Der Wunsch des kleinen Strohsterns

Der Wunsch des kleinen Strohsterns

Adventsgeschichte für Kinder

Titel + Illustration In der Weihnachtsschmuckkiste: Der Sternenputzer haucht dem Strohstern das funkelnde Licht ein„Manchmal leuchtet ein kleiner Stern stärker als alles Gold, wenn er ein Kind zum Lächeln bringt.“

Ein kleiner Strohstern wünscht sich, wie ein richtiger Stern zu leuchten und entdeckt, dass sein Licht viel mehr bedeutet, als er dachte. Eine warme Adventsgeschichte über Hoffnung, Glanz und die Magie kleiner Träume.
Mit einfacher Lesefassung, Fragerunde für Kinder und Ausmalbild

 

 

Der Wunsch des kleinen Strohsterns

„Ich möchte in der Adventszeit dieses Mal kein Strohstern sein“, sagte der kleine Strohstern. „Nein, ein richtiger Stern möchte ich sein. Ein Stern, der hell leuchtet und mit seinem Licht ein Lächeln in die Menschengesichter zaubert.“
Er lag mit vielen anderen Sternen in der großen Truhe mit dem Weihnachtsschmuck und wartete auf seine Zeit.
Illustration Weihnachtsschmuckfiguren in einer kleinen Truhe„Kein Strohstern mehr willst du sein?“, brummte der dicke Nussknacker. „Wie willst du das anstellen?“
„Träumer! Immer diese Träumer!“, rief die rote Christbaumkugel. Sie kicherte.
Frau Holle lächelte. „Was wären wir ohne Träumer?“, murmelte sie. „Aber es wird nicht gehen, kleiner Stern. Du bist, was du bist.“
„Manche Träume aber“, sagte ein Goldengelchen leise, „finden ihren Weg. Glaube an sie!“
Der kleine Strohstern schwieg. Und ja, er würde weiter träumen und hoffen.
„Stroh ist Stroh und bleibt auch so“, knurrte der Sternenputzer, das kleine Männlein mit dem Staubwedel und dem goldenen Tuch. „Aber ein bisschen Glanz kann jeder gebrauchen.“
Illustration In der Weihnachtsschmuckkiste: Der Sternenputzer haucht dem Strohstern das funkelnde Licht einEr nahm den kleinen Strohstern behutsam in die Hand, legte ihn in goldenen Sternenstaub und pustete sanft.
Da geschah es: Der kleine Strohstern begann zu schimmern. Ganz zaghaft zuerst, dann immer heller, bis sein Licht durch die ganze Truhe leuchtete.
„Du funkelst ja!“, rief der Nussknacker. „Golden und hell wie die Sterne am Himmel!“
Der kleine Strohstern konnte kaum sprechen vor Glück.
„Ich… ich leuchte wirklich?“
„Und wie!“, lachte Frau Holle. „Strahle! Leuchte, kleiner Stern!“
„Ja!“, riefen alle Bewohner der Weihnachtsschmucktruhe. „Leuchte!“
Ein paar Tage später dann war seine Zeit gekommen. Ein bisschen schüchtern hing der kleine Strohstern nun am Fenster des Kinderzimmers.
Da kam ein Kind und blickte zu ihm herauf. Ein Lächeln huschte über sein eben noch ernstes Illustration Junge steht am Fenster und freut sich über einen schönen große StrohsternGesicht.
Wie freute sich der kleine Strohstern da! Und von ferne hörte er Frau Holle rufen:
„Na, siehst du, kleiner Stern? Nun weißt du, wofür dein Licht gedacht ist.“
Und der kleine Strohstern strahlte. Nicht, weil er glänzte, sondern weil er ein Kind zum Lächeln gebracht hatte.

© Elke Bräunling

 

 

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Einfache Fassung für Erstleser / leseschwache Kinder

Der Wunsch des kleinen Strohsterns

Kurze Geschichte in einfacher Sprache

In einer großen Truhe lag der kleine Strohstern.
Er wartete auf die Adventszeit.
„Ich möchte kein Strohstern mehr sein“, sagte er leise. „Ich möchte wie ein richtiger Stern leuchten. So hell, dass die Menschen lächeln.“
Der dicke Nussknacker hörte das. „Wie willst du das machen?“, brummte er.
Die rote Christbaumkugel kicherte. „Immer diese Träumer!“
Frau Holle lachte. „Ohne Träumer wäre Weihnachten sehr klein“, sagte sie.
Ein Goldengelchen flüsterte: „Manche Träume finden ihren Weg. Glaube daran.“
Der Strohstern wurde still.
Er wollte weiter träumen. Ganz fest.
Da kam der Sternenputzer.
Ein kleines Männlein mit Staubwedel.
„Stroh bleibt Stroh“, knurrte er. „Aber Glanz kann jeder brauchen.“
Er nahm den Strohstern in die Hand.
Er legte ihn in goldenen Sternenstaub.
Dann pustete er ganz vorsichtig und es geschah etwas Wundervolles.
Der Strohstern begann zu leuchten.
Schwach zuerst. Dann heller. Und noch heller.
„Du funkelst!“, rief der Nussknacker. „Wie schön!“
„Wie am Himmel!“, rief Frau Holle.
Der kleine Strohstern wurde ganz warm vor Glück.
„Ich… ich leuchte wirklich?“
„Oh ja!“, riefen alle. „Leuchte, kleiner Stern! Leuchte!“
Ein paar Tage später hing der Strohstern am Fenster.
Schüchtern.
Ganz still.
Da kam ein Kind.
Es sah zum Stern hinauf. Und lächelte.
Der kleine Strohstern strahlte.
Denn nun wusste er:
Sein Licht hatte ein Kind zum Lächeln gebracht.

 

Fragerunde für Kinder in Gesprächsrunden, Schule, Kita, Abendritualen

🌟 Schau-genau-Fragen
1 Wo lag der kleine Strohstern am Anfang?
2 Was wünscht sich der Strohstern?
3 Wer lacht über seinen Wunsch?
4 Wer tröstet ihn?
5 Wer hilft ihm am Ende zu leuchten?

🌟 Gefühlsfragen
6 Wie fühlt sich der Strohstern, als niemand an ihn glaubt?
7 Wie fühlt er sich, als er glitzert?
8 Wie fühlt sich das Kind, das ihn im Fenster sieht?
9 Wo hast du schon einmal jemanden lächeln gesehen – wegen etwas Kleinem?

🌟 Träume-und-Wünsche-Fragen
10 Welchen Wunsch hätte der Strohstern haben können, wenn du ihn erfunden hättest?
11 Hast du auch einen kleinen Traum in dir?
12 Wer oder was hilft dir, an deinen Wunsch zu glauben?

🌟 Fantasie-Fragen
13 Welche Figuren würdest du noch in der Weihnachtstruhe finden?
14 Was könnte der Sternenputzer noch zum Glänzen bringen?
15 Wenn du einen Stern aus Stroh basteln würdest – welche Farbe hätte er?

🌟 Miteinander-Fragen
16 Was bedeutet „Licht schenken“ für dich?
17 Wann hat dir zuletzt jemand ein Lächeln geschenkt?
18 Was bringt dein Herz zum Leuchten?

AUSMALBILD

Ausmalbild Weihnachtsschmuckfiguren in einer kleinen Truhe

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