Ein neues Zuhause für Elkes Kindergeschichten

elkesblogbaerchen

Das Leben ist voller Geschichten. Jeder Lebensmoment vermag eine Geschichte in sich zu verbergen oder laut herauszurufen oder leise in sich hinein zu weinen oder bunt zu zeichnen, zu singen, zu träumen… Auch hier findet Ihr nun täglich eine neue Geschichte. Habt Spaß damit!

Immer wieder nun wird eine weitere Geschichte in das neue Blog-Zuhause von „Elkes Kindergeschichten“ einziehen.
So werden nach und nach die Texte aus dem alten Blog hier ihre neue Heimat finden, ja, und NAGELNEUE Geschichten und Gedichte wird es auch geben.

Langsam, mit etwas Geduld, entsteht so ein neues Heim für „Elkes Kindergeschichten“.
Langsam, denn Gut Ding will Weile haben.

Seid herzlich Willkommen, liebe Besucher, und fühlt Euch wohl hier!

Liebe Grüße

Elke

SUCHHILFE:

Geschichten zu einem bestimmten Thema findest du wie folgt:
1. Gebe ein Stichwort in das Suchfeld oben rechts ein.
Suchst du zum Beispiel eine Sommergeschichte, so gibt ein: „Sommer“.
2. Suche unten im Feld „KATEGORIEN“
Noch Fragen?

Lena und die Stunde des Glücks

Lena und die Stunde des Glücks

„Heute haben wir in der Schule eine prima Geschichte erzählt gekriegt“, erzählte Lena eines Tages beim Mittagessen. „Die war so toll, dass ich es jetzt auch so machen werde wie in der Geschichte.“
„Fein“, meinte Papa, der mit seinen Gedanken ganz woanders war. „Tu das!“
Ich aber ahnte Schlimmes. Bestimmt war es wieder eine von diesen Lena-Ideen, die selten gut endeten.
„Was war denn das für eine Geschichte?“, fragte ich misstrauisch.
„´ne Glücksgeschichte“, antwortete Lena und strahlte. „Da war ein Mann in China, und der schenkte einem traurigen Menschen eine Stunde seines Glücks. Toll, nicht wahr?“
„Wie soll das denn gehen?“, fragte ich vorsichtig.
„Ganz einfach“, erklärte Lena. „Man muss ein Loch in eine Münze bohren und einen Wollfaden durchziehen. Und diese Münze schenkt man dann dem traurigen Menschen.“
„Und das macht ihn glücklich?“ Ich kapierte nicht, wie eine Münze mit einem Wollfaden Glück bringen sollte.
Lena aber schien sich das ganz genau vorstellen zu können.
„Mensch, bist du blöd“, grummelte sie. „Wenn der traurige Mensch den Wollfaden Continue reading »

Der Drache im Tümpel

Eine Sommergeschichte von Ferien, Langeweile, Hunden, Hexen und einem gefährlichen Drachen

Einen Ferientag würden wir, meine Schwester Lena und ich, nie vergessen. Es war der Tag, an dem wir den Hirtenjob bekamen und Hüna, die Hirtenhündin der Kniesigs, hüteten. An jenem Tag fühlten wir uns besonders öde und trödelten unlustig durchs Dorf. Unterwegs trafen wir die Kniesigs, die gerade in die Stadt fahren wollten. Im Auto saß Hüna und sah uns traurig an. Sie mochte nämlich nicht gerne artig im Auto sitzen und in die Stadt mochte sie schon gar nicht.
„Ach, wisst ihr was?“, sagte Frau Kniesig fröhlich zu uns. „Hüna bleibt hier, und ihr hütet sie. Wollt ihr?“ Und dann gab sie uns auch noch fünf Euro. „Als Hütelohn“, sagte sie.
Da freuten wir uns natürlich, denn wir mochten Hüna sehr. „Eigentlich müssten wir Geld bezahlen, damit wir mit Hüna spielen dürfen, oder?“, flüsterte Lena mir zu.
Ja, eigentlich schon. Wir beschlossen, so zu tun, als sei es die anstrengendste Sache der Welt, einen großen Hund wie Hüna zu hüten. Dann erklärten wir uns natürlich mit dem Hütejob einverstanden.
Unsere Eltern freuten sich nicht so sehr über den Job.
„Hüna ist so ein lebhafter Hund“, sagte Mama und sie hatte gleich Angst um die Möbel.
Und Papa schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Was habt ihr wieder ausgeheckt?“, rief er. „Ausgerechnet dieses Hundemonster!“ Mehr traute er sich nicht zu sagen, denn Herr Kniesig ist Papas Chef.
Hüna benahm sich eigentlich wie eine richtig feine Hundedame, und es passierte fast nichts mit den Möbeln. Nur ein Stuhl fiel um. Die Stehlampe konnten wir auch auffangen, bevor sie kippte. Gut, Mamas alte Lieblingsjazzplatte bekam ein paar Kratzer ab, als Hüna versuchte, die tanzende Platte zu fangen. Doch ehe Mama etwas merkte, räumten wir die Platte schnell weg. Was konnte Hüna auch dafür? Bestimmt hörten die Kniesigs nur CDs. Ja, und die Sache mit dem Himbeerpudding war schließlich auch nicht Hünas Schuld. Sie konnte nicht wissen, dass der Pudding nicht ihr Mittagessen war. Doch als sie im Garten die Erdbeerableger ausgebuddelt und das Kräuterbeet zertrampelt hatte, warf uns Mama dann doch hinaus.
„Geht mit Hüna spazieren!“, schimpfte sie. „Und lasst euch so schnell hier nicht wieder blicken mit diesem tapsigen Zottelbär.“
Phhh! Beleidigt trotteten wir davon. Arme Hüna!
Wir beschlossen, einen Spaziergang zu machen. Am Ufer des Hexenlochs, einem schmutzigen Tümpel, entdeckten wir einen alten Kahn. Wer den wohl hier festgebunden hatte? Hexen vielleicht?
Vorsichtig schlichen wir näher. Papa hatte uns verboten, zum Hexenloch zu gehen, weil es da so gefährlich war. Außerdem sollte es hier spuken. Nachts. Doch jetzt war heller Tag, die Sonne schien, und der Kahn lockte. Was war schon dabei, mal kurz Continue reading »

