Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun

Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun

Eine stille Kindergeschichte über das Nachdenken, das einfache Dasitzen und die Zufriedenheit

„Der Himmel ist näher, wenn man innehält.“

Titelbild: Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun - Bär sitzt auf enem Berg und genießt den Ausblick

Was passiert, wenn man einfach nur sitzt, guckt, denkt und nichts tut? Der kleine Bär begegnet einem Spatz und eine leise Geschichte über das Leben, das Denken und den Himmel beginnt.
Diese leise Geschichte erzählt vom Innehalten, vom Nachdenken und von der kleinen Kunst, einfach einmal nichts tun zu dürfen. Eine ruhige Vorlesegeschichte über Zufriedenheit, Freundschaft und stille Glücksmomente.
Mit Unterrichtsmodul und Ausmalbild.


Inhalt
🐻 Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun
🌿 Kindergarten-Kurzfassung
📖 Erstleserfassung
🔤 Silbenschrift
💬 Fragerunde
☁️ Mach mit – Kleine Ruheideen
🌞 Sachtext: Warum Ruhe wichtig ist
💭 Fantasiereise: Auf der stillen Bergwiese
🍃 Weitere ruhige Geschichten
🖍️ Ausmalbild

 

 

 

Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun

„Bist du traurig, kleiner Bär?“
„Traurig? Ich weiß es nicht.“
Der kleine Bär, der sich zum Nachdenken an den Rand der oberen Waldwiese gesetzt hatte und von da weit über die Wiesen und den Wald bis hinüber auf die Berge des Nachbartales blickte, wunderte sich.
Titelbild: Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun - Bär unterhalt sich mit Spatz, der auf einem Ast sitztEr wollte doch nur hier sitzen und schweigen und gucken und sich an der schönen Welt und dem sonnigen Tag freuen. Nichts weiter. War man traurig, wenn man einfach so dasaß und Freude daran empfand?
Er sah den kleinen Spatz an, der über ihm auf dem Zweig der Buche saß und im Wind leicht hin- und her schaukelte.
„Warum fragst du?“, wunderte er sich.
„Nur so“, meinte der Spatz. „Es ist nur nicht üblich, einfach so dazusitzen und nichts zu tun. Außer man ist traurig. Oder müde.“
„Nein“, sagte der kleine Bär. „Aber ich bin nicht traurig und ich bin nicht müde. Auch nicht nachdenklich bin ich und einsam fühle ich mich schon gar nicht.“
Der Spatz lachte hell auf. „Du bist ja auch nicht einsam. Ich bin ja da.“
„Stimmt.“ Der kleine Bär lächelte nun auch. „Es ist ein Glück, dass du gekommen bist und mich beim Dasitzen und Nichtstun begleitest. Aber sag, was tust du eigentlich hier oben? Wohnst du nicht mit deiner Familie auf der anderen Seite des großen Waldes in dem Dorf bei den Menschenhäusern? Es ist ein weiter Weg hier herauf.“
Illustration: Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun - Bär sitzt auf enem Berg und genießt den AusblickDer Spatz nickte. „Dort wohne ich und wir haben es gut. Wir haben genug zu essen und zu trinken und es gibt viele Plätze, wo wir unsere Nester bauen können. Aber ich wollte einmal auf diesen Berg hinauf fliegen und dem Himmel nahe sein.“
Dem Himmel nahe sein? Was für ein kluger kleiner Spatz!
Der kleine Bär blickte zum Himmel hinauf.
„Du hast recht. Der Himmel ist sehr viel näher hier. Und weiter.“
„Ja!“, sagte der Spatz wieder. „Was ist ein Leben, ohne dies gesehen zu haben? Man muss alles einmal gesehen haben.“
„Und man muss auch einmal im Leben über alles nachgedacht haben, um zufrieden zu sein“, ergänzte der kleine Bär.“
„Bist du zufrieden nun?“, fragte der Spatz.
Titelbild: Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun - Bär mit Spatz sitzt auf enem Berg und blickt ins TalDer Bär nickte. „Ja, ich glaube, das bin ich. Doch ich schätze, ich muss noch eine Weile hier sitzen bleiben und nichts tun und weiter nachdenken.“
Der kleine Spatz nickte auch. „Und ich muss dir noch ein bisschen Gesellschaft leisten und dem Himmel nahe sein.“
„Und glaubst du jetzt auch, dass du traurig bist?“, fragte der kleine Bär.
„Wer sagt, dass hier jemand traurig ist?“
„Du. Das hast du mich vorhin gefragt.“
„Stimmt.“ Der kleine Spatz kicherte. „Was man so alles denkt, wenn man falsch denkt.“
Der kleine Bär kicherte nun auch. „Ja. Aber man kann es üben. Und lernen. Dieses richtige Denken.“

