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Der Luftballonstrauß

Einen ganz besonderen Kirmesspaß hat Max neulich erlebt

Auf der Kirmes kauft Papa Max einen dicken, bunten Luftballonstrauß. Stolz und sehr vorsichtig trägt Max diesen Schatz über den Kirmesplatz. Die Leute lachen, als sie den kleinen Max mit dem großen Strauß voller fröhlicher Luftballons sehen. Zu komisch sieht das aus.
Das findet auch der Wind und er fegt – huiiii! – hinter den Bäumen hervor.
Huiiii!
„H-h-hiiilfe“, ruft Max, doch ehe Papa eingreifen kann, jagt der Wind wieder so heftig heran, dass der Luftballonstrauß wie ein Drache mit Max in die Lüfte steigt und langsam himmelwärts schwebt.
Max klammert sich an den Luftballons fest. Dieses Abenteuer macht ihm Spaß.
Hoch geht es und höher. Bald sind die Straßen und der Kirmesplatz klein wie Spielzeug. Auch Papa kann Max nur als winzig kleines Pünktchen erkennen, das aufgeregt auf dem Parkplatz hin- und herläuft. Max lacht. Zu lustig sieht das Papa-Pünktchen aus. Er blickt zu den Luftballons hinauf. Die tanzen vergnügt mit dem Wind um die Wette. Da wird Max mutiger.
„Ich kann fliegen“, ruft er. „Toll ist das!“
Für einen Augenblick schließt er verträumt die Augen. Als er sie wieder öffnet, steht er neben Papa auf dem Parkplatz.
Max wundert sich. Hat er diesen Himmelsausflug nur geträumt? Verstohlen blickt er zu den Luftballons in seiner Hand. Leise schaukeln sie im Wind hin- und her. Ihm ist, als lachten sie ihm zu. Max lacht zurück und lässt dabei für eine winzige Sekunde die Schnur seines Straußes los.
Huuui fegt der Wind herbei und Max´ Luftballonstrauß schwebt sacht und ohne Max himmelwärts.
„Viel Spaß da oben!“, ruft Max ihm nach dem ersten Schrecken hinterher. „Fliegen macht Spaß. Ihr werdet es sehen.“
Papa wundert sich. „Du bist nicht traurig“, fragt er.
Max schüttelt den Kopf. „Luftballons sind doch zum Fliegen da“, erklärt er ihm. „Wozu denn sonst?“
Ja, wozu sonst?

© Elke Bräunling


Eine längere Fassung dieser Geschichte findest du hier: Max und der Luftballonstrauß

 

Diese Geschichte findet Ihr auch in dem neuen Buch: Opas Gutenachtgeschichten


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19. September 2016 von Elke
Kategorien: Abenteuergeschichten, Gutenachtgeschichten, Herbstgeschichten, Spaßgeschichten, Traumgeschichten | Schlagwörter: , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Als der kleine Rabe das Riesenrad besuchte

Der kleine Rabe entdeckt den Jahrmarkt

Seit einigen Tagen hallte Musik und Menschenlachen von der kleinen Stadt zum Wäldchen herüber. Was war da los?
Der kleine Rabe war neugierig und flog ins Städtchen. Dort ging es laut zu und auf dem großen Platz stand ein aufregendes Ding. Es sah aus wie ein buntes Luftrad.
”Was ist das?”, fragte der kleine Rabe die Amsel, die auf einem Hausdach saß und vergebens gegen die Musik anzusingen versuchte.
”Die Menschen nennen es ´Kirmes´ oder ´Rummel´”, antwortete die Amsel. ”Jedes Jahr bauen sie diese lauten Dinger auf und feiern ihre Feste.”
”Aha.” Der kleine Rabe nickte, obwohl er dies nicht so ganz begriff. ”Und das runde Ding, was ist das?”
”Ein Riesenrad”, sagte die Amsel. ”Damit wollen die Menschen es uns Vögeln gleich tun und sich auch in die Lüfte schwingen.”
”Das kann ich gut verstehen”, sagte der kleine Rabe. ”Was gibt es Schöneres, als die Welt von oben zu bestaunen. Das sehe ich mir doch gleich einmal näher an. Tschüs und Danke auch.”
Langsam flog der kleine Rabe über den Rummelplatz. Viele interessante Sachen gab es da zu sehen. Alles glitzerte in bunte Farben, doch der kleine Rabe hatte nur Augen für das Riesenrad. Wie erhaben es sich himmelwärts über den Platz erhob! Und wie die Menschen, die in den kleinen Riesenradwägen saßen, lachten!
”Schööön!”, rief ein kleines Mädchen und winkte dem kleinen Raben zu.
”Ja, Fliegen ist schööön”, krächzte der kleine Rabe und setzte sich auf die Spitze des Riesenrades. Von dort konnte er am besten sehen, wie sich die Menschen, die sonst so arm waren und nur mit zwei Füßen auf der Erde laufen konnten, freuten. Und die Menschen hatten auch viel Spaß. Vor allem wegen diesem vorwitzigen, kleinen Raben, der immer wieder versuchte, auf dem höchsten Punkt des Riesenrades sitzen zu bleiben und deshalb mit jedem Meter, den sich das Rad nach rechts neigte, wieder einen Hüpfer nach links machen musste, was sehr drollig aussah.

© Elke Bräunling

 

In einer längeren Fassung findet Ihr die Geschichte hier: Der kleine Rabe und das Riesenrad

Weitere Geschichten auf der Kirmes/auf dem Jahrmarkt findest du hier:
Max und der Luftballonstrauß
Lena und die Mutprobe auf dem Jahrmarkt
Der Luftballon-Wettkampf

10. September 2015 von Elke
Kategorien: Abenteuergeschichten, Herbstgeschichten, Spaßgeschichten, Tiergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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