten für Kinder Information

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Schlechtwetterlaunen

Wenn das Wetter ’spinnt‘, spielen auch die Menschen manchmal ein bisschen verrückt

Es regnete ´Hunde und Katzen´. Jule, Anne und Martina saßen am Fenster, zählten die Regentropfen und langweilten sich. Sie wollten so gerne eine Hütte bauen, draußen bei den Weiden. Doch nun regnete es und regnete. Es war zum Grausen.
„Morgen wird das Wetter besser“, sagte Jule.
„Dann bauen wir unsere Hütte!“, rief Anne.
„Und wir spielen ‚Hüttenfamilie‘“, bestimmte Martina. „Ich bin der Vater, Jule ist die Mutter und Anne das Kind.“
„Ich will aber nicht Kind sein“, maulte Anne. „Da muss man artig sein und früh schlafen gehen.“
„Du bist die Jüngste“, bestimmte Martina. „Also bist du das Kind!“
„Ihr seid gemein!“, schluchzte Anne und rannte weg.
„Alles wegen deiner doofen Hüttenfamilie“, meckerte Jule. „Ich spiele lieber mit meinen Brüdern.“
„Ach, ihr könnt mich mal!“, schrie Martina den beiden wütend hinterher.
Peng! Schon hatten sie den schönsten Krach.
Am nächsten Tag schien die Sonne und Lesen fortsetzen

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Hausaufgaben mit Oma Wolke

Hilfe bei den Hausaufgaben .. und Erinnerungen an Omas Schulzeit

Wie immer, wenn Pia keine große Lust hat, ihre Hausaufgaben zu machen, geht sie hinüber zu Oma und Opa Wolke, die Nachbarn zur Rechten. Das ist einfach, besonders, wenn es keiner zuhause bemerken soll. Pia muss nur aus ihrem Zimmerfenster auf den Balkon klettern. Von dort kann sie über die Treppe, die vom Balkon in den Garten führt, hinten durch die Gärten zur Nachbarterrasse schleichen und an der Küchentür der Wolkes klopfen.
Oma Wolke freut sich, wenn Pia auf einen Besuch bei ihr vorbeischaut. Ganz besonders freut sie sich, wenn Pia ihre Schulsachen mitbringt. In Büchern und Heften zu stöbern und Hausaufgaben zu machen liebt Oma Wolke nämlich über alles. Und Pia liebt es über alles, wenn ihr Oma und Opa Wolke bei den Schularbeiten helfen. Außerdem gibt es immer einen selbstgemixten Saft oder einen Kakao und einen von jenen einzigartig leckeren Oma-Wolke-Kuchen.
So auch heute.
Pia sitzt mit Oma Wolke und einem großen Vanillepuddingstreuselkuchenstück am Küchentisch.
„Bis morgen muss ich einen doofen Aufsatz schreiben“, sagt sie. „Hilfst du mir, Oma Wolke?“
„Hm?“ Oma Wolke hat nicht zugehört. Das passiert ihr immer, wenn sie ein Buch in der Hand hält. Und jetzt blättert sie in Pias Lesebuch und liest sich hier und da und dort fest. Es macht ihr mindestens Lesen fortsetzen

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