💬 Macht es dich auch glücklich, manchmal einfach so dazusitzen und den Moment zu genießen?

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Die nachfolgenden Gedanken und Texte vertiefen die Geschichte und laden zum Erinnern, Nachdenken und Mitfühlen ein.

Diese Versionen sind sprachliche Bearbeitungen derselben Geschichte zur besseren Zugänglichkeit und stellen keine eigenständigen Werke dar.

Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun – Kindergarten-Kurzfassung

Der kleine Bär sitzt auf der Bergwiese.
Er schaut weit über den Wald.
Der Himmel ist groß und blau.
Der Wind streicht durch das Gras.
Da kommt ein kleiner Spatz angeflogen.
Er setzt sich auf einen Ast über dem Bären.
„Bist du traurig?“, fragt der Spatz.
Der kleine Bär schüttelt den Kopf.
„Nein“, sagt er. „Ich sitze nur hier und schaue.“
Der Spatz wundert sich. „Aber du tust ja gar nichts.“
Der kleine Bär lächelt.
„Doch“, sagt er. „Ich freue mich über den Himmel und den schönen Tag.“
Der Spatz schaut nun auch in die Ferne.
„Hier oben ist der Himmel ganz nah“, sagt er leise.
Der kleine Bär nickt.
„Ja“, sagt er. „Und das gefällt mir.“
Eine Weile sitzen die beiden still zusammen.
Der Wind rauscht leise.
Die Wolken ziehen vorbei.
Dann kichert der Spatz.
„Vielleicht muss man gar nicht immer etwas tun.“
Der kleine Bär nickt wieder.
„Manchmal ist Nichtstun genau richtig.“

Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun – Erstleserfassung

Der kleine Bär saß auf der oberen Waldwiese.
Von dort konnte er weit über den Wald schauen.
Er sah die Wiesen und die Berge.
Und über allem spannte sich ein großer blauer Himmel.
Der kleine Bär mochte diesen Platz sehr. Hier oben war es ruhig.
Der Wind strich durch das Gras. Ab und zu zog eine Wolke vorbei.
Der kleine Bär saß einfach nur da.
Er schwieg.
Er schaute.
Und er freute sich über den schönen Tag.
Da hörte er ein leises Zwitschern. Ein kleiner Spatz landete auf einem Ast über ihm.
Der Ast bewegte sich leicht im Wind.
„Bist du traurig, kleiner Bär?“, fragte der Spatz.
Der kleine Bär wunderte sich. „Traurig? Nein“, sagte er. „Warum fragst du das?“
Der Spatz legte den Kopf schief. „Weil du einfach nur dasitzt und nichts tust“, erklärte er. „Das machen sonst nur traurige oder müde Leute.“
Der kleine Bär musste lachen. „Aber ich bin weder traurig noch müde“, sagte er. „Ich sitze einfach gern hier.“
Der Spatz dachte nach. Dann sagte er: „Vielleicht habe ich falsch gedacht.“
Der kleine Bär nickte. „Man muss nicht immer etwas tun“, sagte er leise. „Manchmal ist es schön, einfach nur da zu sein.“
Der kleine Spatz flatterte ein Stück höher. Dann setzte er sich wieder auf den Ast.
„Ich bin übrigens hierher geflogen, weil ich dem Himmel nahe sein wollte“, erzählte er.
Der kleine Bär blickte nach oben.Der Himmel war wirklich ganz nah. Und sehr weit.
„Das gefällt mir“, murmelte er.
Dann schwiegen die beiden.
Sie hörten dem Wind zu. Sie sahen den Wolken nach. Und langsam fühlte sich alles ganz leicht und ruhig an.
Nach einer Weile fragte der kleine Bär: „Glaubst du immer noch, dass ich traurig bin?“
Der Spatz begann zu kichern. „Nein“, sagte er. „Jetzt glaube ich, dass du einfach zufrieden bist.“
Da musste auch der kleine Bär lachen.
Und so saßen die beiden noch lange nebeneinander auf der Wiese und genossen den Himmel und das schöne Nichtstun.

