Die kleine Waldmaus und das schöne Frühlingsspiel

Die kleine Waldmaus und das schöne Frühlingsspiel

Frühlingsmärchen

Titel + Illustration Waldmaus hüpft auf die welken Blätter und lachtIm Frühling ist der Waldboden besonders spannend und die alten Blätter knacken toll.
Diese Frühlingsgeschichte erzählt von der kleinen Waldmaus, die den Waldboden im Frühling entdeckt.
Mit mehreren Fassungen für Erstleser, Sachtext, Arbeitsmaterial und Ausmalbildern eignet sich der Beitrag für Kita, Grundschule und Zuhause.

 

 

Inhalt
Die Geschichte
Erstleserfassung
Silbenschrift
Sehr einfache Erstleserfassung
Kita-Fassung
Arbeitsmaterial – Mach mit
Alte Blätter im Frühling – Sachtext
Ausmalbilder

 

 

Die kleine Waldmaus und das schöne Frühlingsspiel

Illustration Waldboden im Frühling, welke Blätter und BlümchenEndlich war der Frühling auch im Wald eingekehrt. Frische Gräser und Waldkräuter bahnten sich ihren Weg ins Licht. Hier und da streckten Veilchen, Sauerklee und Buschwindröschen ihre Blütenköpfe durch das braune vertrocknete Herbstlaub.
Das bedeckte nach dem langen Winter noch immer fast den ganzen Waldboden. Unter Tier- und Menschenfüßen knisterte und knackte es manchmal so laut, dass man sich fürchten konnte.
Jedes Mal, wenn die kleine Waldmaus dieses Knacken hörte, schrak sie zusammen. Ein bisschen zitterte sie auch. Während des langen Winters, den sie mit ihrer Familie in der Mausehöhle verbracht hatte, hatte sie die Geräusche des Waldes und der Wiese nämlich fast ein bisschen vergessen gehabt.
Illustration Waldmaus hüpft auf die welken Blätter. Sie knacken Dieses laute Knacken der alten Blätter hatte sie sowieso zuvor noch nie gehört.
Auch hatte sie nicht gewusst, dass Blätter so hart und trocken sein konnten. Wie auch? Die Blätter des Sommers waren grün und die des Herbstes bunt. Zart fühlten die sich an, geschmeidig und glatt. Na ja, ein bisschen hatten auch die Herbstblätter schon geknistert, wenn sie am Boden lagen. Aber nur ein bisschen und nicht so hart und unfreundlich wie es diese Winterblätter nun taten.
„Sie liegen da zum Mäuseerschrecken!“, rief die kleine Maus, als zwei Waldhasen mit Rascheln und Knistern und Knacken an der Mäusehöhle vorbei gejagt waren.
„Du musst dich nicht fürchten, kleine Maus“, tröstete Opa Maus. „Im Gegenteil: Es gibt keine besseren Warnrufe als das Stöhnen der alten Blätter. Dies hilft uns, Gefahren schneller und besser und deutlicher zu hören. Eine gute Sache, um Augen und Ohren nach dem langen Winterschlaf wieder für das neue Leben zu schärfen.“
Illustration große und kleine Waldmaus unterhalten sich auf dem Waldweg„Schärfen?“, fragte die kleine Maus.
„Üben!“, sagte Opa Maus. „Das Waldleben will immer wieder aufs Neue gelernt und geübt werden. Ganz besonders im Frühling.“
Das verstand die kleine Maus.
„Und wenn mich die Blätter mit ihrem Knirschen und Knacken warnen, verstecke ich mich rasch unter einem sicheren Stein … oder ich laufe besser gleich in die Höhle zurück. Es könnte ja ein Mausejäger sein, ein Kater oder ein Igel, ein Marder oder Fuchs.“
„Genau so solltest du es tun.“ Opa Maus nickte. Er war zufrieden. Waldmäuse mussten immer sehr gut aufpassen, wenn sie unterwegs waren. Besonders jetzt im Frühlingswald. Es gab hier nämlich noch nicht so hohe Gräser, Blumen und Kräuter, unter denen man sich verstecken könnte. Und die Waldtiere waren nach der kargen Winterzeit im Frühling sehr jagdlustig. Besonders gerne jagten sie kleine Waldmäuse. Deshalb war es wichtig, gut aufzupassen.
Ja, Opa Maus liebte das trockene und harte Knacken der Herbstblätter deshalb sehr.
Illustration Waldmaus hüpft auf die welken Blätter und lacht Und die kleine Waldmaus?
Die hüpfte und tänzelte gerade über den Waldboden und hatte großen Spaß daran, die Blätter auch einmal zum Knacken und Knistern und Rascheln zu bringen. Was für ein schönes Frühlingsspiel das war!

