Die Sonne und die Kinder

Die Sonne und die Kinder

Sommergeschichte für Kinder

„Sonne und Schatten gehören beide zum Sommer dazu.“

Titel + Illustration Kinder sitzen auf Wiese im Schatten und blicken zur strahlenden SonneDie Sonne schenkt Licht, Wärme und Lebensfreude. Doch manchmal meint sie es zu gut.
In dieser liebevollen Sommergeschichte lernen Kinder und Sonne gemeinsam, dass Rücksicht und Maßhalten wichtig sind. Eine fantasievolle Erzählung über heiße Sommertage, Freundschaft zwischen Sonne und Mond und die besondere Magie einer Sonnenfinsternis.
Diese Sommergeschichte eignet sich besonders für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, Vorlesestunden im Sommer, Projekte zu Sonne, Wetter und Jahreszeiten
Gespräche über Rücksichtnahme und Natur. Mit Arbeitsmodul.

Inhalt
🌞 Geschichte
👶 Kindergartenfassung
📖 Erstleserfassung
🔤 Silbenschrift
Fragerunde
🎲 Mitmachideen
🌈 Fantasiereise
☀️ Warum Sonne wichtig ist
🎨 Ausmalbilder

 

Die Sonne und die Kinder

Illustration Kinder sitzen auf Wiese im Schatten und blicken zur strahlenden SonneIn diesem Sommer war die Sonne besonders fröhlich gestimmt. Am liebsten hätte sie den ganzen Tag mit den Kindern gespielt. Und weil ihr dies so viel Freude bereitete, sandte sie noch mehr Wärme auf die Erde hinab.
„Wie schön ist es, mit euch an Stränden und Flussufern, auf Wiesen und Spielplätzen herumzutoben!”, rief sie fröhlich und brannte voller Freude mit ihren Strahlen so kräftig, wie sie nur konnte.
Das gefiel den Kindern gar nicht, denn ihre Haut wurde rot und immer röter. Und dieses Rot brannte und tat weh.
“Hey, Sonne!”, riefen sie. “Du brennst unsere Haut kaputt!”
Und sie rieben ihre Körper noch dicker mit Sonnencreme ein und zogen noch größere Hemden, T-Shirts und Schutzmützen an.
Illustration Kinder spielen auf Wiese im strahlenden SonnenscheinDie Sonne aber lachte nur und schickte noch ein paar Strahlen mehr auf die Erde.
Da blieben die Kinder in den Häusern. So nämlich mochten sie die Sonne nicht leiden. Und sie trafen sich nur noch in den Morgen- und Abendstunden an schattigen Plätzen zum Spielen. Und so waren Strände, Wiesen und Spielplätze nun öde und leer. Kaum ein Kind war noch zu sehen.
Die Sonne ärgerte sich mächtig.
“Ich streike!”, schrie sie und versteckte sich hinter den Wolken. Weil sie aber dort in einem fort vor sich hin schimpfte und schmollte, hatten die Wolken die Nase voll und zogen rasch weiter übers Meer.
So stand die Sonne nun alleine am tiefblauen Himmel, und keiner freute sich darüber.
Da hatte der Mond Mitleid mit ihr. Mitten am helllichten Tage kam er über den Himmel gezogen und schob sich mit einer festen Umarmung über sie.
Illlustration Sonnenfinsternis ... Mond umarmt Sonne ... Kinder blicken zum Himmel“Nun bist du nicht mehr alleine”, sagte er tröstend, und die Sonne bedankte sich mit einem funkelschönen Strahlenkranz rund um die schwarze Mondscheibe.
Die Menschen aber erschraken. Finster war es im Land geworden, und das war ein sehr beängstigendes Gefühl.
“Hallo, Sonne! Komm wieder zu uns!”, rief ein kleines Mädchen.
Der Mond lächelte und zog sich Stück für Stück wieder von der Sonnenscheibe zurück.
Da lachten die Menschen vor Erleichterung, und sie nahmen sich vor, die Sonne nicht mehr ganz aus ihrem Leben auszusperren. Dick eingeölt mit Schutzcreme durften die Kinder wieder für ein paar Stunden am Tag draußen spielen.
Auch die Sonne nahm sich vor, nicht gar zu heiß vom Himmel zu strahlen. Sie beschloss, sich auf den Weg nach Süden zu machen, schließlich war Mittsommer vorüber, und die Menschen im Südteil der Erde warteten schon auf sie.

