Die Sonne macht das Leben schön
Die Sonne macht das Leben schön
Tiergeschichte für Groß und Klein
„Wir sind eine große Familie – mit Himmel und Erde, mit Sonne und Wind, mit Menschen und Tieren.“
„Die Sonne macht das Leben schön“ ist eine ruhige, warme Frühlingsgeschichte über Licht, Leben und Zusammengehörigkeit. Tiere, Pflanzen und Menschen entdecken, dass sie Teil einer großen Familie sind – getragen von der Sonne.
Die Geschichte eignet sich zum Vorlesen in Familien, für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter sowie für ruhige Gesprächsrunden mit Senioren mit Ausmalbildern und Unterrichtsmodul.
🌿 Die Geschichte
📖 Für Erstleser
🔤 Silbenschrift
🧒 Sehr einfache Fassung
💬 Fragerunde
🌞 Fantasiereise
🎲 Mach mit
📚 Sachtext: Warum die Sonne wichtig ist
🎨 Ausmalbilder
Die Sonne macht das Leben schön
„Schaut sie euch an, schaut sie euch an!“, jubelt der kleine Spatz.
„Keine Zeit!“, brummen seine Spatzenfreunde und zupfen weiter an den Grashalmen auf der Suche nach Nahrung. „Wir haben zu tun. Und überhaupt: Wen sollen wir uns ansehen?“
„Die Menschen natürlich“, zwitschert der kleine Spatz. „Sie lachen wieder ein bisschen mehr. Habt ihr das nicht bemerkt?“
Seine Spatzenfreunde halten inne. „Echt? Wie kommt’s?“, wollen sie wissen.
Der kleine Spatz blinzelt in den Himmel. „Wegen der Sonne natürlich. Ich freue mich auch so sehr, dass sie wieder warm vom Himmel lacht!“
Ein leiser Wind streicht durch die Zweige und für einen Moment ist es still.
„Meinst du, die Menschen merken das so wie wir?“, fragt einer der Spatzen. „Sie können nicht mit unseren Augen sehen. Ihre Zeit verbringen sie meist in ihren Häusern. Dort haben sie andere Lichter und brauchen die Sonne nicht.“
Hm! Ob das stimmt?
„Unsinn!“, sagt die Amsel, die ihr Gespräch belauscht hat. „Die Menschen brauchen die Sonne genau so wie wir, das kann ich euch versichern.“
„Keiner kann ohne sie leben. Hört ihr? Keiner!“, ruft das Eichhörnchen vom Apfelbaum herunter. „Wir Tiere nicht und die Menschen nicht und auch die Pflanzen brauchen sie. Ohne Sonne gibt es keine Knospen, keine Blätter und auch keine Nüsse.“
„Stimmt!“, brummt der Apfelbaum. „Wie sollen wir sonst wachsen?“
„Ach, was weißt du schon!“, ruft einer der Spatzen. „Du bist bloß ein Baum.“
„Das möchte ich jetzt nicht gehört haben!“, schimpft die Amsel. „Wir sind alle gleich. Und was wären wir denn ohne die Bäume?“
Auch das Eichhörnchen schüttelt unwillig den Kopf. „Ohne Bäume gäbe es keinen Schatten, kein Zuhause und nichts zu essen“, brummt es. „Denkt nur mal nach!“
„Pah!“, machen die Spatzen. Sie wollen recht behalten.
Da streckt sich Kater Peter, der in der Sonne ein Schläfchen gehalten hat. Er gähnt und blinzelt. „Ich freue mich, dass die Sonne meinen Pelz wieder wärmt. Alle freuen sich. Sie macht gute Laune“, maunzt er. „Nur ihr streitet. Sagt, begrüßt man so den großen goldenen Himmelsstern?“
Ganz still werden die Tiere da und auch der Apfelbaum murrt nicht mehr.
„Er hat recht“, flüstert ein winzig kleiner Spatz schließlich. „Wir sind doch eine große Familie und die Erde ist unsere Mutter, oder nicht? Und vielleicht haben wir uns auch einfach nur gefreut, dass die Sonne wieder da ist.“
„Ja“, sagt das Eichhörnchen andächtig. „Und alles fühlt sich gleich so lebendig an. Und wir gehören zusammen. Der Himmel, die Erde und wir. Das gefällt mir.“
„Eine große Familie sind wir“, murmelt der Apfelbaum und lässt ein paar Blätter tanzen.
