Als der Frühling den kleinen Marienkäfer weckte
Als der Frühling den kleinen Marienkäfer weckte
Frühlingsmärchen mit bunten Bildern
„Nanu? Riecht das nicht nach Frühling?“
In dieser fröhlichen Frühlingsgeschichte erwacht ein kleiner Marienkäfer aus seinem Winterversteck und entdeckt die ersten Schneeglöckchen, warme Sonnenstrahlen und eine summende Biene.
Eine Geschichte über Neubeginn, Glück und das Staunen über die ersten warmen Tage im Jahr.
Zum Vorlesen im Kindergarten, in der Grundschule oder zuhause mit Hörfassung, Kurzfassung in einfacher Sprache und Mach mit! – Extras (Ausmalbild, Sachtext Glückskäfer, Fragerunde u.a.)
Als der Frühling den kleinen Marienkäfer weckte
„Nanu?“, brummte der kleine Marienkäfer. Er schnupperte. „Besuch in meinem Winterquartier? Hm! Hm! Riecht gut. Riecht köstlich fein. Es wird doch nicht schon Frühling sein?“
Ein süßer Duft war unter die dichte Laubdecke, unter die sich der kleine Käfer in den Wintermonaten zum Schlaf verkrochen hatte, gezogen.
„Hmmm! Es riecht tatsächlich nach Frühling. Habe ich ihn etwa verschlafen?“
Er reckte die Beine, die er im Schlaf fest an seinen Panzer gepresst hatte. Er streckte sich, strampelte und hatte einige Mühe, auf die Füße zu kommen.
„Ich muss wohl sehr lange geschlafen haben. Richtig eingerostet fühle ich mich.“ Er nickte.
„Ja, es wird Zeit, dass der Frühling kommt.“
Langsam kroch er aus seinem Blätterversteck hervor – und fand sich unter einem dichten Büschel Schneeglöckchenblüten wieder.
Schön war es hier. Sacht neigten die Blüten ihre Köpfe im warmen Südwind hin und her. Es war, als würden sie wie kleine Glöckchen leise „Bimbim, der Frühling ist da!“ läuten.
Der kleine Marienkäfer atmete tief ein.
Die Blüten der Schneeglöckchen waren es, die so süß dufteten. Und es war auch der Frühlingswind, der noch viel mehr fremde Düfte von anderen frühen Blümchen, den Weidenkätzchen, Krokussen, Märzenbechern, Narzissen und Mandelblüten, überall im Garten verteilte.
Ein Sonnenstrahl bahnte sich seinen Weg durch die Schneeglöckchenköpfchen und lächelte dem kleinen Käfer genau ins Gesicht. Warm fühlte der sich an und schöner als der schönste Traum.
„Hurra!“, rief der kleine Marienkäfer. „Der Frühling ist da. Was habe ich doch für ein Glück!“
„Na klar“, summte die Biene, die emsig in den Blüten nach süßem Nektar suchte. „Du bist ja auch ein Glückskäfer.“
Der Marienkäfer nickte. „Du hast recht. Ein Glückskäfer bin ich. Und das werde ich allen im Garten auch erzählen.“
Die Biene lachte. „Es weiß doch jeder, dass ihr Marienkäfer auch ‚Glückskäfer’ genannt werdet und dass ihr allen, die euch sehen, Glück bringt.“„Ich bringe Glück?“ Der Marienkäfer strahlte. „Was für ein Glück! Danke, Biene, und tschüss.“
Er pumpte seine roten Flügel mit den schwarzen Glückspunkten auf und flog los. Wie glücklich war er nun! Der Frühling war da, und als Glückskäfer hatte er mächtig viel Arbeit zu tun. Schließlich musste er allen, die er traf, nun Glück bringen. Klar. Oder?
© Elke Bräunling
💬 Wann hast du den ersten Marienkäfer in diesem Jahr entdeckt? 🐞🌷
Hier erzählt dir Marc Schröder die Geschichte. Hab Spaß damit!
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🌿 Opa Meier und das Marienkäferglück
Kurzfassung
Als der Frühling den kleinen Marienkäfer weckte
Kurze Fassung in einfacher Sprache
Der kleine Marienkäfer schlief tief in seinem Winterversteck unter alten, trockenen Blättern. Doch plötzlich wachte er auf. Er schnupperte.
„Dieser süße Duft hat mich aufgeweckt!“, rief er aus. „So duftet der Frühling.“
„Hurra, der Frühling ist da!“, jubelten die Blumen um ihn herum.
Der Marienkäfer öffnete seine Augen und sah die Sonnenstrahlen.
„Das ist ein schöner Tag!“, sagte er.
Die Biene, die neben ihm eifrig Nektar sammelte, nickte und summte.
„Du bist ein Glückskäfer!“, sagte sie. „Das bedeutet, dass du überall Glück bringst.“
„Ich bringe Glück? Wie toll!“, freute sich der kleine Marienkäfer. „Dann fliege ich jetzt los und bringe allen im Garten Glück. Es gibt viel zu tun.“
Er spannte seine Flügel weit auf und flog glücklich in den wundervollen Frühlingstag hinaus.
© Elke Bräunling
(784 Zeichen)
Mach mit! – Extra
🌷 Fragerunde für Kinder – Spiel & Spaß mit dem Glückskäfer
(Ideal für Kindergarten, Grundschule oder Zuhause)
🐞 Zum Nachdenken & Erzählen
1 Wie fühlt sich der kleine Marienkäfer am Anfang der Geschichte?
2 Woran merkt er, dass der Frühling da ist?
3 Welche Frühlingsblumen kommen in der Geschichte vor?
4 Warum nennt die Biene ihn „Glückskäfer“?
5 Was würdest du tun, wenn du überall Glück verteilen könntest?
🌞 Zum Mitmachen
6 Schnuppere mal: Wie riecht für dich der Frühling?
7 Stell dir vor, du wachst wie der Marienkäfer aus einem langen Schlaf auf.
– Was siehst du als Erstes?
– Was hörst du?
– Was fühlst du?
8 Wenn du Flügel hättest – wohin würdest du zuerst fliegen?
🎲 Lustige Glücksfragen
9 Wie viele schwarze Punkte hat dein „Lieblings-Marienkäfer“?
10 Wenn du ein Glückskäfer wärst – wem würdest du heute Glück bringen?
11 Kann man Glück sehen? Oder nur fühlen?
12 Was ist dein ganz persönliches Frühlings-Glück?
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🎨 Kleine Zusatzidee
„Male dein eigenes Glück!“
Kinder zeichnen einen Marienkäfer und schreiben in jeden Punkt etwas hinein, das sie glücklich macht.
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Kleiner Sachtext
🐞 Warum heißen Marienkäfer eigentlich Glückskäfer?
Der Marienkäfer gilt seit vielen hundert Jahren als Glücksbringer.
Schon im Mittelalter glaubten die Menschen, dass er ein „Geschenk der Gottesmutter Maria“ sei. Daher kommt der Name Marienkäfer.
Bauern freuen sich besonders über ihn, denn Marienkäfer fressen Blattläuse. Und das ist ein echtes Glück für die Pflanzen auf den Feldern.
Wenn heute ein Marienkäfer auf deiner Hand landet, sagt man: Das bringt Glück! 🍀
Vielleicht aber liegt das Glück auch einfach darin, dass wir einen so kleinen, wunderschönen Käfer ganz aus der Nähe bestaunen dürfen.
AUSMALBILD




