Der große Blumentag
Der große Blumentag
Muttertagsmärchen
Vor Muttertag herrscht Aufregung unter den Blumen im Garten
„Manchmal ist es schön, eine kleine Freude zu sein.“
„Der große Blumentag“ ist ein warmes Muttertagsmärchen über Blumen, die lernen, dass Schenken auch Freude bedeuten kann. Die Geschichte eignet sich zum Vorlesen, für Kindergarten und Grundschule sowie für ruhige Gesprächsrunden mit Kindern und Senioren.
Mit Arbeitsmodul (einfache Fassungen, Sachtext, Mitmachideen und Fantasiereise).
🌸 Die Geschichte
🧒 Kindergarten-Kurzfassung
📖 Erstleserfassung
🔤 Silbenschrift
🌿 Fantasiereise
🎲 Mach mit
📚 Sachtext: Blumen & Muttertag
🔗 Weitere Geschichten
Der große Blumentag
„Achtung! Achtung!“ Laut und warnend hallte es durch den Garten. „Bald ist großer Blumentag. Passt auf!“
„Großer Blumentag?“, raunten einige Blumen. „Schon wieder?“
„Au weh! Zieht eure Köpfe ein!“
„Beendet schnell eure Blüte!“
„Verkriecht euch noch ein Weilchen in euren Knospen!“
„Blüht jetzt nicht so schnell auf!“
Von überall her riefen erschrockene Stimmen einander Ratschläge zu.
Einige Blumen jammerten auch und klagten.
„Zu spät!“, riefen die stolzen Papageientulpen mit den elegant gezackten Blütenblättern.
„Unsere Blüte hat gerade begonnen. Wir können unsere Kelche nicht mehr schließen. Oh je! Oh je! Pflücken werden uns die Menschen und zu Blumensträußen binden.“
„Und dann?“, fragte eine junge Rose, die sich noch in ihrer Knospe verbarg.
„Dann“, schluchzten die Maiglöckchen, „werden sie uns in Sträußen mit sich tragen in ihren feuchten, warmen Händen. Oh, das tut so weh! Jedes Jahr trifft es uns Maiglöckchen zum großen Blumentag am meisten.“
„Sie lieben euch eben, die Menschen“, tröstete ein Löwenzahn. „Mich und meine
Kollegen mag niemand in einem Blumenstrauß haben.
„Wie recht du hast!“, sagte das Vergissmeinnichtblümchen. Es seufzte. „Uns haben sie am großen Blumentag ganz besonders lieb. Allein schon unseres Namens wegen. VERGISS-MICH-NCHT! Ja, ja …“ Es seufzte noch tiefer. „So lieb haben sie uns, dass sie oft genug uns und unseren Durst nach Wasser vergessen.“
„Richtig! Davon haben wir auch schon gehört.“
Viele Blumen stimmten dem mit einem Nicken und mit „Ja-Ja-Das-kennen-wir-auch-Rufen“ zu, bis das nicht ganz so schöne und in Blumensträußen auch nicht ganz so beliebte Ziergras sagte:
„Manchmal ist es schön, nicht so schön zu sein.“
„Also ich“, meinte keck eine junge Irisblüte, „ich möchte ganz toll schön und geliebt sein. Aber sagt, was ist das eigentlich, dieser ‚große Blumentag‘, den ihr alle so fürchtet?“
„Muttertag!“, riefen da alle Blumen im Chor. „Der Tag, in dem alle kleinen und großen Kinder ihren Müttern mit einem Blumenstrauß eine Freude machen.“
„Wie schön!“, sagte die Irisblüte andächtig. „Also ich, ich möchte gerne eine kleine Freude sein. Ihr nicht?“
Für einen Moment wurde es still im Garten. Mucksmäuschenstill.
© Elke Bräunling
Die nachfolgenden Gedanken und Texte vertiefen die Geschichte und laden zum Erinnern, Nachdenken und Mitfühlen ein.
Diese Versionen sind sprachliche Bearbeitungen derselben Geschichte zur besseren Zugänglichkeit und stellen keine eigenständigen Werke dar.
Der große Blumentag: Kindergarten-Kurzfassung
Im Garten ist große Aufregung.
