Drei Blumen im Schnee

Drei Blumen im Schnee

Geheimnisvolles Wintermärchen.

Wie der Frühling mitten im Winter Blumen im Schnee erblühen ließ: Manchmal träumt der Frühling schon, während der Winter noch regiert.
In diesem märchenhaften Wintermärchen blühen mitten im Schnee drei Blumen als Zeichen für Hoffnung, Fantasie und die Kraft der Träume.

Eine leise, poetische Geschichte mit Traumfee und Sandmann, die Kinder behutsam in eine Welt zwischen Winter und Frühling begleitet – ideal zum Vorlesen am Abend oder für ruhige Momente zwischendurch.
Für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, für Eltern und Großeltern als Gutenacht- oder Abendgeschichte, für ruhige Wintertage, Traum- und Märchenthemen sowie für alle, die poetische Fantasiegeschichten lieben. Mit Ausmalbild.

 

 

 

Drei Blumen im Schnee

In einer Zeit mitten im Winter, in der die Traumfee wieder einmal ihre Kette mit dem funkelblauen Traumstein verloren hatte, blühten eines Tages mitten im Schnee drei Blumen. Eine gelbe Narzisse, eine rote Tulpe und eine blaue Hyazinthe.
Es waren prachtvolle, kräftige Blüten, denen der Winter nichts anhaben konnte. Jeden Morgen öffneten sie die Blütenköpfe und sandten ihren bunten Gruß in den Tag. Wenn neuer Schnee fiel, dauerte es nicht lange, und ihre Köpfchen lugten erneut aus der Schneedecke hervor.Illustration drei bunte Blumen
Toll sah das aus. Ein gelber, ein roter und ein blauer Punkt im frischen, unberührten Schnee.
Die Menschen staunten.
„Schneeblumen!“, sagten sie. „Der Winter malt uns Frühlingsblumen in den Schnee. Es ist, als ob er den Frühling träumte. Was für ein Wunder!“
„Ein Wunder?“, murmelte die Traumfee. „Das könnte ich auch brauchen. Wenn ich nur meine Kette wieder fände! Wie kann ich den Kindern ohne meinen Traumstein bunte Träume schicken?“
„Du musst ihn wiederfinden“, drängte der Sandmann. „Wo hast du ihn verloren? Versuche, dich zu erinnern!“
„Nichts anderes tue ich. Auf einer meiner Reisen muss er mir vom Hals geglitten sein“, erklärte die Traumfee. „Beim Belauschen der Träume habe ich mich zu tief über das Land gebeugt. Sie waren nämlich so spannend, die Träume. So fröhlich, lustig, geheimnisvoll, dass ich vor lauter Freude nicht aufgepasst habe. Und nun suche ich und suche. Vergebens. Und die Kinder suchen auch. Ihre schönen Träume nämlich. Oh, es ist so traurig!“ Sie seufzte. „Wenigstens der Frühling vermag noch zu träumen.“
„Der Frühling?“ Der Sandmann wunderte sich. „Was treibt der Frühling, dieser verschlafene Narr, jetzt hier im Winter?“
Illustration Sandmann und Traumfee entdecken im Schnee drei bunte Blumen„Träumen! Und zaubern!“ Fast lächelte die Traumfee trotz ihres Kummers. „Auf meiner Suche nach dem Traumstein bin ich ihm begegnet. Sieh, hier!“, sagte sie und zeigte dem Sandmann die drei Blumen im Schnee. „Er zaubert ein wenig Bunt in das Winterweiß! Ist das nicht wundervoll?“
„Dieser Träumer!“ Der Sandmann schmunzelte. „Er verblüfft uns doch immer wieder mit neuen Überraschungen! Man könnte meinen, er wolle ein Zeichen setzen.“
„Ein Zeichen?“
Die Traumfee starrte auf die Wiese mit den drei Schneeblüten.
„Auch hier war ich gewesen, neulich“, sagte sie. „Ich erinnere mich genau. Dem Wintertraum einer kleinen Schnecke habe ich gelauscht. Er war so reizend, so bunt, der Traum. Und … “ Sie stutzte. „Warte, lieber Freund! Lass mich nachsehen!“
„Und vielleicht hast du dort deine Kette verloren?“, wollte der Sandmann fragen, doch da stand die Traumfee schon auf der Wiese. Sie tauchte ihre Hand tief in den Schnee in den Blümchenkreis hinein und fand ihre Kette mit dem Traumstein. Wie groß war ihre Erleichterung da! Noch größer aber war ihre Freude.
Illustration Traumfee entdeckt im Schnee drei bunte Blumen und ihren Traumstein„Danke, Frühling!“, rief sie. „Danke ihr Blümchen! Ihr habt mir so sehr geholfen und werdet ewig in meiner Erinnerung bleiben. In meinen Gedanken und in den Träumen der Kinder.“
Sie streichelte zärtlich über die Blütenköpfe und die verwandelten sich in drei funkelnde Schmucksteine. Ein gelber, ein roter und ein blauer.
Du kannst sie finden, diese Steine. Oder einen von ihnen. In deinen Träumen … oder vielleicht auch draußen auf einer Wiese oder einem Feld. Wer weiß?

© Elke Bräunling

 

Die Traumfee hatte schon einmal ihre Kette mit dem Traumstein verloren. Nur ein mutiges Kind hatte ihr helfen können, den Traumstein wieder zu finden.
Diese Geschichte findest du hier: Der Stein der schönen Träume

 

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