Die kleine Waldmaus und das Lied der Tiere

Die kleine Waldmaus und das Lied der Tiere

Fröhliche Musikgeschichte für Kinder


„Musik ist ein so schönes Gefühl!“
Titel + Illustration Tiere singen und tanzen au dem Mäuerchen zum Klavierspiel. Am Fenster ist ein Kind am Klavier zu sehen, es schaut zu den Tieren heraus
Musik kann trösten, fröhlich machen und manchmal sogar im Bauch kribbeln.
Eine zauberhafte Sommerabendgeschichte für Kinder über Musik, Gefühle und das schönste Konzert der Welt – gespielt für Tiere auf der Gartenmauer. Zum Fühlen und Träumen. Eine ruhige Vorlesegeschichte über Gefühle, Gemeinschaft und das kleine Glück des Zuhörens. Mit Arbeitsmodul.

Inhalt
🎹 Die kleine Waldmaus und das Lied der Tiere
🧸 Ganz einfache Fassung für den Kindergarten
📖 Einfache Fassung für Erstleser
🔤 Silbenschrift
💬 Große Fragerunde
🎶 Musik- und Tierideen
🌙 Fantasiereise
🎼 Warum Musik Menschen berührt
🎨 Ausmalbild

.

Die kleine Waldmaus und das Lied der Tiere

Illustration Tiere sitzen auf der Gartenmauer und genießen den Klang des Klavierspiels vom Fenster her (dort ist ein Kind am Klavier zu sehen)Eine bunte Tierschar saß auf dem Mäuerchen vor dem Haus und lauschte voller Andacht dem Klavierspiel, das durch den Garten bis weit über die Wiese hallte. Es war ein schönes Spiel, so schön, dass einem fast die Tränen kommen konnten. So sagte es jedenfalls die kleine Waldmaus, die vom Klang der Musik angelockt aus ihrer Höhle am Waldrand bis hierher gekommen war. Und sie wischte sich verstohlen gleich eine Träne und noch eine und noch eine von der Backe.
„Schön!“, sagte sie. „So so schön!“
„Was ist das?“, fiepte eine kleine Wiesenmaus.
„Was?“, brummte der Maulwurf.
„Das in den Ohren!“, rief die Wiesenmaus. Sie war ganz aufgeregt nun. „So viel schöne Dinge haben mir meine Ohren schon lange nicht mehr erzählt. Nein, eigentlich noch nie.“
„Das ist Musik!“, krächzte der kleine Rabe, der über ihnen auf dem Ast des alten Apfelbaums neben der Amselmama und Familie Meise hockte und lauschte. „Mit Musik, da kenne ich mich aus, bin ich doch selbst ein großer Musikant. Besser gesagt, ein großer Sänger.“
„Huch!“ Amselmama schickte einen lauten Kiekser in den dämmernden Abend hinaus. „Du nennst das, was du machst, Musik? Oha! Und nein, Sänger sind wir, wir Amseln. Wir sind die besten Sänger hier. Die allerbesten.“
Der Rabe öffnete mit empörter Miene den Schnabel und wollte gerade protestieren, doch die kleine Wiesenmaus war schneller.
„Und was, bitte, ist Musik?“, fragte sie. „Ist es etwas zum Essen?“
„Oh ja“, rief der Hase. „Für die Ohren! Lecker süß schmeckt sie.“
Lecker süß? Für die Ohren?
Die kleine Wiesenmaus fasste sich gleich an ihre Öhrchen und dachte nach. Dann musste sie lachen. „Was erzählst du da? Ohren können doch nicht essen.“
„Nein, aber hören“, sagte die kleine Waldmaus. „Und das ist gerade fast so schön wie essen.“
Illustration Tiere sitzen auf der Gartenmauer und genießen den Klang des Klavierspiels vom Fenster her (dort ist ein Kind am Klavier zu sehen)„Und hier tut es so wohl“, murmelte die Hasenmama und strich sich mit den Pfoten über den Bauch. „Es kribbelt so schön.“
„Kribbeln? Hm. Das kenne ich auch noch nicht.“ Der Maulwurf fasste sich an den Bauch, überlegte. „Stimmt. Diese – äh – Musik hockt nun auch in meinem Bauch und ja, es gefällt mir.“
Alle Tiere nickten. Hier zu sitzen und den fremden Klängen zu lauschen, tat gut und es war wunderschön.
Und so saßen sie mit gespitzten Ohren und geschlossenen Augen auf dem Mäuerchen und streichelten sich über die Bäuche und lauschten, lauschten, lauschten. Ihre Gesichter waren verzückt und ein bisschen auch dieser kleinen Abendwelt entrückt.
„Ich will auch so schöne Musik machen!“, flüsterte die kleine Waldmaus schließlich.
„Ich auch“, sagte der Maulwurf.
Und dann sagten alle „Ich auch!“. Selbst der Rabe, der „große Sänger“, stimmte mit ein.
„Singen wir doch einfach unser Lied zum Klang dieser schönen Musik“, schlug er vor. „Jeder für sich.“
Illustration Tiere singen und tanzen au dem Mäuerchen zum Klavierspiel. Am Fenster ist ein Kind am Klavier zu sehen, es schaut zu den Tieren herausEine großartige Idee! Die Tiere wünschten sich nichts lieber als auch so fein zu musizieren und dem Abend ihr Lied zu singen. Und das taten sie dann auch. Jeder auf seine Weise.
Die kleinen Mäuse fiepten, der Maulwurf donnerte, der Hase kiekte, die Meisen trällerten, die Amseln jubilierten in den höchsten Tonen und der Rabe, der große Sänger, krächzte sich die Seele aus dem Leib. Was für ein kunterbunter Abendchor!
„Schön!“, jubelte die kleine Waldmaus. „Musik ist ein so schönes Gefühl!“
Schön, dachte auch der Mensch, der mit geschlossenen Augen im Haus am Klavier saß und die Melodien, die in seiner Seele schlummerten, spielte.
Und klang seine Musik heute Abend nicht besonders zauberhaft?
Zauberhaft? Er hielt inne und lauschte und dann hörte er den Gesang der Tiere.
Er lächelte und musste sich nun auch über den Bauch reiben, weil sich diese andere Musik so besonders wohlig gut anfühlte.
Illustration Tiere sitzen auf der Gartenmauer und genießen die Abendstimmung. Am Fenster ein Kind am Klavier„Danke!“, rief er. „Euer Lied ist wunderschön! Ich danke euch.“
Im gleichen Moment wurde es still draußen im Garten bei der Mauer. Mucksmäuschenstill.
Dann ein Kichern, ein Rascheln und – wusch – waren alle Tiere verschwunden.
Es war auch Zeit, der Tag hatte sich schlafen gelegt und die ersten Sterne funkelten am Himmel.