© Elke Bräunling

 

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Erstleserfassung – etwas länger

Die kleine Waldmaus und das schöne Frühlingsspiel

Endlich war der Frühling im Wald angekommen.
Die Sonne schien durch die Bäume.
Frische Gräser wuchsen aus dem Boden.
Überall zeigten sich kleine Blumen.
Der Waldboden war noch voller alter Blätter.
Sie waren braun, hart und trocken.
Wenn man darüber lief, knackte und knisterte es laut.
Jedes Mal, wenn es knackte, erschrak die kleine Waldmaus.
Knack! Knisper!
Sie blieb stehen und zitterte ein wenig.
Diese Geräusche kannte sie nicht.
Im Winter hatte sie lange in der warmen Mausehöhle gelebt.
Dort war es still gewesen.
Nun war alles neu.
„Die Blätter machen mir Angst“, sagte die kleine Maus.
Opa Maus setzte sich neben sie.
„Hab keine Angst“, sagte er ruhig.
„Die alten Blätter helfen uns.“
„Wie können Blätter helfen?“, fragte die kleine Maus.
„Sie warnen uns“, erklärte Opa Maus.
„Wenn ein Feind kommt, hören wir ihn früh.“
Die kleine Maus dachte nach.
„Dann kann ich mich verstecken“, sagte sie.
„Oder schnell zurück in die Höhle laufen.“
Opa Maus nickte zufrieden.
„Genau so ist es richtig.“
Nun traute sich die kleine Waldmaus weiter.
Sie lief über den Waldboden.
Sie sprang von Blatt zu Blatt.
Knack! Raschel! Knisper!
Die kleine Maus lachte.
Das machte Spaß.
Aus der Angst war ein Spiel geworden.
Was für ein schönes Frühlingsspiel!
© Elke Bräunling

 

Silbenschrift

Die kleine Waldmaus und das schöne Frühlingsspiel

Die klei-ne Wald-maus und das schö-ne Früh-lings-spiel
End-lich war der Früh-ling im Wald an-ge-kom-men.
Die Son-ne schien durch die Bäu-me.
Fri-sche Grä-ser wuch-sen aus dem Bo-den.
Klei-ne Blu-men zeig-ten ih-re Köp-fe.
Auf dem Wald-bo-den la-gen al-te Blät-ter.
Sie wa-ren braun und tro-cken.
Wenn man da-rü-ber lief, knack-te es laut.
Die klei-ne Wald-maus er-schrak je-des Mal.
Knack! Knis-per!
Sie blieb ste-hen und zit-ter-te.
Im Win-ter hat-te sie in der Mau-se-höh-le ge-lebt.
Dort war es warm und still.
Die Ge-räu-sche hat-te sie fast ver-ges-sen.
„Die Blät-ter ma-chen mir Angst“, sag-te die klei-ne Maus.
O-pa Maus sag-te ru-hig:
„Hab kei-ne Angst.
Die Blät-ter hel-fen uns.“
„Sie war-nen uns“, er-klär-te er.
„Wenn ein Feind kommt, hö-ren wir ihn.“
Die klei-ne Maus dach-te nach.
„Dann kann ich mich ver-ste-cken“, sag-te sie.
O-pa Maus nick-te.
Nun lief die klei-ne Wald-maus wei-ter.
Sie hüpf-te von Blatt zu Blatt.
Knack! Ra-schel! Knis-per!
Die Maus lach-te.
Das mach-te Spaß.
Ein schö-nes Früh-lings-spiel.
© Elke Bräunling