© Elke Bräunling

💬 Was machst du am liebsten an einem sonnigen Sommertag – im Schatten eines Baumes sitzen oder draußen in der Sonne spielen? ☀️🌳💛


Die nachfolgenden Gedanken und Texte vertiefen die Geschichte und laden zum Erinnern, Nachdenken und Mitfühlen ein.

Diese Versionen sind sprachliche Bearbeitungen derselben Geschichte zur besseren Zugänglichkeit und stellen keine eigenständigen Werke dar.

Die Sonne und die Kinder – Ganz einfache Fassung für den Kindergarten

Die Sonne war fröhlich.
Sie wollte mit den Kindern spielen.
Darum schien sie immer wärmer auf die Erde.
„Kommt!“, rief die Sonne. „Lasst uns draußen spielen!“
Aber den Kindern wurde es in der Sonne viel zu heiß.
„Aua!“, riefen sie. „Unsere Haut wird rot!“
Die Kinder gingen in den Schatten.
Manche blieben sogar im Haus.
Da wurde die Sonne traurig.
„Dann spiele ich eben gar nicht mehr mit euch!“, schmollte sie.
Sie versteckte sich hinter den Wolken.
Sehr traurig war sie nun.
Plötzlich wurde es dunkel am Himmel.
Die Menschen erschraken.
Da kam der Mond zur Sonne.
„Du bist nicht allein“, sagte er freundlich.
Die Sonne freute sich.
Langsam kam sie wieder hinter den Wolken hervor.
Nun passten alle besser auf:
* Die Kinder spielten nicht zu lange in der Sonne.
* Sie trugen Sonnenhüte.
* Und die Sonne brannte nicht mehr ganz so heiß.
So wurden alle wieder Freunde.

 

Die Sonne und die Kinder – Einfache Fassung für Erstleser

In diesem Sommer machte die Sonne den Wolken nur wenig Platz am Himmel.
Sie war auch besonders fröhlich.
Am liebsten wollte sie den ganzen Tag mit den Kindern spielen. Darum schickte sie viele warme Sonnenstrahlen zur Erde.
„Kommt nach draußen!“, rief sie fröhlich.
Doch den Kindern wurde es in der Sonne schnell viel zu heiß.
Ihre Haut wurde rot.
„Aua!“, riefen sie. „Du brennst viel zu stark!“
Die Kinder cremten sich mit Sonnencreme ein.
Sie setzten Hüte auf und gingen in den Schatten.
Manche blieben sogar im Haus.
Da wurden die Spielplätze leer.
Die Sonne wurde traurig und wütend.
„Dann verstecke ich mich eben!“, rief sie.
Dann zog sie sich hinter die Wolken zurück.
Plötzlich wurde es dunkel.
Die Menschen erschraken.
Da kam der Mond über den Himmel gezogen.
Er legte sich tröstend vor die Sonne.
„Nun bist du nicht mehr allein“, sagte er freundlich.
Die Sonne freute sich.
Langsam zog sich der Mond wieder zurück.
Nun lachten die Menschen erleichtert.
Die Kinder beschlossen, besser auf ihre Haut aufzupassen.
Und die Sonne nahm sich vor, nicht mehr ganz so heiß zu brennen.
So wurden alle wieder Freunde.

