Die kleine Waldmaus und das kitzelige Rehkitz

Die kleine Waldmaus und das kitzelige Rehkitz

Tiermärchen und Tierhilfe


titel + Illustration kleine Maus, im Hintergrund Mähdrescher auf WieseDer Tag, an dem die Mähmaschine über die Waldwiese fuhr

Manchmal braucht es nur eine kleine Idee, um ein großes Unglück zu verhindern. In dieser warmen Sommergeschichte entdeckt die kleine Waldmaus gemeinsam mit ihren Freunden ein Rehkitz, das mitten auf der Wiese in Gefahr geraten ist. Eine liebevolle Tiergeschichte über Mut, Zusammenhalt und die kluge Kraft kleiner Helfer.
Die Geschichte eignet sich besonders gut zum Vorlesen im Sommer, für Naturprojekte, Gespräche über Tiere auf Wiesen und erste behutsame Begegnungen mit dem Thema Rehkitzrettung mit Arbeitsmodul.

Inhalt
📖 Die kleine Waldmaus und das kitzelige Rehkitz
🐭 Kindergarten-Kurzfassung
🌿 Erstleserfassung
🔤 Silbenschrift
💬 Fragerunde
🎨 Mach mit – Extra
🌾 Fantasiereise
🦌 Sachtext: Warum Rehkitze im hohen Gras liegen
🖍️ Ausmalbild
🌼 Weitere Geschichten mit der kleinen Waldmaus

 

 

Die kleine Waldmaus und das kitzelige Rehkitz

Illustration kleine Maus, im Hintergrund Mähdrescher auf WieseEs war ein warmer, trockener Sommertag. Anstatt sich wie die anderen Waldmäuse in der schattigen Höhle auszuruhen und den kühlen Abend abzuwarten, trieb sich die kleine Waldmaus am Waldrand bei der großen Wiese herum. Hier war immer etwas los und es gab viel zu bestaunen.
Heute aber war es laut hier. Ein Dröhnen und Knattern lag in der Luft. Je näher die kleine Maus zur großen Wiese kam, umso lauter wurde dieser Lärm. Komisch. Diese Geräusche hatte sie noch nie gehört. War es Menschenlärm?
Da! Ein großer, schwarzer Schatten ratterte und knatterte mit lautem Getöse vom Tal her den vorderen Wiesenhang aufwärts. Eine Blechmaschine der Menschen. Sie trug blitzende Messer mit sich und schnitt ratsch und ritsch und schnapp die Kräuter und Gräser der Wiese alle ab.
Weiter fuhr dieses Blechding bergan und immer weiter. Die Gräser und Kräuter aber ließ es platt auf der Wiese liegen.
Die kleine Waldmaus erschrak. Gehörte die Wiese nicht den Tieren? Hoffentlich hatten sich die Wiesentiere alle rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Nicht auszudenken, wenn diese blitzenden Messer ihre Freunde, die Tiere …
Nein, gar nicht weiter denken mochte die kleine Waldmaus diesen Gedanken. Er fühlte sich so schmerzhaft an. So gemein.
„Ich muss sie warnen, die Freunde, die dort noch auf der Wiese unterwegs sind“, murmelte sie. „Ja, warnen. Aber wie?“
So schnell sie konnte, sauste sie hinauf zum großen weißen Stein. Dort würde sie eine bessere Aussicht haben und vielleicht einige Wiesenfreunde, die anderen Waldmäuse, die Feldmäuse und Hamster und die Kaninchenkinder, treffen.
Sie hatte Glück. Beim weißen Stein hatten sich schon viele Freunde versammelt.
„Wie gut, dass du in Sicherheit bist“, riefen sie der kleinen Waldmaus entgegen. „Wir hatten schon Angst, du würdest dieses Blechmonster mit den scharfen Messern treffen.“
Die kleine Maus nickte. Ja, was für ein Glück!
„Geht es euch allen gut?“, japste sie, während sie sich von dem schnellen Lauf erholte und erst einmal verschnaufte.
„Alles gut, alles klar“, antwortete eine der Feldmäuse und alle atmeten auf. Das war ja noch einmal gut gegangen.
Illustration kleine Maus u.a. tiere auf der Wiese, im Hintergrund Rehkitz im GrasDa aber ertönte plötzlich von der Mitte der Wiese her ein Schrei.
„Das kleine Reh“, hallte es zum weißen Stein herauf. „Kommt alle her und helft! Das Rehbaby liegt hier in seinem Wiesennest und Mama Reh ist noch im Wald unterwegs.“
Das kleine Reh? Oh je.
So schnell sie konnten, stürzten sich alle Mäuse und Hamster wieder in die Wiese und rannten an der Blechmaschine vorbei zu dem Rehkitz.
Das aber kannte die Menschen und ihre Maschinen noch nicht und wollte ohne seine Mutter den Wiesenplatz nicht verlassen.
„Bleib liegen, bis ich wiederkomme!“, hatte ihm die Rehmutter befohlen. „Hier bist du sicher.“
„Du musst aufstehen und die Wiese verlassen. Komm mit uns, kleines Rehbaby!“, riefen die Mäuse und Hamster aber nun.
Das Rehkitz dachte an die Worte seiner Mutter und weil es ein gehorsames Rehkind war, blieb es liegen. Aber seine Furcht war groß.
Die Höllenmaschine, die das Gras kleiner machte, kam nämlich näher und näher, und das Lärmen und Brausen und Knattern wurde immer lauter.
Und dann war da plötzlich auch noch dieses Kitzeln. Überall kitzelte und krabbelte und juckte es auf einmal. Nun sprang das kleine Reh doch auf. Vor Schreck dieses Mal. Es war nämlich sehr kitzelig. Und weil das Kitzeln an den Pfoten und Beinen nicht aufhörte, hüpfte es Schritt für Schritt für Schritt aus der Wiese heraus bis hoch hinauf zum weißen Stein.
Illustration kleine Maus auf weiße Stein, davor Rehkitz u.a. tiere , sie freuen sichDort traf es die anderen Tiere … und die Wald- und Feldmäuse, die hinter ihm her kamen. Sie waren es gewesen, die das kleine Reh mit Kitzeln und Krabbeln und Pieksen aus der Wiese fort gelockt hatten.
Gerade noch rechtzeitig. Die Menschenmaschine hatte den Platz mit dem Rehkitznest längst erreicht. Nicht auszudenken, wenn nicht eine der Mäuse auf die Idee mit dem Kitzeln gekommen wäre.
Welche der Mäuse das gewesen ist?
Rate!
Die kleine Waldmaus saß auf dem Stein und kicherte.
„Kitzeln hilft immer“, lachte sie und lachte. Und alle Tiere lachten mit. Vor Erleichterung und vor Freude, dass alles gut ausgegangen war.

