Die kleine Waldmaus und die Melodie des heißen Sommers
Die kleine Waldmaus und die Melodie des heißen Sommers
Sommergeschichte für Freunde der Waldmaus
Es ist heiß und alle Tiere im Wald spielen verrückt
Der Sommer kann wunderschön sein. Doch manchmal wird selbst der schönste Sommertag zu heiß. Genau das erlebt die kleine Waldmaus. Zwischen summenden Hummeln, schnatternden Schnaken und flirrender Luft entdeckt sie, dass man an heißen Tagen nicht immer spielen muss. Manchmal ist eine kühle Höhle der schönste Ort der Welt. Für Kinder ab 4 Jahren, Wald- und Naturprojekte, Gespräche über Wetter und Tiere, Kindergarten und Grundschule. Mit Arbeitsmodul.
Inhalt
🐭 Geschichte
👶 Kindergartenfassung
📖 Erstleserfassung
🔤 Silbenschrift
❓ Fragerunde
🎲 Mitmachideen
🌿 Fantasiereise
☀️ Warum Tiere Hitze oft nicht mögen
Die kleine Waldmaus und die Melodie des heißen Sommers
Seit vielen Tagen schien die Sonne vom wolkenlosen Sommerhimmel. Mit jedem Tag wurde es wärmer im Wald und auf der Waldwiese. In den Stunden, an denen die Sonne senkrecht am Himmel stand, schien die Hitze über den Grashalmen, den Blumen, den Büschen und Baumwipfeln zu stehen. Sie ließ kleine Staubkörnchen in der Luft flirren.
Die kleine Waldmaus staunte. Nie hätte sie gedacht, dass die Strahlen der Sonne so heiß sein konnten. Und irgendwie mochte sie dieses heiße Heiß nicht leiden. Es juckte unangenehm auf Kopf und Rücken und die Pfoten brannten auf dem ausgetrockneten, staubigen Waldboden.
Und es schien immer heißer zu werden.
Auch heute hockte sie mit ihren Mausefreunden bei den Walderdbeeren. Sie fühlte sich unwohl. Nicht einmal die süßen Beeren schmeckten ihr heute. Wie sehr sehnte sie sich nach der dunklen, kühlen Mausehöhle! Der Weg dorthin aber erschien ihr heute weiter als weit zu sein. Es war, als wäre er von brennenden Sonnenstrahlen versperrt.
„Ach, hätte ich doch auf Opa Maus gehört!“, murmelte die kleine Maus.
„Sonne und Hitze tun uns Waldmäusen nicht gut“, hatte er zu Beginn der heißen Hitzetage gewarnt. „Wir sind Nachttiere. Drum nutze die Zeiten der Nacht!“
Unter Hitze hatte sich die kleine Waldmaus da noch nichts vorstellen können. Die Sonne war bislang ihre Freundin gewesen. Dass sie sie auf einmal nicht mehr gut leiden mochte, hätte sie sich nie vorstellen können. Nun aber wusste sie, was Opa Maus gemeint hatte.
Was für ein doofer Tag dieser sonnige Sonnentag auf einmal doch war!
Ihre Mausefreunde schienen sich ebenfalls nicht wohl zu fühlen. Einer nach dem anderen verschwanden sie im schattigen Dunkel der Wiesenkräuter. Auch die kleine Waldmaus hatte keine Lust mehr auf ein Wiesenspiel. Sie mochte auch keines der anderen Tiere sehen und hören. Die waren so laut und anstrengend heute. Vor allem die Käfer und Wespen und Fliegen und auch die sonst so zärtlichen Schmetterlinge. Ohne Unterlass summten und brummten sie um die Köpfe der Mäuse und Hamster herum und das fühlte sich sehr störend an. Die kleine Waldmaus konnte schon gar nicht mehr zählen, wie oft sie versucht hatte, sie zu verjagen. Mit Händen und Füßen und Kopfschütteln. Vergebens.
