Ein neues Zuhause für Elkes Kindergeschichten

elkesblogbaerchen

Das Leben ist voller Geschichten. Jeder Lebensmoment vermag eine Geschichte in sich zu verbergen oder laut herauszurufen oder leise in sich hinein zu weinen oder bunt zu zeichnen, zu singen, zu träumen… Auch hier findet Ihr nun täglich eine neue Geschichte. Habt Spaß damit!

Immer wieder nun wird eine weitere Geschichte in das neue Blog-Zuhause von “Elkes Kindergeschichten” einziehen.
So werden nach und nach die Texte aus dem alten Blog hier ihre neue Heimat finden, ja, und NAGELNEUE Geschichten und Gedichte wird es auch geben.

Langsam, mit etwas Geduld, entsteht so ein neues Heim für “Elkes Kindergeschichten”.
Langsam, denn Gut Ding will Weile haben.

Seid herzlich Willkommen, liebe Besucher, und fühlt Euch wohl hier!

Liebe Grüße

Elke

Und das Kind lacht

Und das Kind lacht
Klitzekleines Krippenspiel

Auf der Bühne steht ein leerer Stall.

Maria und Josef kommen auf die Bühne.

Maria: Vom Wandern waren wir so matt.
Josef: Doch gab´s kein Bett in dieser Stadt.
Maria: Wir fragten, wohin solln wir gehn?
Josef: Da haben wir den Stall gesehn.
Maria: Den Stall, so warm mit Heu und Stroh.
Josef: Da waren wir von Herzen froh.

Beide:
Weil wir uns freuen, knien wir,
dankbar vor der Krippe hier.
Seht, das Kind, es geht im gut,
und sein Lachen macht uns Mut.

Die Hirten kommen

1. Hirte: Ein Engel kam zu uns aufs Feld.
2. Hirte: Er hat uns von dem Kind erzählt,
3. Hirte: das in der Krippe liegt im Stall.
4. Hirte: Der Engel sagte: „Freut euch all!“
5. Hirte: Schnell haben wir uns aufgemacht
6. Hirte: und Gaben für euch mitgebracht.

Alle:
Weil wir uns freuen, knien wir
dankbar vor der Krippe hier.
Seht, das Kind, es lacht uns an,
dass sich ein jeder freuen kann.

Die heiligen drei Könige kommen

1. König:
Ein Stern stand hell am Himmelszelt.
Er hat uns von dem Kind erzählt.

2. König:
Drum haben wir uns aufgemacht
zum Kind im Stall in dieser Nacht.

3. König:
Seht, da liegt das Kind im Stroh,
und es macht uns alle froh.

Alle:
Weil wir uns freuen, knien wir
dankbar vor der Krippe hier.
Seht, das Kind, wie lieb es lacht,
und uns alle glücklich macht.

© Elke Bräunling

Aus dem Buch:

Notenheft:Die Tür zur Weihnacht: Advents- und Weihnachtsspiele für Kinder

Information


“Bärige” Weihnacht

Was haben Bären mit Weihnachten zu tun? Nichts eigentlich, und das ist der Grund, weshalb sich die Bären eines Tages wehrten

Einmal wimmelte es im Land nur so von Bären. In Häusern, Läden und Kiosken hockten sie herum; manche trugen Hüte, Röcke oder Lederhosen. Von Pullis, Krawatten und Hosen grinsten sie ebenso breitbackig wie von Postkarten, Tassen, Tüten, Bildern, Büchern, Haarspangen und Broschen. Es gab Bärendosen, -kekse, -uhren, -kalender, -kettchen, -seifen, sogar Bärenhampelmänner, Bärenschneekugeln, Bärenschränke, Bärenundsoweiter…!
Die Leute liebten all die Bären über alles und sagten ´Wie niedlich!´, Goldige Kerlchen!´, ´Herzige Zottelbärchen!´, ´Schmuseliebchen´ und andere unbärige Dinge zu ihnen.
Den Bären blieb nichts übrig als immer lieb und herzig zu grinsen. Steife Grimassengesichter hatten sie schon von diesem ewigen Gegrinse bekommen. Das aber war nicht schlimm, denn sie fühlten sich geschmeichelt und nahmen dafür all diesen Krimskrams in Kauf.
“Von nichts kommt nichts”, sagten sie und belächelten die vergeblichen Versuche der Mäuse, Vögel, Katzen, Hunde, Kühe, Rehe, Tiger, Elefanten und Dinosaurier, es ihnen gleich zu tun.
Zuerst waren die anderen Tiere beleidigt, dann fingen sie an zu lästern.
“Wie kann man nur so doof sein und auf Klamotten, Geschirr und anderem Kram dämlich herumgrinsen?”, sagten sie. “Das ist doch nicht bärig!”
Dieser Meinung war auch der Oberbär, der Continue reading »

Der kleine Weihnachtsabendsstern

Der kleine Weihnachtsabendsstern

Einen kleinen Weihnachtsstern
hab ich vom Bett aus nachts gesehn.
Er funkelte vom Fenster her
und war so wunderschön.
“Freu dich, das Weihnachtsfest ist nah”,
flüsterte er mir leise zu.
“Ich schenk dir einen schönen Traum.
Schlaf gut! Mach deine Äuglein zu!”

© Elke Bräunling


Das schönste Weihnachtsgeschenk auf der Welt

Es muss nicht immer teuer sein oder Geld kosten oder in einen buntes Päckchen verpackt sein, das schönste Weihnachtsgeschenk auf der Welt

Anna spaziert mit Oma über den Weihnachtsmarkt. Die vielen Buden mit den glitzernden Weihmachtsschmuck und dem Geruch von Bratäpfeln, Zucker und Zimt liebt sie über alles. Was es hier nicht alles zu sehen gibt! Sterne, Weihnachtsmänner, Engel, Kugeln, Pflaumenmännchen, Musikanten und vieles mehr. Anna weiß nicht, wohin sie zuerst blicken soll. Von überall her erklingen Weihnachtslieder und auf einer Bühne wird ein Krippenspiel aufgeführt. Spannend ist das. Ein Weihnachtsmann kommt vorbei und schenkt ihr einen Lebkuchen.
An einem Flohmarktstand trifft Anna ihre Freundinnen Karin und Gina.
„Weihnachtsmarkt ist schön“, sagt Anna. „Freut ihr euch auf Heiligabend?“
Gina nickt. „Und wie! Fast nicht mehr abwarten kann ich es. Ich habe mir ein Fahrrad gewünscht, eine neue Barbiepuppe und Bilderbücher, ach, noch viel mehr steht auf meinem Wunschzettel.“
„Ich habe auch eine lange Wunschliste“, sagt Karin. „Weihnachten ist das schönste Fest im Jahr.“
„Besonders, weil meine Oma aus Amerika gekommen ist.“ Anna blickt zu Oma hinüber, die in alten Flohmarktbüchern blättert. “Acht Wochen wird sie hierbleiben. Ich freue mich so sehr!”
„Toll. Bestimmt hat sie dir viele Geschenke mitgebracht“, meint Karin.
“Ja, erzähle!” Auch Karin blickt Anna neugierig an.
Anna aber schüttelt den Kopf. „Oma hat nicht viel Geld. Aber sie erzählt mir viele Geschichten. Außerdem backen wir gemeinsam Weihnachtsplätzchen, gehen bummeln, basteln Christbaumsterne und Weihnachtsgeschenke und singen viele Lieder. Mit Oma habe ich immer mächtig viel Spaß. Nie wird mir langweilig. Das ist toll. Oma spielt mit mir auch ganz oft ‚Mensch ärgere dich nicht’ und ‚Memory’ und Monopoly.” Anna strahlt und winkt zu Oma hinüber. Dann sagt sie leise: “Sie ist das schönste Weihnachtsgeschenk auf der Welt.”
© Elke Bräunling

Wenn ich mich so richtig freu, kribbelt’s mir im Bauch … – “Danke”, sag ich leise dann … :D

Aus dem Buch:

Taschenbuch:Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte von Weihnachten: Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsmärchen
Ebook:Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte von Weihnachten
Information


Der Besuch des kleinen Engels

Einmal hing ein ganz besonderer kleiner Engel am Weihnachtsbaum von Tim und Susa ..