Grillen ist kinderleicht

Grillen ist kinderleicht

Heute hat Opa zum Grillen eingeladen. Ein Grillabend mit Pia und Pit und ohne Oma. Die nämlich trifft sich mit ihrer Freundin beim Chinesen. Oma macht sich nichts aus Grillen und Opa mag die Speisen vom Chinesen nicht leiden. So sind alle zufrieden.
Weil Oma fürchtet, dass das mit Opa und dem Grillen vielleicht nichts werden könnte, hat sie ein große Schüssel mit Kartoffelsalat, eine Schüssel mit buntem Gartensalat und eine mit Hackbällchen vorbereitet. Opa hat Grillkohle gekauft und die Würstchen. Viele Würstchen. Zu viele, meint Oma.
„Wer um alles in der Welt soll all diese Würstchen essen?“, fragt sie und lacht.
„Und für wen um alles in der Welt hast du deine Salate und Hackbällchen zubereitet?“, hat Opa gefragt. Ein bisschen hat er es gebrummt. „Du traust mir das mit dem Grillen wohl nicht zu? Pah! Grillen ist kinderleicht.“
Aber aufgeregt ist Opa doch und seine Wangen sind blass. Es sind ja auch schon einige Jahre her, dass Opa zum letzten Mal am Grill gestanden hat. Eigentlich sogar sehr viele Jahre. Nun aber hat er den alten Gartengrill aus dem Keller geholt, ihn gesäubert und im Vorgarten neben die Bank gestellt. Hier nämlich haben Opa, Pia und Pit vor ein paar Tagen die Idee zum Grillen gehabt. Dann hat er gewartet, bis Oma in ihrem sonnengelben Minicooper davongebraust ist zum Treffen beim Chinesen.
„Nun ist keiner mehr da, der uns Ratschläge erteilt“, sagt Opa und klatscht in die Hände. „Nun grillen wir!“ Er greift zur Holzkohle. „Ich werfe den Grill an und ihr deckt den Tisch. Einverstanden?“
„Einverstanden“, sagt Pit und geht ins Haus.
Pia runzelt die Stirn. „Welchen Tisch?“, fragt sie. „Wir brauchen Continue reading »

Die Zeit des kleinen Sommers

Er hat es nicht immer einfach, der Sommer im Juni

„Es ist Sommer“, sagte der kleine Sommer, der eigentlich Juni hieß, „und ich bin jetzt da. Oh, ich freue mich so sehr, hier im Land wieder wohl angekommen zu sein.“
„Hach ja. Du wieder!“ Juli und August schmunzelten.
„Werde du erst mal groß“, sagte der Juli.
„Und erwachsen“, ergänzte der August.
„Entdecke die Stunden und Tage deiner Zeit“, sagte der Juli.
Der August nickte. „Und lerne das Leben kennen, so wie es ist, und …“ Er überlegte seine nächsten Worte lange. Das Alter hatte ihn weise und bedächtig werden lassen.
„Und lerne vor allem das, was ein Junisommerleben bedeutet und wie es sein sollte“, fuhr der Juli an seiner Stelle fort.
„Leben? Bedeutet? Sein sollte?“ Ratlos blickte der Juni seine Monatskollegen an. „Was wird bloß alles von mir erwartet? Ich … ich wollte doch nur …“
Er kam nicht weiter. Der Juli hatte bereits wieder das Wort ergriffen.
„Beachte das Wetter und die Launen der Natur! Lerne zu schätzen, was sich dir darbietet.“
„Folge dem Rat der Bäume und Büsche, der Blumen, Kräuter und Gräser!“, fügte der August hinzu.
„Und lausche dem Ruf der Tiere zu Wasser und zu Lande!“, rief der Juli und seine Stimme klang aufgeregter nun. „Oh, es ist so viel zu tun auf der Erde in deiner frühen Sommerzeit.“
„Wie wahr.“ Wieder nickte der August. „Und vergiss vor allem die Menschen nicht. Blicke in ihre Augen! Die müssen glänzen, wenn du ihre Lebensfreude und ihr Menschenglück sehen möchtest. Und lausche ihren Worten, ihrem Singen, ihrem Lachen.“
„Achte vor allem auf die Stimmen der Kinder“, rief der Juli. „Die Kinder, hörst du? Sie sind wichtig.“
„Und die Sonne, der Mond und die Sterne“, erinnerte der August. „Übersehe nicht ihre Zeichen. „Sie …“
„Und …“
Und Juli und August redeten und redeten und fanden immer noch mehr Ratschläge für den armen kleinen Sommer, den die Menschen Juni nannten.
Der heulte auf.
„Schweigt!“, rief er. „Haltet ein mit euren Ratschlägen! Es ist mein Leben und ich will es leben nach meiner Melodie. Ich will es fühlen mit meinen Sinnen. Mit meinen Augen will ich es sehen und mit meinen Ohren hören, mit meiner Haut möchte ich es spüren und mit meiner Nase riechen. Wie in jedem Jahr werde ich das Leben auch dieses Mal leben lernen, und wenn ich Fehler mache, so gehören sie ebenso zu mir wie Gewitterstürme und Sonnenzeiten, Kühltage und Warmzeiten zu meinem Monat gehören. Hört ihr? Und …“
Der Juni sagte noch viel und seine Kollegen, der hitzige Juli und der bedächtige August schwiegen.
„‚Kühltage‘ und ‚Warmzeiten‘“, diese Worte sind Fehlerworte. Sie gibt es nicht in der Menschensprache“, brummte der August nur, doch er brummte es so leise, dass man es fast nicht zu hören vermochte. Und das war auch gut so.

© Elke Bräunling

Geschichten von den Sommermonaten findet ihr auch hier:
Vom arbeitsamen Monat Juni * Als die Junifee die Nächte heller machte * Vom trägen Monat Juli * Als die Julifee die Sommerwärme brachte * Vom königlichen Monat August * Als die Augustfee die Äpfel küsste

FullSizeRender„Juniland“

Elkes Minutengeschichten – Sommer: 40 kurze Sommergeschichten für Kinder


Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – SOMMER: 40 Geschichten zur Sommerzeit
Ebook:Elkes Minutengeschichten – SOMMER: Sommergeschichten für Kinder
Information

Vierzig Sommergeschichten für Kinder. Geschichten und Märchen von Festen im Sommer, von Abenteuern, Träumen, Spiel und Spaß, von Natur und Wetter, Tieren, Blumen und Bäumen, von Urlaubsreisen und Ferienzeit, von guten und schlechten Launen und von den Menschen mit ihren Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen in dieser bunten Jahreszeit.