„Hey! Stört uns nicht!“, schimpfte sie. „Lasst uns unser Spiel zu Ende spielen und …“
Wieder umsummten drei Schnaken ihre Nase und eine Hummel geigte ein schaurig schräges Liedchen in ihr rechtes Ohr.
„Das ist die Melodie des heißen Sommers“, kicherte ein Schmetterling und landete immer und immer wieder auf der Waldmausnase.
Das nervte! Oh, und wie das nervte!
„Hört auf!“, schrie sie und vor lauter Erregung hüpfte sie wie ein Bällchen in einem fort auf und ab. „Ihr seid gemein.“
Die Schnaken, die Hummel und der Schmetterling aber lachten nur und weil das so fröhlich klang, kamen noch mehr Fliegen, Bienen, Schmetterlinge, Käfer und … und dann hatte die kleine Waldmaus die Nase voll.
„Ich komme wieder, wenn ihr schlaft und wenn der große Sommer wieder zum kleinen Sommer geworden ist“, rief sie.
Dann rannte sie los. Wie von tausend und mehr brummenden Hummeln gejagt, sauste die kleine Waldmaus über die Wiese hinüber zum großen Stein, dann durch den Wald und flugs hinein in die Mausehöhle. Und dort blieb sie, bis sich die Sonne am späten Abend hinter den Bergen zur Nacht verabschiedet hatte.
© Elke Bräunling
💬 Welcher Ort ist dein liebster Platz an einem heißen Sommertag – unter einem Baum, am Wasser oder in einem kühlen Zimmer? ☀️🐭🌳💛
🍓 Die kleine Waldmaus und das süße Beerenglück
🎉 Die kleine Waldmaus und das Beerenfest
🌾 Die kleine Waldmaus und der Erntetag
🦌 Die kleine Waldmaus und das kitzelige Rehkitz
ARBEITSMODUL
Die nachfolgenden Gedanken und Texte vertiefen die Geschichte und laden zum Erinnern, Nachdenken und Mitfühlen ein.
Die kleine Waldmaus und die Melodie des heißen Sommers – Ganz einfache Fassung für den Kindergarten
Es war sehr heiß im Wald.
Die Sonne schien schon viele Tage lang.
Die kleine Waldmaus mochte die Hitze nicht.
„Mir ist viel zu warm“, murmelte sie.
Ihre Pfoten brannten auf dem trockenen Boden.
Auch ihre Freunde waren müde.
Da summten plötzlich Schnaken, Hummeln, Fliegen und Bienen um die kleine Maus herum.
Immer wieder.
Es war laut!
„Hört auf!“, rief die kleine Waldmaus.
Aber die Tiere summten und brummten weiter.
„Das ist die Melodie des heißen Sommers“, kicherte ein Schmetterling.
Die kleine Waldmaus bekam schlechte Laune.
„Ich gehe jetzt nach Hause!“, rief sie.
Schnell lief sie durch den Wald.
In ihrer kühlen Mausehöhle war es angenehm.
Dort blieb sie, bis die Sonne am Abend unterging.
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Die kleine Waldmaus und die Melodie des heißen Sommers – Einfache Fassung für Erstleser
Seit vielen Tagen war es sehr heiß im Wald.
Die Sonne schien vom Himmel und der Boden war trocken.
Die kleine Waldmaus fühlte sich gar nicht wohl.
Ihre Pfoten brannten auf dem heißen Boden.
Selbst die süßen Walderdbeeren schmeckten ihr heute nicht.
„Ach, hätte ich doch auf Opa Maus gehört“, murmelte sie.
Opa Maus hatte gesagt:
„Wir Waldmäuse mögen keine große Hitze. Wir sind Nachttiere.“
Nun verstand die kleine Waldmaus endlich, was er gemeint hatte.
Auch ihre Freunde wurden müde.
Viele versteckten sich im Schatten.