Der klei-ne Bär und das nach-denk-li-che Nichts-tun – Sil-ben-schrift

Der klei-ne Bär saß auf der Wald-wie-se.
Er schau-te weit über den Wald.
Der Him-mel war groß und blau.
Der klei-ne Bär saß ein-fach nur da.
Er schwieg.
Er schau-te.
Und er freu-te sich über den schö-nen Tag.
Da kam ein klei-ner Spatz an-ge-flo-gen.
Er setz-te sich auf ei-nen Ast.
„Bist du trau-rig?“, frag-te der Spatz.
Der klei-ne Bär schüt-tel-te den Kopf.
„Nein“, sag-te er. „Ich sit-ze nur hier und schaue.“
Der Spatz wun-der-te sich.
„Aber du tust doch gar nichts.“
Der klei-ne Bär lä-chel-te.
„Manch-mal ist Nichts-tun sehr schön“, sag-te er.
Der Spatz dach-te nach.
Dann schau-te auch er in den Him-mel.
Die Wol-ken zo-gen lang-sam vor-bei.
Der Wind rauschte lei-se durch das Gras.
„Hier oben ist der Him-mel ganz nah“, sag-te der Spatz.
Der klei-ne Bär nick-te.
„Ja“, sag-te er. „Und das ge-fällt mir.“
Die bei-den blie-ben noch lan-ge dort sit-zen.
Sie schwie-gen.
Sie schau-ten.
Und sie fühl-ten sich sehr zu-frie-den.

 

Fragerunde – Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun

1. Die Geschichte verstehen
Diese Fragen helfen, die Handlung genau zu erfassen.
• Wo sitzt der kleine Bär?
• Was macht er dort?
• Wer spricht ihn an?
• Warum glaubt der Spatz zuerst, der kleine Bär sei traurig?
• Was möchte der Spatz auf dem Berg erleben?
• Was bedeutet für den Spatz „dem Himmel nahe sein“?
• Worüber denken der kleine Bär und der Spatz nach?
• Wie endet die Geschichte?
Ziel: Sicherheit im Textverständnis

2. Gefühle in der Geschichte
Über Ruhe, Zufriedenheit und Einsamkeit sprechen
• Ist der kleine Bär traurig?
• Wie fühlt er sich wirklich?
• Warum ist es manchmal schön, einfach still dazusitzen?
• Muss man immer etwas tun?
• Wann fühlst du dich ruhig und zufrieden?
• Kennst du Momente, in denen du einfach nur schauen und träumen möchtest?
Ziel: Eigene Gefühle wahrnehmen lernen

3. Das „Nichtstun“ verstehen
Ruhe ist nicht gleich Langeweile
• Warum findet der Spatz das Nichtstun zuerst komisch?
• Warum denken viele Menschen, dass man immer beschäftigt sein muss?
• Kann Nichtstun trotzdem etwas Schönes sein?
• Was passiert im Kopf, wenn man ruhig wird?
• Warum tut Ruhe manchmal gut?
Ziel: Bewusstsein für Erholung und innere Ruhe stärken

4. Freundschaft
Die beiden verbringen Zeit miteinander
• Warum freut sich der kleine Bär über den Spatz?
• Muss man immer viel reden, um zusammen zu sein?
• Kann Schweigen auch schön sein?
• Was macht einen guten Freund aus?
• Hast du jemanden, mit dem du einfach still zusammensitzen kannst?
Ziel: Freundschaft und Nähe verstehen