Minutengeschichten sind Geschichten und Märchen, die mit einer Vorlesedauer von 1-3 Minuten als kleiner Morgengruß oder als Betthupferl, als kleine Überraschung oder in einer kurzen Pause am Tag erzählt oder vorgelesen werden können.
Die Texte sind so konzipiert, dass sie das Display eines Smartphones ausfüllen. Ohne Scrollen kann man aus der Ferne dem Kind oder Enkelkind am Telefon/Handy mit einer Geschichte eine kleine Freude bereiten. So kann Papa oder Mama beispielsweise die Tradition der Gutenachtgeschichte auch von unterwegs oder von der Arbeit aufrechterhalten.

Die Bitte „Papa/Mama/Oma/Opa, erzählst du mir noch schnell eine Geschichte?“, lässt sich mit dieser Sammlung so zu aller Zufriedenheit und ohne viel Aufhebens erfüllen. Es „kostet“ eine oder zwei Minuten Zeit „nur“ …

 


Weitere Bücher zum Sommer


Fantasiereisen und Märchen
BUCH: Eine Fantasiereise für Dich – SOMMER: Fantasiereisen und Geschichten
EBOOK: Eine Fantasiereise für Dich – SOMMER
Information

 



Geschichten vom SOMMER
Buch:Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Sommer: Sommergeschichten und -märchen
Ebook:Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Sommer
Information

 

Ebooks lese ich übrigens am liebsten mit diesem Ebookreader, dem Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLANInformation

Ein Besuch in einem Blütenkelch


Eine kleine Fantasiereise mit einer kleinen Übung aus dem Autogenen Training

Ein aufregender Tag ist heute. So aufregend, dass dein Herz schneller klopft als sonst und dass sich dein Bauch anfühlt, als tanzten darin Ameisen.
Du magst diese seltsamen Gefühle nicht und gehst in Gedanken auf einen Spaziergang in eine Welt, in der es ruhig ist und gar nicht aufregend.
Es ist eine schöne, ruhige Welt, die du nun besuchst.
Du kommst zu einer Wiese. Viele bunte Blumen blühen hier.
Von weitem winkt dir eine besonders helle gelbe Blume zu.
Langsam gehst du zu ihr hin.
Wie eine kleine Sonne sieht sie aus, die Blume, mit ihrem strahlend leuchtenden Gelb. Und wie süß und würzig sie duftet!
“Komm ein bisschen zu mir!”, ruft sie dir entgegen.
Du kniest dich vor ihr nieder und Continue reading »

Als Papa Jule einen Stern schenkte

Als Papa Jule einen Stern schenkte
Eine Sommergeschichte mit Sternen und Glühwürmchen

„Ich schenke dir einen Stern“, sagte Papa zu Jule. Dabei lachte er.
Jule war glücklich. Schon lange hatte Papa nicht mehr so fröhlich gelacht. Ein Lachen, das auch die Augen erreichte und die kleinen Fältchen um die Augenwinkel zum Tanzen brachte. Jule liebte es, denn es war echt. Wenn Papa so lachte, war keine Schauspielerei darin versteckt. Er lachte, weil er glücklich oder fröhlich war, und nicht, weil er Jule trösten oder ihr ein ‚Alles-ist-in-Ordnung-es-geht-mir-gut‘ vorgaukeln wollte. Viel zu lange hatte er dies nämlich getan. Wegen Mama, die
lange krank war, und wegen seinem verlorenen Job. Diese schlimmen Zeiten aber waren nun vorbei. Mama würde bald aus der Kur heimkehren und eine neue Arbeit hatte Papa auch wieder gefunden. Eine, die ihm Spaß machte.
„Heute ist ein Freudentag, mein Julemädchen“, rief Papa, als er von der Arbeit nach Hause kam. Er fasste Jule bei den Händen und wirbelte sie durch die Luft. „Mach dich hübsch! Ich spendiere dir ein großes Eis im Parkcafé. Und später, wenn es dunkel ist, pflücke ich dir einen Stern vom Himmel.“
Jule kicherte. „Kann man Sterne pflücken wie Blumen?“, fragte sie.
„Und ob!“, rief Papa. „Wenn man glücklich ist, kann man fast alles tun, auch wenn es noch so verrückt klingt. Du wirst schon sehen.“ Er lachte wieder. „Komm, meine kleine Jule, lass uns etwas Verrücktes tun!“
Etwas Verrücktes tun? Dafür war Jule immer zu haben.
Und es wurde auch ein verrückter Abend im Park. Es war noch lange hell, und bis die ersten Sterne am Himmel aufblinkten, war genug Zeit für Continue reading »

Der Flaschenpost-Notruf

Auch die Suche nach einem Freund kann ein Notruf sein

Fast jeden Schönwetterferientag verbringen Pia und Pit am Ufer des kleinen Flüsschens. Dieses bildet einen Seitenarm des großen Stromes und schlängelt sich hinter dem Park durch die Wiesen. Es ist ihr Lieblingsplatz, denn man kann hier prima und ganz ungestört von den älteren Kindern aus der Siedlung spielen. Sogar einen kleinen Strand gibt es hier. Mächtige Staudämme haben Pia und Pit schon gebaut und auch Piratensandburgen, kleine Stauseen und einen Hafen. Und natürlich haben sie Boote gebastelt. Aus Holz und aus Pappe. Die schwimmen prima im Flüsschen und in den Stauseen.
Heute wollen sie ihr neues Floß aus Korken testen. Ob es auch so toll schwimmen würde wie die Boote? Zuerst aber müssen sie die Segel richten. Der Staudamm, der das Hafenbecken einsäumt, muss auch repariert werden. Einen Teil des Sandes hat die Strömung nämlich aus dem Damm mit sich gerissen.
Pia will sich gerade an die Arbeit machen und neuen Sand schaufeln, als sie eine aufregende Entdeckung macht.
„Da schwimmt eine Flasche! Toll! Das ist bestimmt Continue reading »

Klitzekleines Apfelrätsel

Ein rotes Bäckchen lacht dir zu
vom Baum und lockt:
„Pflück mich! Nur zu!
Hörst du?
Ich schmecke fein.
Bin knackig frisch,
beiß nur hinein!“
Sag, wer bin ich?
(Apfel)

 

Zwei Bücher sind im neuen Gewand und mit neuen Titeln erschienen:
Apfelzauber (vormals „Hallo Opa! Erzählst du mir eine Geschichte von der Apfelfrau?“)
Erntezauber (vormals „Hallo Opa! Erzählst du mir eine Geschichte vom Erntedank?“)

ÜBERARBEITETE NEUAUFLAGE DES BUCHES „APFELFRAU“:
Geschichten, Gedichte und Lieder von Apfel und Apfelbaum rund ums Jahr