„Achtung!“, rufen die Blumen. „Bald ist großer Blumentag!“
Die Tulpen zittern.
Die Maiglöckchen seufzen.
„Dann werden wir gepflückt“, sagen sie. „Dann kommen wir in Sträuße.“
Ein kleines Vergissmeinnicht flüstert:
„Die Menschen haben uns lieb.“
Der Löwenzahn nickt.
„Sie wollen Freude schenken.“
Doch alle Blumen haben auch Angst.
Sie wollen nicht gepflückt werden.
Ob das weh tut?
Ob sie ihre Freunde im Garten verlieren?
Da sagt eine junge Iris:
„Vielleicht ist das gar nicht schlimm.“
„Warum?“, fragen die anderen.
„Weil wir dann jemandem ein Lächeln schenken.“
Es wird still im Garten.
Ganz still.
Und die Angst verschwindet.
Eine kleine Blume sagt leise:
„Dann möchte ich auch eine Freude sein.“
Und alle nicken.
Sie möchten alle einem Menschen Freude bereiten.
Und die Sonne scheint warm auf alle herab.
Der große Blumentag – Erstleserfassung
Im Garten ist etwas anders als sonst.
Die Blumen flüstern und rascheln aufgeregt.
„Habt ihr es schon gehört?“, ruft eine Tulpe. „Bald ist großer Blumentag!“
„Oh nein!“, jammern die Maiglöckchen. „Dann werden wir gepflückt!“
„Und in Sträuße gebunden“, sagt eine Rose leise. „Das mag ich nicht.“
Ein kleines Vergissmeinnicht schaut nachdenklich.
„Aber die Menschen haben uns doch lieb“, sagt es.
Der Löwenzahn wiegt seinen Kopf im Wind.
„Ja“, sagt er. „Sie wollen Freude schenken.“
„Aber wir verlieren unser Zuhause“, flüstern die Blumen.
Die Blumen haben ein bisschen Angst.
Sie wollen nicht gepflückt werden.
Ob das weh tut?
Ob sie ihre Freunde im Garten verlieren?
Da meldet sich eine junge Iris.
Sie ist noch nicht lange im Garten.
„Vielleicht ist das gar nicht so traurig“, sagt sie.
Die anderen schauen sie an.
„Warum denn nicht?“, fragen sie.
„Weil wir jemandem ein Lächeln schenken können“, sagt die Iris. „Vielleicht einer Mama.
Oder einer Oma.“
Der Wind weht ein bisschen leiser nun.
Die Blumen denken nach.
Und langsam wird es still im Garten.
Ganz still.
Und die Angst verschwindet.
„Dann möchte ich auch eine Freude sein,“, sagt eine kleine Blume.
Und alle nicken.
Ja, sie alle möchten den Menschen Freude bereiten.
„Ich möchte auch eine Freude sein.“
Und die Sonne scheint warm auf sie herab.
© Elke Bräunling
Der große Blumentag: Silbenschrift
Im Gar-ten ist es un-ru-hig.
Die Blu-men flüs-tern.
„Bald ist der gro-ße Blu-men-tag!“, ruft ei-ne Tul-pe.
„Oh nein!“, sa-gen die Mai-glöck-chen. „Dann wer-den wir ge-pflückt.“
„Die Men-schen ha-ben uns lieb“, sagt das Ver-giss-mein-nicht.
Der Lö-wen-zahn nickt.
„Sie wol-len Freu-de schen-ken.“
Da sagt die I-ris:
„Viel-leicht ist das gar nicht schlimm.“
„War-um?“, fra-gen die an-de-ren.
„Weil wir ein Lä-cheln schen-ken“, sagt sie.
Es wird still im Gar-ten.
Ganz still.
Dann sagt ei-ne klei-ne Blu-me:
„Ich möch-te ei-ne Freu-de sein.“
Die Son-ne scheint warm.
Fantasiereise: Im Blütengarten
Mache es dir bequem.
Setze dich hin oder lege dich ruhig hin.
Wenn du magst, schließe deine Augen.
Und atme einmal tief ein …
und wieder aus.
Ganz langsam.
Stelle dir vor, du bist in einem Garten.