 

Die nachfolgenden Gedanken und Texte vertiefen die Geschichte und laden zum Erinnern, Nachdenken und Mitfühlen ein.

Diese Versionen sind sprachliche Bearbeitungen derselben Geschichte zur besseren Zugänglichkeit und stellen keine eigenständigen Werke dar.

Die kleine Waldmaus und das kitzelige Rehkitz – Kindergarten-Kurzfassung

Die kleine Waldmaus läuft zur Sommerwiese.
Dort ist es heute sehr laut.
Eine große Maschine mäht das Gras.
Sie rattert und knattert.
Die kleine Waldmaus bekommt Angst.
„Hoffentlich sind alle Tiere in Sicherheit!“, ruft sie.
Da hört sie einen Schrei.
Mitten in der Wiese liegt ein kleines Rehkitz.
Es versteckt sich im hohen Gras.
„Komm schnell mit uns!“, rufen die Mäuse.
Aber das kleine Reh bleibt liegen.
Seine Mama hat gesagt:
„Bleib im Gras versteckt.“
Die Maschine kommt näher.
Immer näher.
Da haben die Mäuse eine Idee.
Sie krabbeln und kitzeln das kleine Reh.
Immer und immer wieder.
Oh! Das kitzelt sehr!
Das Rehkitz springt erschrocken auf
und hüpft aus der Wiese heraus.
Gerade noch rechtzeitig!
Alle Tiere freuen sich.
Und die kleine Waldmaus kichert:
„Kitzeln hilft eben manchmal doch!“