Da summten plötzlich Fliegen, Schnaken und Hummeln um die kleine Maus herum.
Sie waren sehr laut. Und nervig.
Ein Schmetterling setzte sich immer wieder auf ihre Nase.
„Das ist die Melodie des heißen Sommers“, kicherte er.
Doch die kleine Waldmaus fand das gar nicht lustig.
„Lasst mich in Ruhe!“, rief sie.
Aber immer mehr Tiere summten um sie herum.
Da rannte die kleine Waldmaus schnell davon.
Sie lief über die Wiese und durch den Wald bis zu ihrer kühlen Mausehöhle.
Dort blieb sie, bis die Sonne am Abend unterging.
Dann fühlte sich alles wieder besser an.
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Die kleine Waldmaus und die Melodie des heißen Sommers – Sil-ben-schrift
Seit vie-len Ta-gen war es sehr heiß im Wald.
Die Son-ne schien vom Him-mel und der Bo-den war tro-cken.
Die klei-ne Wald-maus fühl-te sich gar nicht wohl.
Ih-re Pfo-ten brann-ten auf dem hei-ßen Bo-den.
Selbst die sü-ßen Wald-er-dbee-ren schmeck-ten ihr heu-te nicht.
„Ach, hät-te ich doch auf O-pa Maus ge-hört“, mur-mel-te sie.
O-pa Maus hat-te ge-sagt:
„Wald-mäu-se mö-gen kei-ne gro-ße Hit-ze. Wir sind Nacht-tie-re.“
Nun ver-stand die klei-ne Wald-maus end-lich, was er ge-meint hat-te.
Auch ih-re Freun-de wur-den mü-de.
Vie-le ver-steck-ten sich im Schat-ten.
Da summ-ten plötz-lich Flie-gen, Schna-ken und Hum-meln um die klei-ne Maus he-rum.
Ein Schmet-ter-ling setz-te sich im-mer wie-der auf ih-re Na-se.
„Das ist die Me-lo-die des hei-ßen Som-mers“, ki-cher-te er.
Doch die klei-ne Wald-maus fand das gar nicht lus-tig.
„Lasst mich in Ru-he!“, rief sie.
A-ber im-mer mehr Tie-re summ-ten um sie he-rum.
Da rann-te die klei-ne Wald-maus schnell da-von.
Sie lief ü-ber die Wie-se und durch den Wald bis zu ih-rer küh-len Maus-höh-le.
Dort blieb sie, bis die Son-ne am A-bend un-ter-ging.
Dann fühl-te sich al-les wie-der bes-ser an.
Große Fragerunde zur Geschichte
* Warum fühlte sich die kleine Waldmaus nicht wohl?
* Warum mochte sie die Hitze nicht?
* Was hatte Opa Maus ihr geraten?
* Warum sind Waldmäuse lieber nachts unterwegs?
* Welche Tiere summten um die Maus herum?
* Warum nervten die Geräusche die kleine Maus?
* Was meinte der Schmetterling mit der „Melodie des heißen Sommers“?
* Wie fühlt sich große Hitze an?
* Was macht dir an heißen Tagen Spaß?
* Was magst du an Hitze nicht?
* Warum suchen Tiere Schatten?
* Welche Tiere sind nachts aktiv?
* Warum wird man bei Hitze manchmal müde oder gereizt?
* Welche Sommergeräusche kennst du?
* Wie klingt ein heißer Sommertag?
* Warum tat die kühle Mausehöhle gut?
* Welche Orte sind im Sommer angenehm kühl?
* Warum wollen Menschen und Tiere bei Hitze manchmal lieber ihre Ruhe haben?
* Was passiert im Wald bei großer Trockenheit?
* Welche Tiere hörst du im Sommer besonders oft?
* Wie riecht der Sommerwald?
* Was hilft gegen Hitze?
* Warum verändern Sonne und Wetter die Stimmung?