5. Über den Himmel und das Staunen
Die Geschichte lädt zum Träumen ein
• Warum wollte der Spatz auf den Berg fliegen?
• Was bedeutet: „dem Himmel nahe sein“?
• Gibt es Orte, an denen du dich frei fühlst?
• Was bringt dich zum Staunen?
• Warum ist Staunen wichtig?
Ziel: Fantasie und Wahrnehmung fördern

6. Gedanken über das Leben
Für ältere Kinder und Erwachsene
• Was meint der kleine Bär mit „richtig denken“?
• Kann man lernen, anders zu denken?
• Warum denken Menschen manchmal falsch über andere?
• Warum meint man oft, stille Menschen seien oft traurig?
• Muss Glück immer laut sein?
Ziel: Nachdenken und philosophische Gespräche anregen

7. Fantasiefragen
Zum Weiterdenken und Erzählen
• Worüber denkt der kleine Bär wohl noch nach?
• Was sieht man vom Berg aus alles?
• Welche Tiere könnten noch vorbeikommen?
• Was würden der kleine Bär und der Spatz am Abend machen?
• Würdest du dich gern zu ihnen setzen?
Ziel: Fantasie und Sprache fördern

8. Kleine Abschlussfragen
„Was hat dir an der Geschichte am besten gefallen?“
„Was bedeutet für dich ein schöner stiller Moment?“

 

Mach mit – Kleine Ruheideen

🌿 1. Wolken schauen
Lege dich draußen auf eine Decke oder schaue aus dem Fenster in den Himmel.
Welche Wolken kannst du entdecken?
Sehen sie aus wie Tiere?
Oder wie Fantasiefiguren?
☁️ 2. Eine Minute Nichtstun
Setze dich bequem hin.
Schweige eine Minute lang.
Höre nur:
• den Wind
• Vogelstimmen
• Geräusche draußen
Danach kannst du erzählen:
Wie hat sich das angefühlt?
🐦 3. Geräusche sammeln
Schließe kurz die Augen.
Welche Geräusche kannst du hören?
Vielleicht:
• Blätterrauschen
• einen Vogel
• Schritte
• einen Hund
• Regen oder Wind
🌞 4. Mein Ruheplatz
Überlege:
Wo fühlst du dich besonders ruhig und wohl?
Male diesen Ort.
Vielleicht ist es:
• eine Wiese
• ein Garten
• ein Fensterplatz
• ein Platz im Wald
💭 5. Wolkengedanken
Male eine Wolke.
Schreibe oder erzähle:
Was denkt deine Wolke gerade?
🧸 6. Still sitzen wie der kleine Bär
Setzt euch gemeinsam ganz ruhig hin.
Niemand spricht.
Alle schauen einfach nur aus dem Fenster oder in den Himmel.
Danach könnt ihr erzählen:
Was habt ihr entdeckt?
🍃 7. Windspiel
Stellt euch vor, ihr seid Grashalme auf einer Bergwiese.
Der Wind kommt ganz leicht.
Nun bewegt ihr euch langsam hin und her.
Dann wird der Wind stärker.
Und danach wieder ganz ruhig.
💛 8. Kleiner Gedanke zum Schluss
Manchmal muss man gar nichts Besonderes tun,
damit ein Tag schön wird.

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Sachtext: Warum Ruhe wichtig ist