Es ist ein weiter, heller Garten.
Die Luft ist weich und warm.
Ein leiser Duft liegt überall ringsum.
Schnupper mal!
Vielleicht riecht es nach Erde …
nach frischem Gras …
nach Blüten.
Du gehst langsam einen kleinen Weg entlang.
Der Boden unter deinen Füßen ist weich.
Du spürst jeden Schritt.
Die Sonne scheint vom Himmel.
Sie ist nicht heiß, sondern angenehm warm.
So warm, dass du dich wohfühlst.
Lass dein Gesicht von der Sonne bestrahlen.
Vielleicht spürst du, wie ihrLicht dich berührt.
Ganz sanft.
Ganz warm.
Ganz voller Liebe.
Um dich herum wachsen Blumen.
Viele Blumen.
Große und kleine.
Einige stehen still.
Andere wiegen sich im Wind.
Lausche!
Wenn du genau hinhörst, kannst du vielleicht ein leises Flüstern hören.
Die Blumen sprechen miteinander.
Ganz leise.
Du gehst ein Stück näher heran.
Und bleibst stehen.
Du hörst, wie sie von einem besonderen Tag sprechen.
Vom großen Blumentag.
Einige Blumen klingen ein wenig traurig.
Andere neugierig.
Du spürst ihre Gedanken.
Ihre kleinen Sorgen.
Und dann hörst du eine Stimme.
Ganz ruhig. Ganz freundlich.
Eine Blume sagt:
„Vielleicht ist es schön, eine Freude zu sein.“
Diese Worte bleiben in der Luft hängen wie ein leiser Klang.
Und vielleicht spürst du jetzt etwas in dir.
Ein warmes Gefühl.
Wie ein kleines Licht, das dich wärmt.
Dieses Licht wird ein bisschen heller.
Ganz langsam.
Vielleicht erinnerst du dich an einen Moment, in dem du jemandem eine Freude gemacht hast.
Ein Lächeln.
Ein liebes Wort.
Eine kleine Geste.
Und vielleicht erinnerst du dich auch daran, wie es sich angefühlt hat.
Warm.
Leicht.
Gut.
Du bist Teil dieses Gartens.
So wie die Blumen.
Du bist verbunden mit allem, was hier ist.
Mit der Erde unter dir.
Mit der Luft um dich herum.
Mit der Sonne über dir.
Alles gehört zusammen.
Die Sonne scheint für die Blumen.
Für die Tiere.
Und auch für dich.
Und vielleicht merkst du jetzt:
Dieses warme Gefühl bleibt.
Es ist in dir.
Wie ein kleines Sonnenlicht im Herzen.
Du kannst es jederzeit wiederfinden.
Auch an grauen Tagen.
Atme noch einmal tief ein …
und wieder aus …
Ein und aus …
Bewege langsam deine Hände.
Deine Füße.
Und wenn du bereit bist, öffne ganz ruhig deine Augen.
Die Wärme bleibt bei dir.
.
Mach mit – Ideen
🌸 1. Kleine Blumenfreude
Male eine Blume.
Verschenke sie an jemanden, den du magst.
🌼 2. Wer gehört dazu?
Sprecht gemeinsam:
„Blumen, Menschen, Tiere! Wir gehören zusammen.“
🌷 3. Bewegungsspiel
Alle sind Knospen (klein machen).
„Die Sonne kommt!“
Langsam aufblühen, Arme öffnen.
🌿 4. Kleine Aufgabe
Suche draußen eine Blume.
Schau sie dir ganz genau an ohne sie zu pflücken.
Sachtext: Warum wir Blumen schenken und warum sie so wichtig sind
Blumen gehören zu unserem Leben.
Schon seit sehr langer Zeit.
🌸 Blumen zeigen Gefühle
Menschen schenken Blumen, um etwas auszudrücken, das man nicht immer in Worte fassen kann.
Das kann sein: Freude, Dankbarkeit, Liebe oder Trost.
Ein Blumenstrauß kann sagen:
„Ich hab dich lieb.“
Oder: „Danke, dass du da bist.“
Oder: „Ich denk an dich.“
Das macht Blumen so besonders.