„Es ist Heiligabend. Tim und Susa sind auf dem Heimweg von der Probe zum Krippenspiel, das am Abend aufgeführt wird. Langsam schlendern sie über den Weihnachtsmarkt. Die meisten Buden sind schon geschlossen.
“Weihnachten ist da!”, sagt Susa.
Tim aber hört nicht zu. „Sieh mal!“, sagt er und deutet aufgeregt zur großen Weihnachtsmarkttanne. „Da liegt ein kleiner Engel.“
„Toll“, ruft Susa und läuft zur Tanne hinüber. „Diesen süßen Weihnachtsengel hänge ich an unseren Weihnachtsbaum.“
„Nein. Das dürft ihr nicht tun“, ruft der Engel. „Ich muss in den Himmel zurück. Zum Mitternachts-Chorauftritt.“
Die Kinder erschrecken. Der Engel kann ja sprechen.
„Was machst du hier?“, rufen sie fast gleichzeitig.
„Ich finde den Rückweg zum Himmel nicht mehr“, klagt der Engel. „Bitte, helft mir! Ich muss einen Mondstrahl finden.“
Tim schüttelt den Kopf. „Der Mond ist hinter Wolken versteckt. Komm mit uns! Wenn der Mond doch noch Continue reading »

Josef und der Muskelmann

In der Nacht nach der Bescherung kann es manchmal passierne, dass sich die Spielsachen auf dem Gabentisch miteinander unterhalten. Einer ist immer dabei: Josef

Ein plastikgrüner Muskelmann mit kräftigen Armen und dicken Muskelpaketen sprang in der Weihnachtsnacht vom Gabentisch und näherte sich mit bedrohlicher Miene der Krippe unter dem Christbaum.
“Wer seid ihr?”, knurrte er. “Was habt ihr Jammergestalten hier verloren? Alt siehst du aus, und vom Kämpfen scheinst du auch nicht viel zu halten!”
“Man nennt mich Josef”, stellte sich Josef vor. “Ich bin hier mit Frau und Kind, und was das Kämpfen betrifft, so…”
“Ha!” Muskelmann bog sich vor Lachen. “Feige bist du! Na ja! Von einem Josef habe ich noch nie etwas gehört, und ich habe schon gegen alle gekämpft.” Muskelmann ließ seine Muskeln spielen. “Und klar, ich habe sie besiegt. Ich bin der größte Held des Universums und Liebling aller Kinder.”
“Interessant”, sagte Josef höflich.
Der größte Held des Universums kniff ein Auge zu. “Dich aber”, sagte er schließlich, “habe ich noch nicht besiegt.” Continue reading »

Uropas Weihnachten

Uropa erzählt aus seiner Kindheit im Advent – und vom Weihnachtsfest

„Als ich ein kleiner Junge war“, erzählt Uropa, „war die Weihnachtszeit anders. Stiller als heute und sehr geheimnisvoll. Am ersten Advent holten wir im Wald Tannenzweige, Misteln, Tannenzapfen, getrocknete Beeren und Gräser. Damit schmückten wir das Haus. Mutter dekorierte unseren Waldschmuck mit Äpfeln, Bändern, Nüssen und Kerzen, und an die Haustür hängten wir einen Mistelzweig. Zum Mittelpunkt der Adventszeit aber wurde Mutters Adventskranz auf dem Küchentisch. Oft versammelte sich hier die ganze Familie. Wir redeten, sangen, bastelten und schmiedeten Pläne für die Weihnachtsferien. Ganz gemütlich wurde es, wenn Mutter Gewürznelken oder Tannenzweige auf den Ofen legte. Hm. Das roch fein. Manchmal gab es Bratäpfel oder eine Handvoll Weihnachtsplätzchen, die Mutter vor uns Naschkatzen versteckt hielt.
Schön war diese Zeit. Jeden Tag konnte man Weihnachten ein bisschen mehr riechen, überall raschelte es verräterisch, und die Spannung wuchs von Tag zu Tag.
Am Morgen von Heiligabend durften wir Continue reading »

Leise rieselt der Schnee – Ein Lied geht um

Wie es kommt, dass alle in der Stadt am Abend das gleiche Weihnachtslied singen

“Leise rieselt der Schnee…”, dudelt es im Supermarkt, als Frau Fröhlich ihre Frühstücksbrötchen kauft.
Weil Frau Fröhlich an diesem Morgen so gut gelaunt ist, singt sie auf dem Heimweg “Leise rieselt der Schnee…” vor sich hin.
Die Leute auf der Straße blicken sie griesgrämig und morgenmuffig an. “So ein Blödsinn am frühen Morgen!”, brummt Herr Sauerbart und eilt weiter.
Das Lied aber macht einen Hüpfer aus Frau Fröhlichs Kehle und landet auf der Brummelzunge von Herrn Sauerbart.
“Leise rieselt der Schnee…” singt es dort fröhlich weiter.
Herr Sauerbart schüttelt verwundert den Kopf, aber er kann nicht anders als weiter singen.
“Sie träumen wohl?”, murrt Fräulein Dürr. “Wer singt heutzutage noch Weihnachtslieder?”
Die anderen Leute auf der Rolltreppe, Frau Dorsch, Herr Werner, Oma Baumann, Nora und Daniel, nicken.
Ja, wer singt heute noch Weihnachtslieder – noch dazu mitten am helllichten Tage?
“Es schneit ja nicht mal”, kichert Nora.
Herr Sauerbart ist beleidigt. Eilig geht er seines Weges.
Fräulein Dürr, Frau Dorsch, Herr Werner, Oma Baumann, Nora und Daniel sehen ihm erstaunt nach. Das Lied aber kichert leise vor sich hin und schickt jedem seinen kleinen morgendlichen Weihnachtsgruß hinterher.
Wie? Ganz einfach: Continue reading »

Kleines Sternengedicht

Kleiner Stern

Kleiner Stern, du strahlst hell
in der dunklen Nacht.
Kleiner Stern, ich hab dich
mit nach Haus gebracht.
Kleiner Stern, du schenkst mir
einen schönen Traum,
strahlst mich an, sternenhell,
von unserm Weihnachtsbaum.

© Elke Bräunling


Weihnachtskrippe oder Weihnachtsgrippe

Husten und Fieber im Advent? Gar nicht gut. Da ist so viel, was man verpasst. Also aufgepasst und, wenn’s dann doch passiert ist und du dich angesteckt hast: Nimm brav deine Medizin, damit du schnell wieder gesund wirst ;)

Eva ist krank. Seit Tagen schon mit Fieber, Husten und Schnupfen. Das ist dumm, denn bald ist Weihnachten. Und zwei Tage vorher gehen die Kinder jedes Jahr zur Weihnachtskrippe in den Wald. ‘Weihnachtssuche’ heißt dieser Brauch. Es ist eine aufregende Wanderung, auf der die Kinder auf dem Weg in den nahen Wald nach dem Christkind und den Weihnachtsengeln Ausschau halten. Überall suchen sie nach einem roten Zipfel des Weihnachtsmann-Mantels oder nach goldenem Engelshaar, nach glitzernden Weihnachtssternchen, ja, und nach der Krippe, die im Wald unter einer Lichtertanne steht. Dort ist es sehr feierlich. Dort nämlich singen sie alle zusammen die Weihnacht herbei und das ist sehr weihnachtlich. Ja, und spannend ist es auch. Seit vielen Wochen freuen sich die Kinder der 1b auf diesen Tag.
Klar, Eva möchte unbedingt bis dahin wieder gesund sein. Dr. Wagner aber macht ein bedenkliches Gesicht.
”Oha!, sagt er. ”Ich glaube, wir müssen ein bisschen zaubern, damit du bis zur Weihnachtswanderung wieder gesund bist. Der Zauber funktioniert aber nur, Continue reading »

