Die trotzige Kastanie
Die trotzige Kastanie
Kastanienmärchen für Kinder
Die trotzige Kastanie mag nicht vom Baum fallen und klammert sich am Ast fest. Was wird aus ihr werden?
Ein Herbstmärchen über Mut und Veränderung – und dazu ein leckeres Röstkastanien-Rezept und ein Kastanienpfannkuchen rezept zum Nachmachen. Mit Ausmalbildern für Kinder.
Die trotzige Kastanie
„Ich will nicht vom Baum fallen“, sagt die Kastanie und klammert sich am Ast fest.
Der Wind rüttelt an den Zweigen, doch die Kastanie lässt sich nicht abschütteln. Rings um sie herum fallen Kastanien, Bucheckern, Eicheln und Nüsse mit lauten Plumpsern auf die Erde.
„Ich will nicht“, schimpft die Kastanie laut. „Nein, ich will nicht. Um keinen Preis möchte ich meinen Platz hier am Baum verlassen. Hörst du, Wind?“
Die anderen Kastanien kichern.
„Möchtest du nicht ein Baum werden? Ein schöner, großer Kastanienbaum?“
„Nein“, ruft die Kastanie. „Wo denkt ihr hin? Ich habe doch keine Lust, mich in die finsterdunkle Erde einzugraben.“
Und sie umklammert fest ihren Ast.
Und da hängt sie nun und klammert und klammert.
Der Wind saust und braust und fegt die letzten Blätter von den Bäumen.
Die Kastanie aber, die hat er nicht geschafft. Noch immer hängt sie oben im Baum, trotzig und alleine – und sie langweilt sich ganz schön da oben…
© Elke Bräunling
Mögt ihr lecker geröstete Kastanien – Ihr kennt sie sicher vom Maronimann auf Herbst- und Weihnachtsmärkten, schmecken, könnt Ihr in der Herbstzeit selbst ausprobieren. Hier kommt das Rezept dazu. Keine Bange, es ist ganz einfach:
G’röschtete Keschte = Geröstete Kastanien oder Maronen
Du brauchst Esskastanien/Maronen, die Menge wählst du selbst.
Schneide die gewölbte Seite der Kastanienfrucht über Kreuz ein und lege sie auf ein Backblech.
Heize den Ofen vor auf ca. 180-200 Grad (Umluft) und backe die Früchte gut 20 Minuten.
Sie sind gar, wenn die Schalen an der Schnittstelle aufspringen.Die Kastanien werden nun in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, damit sie etwas abkühlen. Dann kannst du sie schälen und naschen.
Du kannst sie aber auch in einer Pfanne in etwas Butter anrösten und servieren.
Wer es mag, gibt entweder etwas Rohrzucker oder Meersalz über die Früchte.
Guten Appetit.Abwandlung: Du kannst „Keschte“ auch auf Ofenplatten oder Kaminplatten rösten.
© Elke Bräunling

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AUSMALBILDER

Rezept! – Kastanienpfannkuchen
Neben der Rosskastanie, die für Rehe und Wildschweine ein Leckerbissen sind, gibt es auch Kastanien, die man essen kann. Die schmecken sehr lecker. Ihr kennt sie bestimmt von Rummelplätzen oder Weihnachtsmärkten, wo ihr sie beim Maronimann kaufen könnt. Es sind Esskastanien oder Maronen (so nennt man sie in der Schweiz und in Italien). Aus ihnen kann man tolle Gerichte, sogar Kuchen und Süßspeisen, zaubern. Esskastanien wachsen im südeuropäischen Waldgebieten. Aber auch bei uns findet ihr sie in den Wäldern warmer Gebiete, wo auch Weinbau betrieben wird. Großen Spaß macht es, hier im Herbst durch die Wälder zu streifen und im Herbstlaub nach Esskastanien zu suchen. Aber Vorsicht: Die Hüllen der Esskastanien sind mächtig stachelig. Wie kleine, runde, gelbgrüne Igel sehen sie aus mit kleinen, spitzen Stacheln.

Esskastanien (Maronen) mit ihren Stachelhüllen
Hast Du Appetit auf Kastanien-Pfannkuchen, pardon, auf Keschte-Crepes?
Keschte-Crepes = Kastaniencrepes (oder Kastanienpfannkuchen)
Zutaten: 200 g Dinkelmehl, ca. 100 g Kastanien, ¼ l Wasser, eine Prise Meersalz, 5 Eier, 2 EL Olivenöl und Butter zum Backen
Zubereitung:
Du brauchst Kastanienmousse: Die gewölbte Seite der Kastanien schneidest du mit einem Messer kreuzweise ein, dann gibst du sie in einem Topf mit kaltem Wasser geben und kochst sie kurz auf. Nun musst du die Früchte noch heiß gründlich schälen. Danach werden die Kastanien nochmals aufgekocht so lange, bis sie weich sind. Dann kannst du sie durch ein Sieb passieren und das Mousse ist zubereitet.Nun das Mehl mit dem Kastanienmousse und dem Wasser verrühren. Danach Salz zugeben, die Eier und das Olivenöl. Alles gut miteinander vermischen.
Den fertigen Teig lasse nun mindestens eine halbe Stunde ruhen!Dann geht’s los:
Etwas Butter in der Pfanne erhitzen. Dann so viel Teig in die Pfanne geben, dass Boden dünn bedeckt ist, und von beiden Seiten ausbacken.
Und am besten schmeckt es, wenn man den Crepe gleich aus der Pfanne „nascht“ 😉Du kannst nun aber auch einen Crepe-„Berg“ bauen: Du häufelst die fertigen Crepes zu einem „Berg“ an und bestreust ihn mit Puderzucker und ab damit zu Tisch, damit Ihr diesen „Berg“ noch warm genießen könnt.
© Elke Bräunling



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