🌷 Der große Blumentag – Muttertag
Am Muttertag schenken viele Kinder ihren Müttern Blumen.
Das ist eine alte Tradition.
Die Blumen sollen zeigen:
Du bist mir wichtig und ich denke an dich.
Für viele ist das ein schöner Moment.
Doch gleichzeitig kann man sich auch fragen:
Woher kommen die Blumen?
Und was passiert mit ihnen?
🌼 Blumen in der Natur
In der Natur haben Blumen eine wichtige Aufgabe.
Sie sind nicht nur schön.
Nein, sie geben den Insekten Nahrung und sie helfen den Pflanzen, sich zu vermehren. Sie sorgen dafür, dass Früchte wachsen und sie machen die Landschaft lebendig, die Wiesen, Felder, Wälder und Gärten.
Und ohne Blumen gäbe es viele Tiere nicht und ohne diese Tiere würde auch unser Leben anders aussehen.
Du siehst: Alles gehört zusammen und wir sind in einem Kreislauf miteinander verbunden.
🐝 Die Rolle der Insekten
Bienen, Hummeln und Schmetterlinge besuchen Blumen.
Sie holen Nektar und Pollen.
Dabei helfen sie den Pflanzen, sich zu verbreiten.
Das nennt man Bestäubung.
Ohne Bestäubung gäbe es viele Früchte nicht.
Kein Obst. Kein Gemüse.
Darum sind Blumen wichtig für uns alle.
🌱 Ein kleiner Gedanke zum Pflücken
Viele Blumen werden gepflückt, um Freude zu schenken.
Das ist schön.
Aber manchmal ist es auch schön, eine Blume einfach stehen zu lassen im Garten oder auf der Wiese oder am Wegesrand.
Dort kann sie weiterleben und anderen Freude machen, den Insekten, Tieren und den Menschen, die vorbeigehen
🌍 Alles hängt zusammen
Die Sonne gibt den Blumen Kraft.
Die Blumen geben den Insekten Nahrung.
Die Insekten helfen den Pflanzen.
Die Pflanzen sind Nahrung für Tiere und Menschen.
So gehört alles zusammen.
Sonne und Blumen und Tiere und Menschen
Wir alle sind wie eine große Familie.
💛 Was wir daraus lernen können
Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, wie groß eine Geste ist.
Manchmal reicht ein Lächeln oder ein nettes Wort, eine Blume oder ein kurzer Moment der Aufmerksamkeit
Kleine Dinge können nämlich eine große Freude bereiten.
Das ist wichtig zu wissen.
🌞 Zum Abschluss
Blumen sind mehr als nur Schmuck.
Sie sind Teil des Lebens.
Und wenn wir sie ansehen, wenn wir ihren Duft wahrnehmen oder wenn wir sie verschenken, dann spüren wir vielleicht ein bisschen die Wärme, die sie schenken, die
Verbundenheit und das Leben
Und genau deshalb sagen viele Menschen: „Blumen machen das Leben schön.“
Geschichten zum Muttertag findest du hier
Muttertag und weiße Nelken
Ein Glücksherz für Mama und für Papa
Ein Glückskleeblatt für Papa
Jeder Tag ist Muttertag
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Ein Rosenstrauß für Oma
Frau Berger lächelt
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Hochzeitssuppe und falscher Hase
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Der Familientag
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Mia und das liebevolle Geschenk für Mama
Die richtigen Blumen für Mama
Mias Traum von den Blütenkindern
Der kleine Bär und der Blumenstrauß
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Danke, Mama – Muttertagsgeschichten
Ein bisschen so wie du: Für Mama, Papa, Oma und Opa
An jedem Tag im ganzen Jahr
Dazu das neue Lied zum Muttertag
Dieses neue Muttertagslied ist ab sofort bei Spotify zum Hören und hier bei amazon zum Download erhältlich.
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AUSMALBILD

Diese Geschichte findest du in dem Buch:

Taschenbuch: Hör mal, Oma! Ich erzähle Dir eine Geschichte von Frühling und Sommer: Frühlings- und Sommergeschichten – Von Kindern erzählt *
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Ein Kommentar zu „Der große Blumentag“