Archiv für Halloweengeschichte

Der Kürbiszwerg und die lachenden Kürbisse

 

Der Kürbiszwerg und die lachenden Kürbisse

Als sich die gruseligen Kürbisgesichter über Nacht in Lachgesichter verwandelt hatten

Eines Nachts huschte ein kleines Männlein durch die Straßen. Es war der Kürbiszwerg. Der hatte sich viel vorgenommen. Er besuchte mit seinem Hämmerchen jedes Kürbisfratzengesicht in der Stadt. Und die Kürbisse, die lächelten.
Am nächsten Tag staunten alle. Anstatt der grausigen Kürbisfratzen standen nun fröhliche Lachgesichter vor den Häusern.
Da lachten die Leute. Nur die Kinder waren enttäuscht. Hatten sie sich doch große Mühe gegeben, gruselige Kürbisfratzen für den Kürbiswettbewerb zu schnitzen. Es gab nämlich einen tollen Hauptgewinn: In der Straße mit dem grausigsten Fratzengesicht sollte ein großes Halloween-Straßenfest stattfinden.
Nun aber waren die Kürbisgruselköpfe nicht mehr gruselig. Was tun? Die Kinder waren ratlos. Neue Fratzen schnitzen? Was aber, wenn sich die neuen Fratzen vielleicht auch in Lachgesichter verwandelten?
„Machen wir aus Halloween eben ein lustiges Lachfest!“, beschloss der Bürgermeister, der traurige Kindergesichter nicht leiden mochte.
Und so geschah es auch.
„Na, geht doch!“, kicherte der Kürbiszwerg, und den Kürbissen rief er zu: „Ich habe euch eine fröhliche Zeit versprochen – und so wird es sein. Haha haha!“
„Haha haha!“, lachten auch die Kürbisse und – irgendwie – wurden die tristen Herbstabende ein bisschen heller. Auch das Fest, das auf dem Marktplatz stattfand, war ein helles Fest ohne Angst, Grusel und Erschrecken. Ein Fest, das die Leute vergessen ließ, dass in dieser Samhainnacht Geister durchs Dunkel zogen.
Na ja, viele kleine Gruselgeisterkinder tauchten dann doch auf und die sahen mächtig wild zum Erschrecken aus. Dann aber lachten auch sie hinter ihren Masken. Sie lachten so laut, dass die wenigen echten Geister, die sich doch leise eingeschmuggelt hatten, stumm aus der Stadt flohen.
Wer aber am lautesten lachte, das waren die Kürbisse und der Kürbiszwerg.

© Elke Bräunling

Diese Geschichte findest du in einer längeren Fassung hier: „Der Kürbiszwerg und das fröhliche Kürbisfest“

 

Kürbisgeschichten findest du hier:

Großvater sucht die Farben des Herbstes
Der lachende Kürbis
Der eitle Superkürbis
Kürbisglück – Gedicht
Der Kürbiszwerg und das fröhliche Kürbisfest
Der kleine Igel und der große Kürbis
Der kleine Bär und das Geisterlicht – Kürbislaternengeschichte
Gruselfröhliche Grinsgesichter – Halloweengeschichte
Das fröhliche Herbstlaternenhaus – Kürbis- und Laternengeschichte
Der Geisterzug der Kürbisköpfe – Eine Halloweengeschichte
Der Kürbisgruselkopf – Gedicht
Ein Herbst-Fratzengeist – Gedicht
Der unheimliche Lichtgeist – Kürbisfratzengeschichte
Michas gruseliger Geistertag – Herbstzeit, Nebelzeit, Kürbiszeit

 

Aus dem Buch: Omas Herbstgeschichten


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09. Oktober 2018 von Elke
Kategorien: Abenteuergeschichten, Freundschaftsgeschichten, Gutenachtgeschichten, Herbstgeschichten, Spaßgeschichten | Schlagwörter: , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Der Geist im Busch

Im Spätherbst hört sich ein Rascheln im Gebüsch gleich sehr viel unheimlicher an

Es raschelte und Marie zuckte zusammen. Ein bisschen war es ihr bei diesem Nebel unheimlich im Park. Zum Glück war sie nicht alleine. Sie griff nach Opas Hand und spürte, wie auch Opa zusammenzuckte.
„Jetzt beginnt die Geisterzeit“, sagte er.
„Geister, echt? Das macht mir Angst, Opa! Gibt es die denn wirklich? Und was ist das für ein Rascheln?“, fragte Marie. Sie umfasste Opas Hand ein wenig fester. Unheimlich war das im Nebel, sehr unheimlich!
„Viele Menschen glauben, dass zu Halloween die Seelen der Toten für eine Nacht auf die Erde zurückkehren“, versuchte es Opa. „Sie nennen sie Geister, doch ich sehe das anders und …“
„Oh, du meinst Halloween?“, unterbrach ihn Marie. Sie begann zu kichern. „Da feiern wir das tollste Geisterfest im Jahr. Nicht irgendwelche toten Seelen.“
„Tolles Geisterfest?“, fragte Opa. „Wir hatten dieses ‚Halloween‘ früher nicht gefeiert. Ach was! Nicht einmal gekannt hatten wir es. Aber gut, wenn es euch gefällt, dann feiert ruhig euren Geisterkram. Aber sag: Hast du gar keine Angst, dass sich einmal ein richtiger Geist oder besser gesagt eine tote Seele unter euch Geistern verstecken könnte?“
Opa konnte es einfach nicht lassen, er wollte Marie ein bisschen bange machen. Marie aber wollte sich nicht beirren lassen.
„Mit euren ‚toten Seelen‘ wollt ihr Erwachsenen uns Kindern nur eine dumme Angst einjagen“, sagte sie mit fester Stimme, die aber doch etwas lauter klang als sonst, als wolle sie einen möglichen Geist doch eben mal schnell erschrecken. „Unsere Halloweengeister sind ehrlicher, denn sie verstecken sich nicht und jeder weiß sowieso, dass die nicht echt sind. Und überhaupt: Können Seelen laufen?“
Opa lachte. „Seelen können wohl nicht laufen, sie geistern herum!“, gab er zu und dass der Max, der nun angelaufen kam und dessen Rascheln sie gehört hatten, kein Geist war, das wussten beide. Es war der Nachbarhund, der mit seinem mächtigen Schwanz wedelte.
„Na, du Geist!“, rief Marie und kraulte ihn unter dem Kinn. „Du fühlst dich ganz lebendig an! Auch wenn du echt gruselig geisterhaft rascheln kannst.“

© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl

28. Oktober 2017 von Elke
Kategorien: Erinnerungen, Geschichten für Kinder, Geschichten für Senioren, Gutenachtgeschichten, Herbstgeschichten, Kindergeschichten | Schlagwörter: , , , , , | 2 Kommentare

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