Die kleine Waldmaus und das kitzelige Rehkitz – Erstleserfassung

Es war ein heißer Sommertag.
Die kleine Waldmaus lief am Rand der großen Wiese entlang.
Eigentlich ruhten sich die anderen Waldmäuse im kühlen Bau aus.
Aber die kleine Waldmaus war neugierig.
Auf der Wiese gab es immer etwas zu entdecken.
Doch heute war alles anders.
Es war laut. Sehr laut sogar.
Ein Dröhnen und Knattern lag in der Luft.
Die kleine Waldmaus blieb stehen und lauschte.
Dann sah sie die große Maschine.
Sie fuhr über die Wiese und schnitt das hohe Gras ab.
„Oh nein“, murmelte die kleine Waldmaus erschrocken. „Hoffentlich sind alle Tiere in Sicherheit.“
Schnell lief sie zum großen weißen Stein.
Von dort oben konnte man die ganze Wiese sehen.
Und wirklich:
Dort hatten sich schon viele Tiere versammelt.
Die Waldmäuse und auch die Feldmäuse, die Hamster und die Kaninchen.
Alle sahen besorgt aus.
„Wie gut, dass du da bist!“, rief eine Feldmaus. „Wir hatten schon Angst um dich.“
Die kleine Waldmaus atmete erleichtert auf.
Da hörten plötzlich alle einen Ruf von der Mitte der Wiese.
„Das kleine Reh! Es braucht Hilfe!“
Die Tiere erschraken.
Mitten im hohen Gras lag noch ein Rehkitz versteckt.
„Komm schnell!“, riefen die Mäuse. „Du musst die Wiese verlassen!“
Aber das kleine Reh blieb liegen. Seine Mama hatte gesagt:
„Bleib still im Gras liegen, bis ich zurückkomme.“
Das Rehkitz wollte gehorsam sein.
Doch die Maschine kam immer näher.
Das Dröhnen wurde lauter.
Und die Tiere wurden immer aufgeregter.
Da hatte die kleine Waldmaus plötzlich eine Idee.
Schnell liefen alle Mäuse zum Rehkitz auf die Wiese.
Sie krabbelten über seine Beine.
Sie pieksten. Sie kitzelten.
Das kleine Reh zuckte zusammen.
„Oh! Das kitzelt!“, rief es vor Schreck.
Es sprang auf und hüpfte Schritt für Schritt aus dem hohen Gras heraus.
Hinauf zum weißen Stein lief es.
Gerade noch rechtzeitig.
Kurz danach erreichte die Maschine die Stelle, an der das Rehkitz gelegen hatte.
Die Tiere atmeten erleichtert auf.
Alles war gut gegangen.
Und die kleine Waldmaus kicherte fröhlich.
„Kitzeln hilft manchmal eben doch“, sagte sie.
Da mussten alle Tiere lachen.
Vor Freude.
Und vor Erleichterung.

 

Die kleine Waldmaus und das kitzelige Rehkitz – Silbenschrift

Es war ein hei-ßer Som-mer-tag.
Die klei-ne Wald-maus lief zur gro-ßen Wie-se.
Doch heu-te war es dort sehr laut.
Ei-ne gro-ße Ma-schi-ne fuhr über das Gras.
Sie rat-ter-te und knat-ter-te.
Die klei-ne Wald-maus er-schrak.
„Hoff-ent-lich sind al-le Tie-re in Si-cher-heit“, mur-mel-te sie.
Schnell lief sie zum gro-ßen wei-ßen Stein.
Dort wa-ren schon vie-le Tie-re.
Da hör-ten al-le ei-nen Ruf.
„Das klei-ne Reh!“
Mit-ten in der Wie-se lag noch ein Reh-kitz.
„Komm schnell mit uns!“, rie-fen die Mäu-se.
Doch das klei-ne Reh blieb lie-gen.
Sei-ne Ma-ma hat-te ge-sagt: „Bleib im Gras ver-steckt.“
Die Ma-schi-ne kam nä-her. Im-mer nä-her.
Da hat-ten die Mäu-se ei-ne I-dee.
Sie krab-bel-ten über das Reh-kitz.
Und sie kitz-el-ten es.
„Oh! Das kitzelt!“, rief das klei-ne Reh.
Es sprang auf und hüpf-te aus der Wie-se he-raus.
Ge-ra-de noch recht-zei-tig.
Die Tie-re freu-ten sich sehr.
Und die klei-ne Wald-maus lach-te und rief:
„Kitzeln hilft im-mer!“

 