Taschenbuch:Apfelzauber – Apfel, Apfelbaum und Apfelfrau: Geschichten, Lieder und Fantasiereisen Ebook:Apfelzauber – Apfel, Apfelbaum und Apfelfrau: Geschichten und Lieder für KinderInformation

Geschichten, Märchen, Gedichte, Fantasiereisen und Lieder rund um Apfel und Apfelbaum im ‚Apfeljahr‘ (Jahreslauf)

Was ist da los im Frühlingsobstgarten? Da sind die Blütenbäume und der wichtige „Job“ der Bienen im Frühjahr und das Apfeljahr auf dem Bauernhof. Was hat es mit dem Apfel mit den roten Backen auf sich? Können Äpfel weinen und sind sie mit Pommes Frites „verwandt“? Die Apfelfrau, gibt es sie wirklich! Und warum macht die Apfelernte und vor allem das Klettern auf Bäume so viel Spaß? Schaut zu, wenn Lena einen Apfelkuchen backt, wenn sich der große runde Apfelkrapfen selbständig macht oder wenn Anton dem Nikolaus Apfeltee kredenzt. Ja, und was hat der Apfel mit dem Christbaum zu tun? Diese Themen und viele mehr rund um den Apfel findest Du in diesem Buch.

Empfohlen für Kinder, Familie, Kindergarten, Vorschule, Grundschule.

 


Taschenbuch:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten und Lieder  Ebook:Erntezauber – Ernte und Erntedank: Geschichten, Gedichte, Spiele und Lieder Information

Geschichten, Märchen, Gedichte, Spiele und Lieder rund um die Ernte, unser Essen und um Erntedank.
Die heiteren, aber auch ernsten und nachdenklich stimmenden Geschichten, Märchen, Gedichte und Lieder erzählen von der Zeit der Ernte im Sommer und Herbst, von Obst und Gemüse und Getreide, von Erntetagen und Erntefesten, von unserem Essen, von Dankbarkeit und vom Erntedankfest. Die Spiele und Lieder mit Texten von Rolf Krenzer und Elke Bräunling und Melodien von Stephen Janetzko und Paul G. Walter sowie die kleinen szenischen Dialogspiele laden ein zum Spiel und zur Aufführung.

Empfohlen für Kinder, Familie, Kindergarten, Vorschule, Grundschule und für die Gemeindearbeit.

Mirkos erster Freund

Hund Mohri hilft, dass Mirko Freude findet

Mirkos erster Freund in Deutschland ist Mohri, und Mohri weiß schon fast alles über Mirko: wie er mit seinen Eltern aus Russland hierher gekommen ist und warum er eine fremde Sprache spricht. Das alles hat Mirko Mohri erzählt, und der hat ihn gut verstanden, trotz der fremden Sprache.
Mohri ist nämlich ein Hund, ein zotteliger, gemütlicher Kuschelhund, den alle im Stadtviertel kennen und mögen. Meist macht Mohri seine Spaziergänge alleine. So trottet er jeden Tag durch die Marktstraße zu Metzger Klein, wo es etwas zum Naschen für ihn gibt. Dann spaziert er weiter zum Spielplatz. Dort findet er fast immer jemanden zum Spielen. Mohri spielt nämlich schrecklich gerne Ball, am liebsten natürlich mit Kindern.
Mirko spielt auch gerne Ball, und am liebsten natürlich auch mit Kindern, und am allerliebsten würde er mit Mohri und den Kindern hier auf dem Spielplatz Fußball spielen. Ja, das würde er am allerliebsten tun, aber er traut sich nicht.
„Ich spreche so schlecht ‚deutsch’“, erklärt er Mohri, „und dann sagen sie bestimmt ‚dummer Ausländer‘ zu mir …“
So sitzt Mirko alleine auf der Mauer am Rand des Spielplatzes, sieht den Kindern beim Fußballspiel zu und ist traurig. Und wenn Mohri vom Ballspielen müde ist, legt er sich zu Mirko und leistet ihm Gesellschaft beim Traurigsein.
„Weißt du, Mohri“, sagt Mirko, „eigentlich verstehe ich fast alles, denn meine Großeltern haben daheim immer ‚deutsch‘ gesprochen. Wenn ich es doch nur auch besser sprechen könnte! Wenigstens du weißt, was ich dir sagen möchte – und dabei kannst du ja auch nicht reden. Komisch, nicht?“
Ja, das ist komisch. Mohri sieht Mirko mit großen Augen an, und da muss Mirko doch lachen.
So geht das eine ganze Weile. Lange sieht Mirko den Kindern beim Spielen zu. „Ach, wenn ich doch nur …“, seufzt er.
Doch was ist das? Da Continue reading »

Der geheimnisvolle Schatz im Garten

Nach Schätzen kann man immer graben und meist findet man auch einen, wenn man ihn zu erkennen vermag

„Seht mal, ich habe einen Schatzplan gefunden!“ Mit gewichtiger Miene wedelte Robin in der Schule mit einem Blatt Papier.
„Ein Schatzplan?“ Misstrauisch äugte Ben auf den Plan, der gar nicht alt und schon drei Mal nicht nach ´Schatz´ aussah.
Robin nickte. „In unserem Garten auf dem Rasen bei den Weiden liegt ein Schatz vergraben. Seit mehr als 200 Jahren oder so …“
Nun waren auch Pia, Leon, Maria und Julia aufmerksam geworden.
„Wo hast du denn den Plan gefunden?“, fragte Julia.
„Und haben die vor 200 und mehr Jahren schon so helles Papier gehabt?“, griente Pit.
„Quatschnase! Den Plan hab ich natürlich abgezeichnet. Das alte Papier war ganz bröselig, weil es schon so viele Jahre im Keller hinter einem Mauerstein gelegen hatte. Logo?“
Hm. Die Freunde sahen sich nachdenklich an. Robin wohnte seit kurzem in einer alten Villa am Stadtrand. Die Sache mit dem Schatz konnte stimmen.
„Warum sollen die Leute vor 200 Jahren einen Schatz in ihrem Garten verbuddelt haben?“, überlegte Mara.
„Wegen der Kriege. Damit die Soldaten nicht ihr Geld und ihren Schmuck und anderes wertvolles Zeugs klauen.“
Logisch. Die Freunde nickten. „Und was willst du nun tun?“
Robin grinste. „Ausgraben natürlich. Gleich heute fange ich damit an. Wer mitmacht, kriegt ´nen Anteil von all dem Gold und Silber.“
Klar, da waren alle mit von der Partie.
Als Ben, Pit, Leon, Mara und Julia am Nachmittag Continue reading »

