Der Tag der lachenden Lebkuchen
Der Tag der lachenden Lebkuchen
Fröhliches Adventsmärchen
Als die Lebkuchen einen grauen Tag fröhlich machten
„Ein kleines Lächeln kann die ganze Welt ein bisschen heller machen.“
Ein muffiger Wintertag, ein zauberhafter Lebkuchengeist – und plötzlich lacht die ganze Stadt!
Diese fröhliche Adventsgeschichte zeigt, wie ein bisschen Magie (und ganz viel Lachen) die Welt wärmer macht. Perfekt für Kinder, die Weihnachtsfreude lieben. Mit Ausmalbild.
Der Tag der lachenden Lebkuchen
Irgendetwas war anders in dieser Adventszeit. Die Sonne hatte sich hinter Wolken versteckt und Nebel machte die Tage dunkel und trist. Und genauso fühlten sich auch die Menschen. Dunkel und trist und ihre Mundwinkel zeigten immer mehr nach unten. Schlecht gelaunt und mit griesgrämigen Blicken hasteten sie durch die Straßen. Dieses Dunkel strengte an und die Wochen vor Weihnachten fühlten sich damit noch stressiger an als sonst.
Der Lebkuchengeist, der einen Ausflug in die Stadt zu den Menschen machte, wunderte sich nicht schlecht.
„Warum sind viele Menschen in dieser Weihnachtszeit so schlecht gelaunt?”, fragte er. “Das gefällt mir nicht. Nein, überhaupt nicht gefällt mir das.”
Und er machte eine nächtliche Runde durch alle Backstuben der Stadt. “Wir müssen etwas ändern”, sagte er zu den Lebkuchen und Pfefferkuchenmännern. “Die Weihnachtszeit soll eine frohe Zeit sein. Ich will, dass ihr ab sofort alle fröhlich lacht.”
“Wie soll das gehen?”, fragte eine Lebkuchenfrau. “Unser Bäcker ist so müde, dass er immer brummig guckt. Wie soll er uns da mit fröhlichen Lachgesichtern backen?”
“Keine Bange”, sagte der Lebkuchengeist, der immer grimmiger wurde. “Weihnachten soll kein muffiges Griesgramfest sein. Lasst mich nur machen.” Und er murmelte einige Zauberworte, die keiner verstehen konnte. Dann eilte er weiter zur nächsten Bäckerei.
Viel zu tun hatte er in dieser Nacht, doch als die Leute am nächsten Tag in die Bäckerei kamen, lachten ihnen von Broten, Brötchen, Hefestückchen, Weihnachtsplätzchen, Lebkuchen und Pfefferkuchenmännern nur fröhlich grinsende Gesichter entgegen. Lustig sahen sie aus, und die Leute kauften mit einem Lächeln im Gesicht die fröhlich lachenden Backwaren.
An diesem Tag blickten viel weniger Leute in der Stadt muffig drein. Ab und zu war sogar fröhliches Lachen zu hören. Am lautesten aber lachten die Lebkuchen und Pfefferkuchenmänner. Das aber konnte keiner hören – außer dem Lebkuchengeist natürlich.
© Elke Bräunling
Aus dem Buch:
Taschenbuch:Elkes Minutengeschichten: Adventskalender: 24 kurze Adventskalendergeschichten *
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Lebkuchen wurden von Mönchen erfunden
Sachtext
Wie viele Köstlichkeiten wurden auch Lebkuchen in den Klöstern erfunden. Man sagt, Mönche hätten lange experimentiert, um den Lebkuchenteig zusammen zu stellen. Lebkuchen enthalten nämlich teure exotische Gewürze wie Zimt, Nelken, Kardamon und Pfeffer. Früher waren diese Gewürze durch Reisende oder Missionare zuerst in Klöstern bekannt. Später gab es im Mittelalter die ‚Lebzeltler’ oder ‚Lebküchler’, die nichts anderes taten als Lebkuchenteig herzustellen. Das war eine schwere und anstrengende Arbeit. Honig wurde in dunkles Mehl eingerührt, der fertige Teig blieb dann viele Tage stehen und wurde erst weiter verarbeitet, wenn er gärte. Dann formte man ihn zu Figuren oder presste ihn in Holzmodel mit kunstvoll geschnitzten Bildern. Gebacken und mit Zuckerguss, Nüssen oder bunten Oblatenbildern verziert wurden die Lebkuchen dann von Bäckermeistern.
Und woher kommt der Name ‚Lebkuchen’? Es gibt zwei Theorien: die einen besagt, das Wort „Lebkuchen“ stamme aus dem mittelhochdeutschen Wort ‚libum’, und das heißt ‚Fladen’. Andere sagen, Lebkuchen hätten etwas mit dem ‚Leben’ zu tun, denn sie galten früher bei vielen Krankheiten als heilende Medizin. Na, so eine köstliche Medizin mag sicher jeder gerne leiden. Oder?
© Elke Bräunling
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