„Und wir passen aufeinander auf!“, jubelt die Amsel und sie fängt gleich an, laut und fröhlich zu singen. Doch gleich hält sie wieder inne. „Habt Acht! Ich höre Schritte. Da kommt ein Mensch!“
„Die Menschen gehören auch dazu!“, merkt Kater Peter an. „Und ein ganz besonders lieber Mensch ist Oma Klein. Bestimmt bringt sie uns neues Futter.“
Da kommt die alte Dame auch schon langsam den Weg entlang mit einem Körbchen in der Hand. Warm liegt die Sonne auf ihrem Gesicht und ein Lächeln huscht über ihre Lippen.
„Ich habe euch etwas mitgebracht“, sagt sie fröhlich und streut Körner und Nüsse auf den Boden.
Die Tiere zögern, dann kommen sie vorsichtig näher.
„Das ist genau so schön wie die Sonne“, flüstert der kleine Spatz.
„Und genau so wärmend“, freut sich das Eichhörnchen. „Vor allem im satten Bauch.“
Die Tiere lächeln einander zu. Es ist alles gut so, wie es ist, und im warmen Sonnenschein fühlt sich das Leben mit Mutter Erde, der Sonne – und mit Oma Klein – noch viel besser an. Sehr gut sogar ist das, denn die Sonne macht das Leben schön.
© Elke Bräunling
💬 Impuls: Wann fühlst du dich so warm und leicht wie in der Sonne?
Die nachfolgenden Gedanken und Texte vertiefen die Geschichte und laden zum Erinnern, Nachdenken und Mitfühlen ein.
Die folgenden Versionen sind sprachliche Bearbeitungen derselben Geschichte zur besseren Zugänglichkeit und stellen keine eigenständigen Werke dar.
Die Sonne macht das Leben schön – für Erstleser
Der kleine Spatz hüpft auf dem Ast hin und her.
„Schaut mal!“, ruft er. „Die Menschen lachen wieder!“
„Warum denn?“, fragen die anderen Spatzen.
„Wegen der Sonne“, sagt der kleine Spatz. „Sie scheint warm vom Himmel. Das macht froh.“
Die Amsel nickt.
„Die Sonne brauchen alle“, sagt sie. „Die Tiere, die Pflanzen und auch die Menschen.“
Das Eichhörnchen springt den Baum hinauf. „Ohne Sonne wachsen keine Blätter“, ruft es. „Und ohne Blätter gibt es kein Futter.“
Der Apfelbaum rauscht leise. „Und keine Blüten“, sagt er.
Unter dem Baum liegt Kater Peter in der Sonne.
Er streckt sich und schnurrt.
„Die Sonne wärmt meinen Pelz“, sagt er. „Das tut gut.“
Die Tiere werden still.
„Wir gehören alle zusammen“, flüstert ein kleiner Spatz.
„Ja“, sagt die Amsel.
„Wir sind wie eine große Familie.“
Da kommt Oma Klein den Weg entlang.
Sie trägt ein Körbchen.
„Für euch habe ich etwas“, sagt sie freundlich und streut Futter auf den Boden.
Die Tiere freuen sich.
„Das ist fast so schön wie die Sonne“, piepst der kleine Spatz.
„Und genauso warm“, sagt das Eichhörnchen.
Die Sonne scheint auf alle herab.
Und alle fühlen sich wohl.
Die Sonne macht das Leben schön.
© Elke Bräunling
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Die Sonne macht das Leben schön – Silbenschrift
Der klei-ne Spatz hüpft auf dem Ast.
„Schaut mal!“, ruft er. „Die Men-schen la-chen wie-der!“
„War-um denn?“, fra-gen die an-de-ren Spat-zen.
„We-gen der Son-ne“, sagt der klei-ne Spatz.
„Sie scheint warm vom Him-mel.“
Die Am-sel nickt.
„Die Son-ne brau-chen al-le“, sagt sie.