Papa und die glücklichen Nudeln

Papa kocht und er sagt: „Die glückliche Nudel trägt ein grünes Kleid“

Papa kocht. Nudeln. Papa kocht oft Nudeln. Nudeln mit Buttersoße, Nudeln mit Kräutersoße, mit Käsesoße, mit Sahnesoße, Fleischsoße, Gemüsesoße, Pilzsoße und manchmal auch mit Vanille- oder Zimtsoße. Oder ganz einfach nur Nudeln pur mit geriebenem Parmesankäse. Und dazu gibt es einen Salat. Einen Kopfsalat mit Kräutern. Immer. Ohne Salat keine Nudeln und ohne Nudeln kein Salat.
„Nudeln machen glücklich“, sagt Papa. „Und Nudeln mit grünem Salat machen sogar überglücklich.“
Überglücklich? Klar. Das wollen alle sein, auch wenn man auf grünen Salat gerne verzichten könnte.
„Salat ist Hühnerfutter“, sagt Pit, der Papas Salat nicht gerne isst. „Da muss man so viel kauen.“
„Nudeln ohne Salat, aber mit viel Ketchup würden noch viel glücklicher machen“, meint Pia.
„Und Nudeln ohne Salat mit Apfelmus“, schwärmt Mama, „lassen alle kleinen Glücksgeister in mir lachen.“
Papa, der gar nicht glücklich aussieht, wenn jemand seinen Salat ablehnt, knurrt:
„Nudeln und Kopfsalat gehören zusammen wie Pfeffer und Salz, wie Essig und Öl und wie Himmel und Erde.“
Stimmt. Nur schmeckt Continue reading »

Die ganz besondere Sonnenblume

Es ist nicht immer schön, besonders schön zu sein

„Ich bin eine besondere Sonnenblume“, sagte die Sonnenblume, die einen besonders schönen Platz in einem bunt verzierten Blumentopf auf der Terrasse unter dem Hausdach hatte. „Ihr aber seid langweilig. Und sehr gewöhnlich.“
Stolz blickte sie zu ihren Kolleginnen hinüber. Die standen hinten im Garten im Sonnenblumenbeet, kerzengerade, eine neben der anderen. Alles taten sie gemeinsam. Am Morgen wandten sie im Gleichklang ihre Köpfe nach Osten zum Kirchturm hin. Es war, als blickten sie dem Läuten des Glockenturms entgegen. Von da wanderten ihre Blicke mit der Sonne durch den Tag. Zur Mittagsstunde neigten sie ihre Blütengesichter über den Gartenzaun nach Süden auf den Weg hinaus. Am Nachmittag war ihr Blick zum nahe gelegenen Supermarkt gerichtet und am Abend sahen sie zu den Bergen hinüber, wo sich die Sonne vom Tag verabschiedete.
So waren sie den ganzen Tag auf Wanderschaft. Sie begleiteten die Sonne und standen doch fest mit ihren Wurzeln in der Erde verankert.
Die Blumen waren zufrieden mit ihrem Dasein. Was Continue reading »

Der bunte Blumentrog

Der bunte Blumentrog
Nach der Melodie „Zehn kleine Negerlein“ zu singen

Viele bunte Sommerblumen
waren angepflanzt
im Blumentrog am Rathausplatz
als hübscher Blütenschatz.

Die bunten Sommerblumen
erfreuten alle sehr:
„Der Sommer zeigt sich in der Stadt,
wie schön, was will man mehr!“

Als ein Kind die Blumen sah,
da rief es froh: „Wie schön.
Es pflückte eine Tulpe ab,
und keiner hat´s gesehn.

Ein Mann trank eine Flasche leer,
und warf sie mit viel Schwung,
auf die Blütenköpfe drauf.
Manche knickten um.

Am Mittag spielten Kinder hier
Hüpfen, Ball, Versteck.
Der Ball fiel machmal in den Trog,
riß ein paar Blumen weg.

Eine Frau rief: Oh, wie fein,
mir fehlt auf dem Balkon
ein Pflänzchen, blau wie dieses hier.
Sie nahm´s und lief davon.

Ein Punker kam mit seinem Hund,
der hob sogleich das Bein
und pinkelte, man glaubt es kaum,
in die Blumen rein.

Am Abend, als es dunkel war,
da kam ein Mann daher,
Er pflückte einen ganzen Strauß
und nahm ihn mit nach Haus.

In der Nacht, es war schon spät,
hört´ man es krachen, schrein,
Ein Auto raste mit ´nem Knall
in den Trog hinein.

Traurig sah´s am Morgen aus
Die Blumen gab´s nicht mehr.
Der Blumentrog vorm Rathausplatz
war öd´, kaputt und leer.

Viele bunte Sommerblumen
hatte man gesehn
für einen Tag am Rathausplatz.
Sie waren wunderschön.

Wie die Geschichte weitergeht?
Der Blumentrog blieb leer.
Der Sommer zeigte sich dies Jahr
an diesem Platz nicht mehr.

© Elke Bräunling

bunter blumentrog

© Elke Bräunling, Der bunte Sommerblumentrog

Eigentlich ist es ein trauriges Thema. Die bunten Blumen im Trog, voller Hoffnung und Freude gepflanzt, lebten nicht lange in diesem Trog am Rathausplatz. Nach und nach wurden sie zerstört oder ausgerissen. Und das geschah nicht einmal mit Absicht, sondern aus Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit, ja, und aus Gedankenlosigkeit.
Gedankenlosigkeit. Viele „kleinen“ und „großen“ Umweltsünden resultieren aus Gedankenlosigkeit, ja, und das, finde ich, ließe sich ganz leicht ändern.
Einfach, indem man etwas sorgfältiger im Umgang mit der Natur nachdenkt … und handelt.
Vielleicht regt der etwas traurige Text zum Nachdenken etwas an?


Tiere im Sommer

Tiere im Sommer

Gedichte und/oder Spiel mit verteilten Rollen.

Kinder stellen einzelne Tiere vor, wie sie im Sommer leben. Bei Aufführung evtl. Kostümierung. Alternativ könnte jeder Sprecher jeweils eine Zeichnung oder ein Plakat des betreffenden Tieres hochhalten.

Alle:
Was treiben wir Tiere im Sommer,
wenn die Sonne vom Himmel lacht?
Wenn die Wiesen grün und die Blumen blühn,
und die Welt in bunter Pracht?
Habt ihr darüber schon nachgedacht?

Hund:
Wau, wuff, hoho, hihi.
Ich fühl mich wohl wie nie.
Wenn ich faul im Schatten liege
und mein täglich Futter kriege,
stört mich keine Sommerhitze,
weil im Schatten ich nicht schwitze.