Robins Wichtelüberraschungen

Wie Robin, der Neue in der Klasse, auf stille, leise Weise die Weihnachtswichtelpäckchen als neue Sitte einführt

Nach dem Umzug fühlt sich Robin in der neuen Klasse sehr alleine. Ob er hier bald Freunde finden würde? Und während Frau Starke an der Tafel eine Rechenaufgabe erklärt, fängt auch Robin an zu rechnen: 17 Kinder sitzen hier. Und Frau Starke. Und bis zu den Weihnachtsferien sind es noch genau 18 Tage.
„Passt“, murmelt Robin. Dann schmiedet er einen tollen Plan. Nein, eigentlich sind es 18 tolle kleine Pläne und damit geht er am Nachmittag in den Buchladen. Den hat Papa von Onkel Klaus geerbt und dort arbeitet er nun auch.
„Hilfst du mir?“, fragt er Papa.
„Aber klar“, sagt Papa. „Womit kann ich dienen, mein Herr?“
Robin lacht. Dann fängt er an zu erklären:
„Wegen dem Buchladen sind wir doch umgezogen und ich muss in die neue Schule gehen. Und dort gibt es keine Weihnachtswichtel.“
„Wie schade“, meint Papa. „Erzähle deinen Klassenkameraden einfach von den Wichtelgeschenken aus deiner alten Schule!“
Robin seufzt. „Hmm!“
Da begreift Papa und Robin erzählt ihm von seiner Wichtelidee.
„Prima!“, sagt Papa. „Das machen wir!“
Den Rest des Tages Continue reading »

Der erste Christbaum

Kannst du dir vorstellen, dass die ersten Christbäume an Zimmerdecken aufgehängt wurden? Das “lernt” Anna abends beim Geschichten erzählen

Dass es nicht seit allen Zeiten einen Christbaum gegeben hatte, hat Anna nicht gewusst, doch heute erzählen ihr Mama und Papa die Geschichte des Christbaums. Den hatte es nämlich zuerst im Elsass gegeben. Vor über 400 Jahren, und das war lange, bevor man ihn in anderen Ländern kannte.
“Ehrlich wahr?”, fragt Anna.
“Ehrlich wahr”, sagt Papa. “Den allerersten Christbaum soll es in Schlettstatt gegeben haben. In der ‘Auberge des Allies’.”
“Obärsch?”, fragt Anna.
Mama lacht. “Das ist französisch und heißt Wirtshaus. Damals war das Elsass gerade deutsch gewesen, und die Auberge war ein altes Zunfthaus mit einer gemütlichen Stube. Dort hatte man den ersten Christbaum aufgestellt.”
“Nein”, sagt Papa. “Die ersten Christbäume hatte man an den Zimmerdecken aufgehängt.”
“Hihi. Ein aufgehängter Christbaum? Wie komisch”, kichert Anna, und sie stellt sich vor, wie so ein Christbaum kopfüber an der Decke hängt.
“Die ersten Christbäume hatten auch noch keine Kerzen”, erzählt Mama weiter. “An ihren Zweigen hingen kleine rote Äpfel. Das waren die Christkindleäpfel. Dann gab es als Schmuck noch bunte Papierrosen, kleine Lebkuchen, Zucker und Oblaten.”
“Schön”, sagt Anna. “Auch ohne Kerzen.”
“Später aber hatte es im Herbst einmal sehr früh Frost gegeben”, fährt Papa fort, “und alle Äpfel waren an den Bäumen erfroren. Da waren die Menschen sehr traurig gewesen. Einen Christbaum ohne rote Äpfel konnten sie sich nicht vorstellen.”
“Aber dann”, sagt Mama, “hatte ein Glasbläser eine Idee: Er blies kleine Glaskugeln und bemalte sie rot wie kleine Äpfel. Das waren die ersten Christbaumkugeln.”
“Da haben sich die Leute bestimmt gefreut, nicht?”, fragt Anna.
“Ja, sehr.”
“Und wann war das mit den ersten Christbaumkugeln?”
“Och, das ist auch schon über 200 Jahre her.”
“Und wer hatte die Idee mit dem allerersten Christbaum?”, fragt Anna, die das alles sehr spannend findet.
“Das weiß keiner so recht”, antwortet Mama. “Er wurde zu Ehren des Christkindes aufgehängt, und deshalb nannte man ihn auch ‘Christkindelsbaum’. Noch heute streitet man sich darüber. Die einen sagen, er hätte in Schlettstadt gestanden, andere meinen, es sei in Straßburg gewesen.”
“Egal”, sagt Anna. “Hauptsache, dass überhaupt jemand den Christbaum und die Glaskugeln erfunden hat. Denn was wäre Weihnachten ohne Christbaum?”
© Elke Bräunling

GANZ NEU WIEDER

Der Bestseller aus dem Jahr 1992 wegen der fortwährenden Nachfrage nun als eBook wieder erhältlich:

Das Haus mit den Butzenscheiben (Ein Zeitreisemärchen)

Elke Bräunling
Das Haus mit den Butzenscheiben – eBook
Ein Zeitreisemärchen rund um die ersten Weihnachtsbäume

Altmodisch sieht das Haus mit den Butzenscheiben auf Annas Adventskalender aus, und zuerst ist sie enttäuscht. Aber dann lernt Anna sein Geheimnis kennen. Mit ihrem Hund Flöckchen landet sie in einer anderen Zeit an einem anderen Ort – im Elsass vor zweihundert Jahren, wo sie bei einer Familie unterkommt. Auf dieser Zeitreise in das Jahr 1752 erlebt sie mit, wie die ersten Christbäume geschmückt und die ersten Glaskugeln erfunden werden.

Eine märchenhafte Erzählung mit historischem Kontext für die Advents- und Weihnachtszeit von Elke Bräunling

Länge: 64 Seiten (damalige Druckausgabe)

Und HIER findest du eine Fantasiereise zum Haus mit dem Butzenscheiben, genauer gesagt zu der magischen Kerze im Fenster unten rechts: Das Licht im Fenster – Fantasiereise


Gibt es dich, Weihnachtsmann?

Hallo du, Weihnachtsmann,
wann kommst du zu mir?
Hallo du, Weihnachtsmann,
ich träum so oft von dir.
Du reitest hoch am Himmel
auf deinem Schimmel.

Hallo du, Weihnachtsmann,
mit ist eins nicht klar.
Hallo du, Weihnachtsmann,
Sag mir, ist es wahr:
Es heißt, dich soll´s nicht geben
in unserm Leben?