„Tie-re, Pflan-zen und Men-schen.“
Das Eich-hörn-chen springt den Baum hi-nauf.
„Oh-ne Son-ne wach-sen kei-ne Blät-ter“, ruft es.
Der Ap-fel-baum rauscht lei-se.
„Und kei-ne Blü-ten“, sagt er.
Un-ter dem Baum liegt Ka-ter Pe-ter.
Er schnurrt in der Son-ne.
„Wir ge-hö-ren zu-sam-men“, flüs-tert ein klei-ner Spatz.
„Ja“, sagt die Am-sel. „Wir sind ei-ne gro-ße Fa-mi-lie.“
Da kommt O-ma Klein.
Sie bringt Fut-ter.
Die Tie-re freu-en sich.
Die Son-ne scheint warm.
Und al-le füh-len sich wohl.
Die Son-ne macht das Le-ben schön.
© Elke Bräunling
Diese Fassung erzählt den Inhalt der Originalgeschichte in sehr vereinfachter, klarer Sprache mit kurzen Sätzen.
Die Sonne macht das Leben schön – sehr einfache Fassung
Die Sonne scheint warm.
Der kleine Spatz sagt:
„Die Sonne macht froh.“
Die Amsel sagt:
„Alle brauchen die Sonne.“
Das Eichhörnchen sagt:
„Ohne Sonne wächst nichts.“
Der Kater liegt in der Sonne.
Er schnurrt.
Dann kommt Oma Klein.
Sie bringt Futter.
Alle freuen sich.
Die Sonne scheint.
Und alle sind glücklich.
Die Sonne macht das Leben schön.
© Elke Bräunling
Fragerunde: Die Sonne macht das Leben schön
🌿 Einstieg
• Was hast du in der Geschichte gesehen oder gehört?
• Welche Tiere kommen vor?
• Wer ist dein Lieblings-Tier? Warum?
☀️ Zur Sonne
• Was macht die Sonne für dich schön?
• Wie fühlt sich Sonne auf deiner Haut an?
• Wann hast du dich zuletzt über die Sonne gefreut?
👉 Für Senioren besonders schön:
• Erinnerst du dich an einen sonnigen Frühlingstag von früher?
🌱 Natur verstehen
• Warum brauchen Pflanzen die Sonne?
• Was passiert ohne Sonne?
• Kennst du Tiere, die die Sonne lieben?
• Kennst du Tiere, die lieber im Schatten sind?
🐾 Gefühle in der Geschichte
• Warum haben die Spatzen gestritten?
• Wer hat den Streit beendet?
• Wie hat sich die Stimmung verändert?
• Wann hast du dich einmal gestritten?
• Was hat geholfen, dass es wieder gut wurde?
🤝 Gemeinschaft & Zusammenhalt
• Was bedeutet „Wir gehören zusammen“?
• Wer gehört alles zu dieser „großen Familie“?
• Gehören die Menschen auch dazu? Warum?
👉 Weitergedacht:
• Wie können wir gut miteinander umgehen?
• Was bedeutet „aufeinander aufpassen“?
👵 Oma Klein
• Warum freuen sich die Tiere über Oma Klein?
• Kennst du jemanden, der so freundlich ist wie sie?
👉 Für Senioren:
• Gab es früher jemanden, der Tiere gefüttert hat?
• Hast du selbst Tiere versorgt oder beobachtet?
🌞 Sonne im Herzen
• Was macht dich froh wie die Sonne?
• Was wärmt dein Herz?
• Was kannst du tun, damit sich jemand anderes freut?
🌼 Abschlussfrage
• Wann fühlt sich dein Leben „hell“ an?
👉 oder ganz einfach:
• Was macht dein Leben schön?
💛 Abschluss (zum Vorlesen oder Beten oder gemeinsam sprechen)
Wir sind eine große Familie.
Mit Himmel und Erde,
mit Sonne und Wind,
mit Menschen und Tieren.
Und wir passen aufeinander auf.
Fantasiereise: Im warmen Sonnenschein
Mache es dir bequem.
Setze dich hin oder lege dich ruhig hin.
Schließe, wenn du magst, deine Augen.
Und atme einmal tief ein …
und wieder aus.
Stelle dir vor, du bist draußen.