Katze:
Mi-mi-miau. Ja, ich bin schlau.
Am Tage schlafe ich mich aus
und geh des Nachts Continue reading »

Onkel Niki sieht bunt

Der Sommer ist da – man kann ihn sehen, hören, fühlen, riechen …

„Bunt“, sagt Onkel Niki eines Tages. „Ich sehe bunt!
„Bunt?“, fragen Ulla und Daniel erstaunt. „Hier ist es doch wie immer, oder?“
„Ich rieche auch bunt“, antwortet Onkel Niki und schnuppert.
Ulla und Daniel schnuppern und schnuppern auch, doch es riecht nicht anders als sonst.
Überhaupt: Wie riecht bunt?
„Bunt riecht nicht“, sagt Daniel.
Aber ja“, sagt Onkel Niki, „ich kann es riechen, ich kann es sehen, ja, und auch hören. Bunt, bunt, bunt. Schön ist das!“
Ulla und Daniel erschrecken. Was ist mit Onkel Niki los?
„Hast du schlecht geträumt?“, fragt Daniel.
Ulla fasst an Onkel Nikis Stirn: „Fühlst du dich krank?“
„Nein“, kichert Onkel Niki. „Bunt! Ich fühle mich bunt!“
Au weia. Bunt? Verrückt ist das.
„Also“, brummt Daniel, „mir wird es langsam zu bunt.“
Ulla nickt. „Mir auch. Du willst uns foppen, stimmt´s?“
Onkel Niki sieht die beiden ernst an, doch man sieht, dass er Mühe hat, sich das Lachen zu verkneifen. Continue reading »

Nico und der geheimnisvolle Brief

Dank Nicos Flaschenpost ist nun ein Brief angekommen

„Du hast Post bekommen”, sagt Nicos Mutter eines Tages und legt einen rosafarbenen Briefumschlag neben Nicos Teller.
„Oha!”, meint Papa. „Rosa! Ist das der Brief einer jungen Dame?”
Nicos Schwester Jenni kichert, und Nicos Kopf wird knallrot.
Von wem kann der Brief nur sein?, überlegt Nico fieberhaft, doch er hat keine Idee. „Ich kenne keine junge Dame.”
„Wer ist denn der Absender?“, drängelt Jenni.
„Weiß nicht!”, brummt Nico, doch da hat Jenni ihm schon den Brief entrissen und tobt damit durchs Zimmer.
„´Klara´ steht drauf!”, johlt sie. „Klara Kluge! Höhö! Nico hat eine Freundin. Höhö!”
„Hey, gib her!” Wütend jagt Nico hinter seiner Schwester her, während Papa grinsend zusieht.
Endlich spricht Mama ein Machtwort: „Schluss! Aus! Jetzt wird zuerst gegessen – außerdem ist es Nicos Brief und basta!”
„Och”, schmollt Jenni, und vor Ärger kann sie fast nichts essen.
Auch Nico hat kaum Appetit vor lauter Neugierde auf diese fremde Klara.
Doch es dauert noch fast eine Stunde, bis er alleine in seinem Zimmer sitzt und den geheimnisvollen Brief endlich lesen kann. Er liest, stutzt, dann muss er lachen.
„Lieber Nico”, steht in dem Brief. „ich heiße Klara und bin acht Jahre alt. Ich habe eine Flaschenpost von dir am Strand von Continue reading »

Abenteuer auf der Hornesselwiese

Geschichten ausdenken oder träumen kann ganz schön aufregend sein

Am Sonntagnachmittag finden Mama, Papa, Mara und Max auf der Hornesselwiese einen Picknickplatz.
“Schön ist es hier!” Mama lässt sich ins Gras fallen und schließt die Augen.
“Ja, prima”, sagt auch Papa. “Hier kann ich in Ruhe lesen.”
Mara und Maxi sind enttäuscht. Und sie? Was sollen sie den ganzen Nachmittag tun?
“Warum heißt die Wiese eigentlich Hornesselwiese?”, fragt Maxi.
“Vielleicht gibt’s hier Hornissen?”, meint Mara. “Die sind viel größer als Bienen – und gefährlicher!”
Größer als Bienen? Vielleicht so groß wie ein Vogel? Vielleicht ähneln sie den Wokiks, den Propellermonstern aus dem Comic?
“So ein Monster-Stechvieh muss ich sehen!” Maxi macht sich auf die Suche. Er schwingt einen Ast wie ein Schwert durch die Luft.
“Kommt heraus!”, ruft er. “Ich hab keine Angst vor euch!”
“Brorororooo … “ Um Maxi herum summt und brummt es auf einmal gewaltig. Es ist ein grausiges Getöse, laut und lauter. Und dann fliegen plötzlich dicke Continue reading »

Die Sache mit Robin Hood

Einmal sein wie Robin Hood, das wäre toll, oder?

Lena hatte ein Buch über die Abenteuer von Robin Hood gelesen, und seither redete sie über nichts anderes mehr.
„Früher“, sagte sie, „waren die Reichen ganz schön doof. Die sind freiwillig in den Wald geritten und haben sich beklauen lassen.“
„Wieso das?“, fragen ihre Freunde Pia, Pit und Klausi.
„Wegen Robin Hood“, erklärte Lena. „Der hat mit seiner Räuberbande im Wald gewartet, bis ein Reicher angeritten kam. Dann hat er ihm sein Geld und alles, was er noch so mit sich schleppte, abgenommen. Gut, nicht?“
„Na und?“, meinte Pit. „Alle Räuber klauen.“
„Robin Hood aber hat das, was er den Reichen abgenommen hat, armen Leuten geschenkt“, berichtigte Lena. „Weil er es nämlich nicht gut fand, dass die Reichen so viel Geld hatten und die Armen so wenig.“
Das klang gut. Ihre Freunde staunten.
„Er war halt ein großer Held“, schwärmte Lena.
„Welcher Continue reading »

