Der Schulschwänzer

Kindergeschichte vom Schummeln – Hat Tom wirklich Halsschmerzen oder?

Heute hat Tom schreckliche Halsschmerzen. Sie sind so schlimm, dass er nicht in die Schule gehen kann.
„Ach!“, stöhnt er und fasst sich mit leidender Miene an den Hals. „Zu gerne hätte ich das Diktat mitgeschrieben, wo ich doch so viel dafür geübt habe! Aber das geht ja nun leider nicht mit diesen schlimmen Schmerzen.“
„Mein armer Schatz!“, tröstet Mama. „Sei nicht traurig. Wenn du nicht in die Schule gehen kannst, musst du deine schlimmen Halsschmerzen erst im Bett auskurieren. Es ist ebenso wie bei den gemeinen Bauchschmerzen letzte Woche, als ihr die Rechenarbeit hattet, und bei dem fürchterlichen Kopfweh neulich, bei dem du den Deutschaufsatz verpasst hast.“ Mama schüttelt bedenklich den Kopf. „All die wichtigen Klassenarbeiten hast du nicht mitschreiben können. Ein großes Pech ist das.“
Tom nickt mit tragischer Miene. „Gemein ist das. Obergemein sogar, stimmt´s?“
„Stimmt“, sagt Mama. „Ab mit dir ins Bett! Ruhen musst du und schnell wieder gesund werden. Und nun schlafe, armer kranker Tom! Schlaf ist die beste Medizin.“ Sie zieht den Rollladen herunter. „Ach ja, heute Nachmittag sind wir bei Onkel Hans zum Eislaufen eingeladen. Leider werde ich nun mit Maja alleine gehen müssen, da du doch so krank bist. Gemein ist das.“
Tom nickt mit leidender Miene. In seinem Kopf aber tobt ein heftiger Kampf.
„Meine Halsschmerzen sind eigentlich schon besser geworden“, sagt er schnell. „Ich kann wieder prima schlucken. Vielleicht könnte ich …“
„Nichts da“, protestiert Mama und grinst. „Es ist sehr gefährlich, wenn man eine Krankheit nicht richtig auskuriert. Nein, du bleibst im Bett!“
Sie grinst noch mehr und Tom seufzt. Es war doch keine so gute Idee, wegen der Klassenarbeiten zu schummeln. Kranksein ist nämlich langweilig, besonders bei einer Mutter, die so schlau ist.

© Elke Bräunling

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Bildquelle © Myriams-Fotos/pixabay

Meine Texte und die virtuelle Kaffeekasse

Wenn Sie einen oder mehrere meiner Texte online oder printmäßig verwerten oder anderweitig publizieren möchten, ist eine Lizenz erforderlich.

Und wenn Sie Lust auf eine Kaffeespende haben, einfach so, weil Ihnen die Geschichte gut gefallen hat, so freue ich mich hier darüber:


 

Vielleicht haben Sie Lust, mein Blog zu abonnieren?

So verpassen Sie keinen Beitrag mehr! Einfach Mail-Adresse eintragen, absenden und den Link in der Bestätigungsmail anklicken. Ich freue mich auf Sie! Auf Dich!