Viele Menschen glauben, dass man immer etwas tun muss.
Doch das stimmt nicht. Auch Ruhe ist wichtig.
🌤️ Der Körper braucht Pausen
Wenn wir den ganzen Tag unterwegs sind, werden Körper und Kopf müde.
Darum brauchen Menschen und Tiere Zeiten zum Ausruhen.
🌿 Ruhe tut gut
Wenn wir still werden, kann sich unser Körper entspannen.
Das Herz schlägt ruhiger.
Der Atem wird langsamer.
Viele Menschen fühlen sich danach besser.
☁️ Beim Nichtstun entstehen Gedanken
Manchmal kommen gute Ideen erst, wenn man ruhig wird.
Vielleicht beim Spazierengehen.
Vielleicht beim Wolkenschauen.
Oder einfach beim Dasitzen.
🐦 Auch Tiere ruhen sich aus
Vögel sitzen auf Ästen.
Katzen liegen in der Sonne.
Bären ruhen sich aus.
Die Natur zeigt uns:
Nichtstun gehört zum Leben dazu.
💭 Langeweile ist nicht immer schlecht
Wenn einem langweilig ist, erwacht oft die Fantasie. Man hat neue Ideen.
Viele Spiele und Geschichten beginnen genau so.
🌞 Die Natur hilft beim Ruhigwerden
Der Wind.
Die Wolken.
Das Gras.
Vogelstimmen.
All das kann Menschen beruhigen.
Darum tut es gut, ab und zu einfach nur dazusitzen, zu schauen, zu atmen und nichts tun zu müssen.
💛 Zum Schluss
Man muss nicht immer beschäftigt sein.
Manchmal reicht es, einfach einen schönen Himmel anzuschauen und den Augenblick zu genießen.

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Fantasiereise: Auf der stillen Bergwiese

Mache es dir bequem.
Setze dich hin oder lege dich ruhig hin.
Wenn du magst, schließe deine Augen.
Atme einmal tief ein … und wieder aus.
Ganz langsam.
Ein und aus.
Ein und aus.
Stelle dir nun vor, du sitzt auf einer weichen Wiese hoch oben auf einem Berg.
Das Gras ist warm von der Sonne.
Es kitzelt ein wenig an deinen Händen.
Der Wind streicht sanft über dein Gesicht.
Über dir spannt sich ein großer blauer Himmel.
Weit.
Still.
Hell.
Weiße Wolken ziehen langsam vorbei.
Ganz langsam.
Du musst nichts tun.
Gar nichts.
Du darfst einfach nur hier sitzen.
Vielleicht hörst du irgendwo einen Vogel zwitschern.
Vielleicht summt eine Biene vorbei.
Vielleicht raschelt das Gras im Wind.
Alles ist ruhig.
Du schaust in die Ferne.
Über die Wiesen.
Über den Wald.
Bis hinüber zu den Bergen.
Und während du so dasitzt,
merkst du:
Es tut gut, einfach einmal nichts tun zu müssen.
Du musst nicht schnell sein.
Du musst nichts schaffen.
Du musst niemandem etwas beweisen.
Du darfst einfach da sein.
Vielleicht setzt sich nun ein kleiner Vogel neben dich.
Ein Spatz.
Er schaut dich neugierig an.
Dann blickt auch er hinaus in die Ferne.
Ihr sitzt einfach zusammen da.
Ganz still.
Und das fühlt sich schön an.
Die Wolken ziehen weiter.
Der Himmel wird noch ein bisschen größer.
Der Wind wird noch ein bisschen weicher.
Vielleicht kommen Gedanken.
Und vielleicht ziehen sie auch wieder weiter, wie die Wolken am Himmel.
Du musst sie nicht festhalten.
Du atmest ruhig ein … und wieder aus.
Ein und aus.
Die Sonne wärmt dich.
Der Himmel beschützt dich.
Die Wiese trägt dich.
Und tief in dir entsteht ein stilles, warmes Gefühl.
Ein Gefühl von Ruhe.
Von Frieden.
Von Zufriedenheit.
Bleibe noch einen kleinen Moment auf deiner stillen Bergwiese.
Ganz ruhig.
Ganz leicht.
Dann bewege langsam deine Hände.
Deine Füße.
Atme noch einmal tief ein … und wieder aus …
Und wenn du bereit bist, öffne langsam wieder deine Augen.
Die Ruhe bleibt noch ein bisschen bei dir.

© Elke Bräunling

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AUSMALBILD

Ausmalbild: Der kleine Bär und das nachdenkliche Nichtstun - Bär sitzt auf enem Berg und genießt den Ausblick

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