* Kennst du das Gefühl, genervt zu sein?
* Was hilft dir dann?
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Mach mit! Ideen rund um Sommerhitze und Waldgeräusche
🐝 Sommergeräusche-Konzert
Die Kinder machen Sommergeräusche:
* Bienensummen
* Grillenzirpen
* Fliegensummen
* Windrauschen
* Vogelrufe
Zusammen entsteht die „Melodie des heißen Sommers“.
🌞 Bewegungsspiel: Heißer Sommertag
Die Kinder bewegen sich zuerst langsam und müde durch den Raum wie Tiere bei großer Hitze.
Dann:
* Schatten suchen
* trinken
* ausruhen
* sich fächeln
Am Ende kommt der Abendwind und alle werden wieder munter.
❄️ Warm und kühl fühlen
Fühlt verschiedene Dinge:
* warmen Stein
* kaltes Wasser
* Schattenplatz
* Sonne
* Wind
Wie fühlt sich was an?
🐭 Mäusehöhle bauen
Mit Decken oder Kissen wird eine gemütliche „Mausehöhle“ gebaut.
Dort darf:
* gelesen
* erzählt
* ausgeruht
* geträumt werden
Wie die kleine Waldmaus im Sommer.
🎨 Male den heißen Sommerwald
Wie sieht ein heißer Sommertag im Wald aus?
Vielleicht:
* flirrende Luft
* summende Bienen
* trockener Boden
* Erdbeeren
* Schattenplätze
💧 Abkühlungs-Ideen sammeln
Was hilft bei Hitze?
* trinken
* Schatten
* Füße ins Wasser
* langsamer machen
* ausruhen
Die Kinder sammeln eigene Ideen.
🌬️ Wind-Spiel
Ein Kind ist der Sommerwind.
Es bewegt sich langsam durch den Raum und „kühlt“ die anderen Tiere mit weichen Bewegungen ab.
🍓 Walderdbeeren-Spiel
Kleine rote Papierpunkte oder Bälle werden versteckt.
Die Kinder suchen „Walderdbeeren“ wie kleine Waldmäuse.
Fantasiereise: Die kühle Mausehöhle
Schließe für einen Moment die Augen.
Stelle dir vor, du bist eine kleine Waldmaus.
Draußen scheint die heiße Sommersonne.
Die Luft flimmert über der Wiese.
Du hörst:
Hummeln summen,
Fliegen brummen,
Grillen zirpen.
Langsam läufst du durch das warme Gras.
Doch nun entdeckst du deine kleine Mausehöhle.
Dort ist es angenehm kühl und ruhig.
Du kuschelst dich ins weiche Moos.
Von draußen hörst du nur noch leise die Sommergeräusche.
Ganz langsam wird dein Körper ruhiger.
Die Hitze bleibt draußen.
Und du fühlst dich sicher und geborgen in deiner kleinen Waldhöhle.
Fühlst du die angenehme Kühle?
Warum Tiere Hitze oft nicht mögen
Viele Tiere leiden unter großer Sommerhitze.
Besonders kleine Tiere wie:
* Mäuse
* Igel
* Käfer
* Vögel
müssen vorsichtig sein.
Bei großer Hitze:
* trocknet der Boden aus
* Wasser wird knapp
* Tiere werden müde
* manche Tiere verstecken sich im Schatten
Viele Tiere sind deshalb:
* morgens früh
* abends
* oder nachts
aktiver als mittags.
Auch Menschen fühlen sich bei großer Hitze oft:
* müde
* gereizt
* erschöpft
Darum helfen:
* Schatten
* Ruhe
* Wasser
* kühle Orte
sehr gut.
Die Geräusche des Sommers entstehen oft durch:
* Grillen
* Bienen
* Fliegen
* Hummeln
* Blätterrauschen
Für manche Tiere klingt das wie ein großes Sommerlied: Die „Melodie des heißen Sommers“.
© Elke Bräunling
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