Die rechte Osterfreude
Die rechte Osterfreude
Ostergeschichte
Ganz anders als geplant verbringen Mara und Max den Ostermorgen
Manchmal entdeckt man die größte Freude genau dort, wo man sie gar nicht erwartet.
Am Ostermorgen finden Mara und Max einen großen Korb voller Ostereier im Garten.
Doch die Eier sind nicht für sie bestimmt.
Eine warmherzige Ostergeschichte über Mitgefühl, Teilen und die wahre Osterfreude für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, Familien, die über Freude am Teilen sprechen möchten, Vorlesestunden rund um Ostern, Kindergarten, Schule und religiöse Gruppen.
Mit Ausmalbild.
Die rechte Osterfreude
Am Ostermorgen stand ein Korb voller bunt bemalter Eier im Garten der Paulsens. Sonst nichts. Keine Schokohasen, keine hübsch verpackten Ostergeschenke, keine Karte mit Ostergrüßen. Nichts. Da war nur dieser Korb, einfach und schmucklos und irgendwie langweilig. Und schwer war er. So schwer, dass ihn Mara und Max nur zu zweit hochheben und tragen konnten. Seltsam.
„So viele Eier!“, staunt Mara. „Warum bringt uns der Osterhase so viele Eier?“
„Wenn es wenigstens Schoko-Eier wären!“, mault Max.
Auch Mama und Papa gucken etwas komisch.
„Wo sind denn all die Nester, die ich heute Morgen ganz früh, äh, ich meine natürlich, die der Osterhase heute Morgen hier versteckt hat?“, murmelt Papa.
Und Mama blickt ein bisschen wütend zum Nachbarhaus, wo Oma und Opa wohnen, hinüber und schüttelt den Kopf.
„Ostern ist doof!“, mault Max wieder. „Wer soll denn die vielen Eier aufessen?“
Mara überlegt. Sie erinnert sich daran, wie Oma neulich im Park etwas von „älteren Menschen, die einsam sind und wenig Anlass zum Freuen haben“, gesagt hatte. Ein bisschen traurig hatte dabei sie zu dem Seniorenstift am Rande des Parks geschaut und „Hach ja!“ geseufzt.
„Hach ja!“, sagt Mara nun, und jetzt weiß sie, warum der Osterhase – oder wer auch immer sonst – diesen Eierkorb in ihren Garten gestellt hat.
„Fass mit an!“, sagt sie zu Max. „Heute sind wir die Osterhasen.“
Sie flüstert ihrem Bruder etwas ins Ohr.
„Toll! Das machen wir!“ Max nickt.
Dann laufen die Geschwister mit dem Eierkorb zum Seniorenstift hinüber. Mehr als eine Stunde sind die beiden als ‚Osterhasen‘ unterwegs, gehen im Stift von Zimmer zu Zimmer, wünschen ‚Frohe Ostern‘ und schenken jedem Bewohner ein Osterei.
Wie viel Freude macht es, die Freude in den Gesichtern der Stiftbewohner zu sehen!
„Das ist die rechte Osterfreude!“, freut sich Mara auf dem Heimweg. „Sie fühlt sich schön an.“
Max nickt. „Und gar nicht doof“, sagt er.
© Elke Bräunling
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