Doch du sagst leis:
“Wer träumen kann,
der kennt auch mich,
den Weihnachtsmann…”

© Elke Bräunling

Geschichten vom Weihnachtsmann findest Du hier:
Der Wunsch des Weihnachtsmannes
Mia und der Weihnachtsmann
Wer ist nun der Weihnachtsmann
Ausgetrickst! Der Weihnachtsmann und seine Gehilfen
Als der Weihnachtsmann Weihnachten verschlief
Der Weihnachtsmann und der Wunschzettelberg
Morgen kommt der Weihnachtsmann
Pia, Pit und das Weihnachtszauberlicht
Papa und der Weihnachtsmann-Schneegeist

Gedichte:
Ein Geschenk für den Weihnachtsmann
Ich wär so gern mal Weihnachtsmann


Papa und der Weihnachtsmann-Schneegeist

Von Schneegeistern, Gruselgeschichten, Schneebasteleien und einem verhinderten Weihnachtsmann

Eine tolle Geistergeschichte hat Papa David am Abend vorgelesen. Von einem Schneegeist, der im Dunkeln mit glühend roten Augen grausig grinsend durch die verschneiten Straßen schleicht und alle Leute mächtig erschreckt.
David muss lachen. „So einen Geist gibt es nicht. Hoho. Zum Totlachen komisch wäre der aber auch! Hoho.“
„Wer weiß?“, meint Papa und tut geheimnisvoll. „Also, ich würde mich vor so einem wilden Schneegeist in Acht nehmen.“
„Echt?“ Lange denkt David über Papas Mut und über Schneegeister nach. Dann hat er eine Idee und mit einem Grinsen schläft er ein.
Am nächsten Tag baut David im Garten am Eingang einen Schneemann mit einem großen Kopf, riesenrunden leeren Augenhöhlen und einem großen grinsenden Mund. In Mund und Augenhöhlen stellt er funkelnde Teelichter und über den Kopf stülpt er die Weihnachtsmannmütze, die der Weihnachtsmann im letzten Jahr vergessen hatte. Zuletzt bindet er um das Kinn des Schneegeistes den langen, weißen Lockenbart des Weihnachtsmannes.
Unheimlich sieht der Schneemann, der nun ein Weihnachtsmanngeist mit einem funkelnden, grinsenden Mund und leeren, hellen leuchtenden Augenhöhlen ist, aus. Und Witzig. Zum Grausen unheimlich und zum Lachen witzig.
Das finden auch die Leute, die am Garten vorübergehen. „Huch!“ rufen die einen und grausen sich. „Hilfe!“ und „Wie grausig!“ und „Oje, ein wilder Weihnachtsmanngeist!“ Andere lachen und finden den Schneeweihnachtsmann zum Totlachen komisch.
David freut sich. „Es klappt! Die Continue reading »

Plätzchenduft – Plätzchen backen im Advent

Plätzchenduft liegt in der Luft

Als ich aus der Schule kam,
lag ein süßer Duft
nach Plätzchen und nach Marzipan
zu Hause in der Luft.
Hm, Weihnachtsplätzchen,
köstlich fein!
Wo konnten sie denn dieses Mal
vor mir verborgen sein?
Ich suchte hier, ich suchte da
im Haus in jedem Zimmer.
Ich schnupperte,
hm, köstlich fein …
und suche sie noch immer.

© Elke Bräunling

Warum werden im Advent Plätzchen gebacken?
Sachtext

So richtig fängt die Backzeit im Advent an. Warum, fragst du, wird gerade zur Weihnachtszeit so viel gebacken? Ganz einfach: Plätzchenbacken ist ein alter Weihnachtsbrauch. Schon vor vielen hundert Jahren war es Sitte, an Weihnachten üppig zu speisen und Süßigkeiten zu naschen. Für die Kinder armer Leute waren Plätzchen oft die einzige Süßigkeit im Jahr.
In wohlhabenden Familien backte man große Mengen von Plätzchen, Stollen, Früchtebroten und anderen Leckereien. Das wenigste davon landete in den Mägen der Familienmitglieder. Nein, Weihnachtsbackwerk bot man Besuchern zum Kosten an und man verteilte es an die Armen der Gemeinde. Auch war es ein wichtigstes Weihnachtsgeschenk. Die Kinder und das Gesinde bekamen an Heiligabend bunte Teller voller süßer Naschereien und Früchte, aber auch Freunde, Verwandte, Nachbarn und Bekannte beschenkte man mit süßen Leckereien. Praktisch, nicht?
Es wäre doch eine Idee, sich einmal an die guten alten Zeiten zu erinnern und auch Freunden, Bekannten, Nachbarn und Verwandten eine hübsch dekorierte Tüte mit eigenen Plätzchen zu schenken. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Du hast Spaß beim Plätzchen backen und musst dir keine Geschenkideen ausdenken und dich ins Einkaufsgetümmel stürzen.
© Elke Bräunling


Das Geschenk des König Balthasar

Jan übt für das Krippenspiel in der Schule. Nur, was ist Myrrhe? Freut sich das Christkind darüber?

Stolz kam Jan von der Schule heim. “Mama”, rief er schon an der Haustür. “Ich darf beim Krippenspiel den Balthasar spielen.”
“Den Balthasar?“, freute sich Mama.
“Ja. Das ist der mit dem Mohrengesicht”, sagte Jan glücklich. “Alle wollten ihn spielen, aber ich habe gewonnen.”
“Gewonnen?” Mama sah Jan argwöhnisch an. “Ihr habt euch doch nicht geprügelt?”
Jan schüttelte den Kopf. “Ein heiliger König prügelt sich doch nicht! Den Balthasar habe ich beim Wettraten gewonnen. Und da hab ich auch fast nicht geschummelt.”
“Fast nicht?“, grinste Mama. “Du bist mir ein schöner heiliger König!”
Das wollte Jan auch sein. Eifrig übte er seine Rolle. Er malte sich die Backen schwarz, hängte sich Papas Mantel über die Schultern und setzte sich die silberne Obstschale als Krone auf den Kopf. Dann schritt er mit huldsamer Miene durch das Zimmer, verbeugte sich vor dem Spiegel und sagte:
“Ich bin der König Balthasar. Vom fernen Mohrenland bring ich dir heute Myrrhe dar, die als Geschenk so allbekannt.”
Alles klappte gut. Nur bei Myrrhe musste Jan immer stottern.
“My-yr-r-rch-e”, buchstabierte er ein um das andere Mal, doch das Wort wollte einfach nicht richtig über seine Lippen kommen. “Myr-r-rch-e ,My-ychre, My-Mist!”
Vor Wut riss sich Jan die Obstschale vom Kopf. Myrrhe! Was für ein blödes Wort! Überhaupt? Was sollte Continue reading »

Begegnung auf dem Weihnachtsmarkt

Manchmal können Weihnachtsbäume sprechen und uns ihre Geschichte erzählen. Manchmal …

Tim und Papa wollen heute auf dem Weihnachtsmarkt einen Christbaum kaufen. Während Papa prüfend einen Baum nach dem anderen in die Hand nimmt, geht Tim auf Entdeckungsreise. Vom Karussell her klingt das Lied vom Tannenbaum zu ihnen herüber.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter…”, singt auch Tim, während er zwischen den Weihnachtsbäumen, die mit einer zarten Raureifschicht geschmückt sind, herumschlendert.
Oh Weihnachtsbaum, oh Weihnachtstraum, im Wald war es viel netter…“, singt es da plötzlich von einer kleinen Tanne, dann fiept eine dünne Stimme: “Jajaja. Netter! Im Wald war es viel netter. Jaja.” Die Tanne schüttelt sich, und kleine Raureifsternchen schweben auf Tims Kopf.
Tim schaut sich verwundert um. Wer hat da gesungen? Er kann niemanden sehen. Hier gibt es nur Tannen: große und kleine, breite und schmale, dicke und dünne, gerade gewachsene und krumme.
“Komisch”, murmelt Tim. “Sie können sprechen, die Tannen, und singen. Wirklich komisch.”
“Singen, sprechen, lachen, weinen, das kann eine Tanne nicht. Sieh dich um, rundumherum, und dann weißt du, wer hier spricht!“, singt da die Stimme wieder.
“Wo bist du?“, ruft Tim läuft um die Tanne herum. Und da, auf einmal, sieht er die kleine rote Christbaumkugel. “Du bist das?”
Die Christbaumkugel schaukelt am Tannenzweig hin und her und Continue reading »

Der Engel mit den roten Zöpfen

Manchmal kommt nachts ein kleiner Engel und setzt sich auf dein Fensterbrett. Im Traum. Aber nicht nur da. Mia weiß das genau …