Lenas „Einmal-anders-Geburtstag“

Als Lena einmal alle Menschen glücklich machen wollte

Lenas Geburtstag ist fast immer in den Ferien, und Lena weiß nie, ob sie sich freuen oder ärgern soll. Zwar muss sie dann nicht in die Schule gehen, doch sie hat auch das Pech, dass ihre Freunde meist verreist sind. So auch in diesem Jahr.
Was tun? Die einladen, die daheim geblieben waren? Das war ein Problem: Micha hatte ‚dumme Kuh‘ zu Lena gesagt, Berti wusste immer alles besser, Evi machte sich an Lenas Freund Felix ‚ran, und Melli konnte Lena auf den Tod nicht ausstehen. „Diese Transuse“, sagte sie, „ist zu blöd, um …“ Nun, Melli also auch nicht. Doch wen dann?
„Dann wird eben nicht gefeiert“, maulte Lena.
Unsere Eltern lächelten nur. „Sie wird es sich überlegen“, meinte Mama, und Papa tat auf einmal sehr geheimnisvoll.
Lena aber beschloss, ihren Geburtstag einmal ganz anders zu feiern. In einer Zeitung hatte sie gelesen, dass die Leute viel netter zueinander sein müssten, um glücklich zu sein. Das gefiel ihr.
„An meinem Geburtstag werde ich zu allen Leuten einmal ganz besonders nett sein“, erklärte sie mir.
„Auch zu Continue reading »

NEU IN DER REIHE „HÖR MAL,OMA!“

LANDLEBEN – Das neue Buch aus der Reihe „Hör mal, Oma!“


Taschenbuch:Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Landleben: Geschichten vom Land
EbookHör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte vom Landleben: Geschichten für Kinder vom Leben auf dem Land

Information

27 Geschichten und Märchen zum Leben auf dem Land für Kinder, Eltern und Großeltern

Das Leben auf dem Lande ist anders, aber nicht minder spannend und lustig, interessant, anregend und nachdenklich stimmend. Von Kindern, Eltern, Großeltern, Tanten, Nachbarn, Bauern und Bauernhöfen, Wiesen und Feldern, Tieren und Pflanzen, Gewohnheiten und Eigenarten, die das Leben auf dem Lande mit sich bringen, handeln die Geschichten in diesem Erzählband. Geschichten von kleinen und großen Ereignissen, von Landwirtschaft und Gartenspaß, von Eigenarten und Gewohnheiten, von altem Wissen und neuen Erkenntnissen und auch von witzigen Momenten.

Opa erzählt, man könne meinen, die Zeit hätte hier für ein paar Jahre angehalten und eine Atempause gemacht. Und seither würde sich die kleine Welt hinter dem großen Wald ein bisschen langsamer um die Sonne drehen. Eine verrückte Vorstellung, die den Menschen, die hier leben, sicher nicht gefallen würde. Oder gerade doch? Man weiß es nicht. „Auf dem Land gehen die Uhren langsamer“, sagt Opa nun. „Und ein bisschen ist es hier auch noch wie früher. Das wünsche ich mir zumindest.“ „Echt?“, fragt Pia und sie versucht sich vorzustellen, wie es sich mit Uhren, die langsamer gehen, verhalten könnte. Pit aber schüttelt entschieden den Kopf. „Das stimmt nicht“, sagt er. „Schneller gehen die Uhren hier. Viel schneller.“ Er nickt heftig. „Wenn wir spielen oder auf dem Feld helfen oder beim Holderbauern Traktor fahren dürfen, rennt die Zeit und es ist viel zu schnell Abend.“

INHALT: So ist das auf dem Land – Auf dem Land gehen die Uhren langsamer – Das Esels-Ei – Die Sau ist los – Der Eierkarton – Abenteuer auf der Weide – Ein ‚echter‘ Ochse – Der alte Landkater – Neue Nachbarn aus der Stadt – Sperrmülljagd – Hilfe für das Hexenloch – Die Kräuterfrau – Der Schneckenzoo – Auf der anderen Seite ist das Gras grüner – Lea und der bunte Wiesenblumenstrauß – Sonnenblumenzeiten – Der Heidelbeertrick – Die riesig große Riesentomate – Im Märzen der Bauer – Mit Essen ‚spielt’ man nicht – Vom Ernten und Stoppeln – Erntetag – Aufbruch im Kartoffelfeld – Das Herbstkuchen-Geheimnis – Im Winter geht man ins Holz – Wetter-Else – Der Apfelgarten

Empfohlen für Kinder, Familie, Kindergarten, Vorschule Grundschule. Die Geschichten sind darüber hinaus erprobt im Zusammensein und in der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen

Erhältlich als Ebook und als Taschenbuch (ISBN-13: 978-1508856344 ISBN-10: 1508856346)

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FAMILIENGESCHICHTEN – Das neue Buch aus der Reihe „Hör mal, Oma!“


Taschenbuch:Hör mal, Oma. Ich erzähle Dir eine Geschichte von der Familie: Geschichten für Kinder
EbookHör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte von der Familie: Familiengeschichten für Kinder

Information

Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte von der Familie

Familiengeschichten – von Kindern erzählt

31 Geschichten vom Leben in der Familie für Enkel, Eltern und Großeltern

„Ich freue mich schon so sehr. Es ist immer sehr lustig in Markus’ Familie und heute arbeiten alle mit: Markus’ Eltern, seine Geschwister, sein Onkel und der Großvater, der immer so tolle Geschichten erzählt. Und die Großmutter von Markus hat bestimmt wieder viele Bleche mit Butterkuchen gebacken. Hm! Der schmeckt lecker.“
Mama lächelt. „Ja, bei Markus ist immer etwas los. Kein Wunder bei einer so großen Familie.“
Florian nickt und blinzelt zu seiner Schwester Felicitas hinüber. „Familie ist echt toll. Stimmt`s?“

Von Kindern, Eltern, Großeltern, Tanten und anderen Verwandten handeln die Geschichten in diesem Erzählband. Geschichten von kleinen und großen Familien, von Festen, Freuden, Erlebnissen, Gewohnheiten und Spaß, vom kleinen und großen Kummer, von Stärken und Schwächen, von Wünschen und Träumen und auch von witzigen Momenten. Familie ist toll, manchmal sehr ernst, oft aber lustig und fröhlich.