💬 Schließe die Augen und lausche nach draußen! Bestimmt kannst du auch die Musik der Tiere hören, den Gesang der Vögel, das Miauen der Katzen, das Bellen der Hunde, das Zirpen der Grillen, das Fiepen, Summen, Brummen, Summen, oh, es gibt so viele Lieder.

 

 

Die nachfolgenden Gedanken und Texte vertiefen die Geschichte und laden zum Erinnern, Nachdenken und Mitfühlen ein.

Diese Versionen sind sprachliche Bearbeitungen derselben Geschichte zur besseren Zugänglichkeit und stellen keine eigenständigen Werke dar.

 

Die kleine Waldmaus und das Lied der Tiere – Ganz einfache Fassung für den Kindergarten

Am Abend saßen viele Tiere auf einer Mauer.
Sie hörten Musik.
Aus dem Haus klang ein Klavier.
„Oh! Wie schön!“, piepste die kleine Maus.
Auch der Hase lauschte.
Und der Maulwurf.
Und die Vögel im Baum.
Alle hörten still zu.
„Was ist das?“, fragte die kleine Wiesenmaus.
„Das ist Musik“, krächzte der Rabe.
„Musik fühlt sich schön an“, sagte die Hasenmama.
„Ja“, murmelte der Maulwurf. „Im Bauch kribbelt es.“
Die Tiere lauschten weiter.
Dann sagte die kleine Waldmaus:
„Ich möchte auch Musik machen.“
„Ich auch!“, riefen die anderen Tiere.
Und plötzlich sangen alle los.
Die Mäuse fiepten.
Die Amseln sangen.
Die Meisen trällerten.
Der Rabe krächzte laut.
Das war ein lustiges Tierkonzert.
Im Haus hörte der Mensch am Klavier zu.
Er lächelte.
„Danke“, rief er. „Euer Lied ist wunderschön.“
Da kicherten die Tiere.
Dann huschten sie schnell davon.
Denn der Abend war müde geworden und die Sterne leuchteten schon am Himmel.

 