Als Mia in der Nacht aufwachte, saß ein Engel im halb geöffneten Fenster. Ein kleiner Engel mit einem frech-fröhlichen Grinsen, blinkenden Augen und zwei kleinen roten Zöpfen. Er trug ein weißes Gewand mit einem goldenen Stern auf der Brust.
Nein, das stimmte nicht ganz. Mia rieb sich die Augen. Ein weißes T-Shirt war es, das der Engel trug. Ein Shirt mit kleinen Goldflügeln. Und dazu Jeans. Zerschlissene Jeans mit Flicken an den Knien. Flicken aus Goldsternen, um es ganz genau zu sagen.
Mia erschrak. War dies schon wieder so ein seltsamer Traum? Seit einigen Tagen nämlich ging es ihr nicht so gut. Wegen Papa, der so oft so lange für seinen Chef unterwegs war und wegen Mama und ihren traurigen, geröteten Augen. Ja, und auch wegen dem verpatzten Diktat in der Schule und wegen David, der auf einmal viel lieber mit Jenni spielte. Alles Dinge, die Mia traurig machten und deretwegen sie nachts so seltsam träumte.
Und nun war da dieser Engel mit den roten Zöpfen. Ein bisschen sah er wie Pippi Langstrumpf aus.
Mia dachte an Pippi Langstrumpf, zu der goldene Sternchen und Flügel so gar nicht passen, und musste grinsen. Was für ein seltsamer Engel das war!
Auch der Engel grinste.
„Bist du ein Geist? Oder ein Märchenengel?“, fragte Mia endlich. „Und woher kommst du? Und was machst du hier? Und … ja, bist du ein Traum?“
Da kicherte der Engel und Continue reading »

Warten auf den Engel

Weißt du, dass Engel überall sein können? Auch in deiner Nähe. Ganz bestimmt.

Die Nacht in dieser letzten Adventswoche vor dem Fest ist frostig und klar.
Das Kind sitzt am Fenster und schaut zu den Sternen hinauf. Wie hell sie funkeln! Ob dort die Engel wohnen? Oder gibt es sie nicht, so wie es die Leute immer sagen? Nein, das mag das Kind nicht glauben.
„Ihr seid da, ihr Engel, ja?“, flüstert es und winkt den Sternen zu. „Für jeden seid ihr da. Auch für mich.“
Es ist still draußen. Die Stadt hat sich zum Schlafen gelegt.
Das Kind sitzt da und lauscht.
Da, plötzlich, blinkt ein Stern ihm zu. Das Sternenlicht kommt näher, wird größer, heller.
Aufgeregt starrt das Kind Continue reading »

Dezemberzauber

Dezemberzauber oder Wie schön ist der Dezember

Lichterhelle Tannenbäume,
Schneesterne, Dezemberträume.
Mandelkekse, Honigkuchen,
nach geheimen Päckchen suchen.
Silberheller Mondenschein
strahlt des Nachts ins Zimmer rein.
Sternenfunkelglitzerglanz.
Himmelsreigen, Engelstanz.
Märchenzauber, Liederreigen.
Kinderglück und Freude zeigen.
Zaubermärchenweiße Pracht.
Schlittenfahrt und Schneeballschlacht
Alle See sind zugefroren.
Kalt die Nasen, rot die Ohren.
Spiel und Spaß und Fröhlichkeit.
Das ist die Dezemberzeit
Und dann ist er endlich da.
Der allerschönste Tag im Jahr.
Heiligabend. Stille Nacht.
Und ein Kind, das leise lacht.

© Elke Bräunling


Zum Belzenickel auf den Hollerberg

Manche Kinder fürchten sich vor dem Nikolaus. Wegen der Rute und weil er immer so genau über all ihre Untaten Bescheid weiß. Früher kam es schon vor, dass der Nikolaus für unartige Kinder nichts weiter als eine Rute mitbrachte. Weil er aber ein Heiliger Mann war, mussten andere den Job des Bestrafens tun. Nikolaus wurde deshalb von sehr wilden Gesellen begleitet. Und die hatten ein großes Vergnügen, Kinder zu erschrecken oder gar zu strafen. Ganz besonders unartige Kinder steckten sie sogar in einen Sack und nahmen sie für eine Weile mit. Ja, gemeine Kerle waren das.
Der Belzenickel zum Beispiel war so ein Typ. Er sah schrecklich böse aus, trug einen Schlapphut und einen Umhang mit einem Kuhkettengürtel. Er mochte Kinder so wenig leiden, dass er sie am Nikolaustag mit Knüppel, Sack und lautem Kettengerassel durch die Straßen jagte. Sehr hatten sich die Kinder vor ihm gefürchtet!
Aber keine Bange: Diese Zeiten sind vorbei. Heute sind diese Nikolausgesellen nichts weiter als lustige Spaßvögel, die mancherorts den Nikolaus auf seinem Weg durch die Nacht begleiten. Von vielen kennt man auch nur noch die Namen. Sie sind von Gegend zu Gegend verschieden. Vielleicht habt ihr von ihnen schon gehört? Es sind Knecht Ruprecht, Belzenickel, böser Klas, Pelzmärte, Rauhpelz, Nikolo, Wullewux, Klaubauf, Buttmandln, Swarter Piet, Hans Trapp, Erbsbär und viele mehr.
© Elke Bräunling

Hier nun lernst du einen dieser “bösen” Nikolausgesellen kennen. Es ist der Belzenickel, der hier im südwestdeutschen Raum bekannt und gefürchtet ist, nein, war. ;)

Zum Belzenickel auf den Hollerberg

Der Tag vor Nikolaus war ein kalter, grauer Nebeltag. Wir waren sauer. Warum musste es ausgerechnet heute so neblig sein?
“Sollen wir etwa bei Nebel auf den Hollerberg gehen?“, fragte Lena entsetzt. “Uih, das wird grausig!”
Ich fühlte mich bei diesem dem Gedanken auch nicht sehr wohl. Und dabei hatte ich mich schon so sehr auf diesen Tag gefreut!
Bei uns gibt es nämlich eine schöne Sitte: Am Tag vor Nikolaus wandern alle Kinder mit Laternen auf den Hollerberg. Dort oben, heißt es, wohnt der Belzenickel mit seinen Zwergen Grasmück, Borzel, Wurzelsepp, Hans-Kaspar, Gaierschawel und Schaiergawel in der Höhle bei den roten Felsen.
Der Belzenickel ist, wie Knecht Ruprecht, ein Gehilfe des Nikolaus’, und früher war er gar nicht nett zu Kindern. Da hatte er sie mit Knüppel und Sack durch die Straßen gejagt. Und grausig böse ausgesehen hatte er in dem dunklen Umhang, dem Kettengürtel und dem Schlapphut über seinem Gesicht! Vor diesem Kerl hätte ich mich auch gefürchtet. Heute aber, sagen die Kinder, soll er sehr nett sein, und deshalb besuchen sie ihn jedes Jahr auf dem Hollerberg.
Es ist ein weiter Weg da hinauf, und das letzte Stück ist so steil, dass er ‚Himmelsleiter’ heißt. Man meint nämlich, der Weg führe schnurstracks in den Himmel.
Wir freuten uns sehr auf diese Wanderung. Wenn nur der Nebel nicht wäre! Doch als es dämmerte, nahmen wir unseren ganzen Mut zusammen und gingen zum Dorfplatz, wo wir uns mit den anderen Kindern trafen. Continue reading »

Ein Teddy zu Weihnachten?