 

Die Sonne und die Kinder – Sil-ben-schrift

In die-sem Som-mer war die Son-ne be-son-ders fröh-lich.
Am liebs-ten woll-te sie den gan-zen Tag mit den Kin-dern spie-len.
Da-rum schick-te sie vie-le war-me Son-nen-strah-len zur Er-de.
„Kommt nach drau-ßen!“, rief sie fröh-lich.
Doch den Kin-dern wur-de schnell zu heiß.
Ih-re Haut wur-de rot.
„Au-a!“, rie-fen sie. „Du brennst viel zu stark!“
Die Kin-der crem-ten sich mit Son-nen-cre-me ein.
Sie setz-ten Hü-te auf und gin-gen in den Schat-ten.
Man-che blie-ben so-gar im Haus.
Da wur-den die Spiel-plät-ze leer.
Die Son-ne wur-de trau-rig und wü-tend.
„Dann ver-ste-cke ich mich e-ben!“, rief sie.
Sie zog sich hin-ter die Wol-ken zu-rück.
Plötz-lich wur-de es dun-kel.
Die Men-schen er-schra-ken.
Da kam der Mond ü-ber den Him-mel ge-zo-gen.
Er leg-te sich trös-tend vor die Son-ne.
„Nun bist du nicht mehr al-lein“, sag-te er freund-lich.
Die Son-ne freu-te sich.
Lang-sam zog sich der Mond wie-der zu-rück.
Nun lach-ten die Men-schen er-leich-tert.
Die Kin-der be-schlos-sen, bes-ser auf ih-re Haut auf-zu-pas-sen.
Und die Son-ne nahm sich vor, nicht mehr ganz so heiß zu bren-nen.
So wur-den al-le wie-der Freun-de.

 

Fragerunde zur Geschichte

* Warum war die Sonne am Anfang so fröhlich?
* Warum schickte sie so viele warme Strahlen zur Erde?
* Warum gefiel das den Kindern nicht?
* Was passiert mit unserer Haut bei zu viel Sonne?
* Warum gingen die Kinder in den Schatten?
* Warum wurde die Sonne traurig?
* Hast du dich schon einmal ausgeschlossen gefühlt?
* Warum half der Mond der Sonne?
* Wie tröstete der Mond die Sonne?
* Warum erschraken die Menschen, als es dunkel wurde?
* Was ist eine Sonnenfinsternis?
* Warum brauchen Menschen Sonne?
* Warum brauchen wir trotzdem Sonnenschutz?
* Wie schützt man sich im Sommer?
* Welche Sommerdinge magst du besonders gern?
* Was macht dir an heißen Tagen Spaß?
* Was macht die Sonne alles möglich?
* Was würde passieren ohne Sonne?
* Warum ist zu viel Sonne gefährlich?
* Warum ist Schatten wichtig?
* Hast du schon einmal einen Sonnenbrand gehabt?
* Wie fühlt sich Sommer an?
* Welche Geräusche gehören für dich zum Sommer?
* Warum muss man manchmal Rücksicht aufeinander nehmen?
* Warum wurden am Ende wieder alle Freunde?

Mach mit! Sommer- und Sonnenideen

🧴 Sonnenschutz-Spiel
Was gehört an einem heißen Sommertag dazu?
Die Kinder sammeln:
* Sonnenhut
* Sonnencreme
* Wasserflasche
* Schattenplatz
* Sonnenbrille
Danach kann ein lustiges Sommer-Rollenspiel entstehen.
🌤️ Bewegungsspiel: Sonne und Wolken
Ein Kind spielt die Sonne.
Andere Kinder sind Wolken.
Wenn die Sonne lacht:
* laufen alle fröhlich umher
Wenn Wolken kommen:
* verstecken sich die Kinder im „Schatten“
Das Spiel kann langsam oder schnell gespielt werden.
🌙 Sonne-Mond-Spiel
Ein Kind ist die Sonne.
Ein anderes Kind ist der Mond.
Die Sonne bewegt sich langsam durch den Raum.
Sie breitet weit die Arme aus.
Dann kommt der Mond und stellt sich vorsichtig davor.
So entsteht eine kleine „Sonnenfinsternis“.
Die anderen Kinder dürfen staunen und beobachten.
🎨 Male deinen Sommertag
Wie sieht dein schönster Sommertag aus?
Vielleicht:
* Strand
* Wiese
* Eis
* Badesee
* Sonnenhut
* Schattenplatz
Welche Farben passen zum Sommer?
💧 Sommer-Abkühlung
An warmen Tagen:
* Füße ins Wasser stellen
* mit Wasser spritzen
* Eiswürfel beobachten
* Wassergeräusche hören
Dabei sprechen:
Warum ist Wasser im Sommer wichtig?
☀️ Warm oder kühl?
Fühlt verschiedene Dinge:
* warmen Stein
* kaltes Wasser
* Schatten
* Sonne
* Wind
Wie fühlt sich was an?
🌞 Sonnenstrahlen-Tanz
Die Kinder bewegen sich wie Sonnenstrahlen:
* leicht
* springend
* strahlend
* kreisend
Dann werden sie langsam ruhiger wie die Abendsonne.
🎵 Sommergeräusche lauschen
Welche Geräusche gehören zum Sommer?
* Grillen
* Wasser
* Wind
* Kinderlachen
* Vögel
Vielleicht entsteht daraus ein kleines Sommerkonzert.

