Was macht die Sonne im Herbst?

Was macht die Sonne im Herbst?

Herbstgeschichte über Sonne und Sonnenblumen


Kind und Großvater im Garten, welke Sonnenblumen, im Hintergrund die Sonne„Die Sonne stirbt nicht. Sie ist nur ein bisschen unterwegs.“

Stirbt die Sonne im Herbst? Wenn im Herbst die Sonnenblumen welken und die Tage kürzer werden, stellt ein Kind eine große Frage: Stirbt im Herbst eigentlich auch die Sonne? Ein alter Gärtner hat darauf eine ganz besondere Antwort.
Mit einfacher Kurzfassung, Fragerunde, Mitmachideen, Wissenskärtchen Sonne/Sonnenblumen und Ausmalbild.

 

 

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Was macht die Sonne im Herbst?

Kind und Großvater im Garten, welke Sonnenblumen, im Hintergrund die Sonne„Der Herbst kommt“, sagte der Gärtner und schnitt den welken Sonnenblumen in seinem Garten die Köpfe ab. Er würde sie gut aufbewahren, um im Winter Futter für die Vögel zu haben. „Sonnenblumenkerne sind nahrhaft und gesund. Für die Tiere und für die Menschen.“
„Herbst ist doof“, maulte das Kind, das dem alten Mann zusah. „Du machst die schönen großen Blumen mit den Sonnengesichtern tot. Viele kleine Sonnen sterben nun.“
Es sah ihn an, überlegte. „Sag, stirbt im Herbst die Sonne auch?“
Darüber hatte der Mann noch nie nachgedacht. Die Sonne? Sterben?
„Vielleicht ein bisschen“, meinte er schließlich.
„Ein bisschen?“ Fragend sah das Kind den Alten an. „Wie kann man nur ein bisschen sterben?“
„Hm.“ Der Gärtner überlegte wieder. Dann lächelte er. „Ich stelle mir das so vor“, begann er. „Die Sonne verabschiedet sich im Herbst und folgt dem scheidenden Sommer in die Länder im Süden der Erde. Deshalb wird sie auf ihrem Weg jeden Tag nun einen kleineren Kreis über unserem Himmel malen.“
Kind und Großvater im Garten, welke Sonnenblumen, Sonnenblumenkerne, hungriges Rotkehlchen„Dies ist dann der Herbst der Sonne und sie ist nicht tot. Nur ein bisschen unterwegs ist sie. Das ist okay“, ergänzte das Kind. „Abends wird es früher dunkel und morgens später hell. Und sommerwarm sind ihre Strahlen dann auch nicht mehr. Aber sie wird wieder ganz nah zu uns kommen.“
„Ja, sie kommt wieder in ihrer ganzen Pracht und mit allen Kräften zurück. Ohne Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde. Ein Teil von ihr bleibt daher auch in den dunklen Monaten bei uns.“
Das Kind nickte. „Die Wintersonne macht an Sonnentagen den Winter hell.“
Kind und Großvater im Garten, welke Sonnenblumen, sehen der Sonne beim Untergehen zu.„Genau“, bestätigte der alte Gärtner. „Und auch die Sonnenblumen sind nicht wirklich tot. Sie tragen das neue Leben in ihren Kernen.“
„Und daraus wachsen wieder Sonnenblumen“, rief das Kind und klatschte vor Freude in die Hände. „Viele neue kleine Sonnen und die lachen alle dann der Sommersonne zu. Und wir, wir freuen uns auch.“

© Elke Bräunling

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Hier liest dir Regina Meier zu Verl diese Geschichte vor.

 

Dazu passen diese Geschichten und Gedichte
🌳 Herbst ist’s! Schnupper mal!
🍁 Septemberblues
🌼 Der Herbst ist da
🌞 So schmeckt der Herbst
✨ Die kleine Waldmaus trifft den Herbst
🌽 Ernte im Herbst
🙏 Abschied im Kräuterbeet

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Was macht die Sonne im Herbst? – Einfache Geschichte für Erstleser

Der Herbst ist da.
Ein alter Gärtner arbeitet im Garten.
Die großen Sonnenblumen sind verblüht.
Der Gärtner schneidet ihre Köpfe ab.
„Was machst du damit?“, fragt ein Kind.
„Ich hebe sie auf“, sagt der Gärtner. „In den Blüten sind viele Sonnenblumenkerne. Im Winter bekommen die Vögel davon zu fressen.“
Das Kind sieht die welken Blumen an.
Es ist traurig.
„Die kleinen Sonnen sterben“, sagt es.
Dann schaut es zum Himmel.
„Stirbt im Herbst auch die große Sonne?“
Der Gärtner denkt nach.
„Nein“, sagt er schließlich. „Die Sonne stirbt nicht.“
Im Herbst steht sie nicht mehr so lange am Himmel.
Abends wird es früher dunkel.
Morgens wird es später hell.
Auch ihre Strahlen wärmen nicht mehr so stark.
Aber die Sonne ist noch da.
Auch im Winter gibt es sonnige Tage.
Und nach dem Winter kommt der Frühling.
Dann werden die Tage wieder länger.
Das Kind betrachtet die Sonnenblumenkerne.
„Und aus diesen Kernen wachsen neue Sonnenblumen?“
Der Gärtner nickt.
Da freut sich das Kind.
Im nächsten Sommer werden wieder viele kleine gelbe Sonnen im Garten stehen.
Und hoch über ihnen scheint die große Sonne.
© Elke Bräunling