Ein Geschenk muss im Bauch kribbeln, meint Mia. Dann fühlt es sich richtig an. Anderen etwas schenken oder spenden, kann aber auch “kribbeln” und sich gut anfühlen

Ihren Schmusebären Bembo hat Mia für den Weihnachtsflohmarkt gespendet. Für einen Schmuseteddy, findet sie, ist sie schließlich schon viel zu alt. Nun ist Bembo nicht mehr da und er fehlt Mia sehr. Als sie am Abend in ihrem Bett liegt, kann sie lange nicht einschlafen ohne ihren Teddy im Arm und in der Nacht träumt sie, Bembo sei zu ihr zurückgekommen. Wie sehr weint Mia am nächsten Morgen, als Bembo nun doch nicht wiedergekommen ist, weil alles nur ein Traum gewesen ist. Sie weint so sehr, dass Papa seufzt und “Wir suchen einen neuen Schmuseteddy für dich” sagte.
Nun ist Mia mit Papa unterwegs in der Stadt auf Teddysuche.
„Er muss kribbeln, der Teddy“, sagt Mia. „Hier drin.“ Sie deutet auf ihren Bauch. „Dann ist er der richtige.“
Papa lacht. „Und dann taufen wir ihn Kribbel.“
„Einverstanden“, sagt Mia.
Durch viele Geschäfte bummeln die beiden und sie entdecken viele Teddybären, doch der richtige Schmusebär ist nicht dabei. Es kribbelt keiner, Continue reading »

Ein seltsamer Wunsch an den Nikolaus

Der Nikolaus ist da, nur Papa ist wieder nicht da. Nie hat Papa Zeit und das sagt Maxi auch dem Nikolaus

Heute ist Nikolaustag, und Maxi ist sauer. Papa ist nämlich immer noch nicht nach Hause gekommen. Dabei hat er fest versprochen, pünktlich zu sein. Aber Papa hat ja nie Zeit für Maxi! Meist sitzt er am Computer oder liest oder er ist müde. Maxi aber würde so gerne mit Papa spielen, kicken und all die anderen Dinge tun, die seine Freunde mit ihren Vätern unternehmen. “Bald wird alles anders”, hat Papa versprochen, doch Maxi wartet noch immer auf dieses ´Bald-wird-alles-anders!´ Und nun ist Papa nicht einmal heute da!
“Er kommt bestimmt gleich”, tröstet Mama, doch Maxi glaubt ihr nicht.
“Das sagst du immer”, schimpft er.
Da poltert es auch schon im Flur, und der Nikolaus schlurft herein. Er hat einen dick gefüllten Gabensack dabei und ist sehr nett. Maxi aber ist nicht nett zum Nikolaus. Er sagt kein Gedicht auf und er singt ihm auch kein Lied vor.
Der Nikolaus blickt ein wenig betrübt drein. “Schade”, sagt er und öffnet seinen Sack. “Aber deine Geschenke magst du doch haben, oder?” Continue reading »

Wenn ich der Nikolaus wär´

Wenn ich der Nikolaus wär’

Ich wär’ so gern mal Nikolaus,
möcht’ jedem etwas schenken.
Was ganz Besondres soll es sein.
Ich werd’ mir ‘was ausdenken:
Einen Sack voller Freude bring ich dir ins Haus
und bin für dich heute der Nikolaus.
Zwei Lebkuchensterne, ein Herz aus Papier,
‘ne bunte Laterne schenke ich dir.
Ein fröhliches Lachen und ein Stückchen Zeit,
viel lustige Sachen und Fröhlichkeit.
Ganz viel liebe Worte, zum Singen ein Lied,
‘ne Mohrenkopftorte bring’ ich dir mit.
Zwei Arme zum Kuscheln, ‘nen ganz dicken Kuß,
‘was Nettes zum Tuscheln kriegst du zum Schluß.
© Elke Bräunling

Die trotzige Adventskerze

Es war einmal eine Kerze, die wählerisch war. Sie wollte nur an einem ganz bestimmten ort brennen … und es war der richtige Ort

“Nein”, sagte die honiggelbe Kerze am Adventskranz, als sich ihr eine Hand mit einem brennenden Streichholz näherte. “Ich will nicht brennen, schmelzen, zerfließen, weinen, schrumpfen, bis nichts mehr von mir übrig geblieben ist.” Sie schüttelte sich und sie wehrte sich so sehr, dass ihr Docht das Feuer nicht anzunehmen vermochte.
“Autsch”, schrie eine Menschenstimme, als das Streichholz abgebrannt war. “Nun habe ich mich verbrannt.” Ein zweites Streichholz zischte auf, und wieder näherte sich eine heiße Feuerflamme der Kerze.
All ihre Kraft musste die Kerze sammeln, um sich gegen die Flamme zu wehren, bis auch das zweite Streichholz abgebrannt war und die Menschenstimme wieder “Au!” und “Blöde Kerze!” rief. Doch schon flammte das dritte Streichholz auf. Nichts. Wie durch ein Wunder blieb der Docht unversehrt. Auch beim vierten, fünften, sechsten und siebten Streichholz. Vergebens. Kein Adventslicht erhellte den Raum.
Die Kerze freute sich. “So ist´s recht”, murmelte sie. “Nun werde ich Continue reading »

Der Adventskranz mit den Stummelkerzen

Wer darf die erste Kerze am Adventskranz anzünden? Keine leichte Frage, oder?

Anna, Katja, Felix und Bernd finden eigentlich immer einen Grund zum Streiten. Auch heute, am ersten Adventssonntag.
“Ich darf die erste Kerze anzünden”, ruft Anna.
“Immer du”, mault Felix. “Dieses Mal bin ich an der Reihe.”
“Hoho!”, schreit Bernd. “Du verbrennst dir nur die Pfoten. Nein, diese Kerze zünde ich heute an.”
Anna und Felix brechen in Gelächter aus. “Du bestimmt nicht”, johlen sie. “Du nicht.”
Katja fängt an zu heulen. “Und ich?”, schluchzte sie. “Ich komme immer als letzte dran. Das ist gemein. Ich will die erste Kerze anzünden.”
“Nein ich!” “Nein ich!” “Keine Frage, ich natürlich!”
Schon ist ein großer Streit zugange. Die Geschwister schimpfen und sind furchtbar böse aufeinander.
“Pfui!”, schreit Anna auf einmal. “Heute ist erster Advent, und ihr streitet. Das ist nicht schön.” Sie nimmt ein Streichholz und zündet die erste Kerze an.
“Genau! An Advent streitet man nicht”, ruft Felix und holt sich auch ein Streichholz. Schon brennt Continue reading »

Zu Besuch im Weihnachtsland

Gibt es ein Weihnachtsland? Ja, ganz gewiss, und für jeden Menschen ist es ein anderes Land, ein Träumeland

Heute ist Mia mit ihren Eltern beim Weihnachtseinkauf. Trubelig ist es im Kaufhaus, aber Mia mag Trubel. Am liebsten würde sie die ganze Zeit in der Spielzeug-Abteilung verbringen. Dort steht nämlich ‚WEIHNACHTSLAND’ am Eingang, und Mia mag dieses Weihnachtsland. Hier glitzert und flimmert es überall so schön, Musik erklingt und es duftet süß nach Lebkuchen.
Papa aber meckert: “Das echte Weihnachtsland ist ganz woanders!”
“Wo denn?”, fragt Mia.
“Das muss jeder für sich selbst herausfinden”, antwortet Mama.
Mia seufzt. Das sagt Mama immer, wenn sie keine Antwort weiß.
Später sitzt Mia im Garten und denkt nach. Wie es im echten Weihnachtsland wohl aussehen mag? Langsam schwingt sie auf ihrer Schaukel hin und her, und malt sich ihr Weihnachtsland aus. Sie träumt.
“Willkommen hier im Weihnachtsland!”, sagt auf einmal eine helle Stimme.
Erstaunt blickt Mia auf. Sie ist ja auf einmal ganz woanders! Und wer ist dieses fremde Mädchen im silberhellen Kleid, das wie eine kleine Fee aussieht? Alles an ihm Continue reading »

Der ‘Schokoladen’-Nikolaus

Im Kaufhaus Millemeiermaus
grübelt ein Schokoladenikolaus.
“Wie ist´s”, denkt er und gruselt sich,
wenn jemand kommt und sucht sich mich
zum Kaufen aus für´s Nikolausfest?”
So überlegt er hin und her
und denkt sich aus, wie es denn wär´,
wenn jemand auf ihn Hunger hätt´?
“Oh nein!” ruft er, “das wär´ nicht nett.
Von Schokolade wird man fett.
Ich wünsch´ mir, daß so jeder denkt
und mich zum Naschen nicht verschenkt!”
Dies hofft noch immer voller Graus
der dumme “Schokoladelaus”.
Er sieht dabei ganz traurig aus
und steht und steht jahrein jahraus
im Kaufhaus Millemeiermaus.
© Elke Bräunling