 

Fantasiereise: Ein Sommertag mit Sonne

Schließe für einen Moment die Augen.
Stell dir vor, es ist ein warmer Sommertag.
Die Sonne scheint golden vom Himmel.
Du sitzt auf einer weichen Wiese.
Ein leichter Wind streicht über dein Gesicht.
Du hörst:
* Vögel
* Kinderlachen
* das Summen der Bienen
Die Sonne wärmt dich angenehm.
Doch dann wird dir plötzlich ein bisschen zu heiß.
Du setzt dich in den Schatten eines Apfelbaums und träumst ein bisschen.
Es ist schön, geschützt unter einem Baum zu sitzen.
Du beobachtest den Lauf der Sonne über den Himmel.
Ganz im Süden steht sie nun.
Das sagt dir: Es ist Mittagszeit.
Da! Langsam schiebt sich eine Wolke vor die Sonne.
Der Schatten fühlt sich kühl und angenehm an.
Von der Sonne siehst du nur noch ein paar Strahlen am Rande der Wolke.
Die funkeln besonders schön – und auch ein bisschen geheimnisvoll.
Was passiert dort oben?
Ob sich die Sonne und die Wolke ein wenig unterhalten?
Gut kannst du dir das vorstellen.
Du lauschst, aber du kannst die beiden nicht hören.
Nach einer Weile zieht die Wolke langsam weiter.
Die Sonne lächelt nun wieder vom Himmel herab.
Und du lächelst auch.
Es ist schön, dass sie wieder da ist und dir ihr Strahlenlicht schenkt.
Aber du weißt: Sonne und Schatten gehören beide zum Sommer dazu.

 

Warum Sonne wichtig ist – und warum man sich schützen muss

Die Sonne schenkt der Erde:
* Licht
* Wärme
* Energie
Ohne Sonne könnten:
* Pflanzen nicht wachsen
* Tiere nicht leben
* Menschen nicht überleben
Darum ist die Sonne sehr wichtig.
Zu viel Sonne kann unserer Haut aber schaden.
Darum sollte man sich schützen:
* Sonnencreme benutzen
* genug trinken
* einen Hut tragen
* Pausen im Schatten machen
Besonders mittags ist die Sonne sehr stark.
Auch der Mond spielt manchmal eine besondere Rolle am Himmel.
Wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt, entsteht eine Sonnenfinsternis. Dann wird es plötzlich dunkler.
Das passiert nur selten und ist für viele Menschen sehr spannend zu beobachten.

© Elke Bräunling

 

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AUSMALBILDER

Ausmalbild Kinder sitzen auf Wiese im Schatten und blicken zur strahlenden Sonne

Ausmalbild: Kinder arrangieren sich mit der Sonne, tragen Sonnenhüte und schützende Kleidung

 

Titelbild + Text + Illustration: Junge und Mädchen in strahlender Sommersonne, der Junge cremt sich den Arm ein

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