 

Fragen zur Geschichte

Zur Geschichte
• Was macht der Gärtner mit den welken Sonnenblumen?
• Warum hebt er die Sonnenblumenkerne auf?
• Warum ist das Kind traurig?
• Welche Frage stellt es dem Gärtner?
• Was verändert sich im Herbst an den Tagen?
• Ist die Sonne im Winter verschwunden?
• Was kann aus einem Sonnenblumenkern wachsen?
Zum Nachdenken und Erzählen
• Magst du Sonnenblumen?
• Findest du den Herbst schön oder eher doof wie das Kind?
• Wann merkst du, dass die Tage kürzer werden?
• Hast du schon einmal Sonnenblumenkerne aus einer Blüte gepult?
• Welche Tiere fressen Sonnenblumenkerne?
• Was gefällt dir an einem sonnigen Herbsttag besonders?

 

Mitmachideen

Kleine Sonnen für den nächsten Sommer 🌻
Wenn eine verblühte Sonnenblume zur Verfügung steht, können die Kinder vorsichtig einige Kerne herauslösen.
Schaut sie euch genau an:
Wie sehen sie aus?
Wie fühlen sie sich an?
Sind alle Kerne gleich groß?
Einige Kerne können als Vogelfutter verwendet werden. Ein paar geeignete Samen werden aufgehoben und im nächsten Frühjahr ausgesät.
Dazu kann jedes Kind ein kleines Tütchen gestalten:
Meine Sonne für den nächsten Sommer
Im Frühling kommt der Kern in die Erde, und mit etwas Glück wächst daraus tatsächlich eine neue kleine „Sonne“.

Kleine Sonnenblumen-Idee – Vom Kern zur Blume 🌻
Die Kinder stellen gemeinsam mit Bewegungen das Wachstum einer Sonnenblume dar:

Der Kern schläft in der Erde. (Ganz klein zusammenkauern.)
Die Sonne wärmt die Erde. (Langsam den Kopf heben.)
Ein kleiner Trieb wächst. (Langsam aufrichten.)
Der Stängel wächst höher und höher. (Aufstehen und die Arme nach oben strecken.)
Die Sonnenblume öffnet ihre Blüte. (Arme weit ausbreiten.)
Am Morgen kommt die Sonne im Osten. (Gesicht und Oberkörper zur Morgensonne drehen.)
Die Sonne wandert über den Himmel. (Ihr mit Kopf und Oberkörper ganz langsam folgen.)
Am Abend steht sie im Westen. (Noch einmal weit zur anderen Seite drehen.)
In der Nacht wartet die junge Sonnenblume auf den neuen Tag. (Langsam wieder zurück zur Morgenseite drehen.)
Und am nächsten Morgen?
Da wartet sie schon auf die Sonne. ☀️🌻

 

Wissenskärtchen Sonne und Sonnenblume

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Wissenskärtchen: Sonne und Sonnenblume ☀️🌻

Die Sonne verschwindet im Herbst nicht.
Die Erde bewegt sich um die Sonne. Gleichzeitig ist ihre Achse ein wenig geneigt. Deshalb steht die Sonne bei uns im Herbst und Winter tiefer am Himmel als im Sommer. Ihre Strahlen treffen schräger auf die Erde und wärmen uns weniger.
Außerdem werden die Tage kürzer und die Nächte länger.
Und die Sonnenblume? Die kann der Sonne sogar folgen!
Junge Sonnenblumen drehen sich im Laufe des Tages mit der Sonne. Morgens zeigen ihre Köpfe nach Osten. Dann folgen sie der Sonne über den Himmel nach Westen. In der Nacht wenden sie sich wieder nach Osten und warten dort auf die Morgensonne.
Wenn die Sonnenblume ausgewachsen ist und ihre Blüte reif wird, hört diese tägliche Bewegung weitgehend auf. Dann schaut die Blüte meistens nach Osten.
Dieses Folgen der Sonne nennt man Heliotropismus.
Im großen Blütenkopf reifen später viele Sonnenblumenkerne. Aus geeigneten Samen können im nächsten Jahr neue Sonnenblumen wachsen.
So begleitet die Sonne die Sonnenblume durch ihr Leben – und in ihren Kernen wartet schon der nächste Sommer. 🌻

Probier es aus:
Stell dich morgens wie eine junge Sonnenblume nach Osten. Wandere mit deinem Gesicht langsam mit der Sonne über den Himmel. Wo steht sie am Abend?

Kleine Forscherfrage
Warum ist es bei uns Winter, während auf der Südhalbkugel Sommer ist?
(Tipp: Es hat mit der Neigung der Erde zu tun.)

 

AUSMALBILDER: Was macht die Sonne im Herbst?

 

Kind und Großvater im Garten, welke Sonnenblumen, Sonnenblumenkerne, hungriges Rotkehlchen - Ausmalbild

 

Illustration Kind u im Garten mit vielen Sonnenblumen

Titelbild + Text + Illustration "Kind und Gärtner im Sonnenblumengarten"

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DAS NEUE HERBSTLIED mit Stephen Janetzko & Ralf Trautner

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