Die kleine Waldmaus und das Lied der Tiere – Einfache Fassung für Erstleser

Am Abend saßen viele Tiere auf einer kleinen Mauer vor einem Haus.
Sie lauschten einer schönen Musik.
Die kam aus einem offenen Fenster. Jemand spielte Klavier.
Die Tiere freuten sich an der Musik.
Die kleine Waldmaus bekam sogar Tränen in die Augen.
„So schön!“, flüsterte sie.
Die kleine Wiesenmaus staunte. „Was ist das eigentlich?“
„Das ist Musik“, krächzte der Rabe stolz. „Mit Musik kenne ich mich aus. Ich bin nämlich ein Sänger.“
„Ha!“, rief die Amsel. „Die besten Sänger sind wir Amseln.“
Die Tiere mussten lachen.
Der Hase spitzte die Ohren. „Musik schmeckt fast süß“, sagte er.
„Für die Ohren“, murmelte die Hasenmama glücklich.
Der Maulwurf nickte langsam. „Und im Bauch kribbelt es auch.“
Alle Tiere lauschten still weiter.
Die Musik machte sie ruhig und glücklich.
Schließlich sagte die kleine Waldmaus:
„Ich möchte auch Musik machen.“
„Ich auch!“, riefen die anderen Tiere.
Da begann jedes Tier auf seine Weise zu singen.
Die Mäuse fiepten.
Die Meisen trällerten.
Die Amseln jubilierten.
Und der Rabe krächzte laut dazu.
Das wurde ein kunterbuntes Tierkonzert.
Im Haus hörte der Mensch am Klavier plötzlich den Gesang der Tiere.
Er lächelte glücklich.
„Danke!“, rief er. „Euer Lied ist wunderschön.“
Da wurden die Tiere still.
Sie kicherten leise.
Dann huschten sie schnell davon.
Denn draußen funkelten schon die ersten Sterne am Himmel.

Die kleine Waldmaus und das Lied der Tiere – Sil-ben-schrift

Am A-bend sa-ßen vie-le Tie-re auf ei-ner klei-nen Mau-er vor ei-nem Haus.
Sie lausch-ten ei-ner schö-nen Mu-sik.
Aus dem of-fe-nen Fens-ter klang ein Kla-vier.
Die klei-ne Wald-maus be-kam so-gar Trä-nen in die Au-gen.
„So schön!“, flüs-ter-te sie.
Die klei-ne Wie-sen-maus staun-te.
„Was ist das ei-gent-lich?“
„Das ist Mu-sik“, krächz-te der Ra-be stolz.
„Mit Mu-sik ken-ne ich mich aus. Ich bin näm-lich ein Sän-ger.“
„Ha!“, rief die Am-sel. „Die bes-ten Sän-ger sind wir Am-seln.“
Die Tie-re muss-ten la-chen.
Der Ha-se spitz-te die Oh-ren.
„Mu-sik schmeckt fast süß“, sag-te er.
„Für die Oh-ren“, mur-mel-te die Ha-sen-ma-ma glück-lich.
Der Maul-wurf nick-te lang-sam.
„Und im Bauch krib-belt es auch.“
Al-le Tie-re lausch-ten still wei-ter.
Die Mu-sik mach-te sie ru-hig und glück-lich.
Schließ-lich sag-te die klei-ne Wald-maus:
„Ich möch-te auch Mu-sik ma-chen.“
„Ich auch!“, rie-fen die an-de-ren Tie-re.
Da be-gann je-des Tier auf sei-ne Wei-se zu sin-gen.
Die Mäu-se fiep-ten.
Die Mei-sen träl-ler-ten.
Die Am-seln ju-bi-lier-ten.
Und der Ra-be krächz-te laut da-zu.
Das wur-de ein kun-ter-bun-tes Tier-kon-zert.
Im Haus hör-te der Mensch am Kla-vier plötz-lich den Ge-sang der Tie-re.
Er lä-chel-te glück-lich.
„Dan-ke!“, rief er. „Eu-er Lied ist wun-der-schön.“
Da wur-den die Tie-re still.
Sie ki-cher-ten lei-se.
Dann husch-ten sie schnell da-von.
Denn drau-ßen fun-kel-ten schon die ers-ten Ster-ne am Him-mel.

Große Fragerunde zur Geschichte

* Was fühlte die kleine Waldmaus bei der Musik?
* Kann Musik traurig und schön zugleich sein?
* Welche Musik magst du besonders gern?
* Gibt es Musik, bei der dein Bauch kribbelt?
* Warum wollten die Tiere selbst Musik machen?
* Muss Musik immer perfekt sein?
* Warum gefiel dem Menschen das Tierkonzert?
* Welche Tierstimme gefällt dir am besten?
* Wie klingt wohl ein Maulwurf?
* Warum hören viele Menschen abends gern Musik?
* Kann Musik trösten?
* Welche Geräusche in der Natur klingen wie Musik?
* Hast du schon einmal nachts Tiere gehört?
* Warum wurde es am Ende plötzlich still?
* Welche Musik würde wohl zu den Sternen passen?
* Glaubst du, Tiere mögen Musik?
* Wie fühlt sich Musik manchmal im Körper an?
* Kann man Musik auch ohne Instrumente machen?
* Welche Geräusche machen glücklich?
* Warum macht gemeinsames Singen oft Freude?