INHALT: Familienfest bei Bergers – Familie ist echt toll – Ganz die Oma – Opa, ärgere dich nicht! – Komme morgen wieder! – Das alte Kuchenrezept – Das alte Buch – Großtante Luise und die traurigen Gefühle – Fabian, Papa und die fremde Frau – Papa hat schlecht geträumt – Der Traumvater – Lisas Vater – Karins große Familie – Die Sache mit Mama und Papa – Tanja und der kleine grüne Saurier – Jan wünscht sich einen Vater – Nie mehr Geschwister – Paul bekommt eine Schwester – Die neue Familie – Pit will tot sein – Warum hat Philipp immer Kopfschmerzen? – Papas Gartenlaube – Der Überraschungskuchen – Die Sache mit Fabians ‚Großvater‘ – Windpockentage – Tam tata. Opa geht tanzen – Keine zehn Pferde – Der Familientag – Weg mit den Zeitfressern – Ein Gedicht für Oma Liese – Manchmal verstehe ich gar nichts mehr

Diese Geschichten sind praxiserprobt und empfohlen auch für das Zusammensein und die Arbeit mit Demenzkranken

Erhältlich als Ebook und als Taschenbuch (ISBN-13: 978-1490412252
ISBN-10: 1490412255

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Die Frühjahrsputzkolonne

Als die Schulkinder den Wald vom Müll säuberten

Aufgeregt kamen Lisa, Ulla, Pit und Klaus in die Schule. Sie waren so wütend, dass sie wild durcheinander schimpften.
„Was ist los?“, fragte Herr Paul, der Klassenlehrer.
„Eine Riesensauerei ist los!“, wütete Pit.
„Nein“, widersprach Lisa. „Schweine würden so etwas nie tun?“
„Stimmt!“, rief Ulla. „Das tun nur Menschen“
„Was denn?“, fragte Herr Paul wieder. „Nun sagt schon! Was ist passiert?“
Nur langsam konnten sich die Vier beruhigen.
„Wir haben gestern eine Radtour zur Waldwiese gemacht“, erklärte Ulla schließlich. „Wir wollten sehen, ob die Schlüsselblumen schon blühen.“
„Und wisst ihr, was wir dort gefunden haben?“, brüllte Klaus. „Lauter Müll und Dreck: Glasscherben, leere Flaschen, Dosen, Papptüten und Zigarettenkippen.“
„Und mitten auf der Wiese“, ereiferte sich Lisa, „liegen alte Matratzen, Stühle, Autoreifen, Blechkanister und noch mehr so oller Kram.“
„Schlüsselblumen aber“, klagte Ulla, „blühen keine. Wo denn auch? Überall liegt bloß Dreck.“
Noch eine ganze Weile schimpften die vier drauflos. Sie konnten sich gar nicht beruhigen.
Ihre Mitschüler und Herr Paul Continue reading »

Die Fledermäuse von Burg Schattenfels

Einmal hatten geldgierige Menschen versucht, die Fledermäuse aus dem Kellergewölbe der alten Burg Schattenfels zu vertreiben, aber dann …

Seit Jahrhunderten lebte auf Burg Schattenfels die große Fledermauskolonie im Gewölbe des Burgkellers. Am Tage hingen die Fledermäuse an den Gewölbedecken und schliefen, nachts machten sie sich auf Beutefang. Es waren so viele, dass sich die Leute im Dunkeln selten in die Nähe der Ruine wagten. Wegen der Gruselgeschichten über die Burg. Und wer weiß, vielleicht hauste dort nicht doch ein Vampir? So hatten die Fledermäuse wegen der Furcht der Leute ihre Ruhe.
Eines Tages aber fuhren Männer in großen Autos vor und sagten:
„Ein Burghotel werden wir bauen. Die Touristen sollen die Romantik der Ritterzeit erleben.“
Ritterzeit? Romantik? Die Dorfbewohner schimpften.
Noch aufgeregter waren die Fledermäuse. Bei dem lauten Baulärm flohen sie und flogen verwirrt durch den Wald. Als am Abend die Presslufthämmer schwiegen, kehrten sie zurück. Aber der Zugang zu ihrem Gewölbe war zugemauert. Die Continue reading »

Die kleine Waldmaus und der Wiesenplatz

Geschichten mit der kleinen Waldmaus:
Die kleine Waldmaus und das Frühlingserwachen
Die kleine Waldmaus und der frühe Frühling
Die kleine Waldmaus und das tanzende Licht
Die kleine Waldmaus und der sichere Platz
Die kleine Waldmaus und das glückliche Glück
Die kleine Waldmaus und der Erntetag
Die kleine Waldmaus und das Stacheltier
Die kleine Waldmaus und das kleine große Tier
Die kleine Waldmaus und das Herbstfest
Die kleine Waldmaus kann nicht schlafen
Als die kleine Waldmaus mit dem Eichhörnchen auf Futtersuche ging
Die kleine Waldmaus und der Sternenregen

 

Die kleine Waldmaus und der Wiesenplatz
Im Wald und bei der großen Wiese muss die kleine Waldmaus vorsichtig sein

Süß war die Luft heute. Der feine Duft kam von der großen Menschenwiese, und die wollte die kleine Waldmaus heute besuchen. Aber sie musste aufpassen. Im Wald war viel los.
„Sei vorsichtig!“, hatte Opa Maus gesagt. „Nicht nur die Menschen sind auf der Wiese unterwegs. Nein, auch Tiere, die nicht unsere Freunde sind, die Katze, der Marder, die Eule, der Uhu, der Storch, der Igel, die Ringelnatter, der Mäusebussard und nicht zuletzt der Fuchs aus dem Bau hinter dem großen Felsen. Nimm dich vor ihnen in Acht.“
Die kleine Waldmaus kannte diese Tiere, die ihre Feinde waren. Von einem sicheren Platz aus hatte sie sie schon viele Male gesehen.
„Ich muss nur von einem sicheren Ort zum anderen sicheren Ort wandern,“ sagte die kleine Maus. „Dann kann mir kein Feind etwas Böses tun.“
Vorsichtig huschte sie unter Blättern, Sträuchern, Waldkräutern, Farnen und Ästen hinüber zur Wiese der Menschen. Der große Stein am Wiesenrand war ihr Ziel. Dieser Stein Continue reading »

Mausi Mausejäger

Mausi Mausejäger

Mausi heißt die kleine Katze,
die mit ihrer scharfen Tatze
spielerisch nach allem haut,
doch nicht nach den Mäusen schaut.

Und so tun die Mäus´ mitnichten
vor der Katze Mausi flüchten.
Sie schaun ihr beim Spielen zu,
haben vor ihr ihre Ruh.

Mausis Herrchen ist erschrocken.
Keine Maus kann Mausi locken.
„Hey, du faules Katzentier!”,
ruft er laut. „Was ist mit dir?”

„Mäuse fangen sollst du, jagen,
hinter diesen kleinen Plagen.
Tu den Job, tu deine Pflicht!
Zum Träumen brauche ich dich nicht!”

Unerhört bleibt seine Klage.
Mitten in der Mäuseplage
sitzt die Mausi still und froh.
Ihr gefällt das Leben so.

Zu Freunden will die Mäus´ sie machen,
wenn auch alle drüber lachen,
doch ihr Name sei ihr Pflicht:
Mäuse jagt die MAUSI nicht.

© Elke Bräunling