Nikolausgeschichten und – gedichte findest du HIER:
Als der kleine Nikolaus seine Kollegen zum Lachen brachte
Schlamperpaule und der Nikolaus
Jule und der Nikolaus mit den Plastiktüten
Mia und die Nikolausüberraschung
Ein seltsamer Wunsch an den Nikolaus
Der kleine und der große Nikolaus
“Wilde Nikolauskerle” sind unterwegs
Stiefel für den Nikolaus
Zum Belzenickel auf den Hollerberg

An den Nikolaus – Gedicht
Der Nikolaus war da – Gedicht
Fragen an den Nikolaus – Gedicht

Vom festlichen Monat Dezember

Alle Monate sind schön und haben ihre Reize. Doch, irgendwie, ist der Dezember für viele Menschen doch ein klitzekleines Bisschen schöner …

“Ich bin der Letzte!”
Der Dezember betrachtete sich in der spiegelnden Oberfläche des großen Meeres.
“Und irgendwie sehe ich auch danach aus: alt und faltig.”
Er runzelte die Stirn, dann klatschte er in die Hände und weckte seine Monatskollegen aus ihrem Novemberschlaf und rief:
“Wie sagen es die Menschen zuweilen? Die letzten werden die ersten sein. Dezemberzeit ist Partyzeit! Jeder meiner Tage wird ein Fest sein. Ein unvergessliches Fest sogar. Ja! Ich will feiern! Beeilung!”
Die anderen Monate sahen sich verwundert an. Was war auf einmal los mit dem Dezember, diesem besonnenen und weisen Kollegen?
„Warum der Stress?“, erkundigte sich der Juli und gähnte.
Der Juni nickte. „Es ist die Zeit des Winterschlafs. Die Natur hat sich zur Ruhe begeben, die Tiere schlafen und die Tage sind kurz.“
„Kurz und dunkel“, bestätigte der März. „Erst wenn ich …“
„Du bist nicht gefragt, Angeber!“, brummte der Oktober.
“Eben!”, schnitt der Dezember seinen Freunden das Wort ab. „Dunkel! Es ist dunkel, nebelig und kalt dort unten im Land. Müde sind die Menschen und gestresst. Es ist höchste Zeit, die Lichter anzuzünden.“
Er Continue reading »

Geheimniskrämerzeit

Geheimniskrämerzeit

Zur Adventszeit
geht’s manchmal
geheimnisvoll zu.
Es raschelt und wispert,
es tuschelt und knistert,
es hämmert und rasselt,
es klopft und es prasselt.
Doch kommst du dazu,
herrscht plötzlich Ruh.
Ja, zur Adventszeit geht’s eben
geheimnisvoll zu.

© Elke Bräunling


Das Adventskranzgeheimnis

Ein Geheimnis liegt im Adventskranz verborgen, ein Geheimnis, das einem verzauberten Adventskalender gleicht

Eines Tages finden Mara und Max im Adventskranz ein Päckchen. Neugierig packen sie es aus. Ein Seifenblasenröhrchen ist drin, pinkfarben, mit silbernen Sternchen drauf. Die Kinder betrachten das Geschenk von allen Seiten. Es blinkt so geheimnisvoll mit seinen Silbersternchen!
“Ob wir mal pusten dürfen?” Ungeduldig reißt Mara den Korken auf und pustet. Doch Pustekuchen! Keine einzige Seifenblase schwebt durch das Zimmer.
“Du machst das falsch”, sagt Max. “Du musst ganz zart pusten, siehst du, so!”
Aber auch Max hat kein Glück. “Blödes Ding!”, brummt er und will das Röhrchen in die Ecke schmeißen.
“Vielleicht ist es verzaubert”, überlegt Mara. “Es hat ja schließlich im Adventskranz gelegen!”
“Haha”, lacht Max. “Und wer hat Continue reading »

Pips, der Weihnachtshase

Pips, der Weihnachtshase, der auch ein Glückshase, Gute-Nacht-Hase, Zuhörhase, Märchenhase, Musikhase ist, wartet auf dem Weihnachts-Flohmarkt auf ein Kind, das ihn lieb hat

Am Rande des weihnachtsglitzerbunten Weihnachtsmarktes warten ein paar armselige Flohmarktstände mit Spielsachen, Büchern, Schallplatten, Geschirr und anderem Krimskrams auf Käufer. Wie alle anderen Weihnachtsmarktbesucher will auch Max achtlos an den Ständen vorbeigehen. Weil seine Eltern aber vor einem Bücherstapel Halt machen, bleibt Max nichts anderes übrig, als zu warten. Ungeduldig tritt er von einem Fuß auf den anderen. Er kann es nicht abwarten, auf den Weihnachtsmarkt zu kommen .Dort glitzert und klingt es so schön nach Weihnachten. Hier aber war echt nur tote Hose.
Max will gerade losmeckern, als er in der Spielzeugecke ein Auge aufblinken sieht. Es gehört zu einem Plüschhasen.
“Hallo!“, sagt der Hase. “Nimmst du mich mit?”
“D-d-du kannst sprechen?“, stammelt Max.
“Und wie!“, sagt der Hase und kuschelt sich in Max´ Arme. „Hier möchte ich bleiben.“
Max seufzt. “Es ist Advent. Was soll ich denn jetzt mit einem Osterhasen?”
“Oho”, lacht der Hase. “Wusstest du nicht, dass es auch Weihnachtshasen gibt? Zum Kuscheln und Schmusen, ach, wir Weihnachtshasen können alles sein: Glückshasen, Gute-Nacht-Hasen, Zuhörhasen, Märchenhasen, Musikhasen”, er nickt stolz, “ja, ich kann sogar singen. Kannst mir glauben, ein echter Weihnachtshase bin ich. Und nun frage ich dich, was hat ein Weihnachtshase auf einem Flohmarkttisch zu suchen? Continue reading »

Ein Wunsch an Papa
(oder sonst jemanden, der nie Zeit hat!)

Ich wünsch’ mir von dir
einen Sack voller Zeit,
und der hält so manches
für uns beide bereit:
Eine Geschichte,
zwei, drei Gedichte,
Lieder zum Singen,
Spiele zum Springen,
Tanzen und Lachen
und andere Sachen
nur für uns zwei.
Nimm dir doch mal frei!
Schenk’ mir Minuten von deiner Zeit.
Schön wird es sein! Wir beide, zu zweit.

NEU ERSCHIENEN in der beliebten Reihe “Elkes Minutengeschichten”

Minutengeschichten sind Geschichten und Märchen, die mit einer Vorlesedauer von 1-3 Minuten als kleiner Morgengruß oder als Betthupferl, als kleine Überraschung oder in einer kurzen Pause am Tag erzählt oder vorgelesen werden können.
Die Texte sind so konzipiert, dass sie das Display eines Smartphones ausfüllen. Ohne Scrollen kann man aus der Ferne dem Kind oder Enkelkind am Telefon/Handy mit einer Geschichte eine kleine Freude bereiten. So kann Papa oder Mama beispielsweise die Tradition der Gutenachtgeschichte auch von unterwegs oder von der Arbeit aufrechterhalten.
Die Bitte „Papa/Mama/Oma/Opa, erzählst du mir noch schnell eine Geschichte?“, lässt sich mit dieser Sammlung so zu aller Zufriedenheit und ohne viel Aufhebens erfüllen. Es „kostet“ eine oder zwei Minuten Zeit „nur“ …

Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – WEIHNACHTEN: 40 kurze Advents- und Weihnachtsgeschichten für Kinder
Ebook:Elkes Minutengeschichten WEIHNACHTEN: 40 kleine Advents- und Weihnachtsgeschichten für Kinder

40 kleine Advents- und Weihnachtsgeschichten für Kinder

Geschichten und Märchen von der beliebtesten Zeit im Jahr, von der Adventszeit, von Adventskalendern und Adventskränzen, von Kerzenlicht und Tannengrün, vom Nikolaus und von Weihnachtswichteln, vom Weihnachtsmann und von Wünschen, von Engeln und Sternen, von Hoffnungen, Erlebnissen und kleinen und großen Freuden, Geschichten vom Heiligabend und vom Weihnachtsfest.
Die Tage in der Vorweihnachtszeit sind aufregend schöne, besinnliche, verzauberte Tage, sie sind Märchentage … für kleine und große Kinder.