 

Sehr einfache Fassung für Erstleser

Die kleine Waldmaus und das schöne Frühlingsspiel

(kurze Sätze, einfache Wörter, ruhiger Spannungsbogen)

Endlich war Frühling im Wald.
Frische Gräser wuchsen aus dem Boden.
Kleine Blumen streckten ihre Köpfe ins Licht.
Der Waldboden war noch voller alter Blätter.
Sie waren braun und trocken.
Wenn man darauf lief, knackte es laut.
Die kleine Waldmaus erschrak jedes Mal.
Knack! Knisper!
Sie zitterte ein bisschen.
Diese Geräusche kannte sie nicht.
„Die Blätter machen mir Angst“, sagte sie.
Opa Maus lächelte.
„Hab keine Angst“, sagte er.
„Die Blätter warnen uns.“
„Warnen?“, fragte die kleine Maus.
„Ja“, erklärte Opa Maus.
„Wenn ein Feind kommt, hören wir ihn besser.“
Das verstand die kleine Maus.
„Dann laufe ich schnell weg oder verstecke mich“, sagte sie.
Opa Maus nickte zufrieden.
Dann hüpfte die kleine Waldmaus los.
Sie sprang über die Blätter.
Knack! Raschel! Knisper!
Das machte Spaß.
Was für ein schönes Frühlingsspiel!
© Elke Bräunling

 

 

Ganz einfache Fassung für Kita-Kinder

Die kleine Waldmaus und das schöne Frühlingsspiel

(sehr kurze Sätze, viel Gefühl, wenig Erklärung)

Die kleine Waldmaus im Frühling
Es ist Frühling im Wald.
Die Sonne scheint.
Blumen wachsen.
Auf dem Boden liegen viele Blätter.
Sie sind trocken.
Sie machen knack.
Die kleine Waldmaus erschrickt.
„Oh!“, piepst sie.
Opa Maus sagt:
„Keine Angst.
Die Blätter helfen uns.“
Die kleine Maus hört gut zu.
Dann läuft sie los.
Sie springt über die Blätter.
Knack, knack!
Die Maus lacht.
Das macht Spaß.
Der Frühling ist schön.
© Elke Bräunling

 

 

Arbeitsmaterial – Mach mit – Extra

Die kleine Waldmaus und das schöne Frühlingsspiel

Für Kita (3–6 Jahre)

spielerisch · sprachfördernd · sinnlich

🎨 Mal- & Spielideen

1. Geräusche-Spiel: „Was hörst du?“
Die Kinder schließen kurz die Augen.
Die Erzieherin macht leise Geräusche (Papier knistern, Hände reiben, leises Klopfen).
👉 Gesprächsimpuls:
• War das laut oder leise?
• War das schön oder ein bisschen gruselig?

2. Bewegungsspiel: „Blätter knacken“
• Auf dem Boden liegen Papierblätter oder Tücher
• Die Kinder gehen, schleichen oder hüpfen darüber
👉 Varianten:
• leise Maus
• flinke Maus
• erschrockene Maus
• fröhliche Maus

3. Kreativangebot: Waldmaus basteln
Material:
• Pappteller oder Tonpapier
• Wolle / Pfeifenreiniger
• Buntstifte

💬 Mini-Fragen für Kita
• Wovor hatte die Maus Angst?
• Wer hat ihr geholfen?
• Wie fühlten sich die Blätter an?
• Was hat der Maus am Ende Spaß gemacht?