Fragerunde – Die kleine Waldmaus und das kitzelige Rehkitz

1. Die Geschichte verstehen
Diese Fragen helfen, die Handlung genau zu erfassen.
• Wo ist die kleine Waldmaus unterwegs?
• Warum ist es auf der Wiese plötzlich so laut?
• Was macht die große Maschine?
• Warum erschrickt die kleine Waldmaus?
• Wo treffen sich die Tiere?
• Wer liegt noch mitten in der Wiese?
• Warum bleibt das Rehkitz liegen?
• Was machen die Mäuse?
• Wie retten sie das kleine Reh?
• Wie endet die Geschichte?
Ziel: Sicherheit im Textverständnis

2. Gefühle in der Geschichte
Über Angst, Mut und Erleichterung sprechen
• Wie fühlt sich die kleine Waldmaus, als sie die Maschine sieht?
• Warum haben die Tiere Angst um das Rehkitz?
• Wie fühlt sich das kleine Reh wohl?
• Warum bleibt es trotzdem liegen?
• Wie fühlen sich die Tiere am Ende?
• Kennst du das Gefühl, Angst um jemanden zu haben?
Ziel: Gefühle benennen lernen

3. Das Rehkitz verstehen
Warum handelt das kleine Reh so?
• Warum wollte das Rehkitz seine Mutter nicht enttäuschen?
• Warum bleiben Rehkitze oft still liegen?
• Hat das Rehkitz etwas falsch gemacht?
• Was würdest du an seiner Stelle tun?
• Ist es manchmal schwer zu entscheiden, was richtig ist?
Ziel: Mitgefühl und Perspektivwechsel

4. Freundschaft und Zusammenhalt
Die Tiere helfen gemeinsam
• Warum helfen die Tiere dem Rehkitz?
• Hätte eine Maus allein das Reh retten können?
• Warum ist Zusammenhalten wichtig?
• Was macht gute Freunde aus?
• Hast du schon einmal jemandem geholfen?
Ziel: Gemeinschaft erleben

5. Die Idee mit dem Kitzeln
Die Rettung gelingt ohne Gewalt
• Warum war die Idee mit dem Kitzeln so schlau?
• Warum mussten die Tiere schnell überlegen?
• Kann man Probleme manchmal mit guten Ideen lösen?
• Kennst du Situationen, in denen Einfallsreichtum geholfen hat?
Ziel: Kreatives Denken fördern

6. Natur und Tiere
Wissen über Wiesen und Rehe
• Welche Tiere leben auf einer Sommerwiese?
• Warum verstecken Rehmütter ihre Jungen?
• Warum ist hohes Gras wichtig?
• Was passiert beim Mähen der Wiesen?
• Wie können Menschen Tieren helfen?
Ziel: Naturverständnis stärken

7. Was-wäre-wenn-Fragen
Zum Weiterdenken und Erzählen
• Was wäre passiert, wenn die Mäuse das Rehkitz nicht gefunden hätten?
• Was sagt die Rehmutter wohl später zu ihrem Kitz?
• Welche Tiere hätten noch helfen können?
• Was machen die Tiere nach der Rettung gemeinsam?
• Welche Abenteuer erlebt die kleine Waldmaus wohl noch?
Ziel: Fantasie und Sprache fördern

8. Kleine Abschlussfrage
Eine Frage genügt.
„Was hat dir an der Geschichte am besten gefallen?“

 

Mach mit – Extra

🌾 1. Wiesengeräusche hören
Setzt euch draußen ins Gras oder ans Fenster.
Hört ganz genau hin.
Welche Geräusche könnt ihr entdecken?
Vielleicht:
• Vogelstimmen
• Wind
• Summen
• Zirpen
• Rascheln
🦌 2. Rehkitz-Spiel
Ein Kind ist das Rehkitz.
Es liegt still im Gras.
Die anderen Kinder sind Wiesentiere.
Sie überlegen gemeinsam:
Wie können wir helfen?
🐭 3. Kitzel-Rettung spielen
Ein Kuscheltier oder Kissen ist das kleine Rehkitz.
Die Kinder überlegen:
Wie könnten kleine Mäuse helfen?
Natürlich nur ganz vorsichtig und lustig.
🌿 4. Tiere im hohen Gras malen
Male eine Sommerwiese.
Welche Tiere verstecken sich dort?
Vielleicht:
• Mäuse
• Käfer
• Rehe
• Hasen
• Schmetterlinge
☀️ 5. Sommerwiese fühlen
Wie fühlt sich Sommer an?
Sammelt Wörter wie:
• warm
• weich
• duftig
• sonnig
• kitzelig
💛 6. Gemeinsam helfen
Überlegt:
Wann habt ihr schon einmal jemandem geholfen?
Wie fühlt sich das an?
🌼 7. Kleine Ruheminute
Alle legen sich still hin wie ein Rehkitz im Gras.
Ganz ruhig.
Ganz leise.
Und hören nun für ein Weilchen dem Sommer zu.