 

Mach mit! Viele Musik- und Tierideen

🐦 Tierkonzert spielen
Jedes Kind sucht sich ein Tier aus:
* Maus
* Rabe
* Amsel
* Hase
* Maulwurf
* Meise
Nun macht jedes Tier seine eigene Musik:
* fiepen
* summen
* krächzen
* trällern
* klopfen
* rascheln
Zusammen entsteht ein lustiges Abendkonzert.

🥁 Geräusche-Musik
Welche Geräusche klingen schön?
Probiert:
* Hände klatschen
* Finger schnipsen
* auf den Tisch trommeln
* Papier rascheln
* leise summen
* pfeifen
* mit Gläsern klingen
Vielleicht entsteht daraus sogar ein eigenes kleines Musikstück.

🌙 Abendgeräusche lauschen
Öffnet am Abend das Fenster oder geht kurz nach draußen.
Welche Geräusche hört ihr?
* Vögel?
* Wind?
* Grillen?
* Blätter?
* Hunde?
* Autos?
* Regen?
Vielleicht klingt manches fast wie Musik.

🎹 Male Musikfarben
Hört ein Musikstück an.
Welche Farben passt dazu?
* blau?
* golden?
* rot?
* dunkelviolett?
* bunt?
Malt die Musik mit Farben und Linien auf Papier.

🧸 Musik im Bauch
Die Tiere spürten Musik im Bauch.
Wie fühlt sich Musik an?
* warm?
* kribbelig?
* fröhlich?
* ruhig?
* traurig?
* leicht?
Malt oder beschreibt euer Musikgefühl.

🐭 Tierstimmen raten
Ein Kind macht ein Tiergeräusch.
Die anderen raten:
* Welches Tier ist das?
* Klingt es laut oder leise?
* Fröhlich oder traurig?

🌟 Sternenkonzert
Dunkelt den Raum etwas ab.
Vielleicht mit:
* Taschenlampen
* kleinen Lichtern
* Sternenbildern
Dann macht gemeinsam ganz leise Abendmusik:
* summen
* flüstern
* Klangschalen
* leises Trommeln
Fast wie die Tiere am Abend.

🎨 Male dein Musik-Tier
Wie sieht ein singender Maulwurf aus?
Oder ein musikalischer Rabe?
Male dein Lieblings-Musiktier.
Vielleicht spielt es sogar ein Instrument.

 

Fantasiereise: Das Abendkonzert der Tiere

Schließe für einen Moment die Augen.
Stell dir vor, es ist Abend geworden.
Der Himmel wird langsam dunkelblau.
Die ersten Sterne leuchten.
Du sitzt auf einer warmen Steinmauer im Garten.
Ganz in der Nähe steht ein Haus mit einem offenen Fenster.
Von dort klingt leise Musik.
Ein Klavier spielt wunderschöne Töne.
Um dich herum sitzen Tiere:
* kleine Mäuse
* ein Hase
* Meisen
* Amseln
* ein Rabe
Alle lauschen still.
Der Wind rauscht sanft durch die Bäume.
Die Musik fühlt sich warm und weich an.
Vielleicht kribbelt sie sogar ein bisschen im Bauch.
Dann beginnt plötzlich ein Tier zu singen.
Und noch eines.
Und noch eines.
Bald klingt der ganze Abend voller Musik.
Über euch funkeln die Sterne.
Und alles fühlt sich ruhig, friedlich und zauberhaft an.

 

Warum Musik Menschen und Tiere berührt

Warum Musik Menschen und Tiere berührt

Musik begleitet Menschen schon seit sehr langer Zeit.
Schon früher sangen Menschen Lieder am Abend, trommelten Rhythmen oder spielten auf einfachen Instrumenten.
Musik kann:
* beruhigen
* fröhlich machen
* trösten
* beim Einschlafen helfen
* Erinnerungen wecken
Viele Menschen spüren Musik nicht nur in den Ohren, sondern auch im Bauch oder im Herzen.
Auch Tiere reagieren oft auf Musik oder Geräusche.
Vögel singen ihre Lieder.
Grillen zirpen.
Wale „singen“ unter Wasser.
Manche Tiere werden bei ruhiger Musik sogar entspannter.
Darum gehört Musik für viele Menschen und Tiere einfach zum Leben dazu.
Und manchmal klingt ein Abend voller Tierstimmen fast wie ein kleines Konzert der Natur.

© Elke Bräunling

 

 

.

AUSMALBILD

 

Ausmalbild "Das Abendlied der Tiere "Tiere sitzen im Dunkeln auf der Mauer, im Hintergrund ein offenes Fenster mit Licht und Klavierspieler

.
Pinterestpin: Das ABendlied der Tiere - Text

Vielleicht haben Sie Lust, mein Blog zu abonnieren?

So verpassen Sie keinen Beitrag mehr! Einfach Mail-Adresse eintragen, absenden und den Link in der Bestätigungsmail anklicken. Ich freue mich auf Sie! Auf Dich!