WEITERE MINUTENGESCHICHTEN

MINUTENGESCHICHTEN Adventskalender


Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten: Adventskalender: 24 kurze Adventskalendergeschichten

Ebook: Elkes Minutengeschichten – Adventskalender: 24 kurze Advents- und Weihnachtsgeschichten

 

 

MINUTENGESCHICHTEN Winter

Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – Winter: 40 kurze Wintergeschichten
Ebook:Elkes Minutengeschichten – Winter Information

 

Weitere Minutengeschichten findest Du hier:
Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – Frühling: 40 kurze Märchen und Geschichten für Kinder
Ebook:Elkes Minutengeschichten – FRÜHLING Information

Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – SOMMER: 40 Geschichten zur Sommerzeit
Ebook:Elkes Minutengeschichten – SOMMER: Sommergeschichten für Kinder
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Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten – HERBST: 40 Geschichten zur Herbstzeit
Ebook:Elkes Minutengeschichten – Herbstgeschichten für Kinder
Information

Die Reihe wird fortgesetzt :)

Engelszauber im Advent

Geschichte von einem besonderen Adventskalender und einem kleinen Engel

Einen aufregenden Adventskalender hat Anna bekommen. Er ist nicht aus Pappe, nein, quer durch ihr Zimmer hängt eine lange Kette mit vierundzwanzig bunt verpackten Päckchen. Darauf stehen die Zahlen eins bis vierundzwanzig. Spannend sieht das aus. Vorsichtig befühlt Anna die einzelnen Päckchen, doch den Inhalt kann sie leider nicht erraten. Sie seufzt.
„Warten ist ja sooo schwer! Wenn doch nur schon bald Weihnachten wäre.“ Vorsichtig schnuppert und rüttelt sie an dem Päckchen mit der Nummer eins.
„Aua!“, tönt es leise aus dem Päckchen. „Das tut weh.“
Anna erschrickt. Da ist jemand in dem Päckchen versteckt. Sie will es von der Leine nehmen und rasch öffnen.
„Warte, ruft da Continue reading »

24 gute Taten – Mein Adventskalender für dich!


24 gute Taten – Adventskalenderlied aus dem Buch “Weihnachtsland” von Elke Bräunling und Paul G. Walter

24 gute Taten – Mein Adventskalender für dich!
Das Adventskalenderlied

Vierundzwanzig gute Taten,
eine mindestens am Tag,
möcht ich bis zum Weihnachtsabend
für dich tun, weil ich dich mag:

Hände waschen, an dich denken,
und von meiner Zeit dir schenken.
Schwere Taschen für dich tragen
und dir ein Gedicht aufsagen.
Und, – eins, zwei, drei- siehst du dich um,
ist schon eine Woche rum.

Schuhe putzen, Freude zeigen,
wenn es sein muss auch mal schweigen,
nichts verschmutzen, Abwasch machen
und mit dir ganz einfach lachen.
Und, -eins, zwei, drei- siehst du es nicht,
brennt am Kranz das zweite Licht.

Ordnung machen, artig bleiben
und ´ne gute Note schreiben,
mit dir lachen, früh aufstehen
und mit Bello Gassi gehen.
Und, -eins, zwei, drei- ist´s nicht mehr weit,
schon beginnt die Weihnachtszeit.

Plätzchen backen, Fenster schmücken
und dir Tannenzweige pflücken,
Päckchen packen, Schrank aufräumen
und mit dir ´was Schönes träumen.
Und, -eins, zwei, drei- du glaubst es kaum,
stehn wir unterm Weihnachtsbaum.

Diesen Weihnachtswunschkalender
schenk ich dir zum Weihnachtstag.
Vierundzwanzig gute Taten
und noch mehr, weil ich dich mag.

© Elke Bräunling

Advents- und Weihnachtsspiele für Kinder

Dieses Lied und viele andere Lieder und Spiele zu Advent und Weihnachten findet du hier:


Notenheft:Die Tür zur Weihnacht: Advents- und Weihnachtsspiele für Kinder
Information


Die Kerze des kleinen Engels

Manche Kerzen können, manchmal, zaubern. Es sind die Kerzen, die uns die Engel schicken

Einmal hatte ein Gärtner vor lauter Trubel vergessen, einen Kranz für seinen kleinen Jungen zuhause aufzuheben.
“Oje”, murmelte er, als am Abend vor dem ersten Advent plötzlich alle Kränze verkauft waren. “Tobias wird traurig sein, wenn ich ohne Kranz nach Hause komme. Ich muss noch schnell einen binden.”
Er holte Tannenzweige, Draht und Adventsschmuck. Nur Kerzen fand er keine. Er suchte und kramte in allen Ecken, doch es war keine einzige Kerze übrig. Was nun?
Traurig wollte er sich auf den Heimweg machen, doch da, plötzlich, blinkte es ihm vom Fenster her entgegen.
Was war das?
Verwundert starrte der Gärtner ins Schaufenster. Blumen standen da, Grünpflanzen und der alte Holzengel, der im Advent hier immer hier seinen Platz hatte.
Der Gärtner lächelte. Wie oft hatte er als Junge bei dem Engel gesessen. Manchmal hatte er sogar geglaubt, der Engel erzähle ihm Geschichten. Nachdenklich blickte er auf den alten Engel, der eine Kerze in den Händen hielt. Eine dünne, blassrote Kerze.
“Eine Kerze!”, rief der Gärtner. “Was für ein Glück!”
Er strich dem Engel zart über den Kopf und nahm die Kerze. “Du bekommst eine neue”, versprach er. Dann eilte er nach Hause.
Daheim rief ihm Tobias schon ungeduldig “Hast du an unseren Adventskranz gedacht?”, entgegen.
“Hilf mir, kleiner Engel”, betete der Gärtner leise und nahm Tobias in den Arm.
“Ich habe dir etwas anderes mitgebracht.” Er steckte die Kerze in einen Apfel und legte Tannenzweige daneben. “Gefällt sie dir?”
Tobias sah seinen Vater enttäuscht an.”Das ist doch nur eine olle Kerze!”
“Es ist eine besondere Kerze”, sagte der Gärtner geheimnisvoll. “Eine Engelskerze. Sie zaubert den Advent ins Zimmer. Engelskerzen können nämlich zaubern! Wunderschöne Geschichten schenken sie den Kindern. Nachts, wenn sie schlafen.”
Vorsichtig zündete er die Kerze an. Sie duftete süß.
“Schön, nicht?”
“Schööön!”, sagte Tobias, und auf einmal konnte er sich nicht schnell genug mit dem Zubettgehen beeilen. “Vielleicht schickt mir die Engelskerze heute nacht eine Geschichte!”, rief er aufgeregt. “Danke, Papa.”
Der Gärtner lächelte, streichelte über Tobias’ Kopf und sagte leise: “Danke, kleiner Engel!”

© Elke Bräunling

Diese Geschichte findest Du in dem Erzählband “Oma und ich und die Weihnachtszeit” von Regina Meier zu Verl und Elke Bräunling




Taschenbuch: Oma und ich und die Weihnachtszeit: Advents- und Weihnachtsgeschichten

Ebook: Oma und ich und die Weihnachtszeit


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