Fantasiereise: Im hohen Sommergras

Mache es dir bequem.
Setze dich ruhig hin oder lege dich entspannt hin.
Wenn du magst, schließe deine Augen.
Atme tief ein … und wieder aus.
Ganz langsam.
Stelle dir nun vor, du stehst an einer großen Sommerwiese.
Die Sonne scheint warm.
Der Wind bewegt die hohen Gräser.
Überall summt und zirpt und raschelt es.
Du gehst langsam durch die Wiese.
Ganz vorsichtig.
Das Gras streicht weich an deinen Beinen vorbei.
Vielleicht riechst du die warmen Kräuter.
Vielleicht hörst du das Zirpen der Grillen.
Oder das Summen der Bienen?.
Ganz in der Nähe raschelt etwas.
Du bleibst stehen.
Zwischen den Gräsern liegt ein kleines Rehkitz.
Ganz still.
Ganz ruhig.
Es hat weiche braune Augen.
Und helle Punkte auf seinem Fell.
Du setzt dich vorsichtig ins Gras.
Nicht zu nah.
Das kleine Reh hat keine Angst.
Der Wind rauscht leise über die Wiese.
Die Sonne wärmt euch beide.
Du hörst Mäuse im Gras herumhuschen.
Ganz flink und ganz leicht.
Alles fühlt sich friedlich an.
Die Sommerwiese ist wie eine kleine eigene Welt.
Vielleicht entdeckst du noch Schmetterlinge.
Oder eine Libelle.
Oder einen kleinen Käfer.

Du atmest tief ein … und wieder aus.
Ganz ruhig.
Du spürst: Die Natur ist voller Leben.
Und jedes kleine Tier ist wichtig.
Bleibe noch einen kleinen Moment auf der Sommerwiese.
Dann bewege langsam deine Hände.
Deine Füße.
Und wenn du bereit bist, öffne wieder deine Augen.
Die Ruhe der Sommerwiese bleibt noch ein bisschen bei dir.

Sachtext: Warum Rehkitze im hohen Gras liegen

Im Frühling und Sommer bekommen Rehe ihre Jungen.
Die kleinen Rehkitze können am Anfang noch nicht gut laufen.
Darum versteckt die Rehmutter sie oft im hohen Gras oder auf einer Wiese.
🦌 Warum bleiben Rehkitze liegen?
Rehkitze haben in den ersten Lebenswochen einen besonderen Schutz.
Wenn Gefahr kommt, laufen sie meist nicht weg.
Sie drücken sich ganz still auf den Boden.
So entdecken viele Feinde sie nicht.
🌿 Die Rehmutter ist manchmal alleine
Viele Menschen denken: „Das Rehkitz ist ganz allein.“
Aber das stimmt meistens nicht. Die Rehmutter ist oft in der Nähe
und kommt regelmäßig zurück.
Darum soll man Rehkitze niemals anfassen oder mitnehmen.
🚜 Gefahr durch Mähmaschinen
Im Frühsommer werden viele Wiesen gemäht.
Das kann für Rehkitze gefährlich sein, weil sie aus Angst still liegen bleiben.
Darum achten heute viele Bauern und Helfer besonders auf die Tiere.
🐕 Wie Menschen helfen
Manche Wiesen werden vor dem Mähen abgesucht.
Dabei helfen:
• Menschen
• Hunde
• manchmal sogar Drohnen mit Kameras
So können viele Rehkitze gerettet werden.
💛 Wichtig zu wissen
Rehkitze brauchen Ruhe.
Darum:
• nicht anfassen
• nicht streicheln
• Abstand halten
Am besten beobachtet man sie nur ganz vorsichtig aus der Ferne.
🌞 Zum Schluss
Die Natur ist voller kleiner Wunder.
Und manchmal brauchen diese Wunder ein bisschen Schutz und Aufmerksamkeit.

© Elke Bräunling

 

Frühlingsgeschichten mit der kleinen Waldmaus:

AUSMALBILD

Ausmalbild Rehkitz läuft über wiese, daneben Mäuse

 

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