2. Grundschule (1.–2. Klasse)

sprachlich · ruhig · textnah

✏️ Arbeitsblatt-Ideen
1. Richtig oder falsch?
☐ Die Waldmaus mag den Winter am liebsten.
☐ Die Blätter knacken im Frühling.
☐ Opa Maus hilft der kleinen Maus.
☐ Am Ende hat die Maus Spaß.

2. Wörter sammeln – Frühling im Wald
Die Kinder unterstreichen oder notieren:
• Dinge, die man hört
• Dinge, die man sieht
Beispiele:
knacken – Blätter – Blumen – Sonne – Wald

3. Satzanfänge ergänzen
• Die kleine Waldmaus hatte Angst, weil …
• Opa Maus sagt, dass …
• Am Ende fühlt sich die Maus …

4. Kreativ: Schreib- oder Malimpuls
👉 „Male oder schreibe:
Wie sieht dein Frühlingswald aus?
Was hörst du dort?“

❓ 3. Fragerunde (für Gespräch & Vorlesen)
für Kita und Grundschule geeignet – je nach Tiefe
🌱 Einfache Fragen
• Wann spielt die Geschichte?
• Wer kommt in der Geschichte vor?
• Was machen die Blätter?

🌿 Gefühlsfragen
• Wie fühlt sich die Maus am Anfang?
• Wann wird sie mutiger?
• Kennst du das auch: Erst Angst – dann Spaß?

🌳 Nachdenkfragen
• Warum sind Geräusche manchmal wichtig?
• Ist Angst immer schlecht?
• Wer hilft dir, wenn du Angst hast?

 

Alte Blätter im Frühling

Sachtext zur Geschichte in einfacher Sprache

Im Frühling liegen im Wald oft noch viele alte Blätter auf dem Boden.
Sie sind braun und trocken.
Wenn man darüber läuft, knacken sie laut.
Viele denken:
Diese Blätter müssen weg.
Doch das stimmt nicht.
Die alten Blätter sind wichtig.

Illustration Wie es unter den welken Blättern aussieht. Käfer, Schnecke, Eier u.a.🌱 Helfen die Blätter den Pflanzen?
Ja.
Die Blätter liegen wie eine Decke auf dem Boden.
Zwischen ihnen fallen kleine Samen hindurch.
Sie landen sicher auf der Erde.
Die Blätter halten den Boden feucht.
So trocknen die Samen nicht aus.
Wenn eine Pflanze wächst, schiebt sie sich durch die Blätter nach oben.

🐞 Bieten die Blätter Schutz?
Ja.
Unter den Blättern ist es warm.
Viele Tiere verstecken sich dort.
Zum Beispiel:
• Käfer
• Schnecken
• Spinnen
• kleine Mäuse
Sie finden dort Schutz vor Kälte und Feinden.

🦋 Legen Tiere ihre Eier in die Blätter?
Ja.
Viele Insekten legen ihre Eier zwischen die Blätter.
Dort sind die Eier gut geschützt.
Im Frühling schlüpfen kleine Tiere daraus.
Vögel finden dort Nahrung.

🌍 Was passiert mit den Blättern?
Die Blätter bleiben nicht für immer liegen.
Sie werden langsam zersetzt.
Kleine Tiere, Pilze und Bakterien helfen dabei.
Aus den Blättern wird neue Erde.
Diese Erde hilft den Pflanzen zu wachsen.

🍃 Warum sind alte Blätter wichtig?
Alte Blätter
• schützen den Boden
• helfen Samen
• geben Tieren ein Zuhause
• schützen Eier
• machen die Erde fruchtbar
Sie sind kein Müll.
Sie gehören zum Wald.

🌱 Merksatz
Alte Blätter sehen trocken aus.
Aber sie helfen dem neuen Leben.

 

Ausmalbilder

Ausmalbild Waldmaus

 

Ausmalbild Wie es unter den welken Blättern aussieht. Käfer, Schnecke, Eier u.a.

 

 

 

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