Der Herbstjob der Septemberfrau
Der Herbstjob der Septemberfrau
Herbstmärchen – Wie die Septemberfrau den Herbst ins Land malt
„Manchmal beginnt der Herbst mit einem Pinselstrich aus Gold und einem ganz besonderen Sonnenstrahl.“
Wer malt die ersten gelben Blätter an die Bäume? Wer legt morgens Nebelschleier über die Wiesen? In diesem liebevollen Herbstmärchen begegnen wir der Septemberfrau, die gemeinsam mit der Sonne den Herbst ins Land zaubert.
Die Geschichte erzählt auf märchenhafte Weise vom Beginn des Herbstes, von Nebel, Altweibersommer und den ersten goldenen Farben der Natur. Sie lädt Kinder dazu ein, den Wechsel der Jahreszeiten bewusst wahrzunehmen und die kleinen Wunder des Frühherbstes mit offenen Augen zu entdecken zum Vorlesen im Kindergarten, in der Grundschule und zu Hause. Mit Arbeitsmodul.
Inhalt
🍂 Herbstmärchen
📖 Erstleserfassung
❓ Fragerunde & Gesprächsimpulse
🎨 Ausmalbilder
Der Herbstjob der Septemberfrau
„Ha!“, sagte die Septemberfrau. „Den Sommer, der noch immer hier im Lande weilt, gedenke ich in diesem Jahr pünktlich zu vertreiben. Er hat in meinem Monat, dem September, nichts zu suchen.“
Sie eilte über den Himmel und schob die Wolkenfront, die über den Bergen lag, ins Land hinein. Sie konnte es gar nicht erwarten, die Wiesen am Morgen mit einer Nebeldecke zu verzieren. Vorsichtig, denn sie wusste, sie durfte es damit nicht übertreiben. Auch sie wollte nämlich geliebt werden.
Mit einem freundlichen Lächeln näherte sie sich der Sonne und verneigte sich vor ihr:
„Herrin! Dürfte ich freundlich Euch bitten, zu Gast hier zu sein in unseren Mitten. Die Nebel des Morgens, sie blinkern dir zu. Schenk ihnen Licht, denn das Strahlen bist du.“
Das gefiel der Sonne, die sich gerade ein wenig hinter die Wolken zurückziehen wollte.
„Oh wie schön! Ein Gedicht nur für mich hast du mir mitgebracht!“, sprach sie und streichelte die Septemberfrau sanft mit einem warmen Strahl. Ganz vorsichtig, damit sie sie nicht mit ihren heißen Strahlen verletzte. „Sehr gern werde ich Euer Gast sein.“
Wie leicht fühlte sich die Septemberfrau da und sie sang:
„Dankeschön, liebe Frau Sonne. Euch so zur Wonne werde mein Land ich dir malen. In sanft gelben Tönen soll es bald strahlen.“
Und sogleich machte sie sich an die Arbeit. Sie tauchte ihren Pinsel in die sonnenblumengelbe Farbe und setzte hier ein Pünktchen auf die Blätter des Ahorns, da ein Pünktchen auf das Buchenlaub und immer ließ gleich die Sonne ihre Strahlen darauf ruhen. Schön sah das aus. Die Septemberfrau hielt inne und freute sich.
„Schön sieht es aus!“, wiederholte sie. „Zauberschön.“
Dann machte sie sich daran, die Seidenwollfäden zu entwirren, um sie mit Hilfen ihrer kleinen Helferinnen, den Altweibersommerspinnen, über dem Land zu verteilen. Glänzen sollten sie im Strahlenkranz des Tautropfenlandes, wenn Frau Sonne morgens erwachte und ihre ersten Strahlen über Wiesen, Blumen, Felder, Seeufer und Wegraine gleiten ließ. Glitzerfunkelstrahlenhell.
© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl
💬 Welche Arbeit hat wohl die Oktoberfrau? Malt sie die Blätter rot, sammelt sie Kastanien oder schickt sie die ersten Zugvögel auf die Reise? 🍁😊
Dazu passen diese Geschichten und Gedichte
🌳 Herbst ist’s! Schnupper mal!
🍁 Septemberblues
🌼 Der Herbst ist da
🌞 So schmeckt der Herbst
🌽 Ernte im Herbst
🙏 Abschied im Kräuterbeet
🌾 Aufbruch im Kartoffelfeld
👵 Bei Oma im Herbst
🍎 Apfelkuchentraum
🥔 Köstlichkeit aus dunkler Erde
🌺 Das Abschiedslied der Sommerblumen
Der Herbstjob der Septemberfrau – Erstleserfassung
Die Septemberfrau war fleißig.
Der Sommer war noch da.
Das gefiel ihr nicht.
„Nun beginnt mein Monat“, sagte sie.
Sie schob die Wolken über das Land.
Am Morgen legte sie Nebel auf die Wiesen.
Dann ging sie zur Sonne.
Freundlich begrüßte sie sie.
„Liebe Sonne“, sagte sie. „Bitte besuche mein Land.“
Die Sonne freute sich.
Sie schickte ihre warmen Strahlen zur Erde.
Nun machte sich die Septemberfrau an die Arbeit.
Mit einem gelben Pinsel bemalte sie die Blätter.
Sie tupfte Farbe auf Ahornblätter.
Sie tupfte Farbe auf Buchenblätter.
Die Sonne ließ ihre Strahlen darauf scheinen.
Die Blätter begannen zu leuchten.
Die Septemberfrau lächelte.
„Wie schön das aussieht!“, sagte sie.
Dann half sie den kleinen Spinnen.
Die Spinnen spannten feine Fäden über Wiesen und Felder.
Am Morgen glitzerten darauf viele Tautropfen.
Die Sonne ließ alles funkeln.
So arbeiteten die Septemberfrau und die Sonne zusammen.
Und langsam wurde aus dem Sommer der Herbst.
© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl
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Fragerunde
Fragen zur Geschichte
❓ Wer ist die Hauptfigur der Geschichte?
❓ Welcher Monat gehört der Septemberfrau?
❓ Wen möchte die Septemberfrau vertreiben?
❓ Was legt sie am Morgen über die Wiesen?
❓ Wen besucht die Septemberfrau?
❓ Wie reagiert die Sonne auf das Gedicht?
❓ Welche Farbe verwendet die Septemberfrau für die Blätter?
❓ Welche Bäume werden in der Geschichte genannt?
❓ Wer hilft der Septemberfrau beim Verteilen der feinen Fäden?
❓ Was glitzert am Morgen auf den Spinnenfäden?
Gesprächsrunde
💬 Was gefällt dir am Herbst?
💬 Hast du schon einmal Nebel auf einer Wiese gesehen?
💬 Welche Herbstfarben magst du besonders?
💬 Hast du schon einmal Spinnennetze mit Tautropfen entdeckt?
💬 Warum brauchen die Septemberfrau und die Sonne einander?
💬 Welche Arbeit könnte die Oktoberfrau haben?
💬 Wenn du den Herbst anmalen dürftest: Welche Farben würdest du wählen?
Mitmachidee
🍂 Male den Herbst der Septemberfrau!
• Male gelbe, rote und orange Blätter.
• Male Nebel über einer Wiese.
• Male Spinnennetze mit Tautropfen.
• Male die Sonne am Morgen.
• Male die Septemberfrau mit ihrem Farbenpinsel.
✨ Welche Herbstfarben zaubert die Septemberfrau auf dein Bild? 🍂☀️🕸️💛
AUSMALBILDER


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