Bienen’zauberer‘ auf der Apfelwiese

Nun sind sie wieder unterwegs, die Bienen. Das ist wichtig. Bienen sind wichtig für unser Leben

Ein sonniger Frühlingstag ist heute. Warmer Wind hat die Wolken, die viele Wochen über dem Land gelegen haben, vertrieben.
Endlich Frühling! Der Winter ist lang gewesen und alle Menschen freuen sich sehr. Sie genießen die Frühlingssonne, die ihre blassen Gesichter ein bisschen bräunt, und erfreuen sich an den ersten Frühlingsblumen.
Auch die Bäume freuen sich. Wohlig recken sie ihre Zweige dem Sonnenlicht entgegen und schälen ihre Blütenknospen ganz langsam, eine nach der anderen, aus der Schutzhülle.
Frühling! Jetzt wird das Land wieder bunt. Blütenbunt. Jeden Tag ein bisschen mehr. Auch die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf. Sie sind hungrig und voller Freude auf das neue Leben.
Besonders früh sind die Bienen unterwegs. Sie haben schon im ganz frühen Frühling die Blüten der Weiden und Haselbüsche besucht und deren köstlichen Nektar genascht. Nun summen und surren sie um Blumen und Blüten auf den Wiesen und in den Gärten.
Psst! Man kann es hören, ihr aufgeregtes, eifriges Brummsummen.
Besonders eifrig umsummen die Bienen die Blüten der Obstbäume. Es ist ein richtiges Brummsummkonzert.
„Wie schön das klingt!“, freut sich ein kleines Mädchen, das mit seinem Großvater einen Spaziergang über die Apfelwiese macht. „Ich mag die Bienen ganz doll leiden.“
Der Großvater nickt. „Ich auch. Sie sind auch sehr wichtig für die Bäume und für die Früchte.“
„Und für den Honig“, sagt das Mädchen.
„Naschkatze!“ Der Großvater lächelt. „Die Bienen sind hier auf der Apfelwiese nicht nur als Nektarsammler unterwegs. Nein, sie sind kleine Apfelzauberer.“
„Apfelzauberer?“ Fragend sieht das Mädchen den Großvater an.
„Ja! Sie sind Apfelzauberer und Birnenzauberer, Kirschenzauberer, Pfirsichzauberer, Pflaumenzauberer und viele andere Obstzauberer. Sie fliegen von Baum zu Baum und Blüte zu Blüte auf der Suche nach Nektar. Von jeder Blüte nehmen sie ein bisschen Blütenpollen, der an ihren Körpern haftet, mit. Viel davon verlieren sie gleich wieder beim Besuch der nächsten Blüte. Gelangt der Pollen auf den Blütenstempel, ist die Blüte befruchtet und die Frucht beginnt zu wachsen.“
„Toll!“ Das kleine Mädchen staunt. „Und dann wachsen kleine Äpfel und Birnen und Kirschen und Pfirsiche und all das andere Obst?“, fragt es aufgeregt.
Der Großvater nickt. „Die Samenanlagen entwickeln sich und darin bilden sich die Apfelkerne und um sie herum wächst als Schutz das Fruchtfleisch.“
Da lacht das kleine Mädchen. „Dann sind die kleinen Bienen aber ganz arg große und ganz tolle Zauberer, weißt du?“
Der Großvater nickt. „Und man muss sehr gut auf sie achten und aufpassen“, sagt er. „Was wäre unser Leben ohne die Bienen?“

© Elke Bräunling

7Ein wundersamer Frühlingstag

Über Elke

Elke Bräunling, Kinderbuchautorin

11. März 2015 von Elke
Kategorien: Frühlingsgeschichten, Naturgeschichten, Tiergeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , | 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Pingback: Noch mehr Frühlingsgeschichten | Frühlingszeit

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert


%d Bloggern gefällt das: