Die alte Eiche, die Göttin Ostara und das Osterfest

Die alte Eiche, die Göttin Ostara und das Osterfest

Frühlingsgeschichte für Groß und Klein


Titel + Illustration Frühlingsfest in der Keltenzeit und Tanz unter einer alten EicheVon uralten Bäumen und einer Frühlingsgöttin.
Manchmal erzählen alte Bäume Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Bei einem Spaziergang entdecken Pia und Pit mit ihrem Opa eine alte Eiche auf einer Frühlingswiese.
Dort erfahren sie von den Germanen, ihren heiligen Bäumen und der Frühlingsgöttin Ostara, zu deren Ehren einst große Frühlingsfeste gefeiert wurden.
Eine spannende Frühlingsgeschichte über Natur, Geschichte und den Ursprung unseres Osterfestes für Kinder im Grundschulalter, Familien, die mehr über Ostern und seine Ursprünge erfahren möchten, Vorlesestunden im Frühling, Unterricht und Projekte rund um Frühling, Natur und alte Bräuche. Mit Ausmalbild.

 

 

 

Die alte Eiche, die Göttin Ostara und das Osterfest

Es ist ein warmer Frühlingstag, und Pia und Pit machen mit Opa einen Spaziergang. Auf der Bank unter der alten Eiche am Rand der Heidewiese machen sie Rast.
„Schön, nicht?”, sagt Opa. „Hier ist ein uralter, heiliger Ort.“
Illustration Opa sitzt mit zwei Enkeln auf einer Bank unter einer alten EicheUralt? Die Geschwister staunen.
„Wie alt?”, fragt Pit.
„Mindestens zweitausend Jahre“, schätzt Opa. „Es heißt, die Germanen haben auf dieser Wiese bei der alten Eiche ihre Feste gefeiert.“
„Die Germanen?“
„Bei diesem Eichenbaum hier?“
Pia und Pit starren Opa ungläubig an.
Der nickt. „Na ja“, sagt er dann, „so alt ist diese Eiche nicht. Aber sie ist bestimmt eine Urenkelin der Germanen-Eiche. Unter ihr haben die Germanen zu ihren Göttern gebetet. Bäume nämlich waren ihre Heiligtümer. Sie glaubten, die Götter wohnten in ihnen.“
„Dann haben sie bestimmt mächtig gut auf ihre Bäume aufgepasst“, meint Pia. „Heute passt keiner mehr sie auf.“
„Ja, das haben sie getan. Und Götterfeste haben sie gefeiert. Zu allen Jahreszeiten.“
„Zu Ostern auch?”, fragt Pit eifrig.
„Dummkopf“, ruft Pia. „Ostern hat es bei den Germanen doch noch nicht gegeben!“
Illustration Frühlingsfee Ostara unter einer alten Eiche„Aber ein Frühlingsfest haben sie gefeiert“, sagt Opa. „Es war das Fest der Licht- und Frühlingsgöttin Ostara.“
„Ostara? Das klingt wie Ostern!“
„Manche sagen, der Name Ostern sei abgeleitet von Göttin ‚Ostara'“, erklärt Opa.
„Uih“, freut sich Pit. „das klingt spannend. Wie haben die Germanen denn damals das Frühlingsfest gefeiert? Mit Ostara-Eiern und Ostara-Hasen und so?“
Opa muss lachen. „Also, davon habe ich nichts gehört. Nein, ich denke, die Menschen haben unter der Eiche zu ihren Göttern, besonders aber zu Ostara gebetet und gedankt, dass der lange Winter endlich zu Ende geht und dass Ostara den Frühling und das Licht zurückgebracht hat. Und weil sich die Menschen darüber so freuten, haben sie gefeiert mit Essen, Trinken, Gesang, Tanz und Spiel auf der Wiese neben der Eiche.“
Illustration Frühlingsfest in der Keltenzeit und Tanz unter einer alten Eiche„Oh“, sagt Pia ehrfürchtig: „Und deshalb heißt diese Wiese heute ‚Heidewiese‘? Weil die Heiden-Germanen damals auf ihr gefeiert haben?“
„Vielleicht.“
Pit seufzt. „Zu gerne hätte ich so ein Frühlingsfest mal mitgefeiert!“
„Ja, schade, nicht?“ Opa lächelt. ”Aber unser Osterfest wird auch schön werden. Und sehr feierlich. Ganz bestimmt!”

© Elke Bräunling

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AUSMALBILD

Ausmalbild Opa sitzt mit zwei Enkeln auf einer Bank unter einer alten Eiche

 

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