Auf einer Wiese.
Die Luft ist weich und klar.
Ein ganz leichter Duft liegt in der Luft.
Vielleicht riecht es ein wenig nach Gras …
nach Blüten …
nach frischer Erde.
Die Sonne scheint vom Himmel.
Sie ist angenehm warm.
Du spürst, wie ihre Wärme dein Gesicht berührt.
Ganz sanft.
Und vielleicht merkst du,
wie dein Körper dabei ruhiger wird.
Um dich herum geht es lebhaft zu.
Ein kleiner Vogel hüpft über die Wiese.
Ein Eichhörnchen sitzt im Baum.
Und irgendwo raschelt es leise im Gras.
Du bist nicht allein.
Du bist Teil von allem, was hier ist.
Die Sonne scheint für dich.
So wie für die Tiere.
Und für die Pflanzen.
Alles gehört zusammen.
Vielleicht spürst du jetzt etwas in dir.
Ein warmes, ruhiges Gefühl.
Wie ein kleines Sonnenlicht in deinem Herzen.
Du kannst dieses Gefühl behalten.
Es ist immer da.
Auch wenn die Sonne einmal nicht scheint.
Atme noch einmal tief ein und aus.
Ein und aus …
Und wenn du bereit bist,
kommst du langsam wieder zurück.
Bewege deine Hände …
deine Füße …
Und öffne ganz in Ruhe deine Augen.
Die Wärme bleibt bei dir.
Mach mit: Die Sonne spüren
☀️ 1. Kleine Sonnenpause
Setze dich bequem hin oder stelle dich aufrecht hin.
Schließe die Augen (wenn du magst).
Hebe dein Gesicht ein wenig nach oben.
👉 Stell dir vor, die Sonne scheint auf dein Gesicht.
Spüre die Wärme.
Ganz sanft.
Atme ruhig ein …
und wieder aus.
👉 Frage danach:
• Wie fühlt sich das an?
• Warm? Kribbelig? Schön?
🌿 2. Wir sind eine große Familie
Stellt euch in einen Kreis (oder denkt es euch).
Jeder sagt nacheinander:
👉 „Ich gehöre dazu.“
Dann gemeinsam:
„Wir gehören zusammen.“
👉 Variante für Gruppen:
• Einer ist die Sonne
• einer ein Tier
• einer ein Baum
• einer ein Mensch
➡️ Alle gehören zusammen.
🌼 3. Bewegungsspiel – „Die Sonne weckt uns“
Alle hocken sich klein zusammen (wie schlafend).
👉 Spielleitung sagt:
„Die Sonne geht auf …“
Langsam:
• strecken
• Arme heben
• groß werden
👉 Dann:
• Vögel flattern
• Eichhörnchen hüpfen
• Katze streckt sich
➡️ Alle werden lebendig!
🌸 4. Kleine Aufgabe
👉 Geh heute einmal nach draußen
und suche dir einen sonnigen Platz.
Bleib einen Moment stehen.
Und spüre einfach nur die Sonne.

Sachtext: Warum die Sonne so wichtig ist
Die Sonne ist für das Leben auf der Erde sehr wichtig.
Ohne sie gäbe es kein Leben.
🌱 Die Pflanzen brauchen die Sonne
Pflanzen wachsen nur mit Sonnenlicht.
Sie bilden Blätter, Blüten und Früchte.
Ohne Sonne könnten sie nicht leben.
🐾 Auch Tiere brauchen die Sonne
Viele Tiere werden im Frühling wieder aktiv, weil die Sonne wärmt.
Sie finden Nahrung und fühlen sich wohler.
👩 Und die Menschen?
Auch wir Menschen brauchen die Sonne.
Sie macht uns wach und oft auch fröhlich.
Unser Körper braucht Sonnenlicht, um gesund zu bleiben.
🌍 Alles hängt zusammen
Die Sonne gibt den Pflanzen Kraft.
Die Pflanzen sind Nahrung für Tiere und Menschen.
👉 So gehört alles zusammen:
Sonne – Pflanzen – Tiere – Menschen
☀️
Darum sagen viele Menschen:
Die Sonne macht das Leben schön.
© Elke Bräunling
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